Punkt oder kein Punkt?

Hi Leute

Immer wieder habe ich ein Problem, Punkte zu setzen, um das Satzende zu markieren. Klar, nach jedem Satz ein Punkt, Frage- oder Ausrufezeichen. Wie sieht es aber bei folgenden Sätzen aus?

Bei diesem Satz bin ich mir sicher, dass er korrekt geschrieben ist, interpunktionsmässig (bis ev. auf das Komma):

„Ich glaube das nicht (nicht so ganz, jedenfalls).“

Bei diesem Satz hingegen bin ich unsicher, _wo_ der Punkt hinkommt. Nach dem Wort „jedenfalls“? Oder nach der schliessenden Klammer?

„Ich glaube das nicht (Ich glaube das nicht so ganz, jedenfalls).“

Und wie ist es damit? Werden zwei Punkte gesetzt? Einmal, um die Abkürzung „usw.“ zu beenden, einmal, um den Satz zu beenden. Das glaube ich eher nicht.

„Ich glaube das nicht (nur xyz, abc usw.).“

Was ist richtig? Welche Regel gilt? Und wie ist es wie in diesem Satz gerade, wenn ich ein mit einem Punkt abzukürzendes Wort wie etwa „usw.“ einbinde? Setzt man dann einen Punkt oder nicht?

Danke für jede Hilfe!

Ein gutes neues Jahr wünsche ich euch!

Daniel R.

Bei diesem Satz bin ich mir sicher, dass er korrekt
geschrieben ist, interpunktionsmässig (bis ev. auf das Komma):

„Ich glaube das nicht (nicht so ganz, jedenfalls).“

du scheinst auf diese nachgestellten und mit komma abgetrennten zusätze zu stehen. sie sind jedenfalls interpunktionsmäßig falsch :wink: der punkt ist richtig.

Bei diesem Satz hingegen bin ich unsicher, _wo_ der Punkt
hinkommt. Nach dem Wort „jedenfalls“? Oder nach der
schliessenden Klammer?

„Ich glaube das nicht (Ich glaube das nicht so ganz,
jedenfalls).“

die klammer ist ein einschub in den satz. der satz wird erst nach der klammer beendet. und jedenfalls auch hier kein beistrich :wink:

üblich ist auch eine andere variante, die allerdings mit deinen beispielsätzen nicht so gut funktioniert:
statt
das ist ein beispielsatz (und das ist ein einschub in klammern).
=>
das ist ein beispielsatz. (und das ist ein einschub in klammern.)
letzteres finde ich eher ungeschickt, da nachher ein eventueller nächster satz ohne weitere interpunktionszeichen folgt, und daher der eingeklammerte satz dem folgesatz logisch näherzustehen scheint, was aber nicht der fall ist (er bezieht sich ja auf den satz davor).

Und wie ist es damit? Werden zwei Punkte gesetzt? Einmal, um
die Abkürzung „usw.“ zu beenden, einmal, um den Satz zu
beenden. Das glaube ich eher nicht.

„Ich glaube das nicht (nur xyz, abc usw.).“

doch, genau so.

Was ist richtig? Welche Regel gilt? Und wie ist es wie in
diesem Satz gerade, wenn ich ein mit einem Punkt abzukürzendes
Wort wie etwa „usw.“ einbinde? Setzt man dann einen Punkt oder
nicht?

ja, du setzt nach „usw.“, „bzw.“, „etc.“ usw. immer einen punkt und am satzende noch einen - es sei denn, der abgekürzte ausdruck steht am satzende, dann reicht ein punkt.

Hallo Daniel,

wenn mich mein Gedächtnis nicht trügt, ist es so:

Bei diesem Satz hingegen bin ich unsicher, _wo_ der Punkt
hinkommt. Nach dem Wort „jedenfalls“? Oder nach der
schliessenden Klammer?

„Ich glaube das nicht (Ich glaube das nicht so ganz,
jedenfalls).“

Das sind eigentlich zwei Sätze. Ein Punkt gehört hinter „nicht“, der andere hinter „jedenfalls“ in die Klammer.
Die Regel für Punkt und Klammer ist: ist die Klammer Teil des Satzes, kommt der Punkt hinter die Klammer. Ist der gesamte Satz eingeklammert, kommt der Punkt in die Klammer.

Und wie ist es damit? Werden zwei Punkte gesetzt? Einmal, um
die Abkürzung „usw.“ zu beenden, einmal, um den Satz zu
beenden. Das glaube ich eher nicht.

