Punktion von Rückenmark/Gelenk: Horror vor Schmerz

Hallo,

zur Borrelien-Diagnostik steht mir evtl. demnächst eine Punktion des Rückenmarks (Bestimmung der Borrelien-DNA im Liquor/Polymerase-Kettenreaktion) oder eine Gelenkpunktion wegen der schubweise auftretenden Gelenkschmerzen ins Haus.

Ich habe vor beidem einen Riesenhorror!!!

Ich HASSE Schmerzen jeder Art und meine Schmerztoleranzschwelle geht gegen Null :frowning:((((((

Kann man solche Punktionen nicht unter Narkose oder zumindest unter „Schlafmittel“ wie DORMICUM machen?

Das muss doch höllisch weh tun, wenn sie einem in den Rücken bis ins Mark stechen oder in die Ellenbogen-Gelenke???

Was habt ihr für Erfahrungen damit? Wie sind die Schmerzen? Was kann man dagegen tun? Geht das unter Narkose oder DORMICUM (das z.B. bei Darmspiegelungen gegeben wird) auch?

Danke.
Chris

Hallo Chris,

Kann man solche Punktionen nicht unter Narkose oder zumindest unter „Schlafmittel“ wie DORMICUM machen?

Nach den Informationen, die ich erhalten habe, nein.

Das muss doch höllisch weh tun, wenn sie einem in den Rücken bis ins Mark stechen

Es ist nur ein kurzer Stich und tut nur im Augenblick des Zustechens weh.

Was habt ihr für Erfahrungen damit?

Mein Problem war, daß der Kanal, wo sie reinstechen wollen, sich nicht dort befand, wo er sein sollte. Er führte bei mir da, wo sie zustachen an der Innenseite der Wirbelsäule hoch. erst viel weiter oben war er wieder auf der Außenseite. Er ringelte sich wie die Äskulapschlange um meine Wirbelsäule.
Bei mir verlief die Sache so, erst einige Versuche des Assistensarztes, dann der zuständige Arzt auch mit einigen Versuchen. (Insgesamt ca. 8 bis 9 Stiche). Dann der Entschluß, die Sache am nächsten Tag über ein Röntgengerät (schauen, wo der Strang entlangläuft) zu probieren. Da hat es dann endlich beim ersten Mal geklappt.
Orginalton des Arztes: So etwas habe ich noch nie erlebt. Was er allerdings wärend meines Krankenhausaufentaltes, was meine Person betraf, mehrmals sagte. Mein Körber reagierte auf manches (z.B. Medikamente), anderes, als er in seiner Ausbildung und Berufserfahrung gelernt hatte.

Wie sind die Schmerzen?

Kurz aber heftig, s.o.

Was kann man dagegen tun?

Hoffen, daß es beim ersten mal klappt.

Gruß
Monika

Hallo Chris,

wichtig ist auch, danach viel zu drinken um die entnommene Flüssigkeit wieder aufzunehmen. Sonst kommst du in den zweifelhaften Genuss von ziemlich heftigen Kopfschmerzen.
Möglichst lange liegenbleiben (ca. ein Tag) gehört auch noch dazu, sonst Kopfschmerzgefahr.

Gruß
Monika

Hallo Chris,

zu einer Gelenkspunktion kann ich zum Glück nichts sagen. Was die „Rückenmarkspunktion“ angeht: Da wird zum Glück kein Rückenmark entnommen, sondern nur der Liquor, also die Flüssigkeit, die in Gehirn und Rückenmark vorkommt. Man kann sich für diese Untersuchung ein Beruhigungsmittel geben lassen. Das ist eine Tablette, was ich vorher nicht wusste, daher habe ich auf das Beruhigungsmittel verzichtet (Nadelphobie …).

Außerdem kannst du um eine örtliche Betäubung bitten. Nach dem zu urteilen, was die anderen Leute in den MS Foren immer so schreiben, machen nicht alle Ärzte automatisch eine örtliche Betäubung, das ist wohl je nach Krankenhaus verschieden.

Bei mir hat man damals so ein Eisspray genommen. Ich habe von der Punktion nicht wirklich etwas gespürt, nur so ein leichtes Druckgefühl, und natürlich hatte ich Angst. Aber es hat alles wunderbar geklappt.

