Hallo Alle,
Ihr macht einem ja richtig Angst - meine Tochter ist jetzt grag 9 und schon seit zwei Jahren furchtbar zickig, nervig und unfair - wird das echt noch schlimmer ???
Um meinen Sohn (knapp 11) mach ich mir weniger Sorge - der ist vermünftig genug, dass man mit ihm reden und ihm etwas erklären kann und unser Verhältniss ist prima (wir lesen teils die selben Bücher). Das wird sich mit der Pubertät ändern, das ist mir klar, aber in Pkt. Kriminell habe ich bei ihm garkeine Sorge (O.K., vielleicht Ladendiebstahl), Drogen werde ich mir ihm zu gegebener Zeit bereden, also das was noch fehlt, und wenn er nervig wird - wir haben durch unsere Tochter Übung genug.
Ich hoffe schon, dass ich nie ganz den Draht zu ihm verlieren werde (ne Punkfrisur wäre z.B egal, Piercing auch, ein Hitlerbärtchen nicht, aber ich würde drüber reden, nicht verbieten). Aber der Junge wirkt jetzt schon so `erwachsen´ und vernünftig, gesprächsbereit und neugierig, dass ich wesentliche Probleme eigentlich nicht erwarte (O.K. - ich kann damit ganz schön auf die Nase fallen, das ist mir durchaus bewußt).
Andererseits hätte ich bei nächtlichem Ausgang um meinen Sohn nicht weniger Angst als um meine Tochter (in Berlin sind Jungs nicht sicherer), zumal meine Tochter sich verbal jetzt schon gut wehren kann, wenn sie das noch ausbaut, habe ich um sie eher weniger Angst.
Ich lebe schließlich auch seit ich 20 bin in dieser Stadt und bin viel nachts unterwegs gewesen - gefährliche oder bedenkliche Situatuionen habe ich nur Tags erlebt (was natürlich keine Garantie ist).
Und ich kann mich an meine Jugend und den Bedarf an Freiheit sehr gut erinnern - ich will meinen Kindern soviel Freiheit einräumen, wie es eben geht (meine Angst um sie, ist schlicht mein Problem - kein Argument, sie mehr einzuschränken, als unbedingt nötig).
Noch was zum Schluß: meine 18 jährige, 1,90m große Sandkastenfreundin mit Führerschein und Auto (also potentieller Heimbringer auf dem Lande) war seinerzeit bei (heimgebrachten) Jungs sehr gefürchtet - da hätten die Eltern ev. auch Anlaß gehabt, zu fragen, was gegen ihren Willen geschehen ist.
Gruß, Anne