„Ich glaube das nicht (nur xyz, abc usw.).“

Ich denke doch, da die Abkürzung in der Klammer steht. Wäre keine Klammer da, schriebe man nur einen Punkt am Ende.

Gruß Kubi

Hi, Daniel!

Ich halte solche Klammern in Sätzen für vermeidbar und rate dazu, sie zu vermeiden. Ein Komma oder ein Semikolon sieht da besser aus.

„Ich glaube das nicht (nicht so ganz, jedenfalls).“

Das ist richtig.

„Ich glaube das nicht (Ich glaube das nicht so ganz, jedenfalls.).“

Hier sollte nach jedenfalls auch ein Punkt stehen, da der Satz in der Klammer ein vollständiger Satz ist.

„Ich glaube das nicht (nur xyz, abc usw.).“

Nach „usw.“ kommt immer ein Punkt, egal wo es steht!

wenn ich ein mit einem Punkt abzukürzendes Wort wie etwa „usw.“ einbinde? Setzt man dann einen Punkt oder nicht?

S. o.

Gruß Fritz

Als Anhang noch das:

Klammern

_R61 In Klammern stehen erklärende Zusätze
.
Frankfurt (Oder)

Grille (Insekt) - Grille (Laune)

Als Hauptwerk Matthias Grünewalds gelten die Gemälde des Isenheimer Altars. (Der Zeitpunkt ihrer Vollendung ist umstritten. Einige nehmen 1511 an, andere 1515.)

In Nachschlagewerken werden bei kürzeren Zusätzen oft auch eckige Klammern statt der allgemein üblichen runden Klammern verwendet.

Bei eingeschobenen Sätzen können Klammern anstelle von Kommas oder Gedankenstrichen gesetzt werden.

In seiner Vergangenheit (nur wenige kannten ihn noch von früher) gab es manchen dunklen Punkt.

Andere Satzzeichen stehen nach der schließenden Klammer, wenn sie auch ohne den eingeklammerten Zusatz stehen müssten.

Sie wohnen in Ilsenburg (Harz). Sie wundern sich (so schreiben Sie), dass ich so wenig von mir hören lasse.

Ausrufe- und Fragezeichen stehen vor der schließenden Klammer, wenn sie zum eingeklammerten Zusatz gehören.

Der Antrag ist vollständig ausgefüllt (bitte deutlich schreiben!) an die Bank zurückzusenden. Es gab damals (erinnern Sie sich noch?) eine furchtbare Aufregung.

**Der Schlusspunkt steht nur dann vor der schließenden Klammer, wenn ein ganzer Satz eingeklammert ist, der nicht an den vorhergehenden Satz angeschlossen ist.

Dies halte ich für das wichtigste Ergebnis meiner Ausführungen. (Die entsprechenden Belege finden sich auf Seite 25.)**

Aber: Mit der Produktion der neuen Modelle wurde bereits begonnen (im Einzelnen werden wir noch darüber berichten).

Erläuterungen zu einem bereits eingeklammerten Zusatz werden häufig in eckige Klammern gesetzt.

Mit dem Wort Bankrott (vom italienischen „banca rotta" [zusammengebrochene Bank]) bezeichnet man die Zahlungsunfähigkeit.

Auch bei eigenen Zusätzen in zitierten Texten oder bei Ergänzungen in nicht lesbaren oder zerstörten Texten werden oft eckige Klammern verwendet.

In ihrem Tagebuch heißt es: „Ich habe das große Ereignis [gemeint ist die Verleihung des Friedenspreises] ganz aus der Nähe miterlebt und war sehr beeindruckt."

© Dudenverlag._

Hallo Daniel,

zunächst einmal würde ich mich der hier wohl vorherrschenden Meinung anschließen, wonach diese Sätze stilistisch wahrlich keine Meisterwerke sind und man tunlichst nach anderen Formulierungen suchen sollte, die mir auch naheliegender erscheinen als die hier gewählten. Wenn’s denn aber sein muss:

„Ich glaube das nicht (nicht so ganz, jedenfalls).“

Ja, das halte ich für korrekt und selbst stilistisch noch für einigermaßen akzeptabel. Die Klammern müssen nicht sein, es ginge auch mit Kommata oder Semikolon.

„Ich glaube das nicht (Ich glaube das nicht so ganz,
jedenfalls).“

Keinesfalls zwei Punkte (in der Klammer und nach der Klammer), so ist es aber auch nicht korrekt. Hier müssten beide Sätze jeweils für sich mit einem Punkt abgeschlossen werden, also:

"Ich glaube das nicht. (Ich glaube das nicht so ganz, jedenfalls.)