Übrigens gibt es verschiedene Sorten von Nadeln. Bei den besseren Nadeln ist die Spitze etwas „abgerundet“, so dass sie sozusagen nur das Gewebe zur Seite schiebt und nicht verletzt. Dadurch ist die Wahrscheinlichkeit, nachher Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen zu haben, geringer. So hat man es mir erklärt. Du solltest also den Arzt auf dieses Thema ansprechen.

Und was die Kopfschmerzen angeht: Ich bin nach der Punktion zwei Stunden flach auf dem Rücken liegengeblieben, ohne was zu machen. (Musste das eh erst mal „verdauen“, was mir da gerade passiert war. Wie gesagt hatte ich damals eine Nadelphobie.) Den Rest des Tages habe ich, wie von den Ärzten geraten, „überwiegend liegend“ verbracht. Ich hatte keinerlei Kopfschmerzen oder sonstige Nebenwirkungen.

Schöne Grüße

Petra

Hallo,
Entwarnung :smile:
den Horror davor kann ich verstehen, das geht/ging mir auch so.
Die Punktion tut in der Regel nicht weh (Lumbalpunktion), du spürst den Druck und vielleicht einen kurzen ziehenden Schmerz, wenn an einem Nerv (oder so) gekratzt wird.

Wichtig finde ich die Hinweise für das Verhalten nach der Punktion. Liegenbleiben und viel (min. 3l) trinken, da sonst schnell postpunktionelle Kopfschmerzen auftreten können. Und solltest du sie doch bekommen, leg dich wieder hin, dann gehen sie in der Regel weg (solange man liegt).

Ich werde alle 2-3 Monate punktiert und habe jedes Mal nachher Kopfschmerzen, die jeden Migräneanfall locker topppen, aber weggehen, sobald ich liege. Wenn ich viel trinke und mich am Tag der Punktion schone, kommen sie weniger heftig.

Für die meisten Ärzte ist eine Punktion übrigens eine Routinesache (fast wie Blut abnehmen), die machen das sehr häufig…

Gruß
Xelya

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Chris,

zur Borrelien-Diagnostik steht mir evtl. demnächst eine
Punktion des Rückenmarks (Bestimmung der Borrelien-DNA im
Liquor/Polymerase-Kettenreaktion) oder eine Gelenkpunktion
wegen der schubweise auftretenden Gelenkschmerzen ins Haus.

Warum soll das gemacht werden?
Was bringt Dir das? Absolut gar nichts!
Das würde ich ganz klar ablehnen !
Was wollen sie mit der Borrelien-DNA?
Wenn Du eine Borreliose hast mußt Du sowieso eine Antibiose machen.
Wozu die Untersuchungen?

Ich habe vor beidem einen Riesenhorror!!!

Ich habe schon einiges erlebt und bei einigen Ärzten ist es eine Totur und beim anderen merkst Du fast gar nichts.

Das muss doch höllisch weh tun, wenn sie einem in den Rücken
bis ins Mark stechen oder in die
Ellenbogen-Gelenke???

ABLEHNEN!!Das bringt dir gar nichts und Du riskierst Dein Gelenk.
Man soll nicht in Gelenke spritzen!
Gruß
Rolf

Hi!

Warum soll das gemacht werden?
Was bringt Dir das? Absolut gar nichts!
Das würde ich ganz klar ablehnen !
Was wollen sie mit der Borrelien-DNA?
Wenn Du eine Borreliose hast mußt Du sowieso eine Antibiose
machen.
Wozu die Untersuchungen?

Hallo?!?
Wie soll man ohne Untersuchung feststellen, ob jemand etwas hat oder nicht? Mit einer Kristallkugel etwa? Auspendeln? Wünschelruten? *g*

Was schlägst du denn vor? Soll er einfach auf Verdacht Medikamente einnehmen, auch wenn gar nicht feststeht, was für eine Erkrankung er hat? Die Medikamente können ja auch Nebenwirkungen haben und die soll er einfach so schlucken?
Und was ist, wenn es keine Borreliose ist sondern etwas anderes und er schluckt die Medikamente Tage-/Wochenlang - die Erkrankung schreitet dann einfach fort und bleibt unbehandelt weil nicht weiter untersucht wird, bis die Erkrankung eskaliert und Folgeschäden auftreten?

ABLEHNEN!!Das bringt dir gar nichts und Du riskierst Dein
Gelenk.

Nanu? Wie kommst du denn zu der Aussage?
Kennst du die Statistiken für Komplikationen nach Gelenkpunktionen?
Selbst die gefürchtete und häufigste Komplikation, die Infektion, ist ziemlich selten.

Man soll nicht in Gelenke spritzen!

Da wird doch auch nichts gespritzt.

Gruß,
Sharon

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Punktion wegen Borreliose-Diagnostik
Danke für eure vielen Antworten. Ich kann mir das gar nicht vorstellen, dass man das so mehr oder weniger locker wegstecken kann. Wenn ich nur ein bisserl Kopfschmerz habe, schmeiß ich gleich eine Tablette rein, ich HASSE Schmerzen jeder Art :frowning:(((((((((

Ob das gemacht wird, ist ja noch nicht sicher, ist mir aber in Aussicht gestellt worden.
Grund: die Antikörper-Bluttests (Westernblot) wären nicht recht aussagekräftig wegen Kreuzreaktionen bei anderen Erkrankungen usw. usw., und angeblich wäre es das sicherste, wenn man DNA der Borrelien gewinnen würde - und das ginge eben nur aus dem Liquor direkt oder aus dem Gelenk im akuten Schub.

Anfang August weiß ich mehr …

Aber was ich noch fragen wollte:
geben sie einem nichts gegen die Kopfschmerzen? Ich kann doch nicht dauernd liegen - wenn ich so viel trinken soll, muss ich doch locker alle halbe Stunde mal …

Kann man da nicht ne Portion Ibuprofen o.ä. nehmen? Schon liegenbleiben, klar, aber wenigstens was gegen die Schmerzen?

Christina

Dormicum
Hallo,

bei meinem Sohn wurde vor 1,5 Jahren so eine Punktion gemacht wegen Verdacht auf Hirnhautentzündung. Er hat eine Dormicum Spritze bekommen und überhaupt nichts mitbekommen.
Er musste dann 24 Stunden streng liegen, hat er auch gemacht, hat aber trotzdem fast eine Woche lang beim aufstehen über heftige Kopfschmerzen geklagt und sich freiwillig (!!!) wieder hingelegt.

Ich weiss leider nicht ob Dormicum nur bei Kindern angewendet wird, frag doch einfach mal nach.

Alles Gute!

Hallo?!?
Wie soll man ohne Untersuchung feststellen, ob jemand etwas
hat oder nicht? Mit einer Kristallkugel etwa? Auspendeln?
Wünschelruten? *g*

Wenn der Mann nicht simuliert, hat er auch was!
Wozu die Untersuchung, wenn sie sowieso ungenau ist?

Was schlägst du denn vor? Soll er einfach auf Verdacht
Medikamente einnehmen, auch wenn gar nicht feststeht, was für
eine Erkrankung er hat?

Er scheint ja wohl ein Verdacht auf Borreliose zu geben, dann behandelt man auf Borreliose und wartet ab, was passiert.

Die Medikamente können ja auch
Nebenwirkungen haben und die soll er einfach so schlucken?
Und was ist, wenn es keine Borreliose ist sondern etwas
anderes und er schluckt die Medikamente Tage-/Wochenlang - die
Erkrankung schreitet dann einfach fort und bleibt unbehandelt
weil nicht weiter untersucht wird, bis die Erkrankung
eskaliert und Folgeschäden auftreten?

Du hast doch keine Ahnung, was überhaupt abgeht im Medizinbetrieb.
Da werden die Untersuchungsergebnisse doch gar angeschaut!
Hauptsache der Umsatz stimmt.
Da kommen möglichst teuere und unnütze Untersuchungen gerade recht.

ABLEHNEN!!Das bringt dir gar nichts und Du riskierst Dein
Gelenk.

Nanu? Wie kommst du denn zu der Aussage?
Kennst du die Statistiken für Komplikationen nach
Gelenkpunktionen?

Nein, das interressiert auch keinen, weil diese Untersuchungen absolut gar nichts bringen.

Da wird doch auch nichts gespritzt.

Da wird eine Nadel hineingestochen, die da nichts zu suchen hat!
Gruß
Rolf

Hi!

Wenn der Mann nicht simuliert, hat er auch was!

Ja!

Wozu die Untersuchung, wenn sie sowieso ungenau ist?