Danach geht es dann mit dem nächsten Satz direkt im Anschluss an die schließende Klammer weiter. Stilistisch ist das allerdings schon sehr seltsam, denn warum wird bei sonst identischer Formulierung das „jedenfalls“ nicht gleich an den ersten Satz gehängt?

Viele Grüße!
m.

das ist ein beispielsatz. (und das ist ein einschub in
klammern.)

letzteres finde ich eher ungeschickt, da nachher ein
eventueller nächster satz ohne weitere interpunktionszeichen
folgt, und daher der eingeklammerte satz dem folgesatz logisch
näherzustehen scheint, was aber nicht der fall ist (er bezieht
sich ja auf den satz davor).

wo hast du das her, dass du einen punkt nach einem satz setzt, der nicht gross beginnt? geht das nicht nur bei ausrufen?

Bei diesem Satz bin ich mir sicher, dass er korrekt
geschrieben ist, interpunktionsmässig (bis ev. auf das Komma):

„Ich glaube das nicht (nicht so ganz, jedenfalls).“

passt.

Bei diesem Satz hingegen bin ich unsicher, _wo_ der Punkt
hinkommt. Nach dem Wort „jedenfalls“? Oder nach der
schliessenden Klammer?

„Ich glaube das nicht (Ich glaube das nicht so ganz,
jedenfalls).“

ich stimme fritz zu. hier muessen 2 punkte hin…wenn in der klammer ein ganzer satz steht, muss der mit punkt oder komma (oder es kommt auf den kontext an) abgegrenzt werden. wobei man nach meiner ansicht auch nur einen ganzen satz hat, wenn der gross beginnt.schreibst du klein, dann kein punkt - oder klein beginnen mit ausrufezeichen beenden.

Und wie ist es damit? Werden zwei Punkte gesetzt? Einmal, um
die Abkürzung „usw.“ zu beenden, einmal, um den Satz zu
beenden. Das glaube ich eher nicht.

„Ich glaube das nicht (nur xyz, abc usw.).“

stimmt.

„Ich glaube das nicht,nur xyz, abc usw.“

oder so.

mfg
rene

Einen schöneren Beweis, …

wo hast du das her, dass du einen punkt nach einem satz setzt,
der nicht gross beginnt? geht das nicht nur bei ausrufen?

… daß die Kleinschreibung in manchen Brettern einfach nichts taugt, hättest Du gar nicht liefern können.

*feix*

Gruß Gudrun

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wo hast du das her, dass du einen punkt nach einem satz setzt,
der nicht gross beginnt? geht das nicht nur bei ausrufen?

… daß die Kleinschreibung in manchen Brettern einfach nichts
taugt, hättest Du gar nicht liefern können.

*feix*

tut mir leid, dass du meinen satz nicht verstehst. weiss ja, dass du leicht durcheinander zu bringen bist.

*zurueckfeix*

mfg
rene

2 „Gefällt mir“

wo hast du das her, dass du einen punkt nach einem satz setzt,
der nicht gross beginnt? geht das nicht nur bei ausrufen?

… daß die Kleinschreibung in manchen Brettern einfach nichts
taugt, hättest Du gar nicht liefern können.

*feix*

tut mir leid, dass du meinen satz nicht verstehst.

Das braucht Dir nicht leid zu tun, Rene, ich glaube eher, Du verstehst das Problem nicht.
Dein Vorposter gehört nämlich auch zur Kleinschreib-Fraktion, insoweit kann niemand - auch Du nicht - wirklich erkennen, ob sein Satz groß oder klein beginnt.
Und am Wörtchen „und“ läßt sich das keinesfalls festmachen, wie Du siehst.

weiss ja,
dass du leicht durcheinander zu bringen bist.

Wieso ich? Hier haben sich zwei Kleinschreiber gegenseitig durcheinandergebracht. :wink:

*zurueckfeix*

*immernochfeix*

Gruß Gudrun

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Vielen Dank an alle! oT (was: Punkt oder …)
Besten Dank an alle, die mir geholfen haben!