Das ist medizinisches Basiswissen - ich will dir gerne die wichtigsten Punkte erklären:
1.
Nie, nie, niemals, nie beweist man eine Erkrankung mit nur einem Aspekt (Untersuchung, Symptome oder sonstiges). Es ist immer ein Gesamtbild nötig. Beispiel Herzinfarkt: Da gibt es drei Hauptfaktoren, die erst ZUSAMMEN die Diagnose erlauben: Laborwerte, EKG und Symptome. Dies hat einfach den Grund, daß viele Erkrankungen entweder ähnliche Symptome machen, oder aber die gleichen krankhafte Laborwerte von völlig verschiedenen Erkrankungen verursacht werden können.
Auch bei dem Fragesteller ist diese Untersuchung nicht die einzige, die gemacht wird.

Die Gewinnung von Liquor ist nur dann sinnvoll, wenn sich der Verdacht ergibt, daß auch das Nervensystem mitbetroffen ist. Symptome, die auf eine Beteiligung des Gehirn deuten, können nicht nur von Borreliose verursacht sein, sondern von allen möglichen Erkrankungen.
Hier wird nciht nur nach Borrellien-Antikörpern gesucht, sondern auch nach anderem. Die Punktion dient also nciht nur dem Nachweis der Borreliose sondern auch dem Nachweis/Ausschluß anderer Erkrankungen. Oder denkst du, man schaut nur, ob da Borellien-AK drin sind und schmeißt dann den Liquor desinteressiert weg?

Er scheint ja wohl ein Verdacht auf Borreliose zu geben, dann
behandelt man auf Borreliose und wartet ab, was passiert.

Und wenn es das nicht ist, wie ich shcon schrieb? Dann behandelt man ihn wochenlang falsch, während die tatsächliche Erkrankung fröhlich weiterbrütet.

Du hast doch keine Ahnung, was überhaupt abgeht im
Medizinbetrieb.

Ähm, hast du mal in meine Vika geschaut? :wink:
Ich kenne den Ablauf im „Medizinbetrieb“ praktisch schon mein ganzes Leben und selbst arbeite ich seit ca 11 JAhren da :wink:
Wie kommst du darauf zu behaupten, daß ich keinerlei Ahnung hab?

Da werden die Untersuchungsergebnisse doch gar angeschaut!

Klar werden die angeschaut, sonst nutzen die ja nichts.

Hauptsache der Umsatz stimmt.
Da kommen möglichst teuere und unnütze Untersuchungen gerade
recht.

Punktionen kosten zwischen rund 5 und 40 Euro, je nachdem was punktiert wird. Gelenkpunktion gibt 8-14 Euro, Lumbalpunktion 20-30 Euro.
Ja, damit kann man reich werden…

Da wird doch auch nichts gespritzt.

Da wird eine Nadel hineingestochen, die da nichts zu suchen
hat!

Ja und bei Frakturen werden Nägel und Metallplatten verwendet, die eigentlich auch nichts im Körper zu suchen haben.
Übrigens werden Blutabnahmen auch mit einer Nadel gemacht, die nichts in einer Vene zu suchen hat.

Gruß,
Sharon

2 „Gefällt mir“

Hi!

Wenn der Mann nicht simuliert, hat er auch was!

Ja!

Wozu die Untersuchung, wenn sie sowieso ungenau ist?

Das ist medizinisches Basiswissen - ich will dir gerne die
wichtigsten Punkte erklären:
1.
Nie, nie, niemals, nie beweist man eine Erkrankung mit nur
einem Aspekt (Untersuchung, Symptome oder sonstiges). Es ist
immer ein Gesamtbild nötig. Beispiel Herzinfarkt: Da gibt es
drei Hauptfaktoren, die erst ZUSAMMEN die Diagnose erlauben:
Laborwerte, EKG und Symptome. Dies hat einfach den Grund, daß
viele Erkrankungen entweder ähnliche Symptome machen, oder
aber die gleichen krankhafte Laborwerte von völlig
verschiedenen Erkrankungen verursacht werden können.
Auch bei dem Fragesteller ist diese Untersuchung nicht die
einzige, die gemacht wird.

Du hast meine Frage nicht beantwortet!
Warum eine so gefährliche Untersuchung machen, wenn sie ungenau ist?
Bei mir wurde solange gesucht, bis sie nichts mehr gefunden haben, und dann war ich mein Leben lang unnötig an Borreliose erkrankt. Soviel zum „medizinischen Bassiswissen“

Die Gewinnung von Liquor ist nur dann sinnvoll, wenn sich der
Verdacht ergibt, daß auch das Nervensystem mitbetroffen ist.
Symptome, die auf eine Beteiligung des Gehirn deuten, können
nicht nur von Borreliose verursacht sein, sondern von allen
möglichen Erkrankungen.

Und wenn sie nichts finden und man hat trotzdem noch die Symptome, ist es eine angebliche „Autoimmunerkrankung“.
Die suchen solange, bis es eine Autoimmunerkrankung ist und der Patient ist für immer gesichert.

Hier wird nciht nur nach Borrellien-Antikörpern gesucht,
sondern auch nach anderem.

Ja? Nach was denn?

Die Punktion dient also nciht nur
dem Nachweis der Borreliose sondern auch dem
Nachweis/Ausschluß anderer Erkrankungen.

Etwas konkreter als ein Politiker,bitte!
Welche Erkrankungen muß man mit einer unangenehmen und gefährlichen Rückenmarkspunktion suchen oder nachweisen?

Oder denkst du, man
schaut nur, ob da Borellien-AK drin sind und schmeißt dann den
Liquor desinteressiert weg?

Was machen die denn sonst noch damit, welche Krankheiten kann man nur so finden?

Und wenn es das nicht ist, wie ich shcon schrieb? Dann
behandelt man ihn wochenlang falsch, während die tatsächliche
Erkrankung fröhlich weiterbrütet.

Du hast doch keine Ahnung, was überhaupt abgeht im
Medizinbetrieb.

Ähm, hast du mal in meine Vika geschaut? :wink:
Ich kenne den Ablauf im „Medizinbetrieb“ praktisch schon mein
ganzes Leben und selbst arbeite ich seit ca 11 JAhren da :wink:
Wie kommst du darauf zu behaupten, daß ich keinerlei Ahnung
hab?

Weil das für mich sehr naiv herüberkommt.
So nach dem Motto: Vertraue deinen Arzt, der weiß schon was gut für Dich (ihn) ist.

Punktionen kosten zwischen rund 5 und 40 Euro, je nachdem was
punktiert wird. Gelenkpunktion gibt 8-14 Euro, Lumbalpunktion
20-30 Euro.
Ja, damit kann man reich werden…

Vielleicht nicht reich , aber es läppert sich.
Man könnte aber auch noch ein Szintigramm oder ein paar MRT machen, da freut sich der Radiologe.

Ja und bei Frakturen werden Nägel und Metallplatten verwendet,
die eigentlich auch nichts im Körper zu suchen haben.
Übrigens werden Blutabnahmen auch mit einer Nadel gemacht, die
nichts in einer Vene zu suchen hat.

Ins Gelenk soll man niemals hineinstechen, wenn es nicht absolut notwendig ist!
Gruß
Rolf

Hi!

Du hast meine Frage nicht beantwortet!

Doch, du hast meine Antwort sogar gerade zitiert. Wenn du etwas davon nicht verstanden hast, dann frag genauer nach, dann beantworte ich sie dir gerne.
Aber wie ein trotziges Kind zu behaupten, ich hätte keine Erklärung geschrieben - nein, auf diesem Niveau werde ich diese Diskussion nicht führen, sorry…

Warum eine so gefährliche Untersuchung machen, wenn sie
ungenau ist?

Lies meine Antwort nochmal :wink:

Bei mir wurde solange gesucht, bis sie nichts mehr gefunden
haben, und dann war ich mein Leben lang unnötig an Borreliose
erkrankt. Soviel zum „medizinischen Bassiswissen“

Borreliose ist nun mal eine Erkrankung, die schwer zu diagnostizieren ist. Es gibt bisher keinen Test oder Untersuchung, die als einziges Verfahren eine Borreliose beweisen kann. Daran wird noch geforscht.
Dies ist aber nicht Schuld der Ärzte. Die haben nur das an Tests zu verfügung, was eben zur Verfügung steht. Die können nicht einfach etwas aus dem Hut zaubern.
Der Rest ist Puzzelarbeit: Ein Puzzelteil (=Untersuchung/Test) erlaubt noch nicht zu sagen, was für ein Bild das Puzzel abbilden tut. Erst mehrere Puzzelteilchen zusammen lassen das Bild zumindest erahnen. Man muß eben soviele Puzzelteilchen sammeln, bis man das Bild einigermaßen erkennen kann.
Das bedeutet soviel in der Medizin, daß man soviele Untersuchungen machen muß, bis man mit einiger Sicherheit sagen kann: Ja, das ist es! Dazu müssen aber nicht zwangsweise alle möglichen Tests gemacht werden, sondern eben nur soviele, wie nötig, bis man „klar sieht“.