Gruss, Daniel R.

ob mein vorposter wirklich das „und“ nur deshalb klein schrieb, weil er alles klein schrieb, weiss ich nicht.

ich schreibe entweder gross, wenn es drauf ankommt oder dahinter, was gross geschrieben wird.

und da der fragesteller das vermutlich auch nicht wuesste, ist es nicht schlecht, dass es jemand dazuschreibt.

was allerdings den fragesteller nicht interessiert, ist, WER was falsch gemacht hat, sondern nur, wie es letztendlich heisst.

ich freue mich schon auf deine naechste spitzfindigkeit:smile:koenntest glatt mein cousin sein:smile:

mfg
rene

Hallo Rene,

ob mein vorposter wirklich das „und“ nur deshalb klein
schrieb, weil er alles klein schrieb, weiss ich nicht.

er schreibt immer alles klein, da wird er wohl diesmal keine Ausnahme gemacht haben - und falls doch, kann er sich zu Wort melden.

ich schreibe entweder gross, wenn es drauf ankommt oder
dahinter, was gross geschrieben wird.
und da der fragesteller das vermutlich auch nicht wuesste, ist
es nicht schlecht, dass es jemand dazuschreibt.

Warum dann nicht gleich RICHTIG schreiben, wenn es darauf ankommt?
*kopfschüttel*

Ich betrachte die permanente Kleinschreibung in Antwortpostings zu Fragen zur deutschen Sprache generell als Zumutung und Unverschämtheit dem Fragesteller (und den anderen Lesern) gegenüber.

Das ist meine Meinung, von der mich auch 1000 Gegenargumente nicht abbringen können.
Also: Diskussion zwecklos. :wink:

was allerdings den fragesteller nicht interessiert, ist, WER
was falsch gemacht hat, sondern nur, wie es letztendlich
heisst.

So sehe ich das auch.

ich freue mich schon auf deine naechste
spitzfindigkeit:smile:

Den Gefallen tue ich Dir gerne:

koenntest glatt mein cousin sein:smile:

Geht nicht, ich bin ein Mädchen. :wink:

War das jetzt spitzfindig genug mißinterpretiert?

Gruß Gudrun

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Verlorene Liebesmüh!
Geh, Gudrun,

lass es! Du vergeudest Zeit und Witz, aber den Dubbel derbohrst du nicht!

Fritz

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OT
darf ich mich auch kurz einmischen…? :wink:

er schreibt immer alles klein, da wird er wohl diesmal
keine Ausnahme gemacht haben - und falls doch, kann er sich zu
Wort melden.

ich schreibe zwar nicht immer alles klein, aber im fließtext generell ja, und ich habe, wie du richtig erkannt hast, hier auch keine ausnahme gemacht.

Ich betrachte die permanente Kleinschreibung in
Antwortpostings zu Fragen zur deutschen Sprache generell als
Zumutung und Unverschämtheit dem Fragesteller (und den anderen
Lesern) gegenüber.

da mißt du aber mit zweierlei maß… oder betrachtest du die permanente kleinschreibung generell als zumutung und unverschämtheit (in welchem fall dein zusatz unnötig gewesen wäre)? wieso sollte es in (den meisten) fragen zur deutschen sprache anders sein, als in fragen zur mathematik oder zu zimmerpflanzen? es macht eigentlich nur dann einen unterschied, wenn es um groß-/kleinschreibung geht (und dann halte ich mich eh meistens raus, weil ich sowieso kein fan der neuen rechtschreibung bin, aber niemanden mit der alten verwirren möchte).

Das ist meine Meinung, von der mich auch 1000 Gegenargumente
nicht abbringen können.
Also: Diskussion zwecklos. :wink:

das schöne ist: ich kann deine meinung akzeptieren und es doch anders machen :wink:

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Warum dann nicht gleich RICHTIG schreiben, wenn es darauf
ankommt?
*kopfschüttel*

Ich betrachte die permanente Kleinschreibung in
Antwortpostings zu Fragen zur deutschen Sprache generell als
Zumutung und Unverschämtheit dem Fragesteller (und den anderen
Lesern) gegenüber.

Das ist meine Meinung, von der mich auch 1000 Gegenargumente
nicht abbringen können.

will ich gar nicht. nicht mal versuchen…wozu?versuchst du etwa meine meinung zu aendern???

Also: Diskussion zwecklos. :wink:

aha…interessant.

was allerdings den fragesteller nicht interessiert, ist, WER
was falsch gemacht hat, sondern nur, wie es letztendlich
heisst.

So sehe ich das auch.

haben wir ja doch dieselbe meinung…

jetzt waere es langsam an der zeit, diese diskussion, die uebrhaupt nichts mit der frage zu tun hat(da diese schon beantwortet wurde),zu beenden.

und trotzdem freue ich mich auf die naechste diskussion mit dir, meinem cousin, diejenige welche wieder fern jeder frage des fragestellers stattfindet:wink:

mfg
rene