Und wenn sie nichts finden und man hat trotzdem noch die
Symptome, ist es eine angebliche „Autoimmunerkrankung“.
Die suchen solange, bis es eine Autoimmunerkrankung ist und
der Patient ist für immer gesichert.

Da hast du dir aber ein bisschen was zusammengesponnen :wink:

Hier wird nciht nur nach Borrellien-Antikörpern gesucht,
sondern auch nach anderem.

Ja? Nach was denn?

Die Punktion dient also nciht nur
dem Nachweis der Borreliose sondern auch dem
Nachweis/Ausschluß anderer Erkrankungen.

Etwas konkreter als ein Politiker,bitte!
Welche Erkrankungen muß man mit einer unangenehmen und
gefährlichen Rückenmarkspunktion suchen oder nachweisen?

Oder denkst du, man
schaut nur, ob da Borellien-AK drin sind und schmeißt dann den
Liquor desinteressiert weg?

Was machen die denn sonst noch damit, welche Krankheiten kann
man nur so finden?

Oje, soll ich dir jetzt wirklich einen seitenlangen Artikel schreiben?
Die Liste ist arg lang, ich verweise daher mal auf Google. Einen ersten Einblick liefert schon mal dieser Link:
http://www.laborlexikon.de/Lexikon/Infoframe/l/Liquo…

Die Liste läßt sich aber beliebig fortführen, da auch der geringste Fund schon auf eine lange Liste von möglichen Krankheiten deutet. Zum Beispiel, wenn man lediglich weiße Blutkörperchen im Liquor findet:
http://www.laborlexikon.de/Lexikon/Tabellen/76-Leuko…

Verstehst du jetzt, warum ich nicht auf Einzelheiten eingegangen bin? :wink:

Du hast doch keine Ahnung, was überhaupt abgeht im
Medizinbetrieb.

Ähm, hast du mal in meine Vika geschaut? :wink:
Ich kenne den Ablauf im „Medizinbetrieb“ praktisch schon mein
ganzes Leben und selbst arbeite ich seit ca 11 JAhren da :wink:
Wie kommst du darauf zu behaupten, daß ich keinerlei Ahnung
hab?

Weil das für mich sehr naiv herüberkommt.
So nach dem Motto: Vertraue deinen Arzt, der weiß schon was
gut für Dich (ihn) ist.

Nun, ich versuche eigentlich immer, mit Medizinlaien so zu reden, daß sie mich auch verstehen. Wenn man aber versucht, komplizierte Sachverhalte auf „Normaldeutsch“ zu sagen, wird es automatisch schwammig und ungenau. Du kannst auch gerne sagen, daß es sich dann naiv anhört :wink:
Interessierte fragen dann nach und ich gehe dann auch gerne tiefer ins Detail. Allerdings fand ich es recht frech, mir einfach zu unterstellen, ich hätte gar keine Ahnung. Daher habe ich diesen Punkt richtiggestellt.

Punktionen kosten zwischen rund 5 und 40 Euro, je nachdem was
punktiert wird. Gelenkpunktion gibt 8-14 Euro, Lumbalpunktion
20-30 Euro.
Ja, damit kann man reich werden…

Vielleicht nicht reich , aber es läppert sich.
Man könnte aber auch noch ein Szintigramm oder ein paar MRT
machen, da freut sich der Radiologe.

Wie mans macht, man machts verkehrt *seufz*
Führt man die Untersuchungen durch, wird wegen Kosten geschimpft. Führt man sie nicht durch, wird hinterher geschrieen: wieso habt ihr das nicht gemacht! Ärztepfusch!
Und Klagen kosten schließlich auch :wink:
(Übrigens auch die nicht erfolgreichen!)

Ins Gelenk soll man niemals hineinstechen, wenn es nicht
absolut notwendig ist!

Darum geht es hier, das ist der zentrale Punkt:
DU entscheidest einfach für den Fragesteller, es sei nicht notwendig!
Aber du kennst weder den Fall, noch hast du dazu die nötige Kompetenz!

Gruß,
Sharon