Liebe ExpertInnen,
lang vergessen, gestern wieder gehört - und woher kommt’s? Wer weiß was?
Liebe ExpertInnen,
lang vergessen, gestern wieder gehört - und woher kommt’s? Wer weiß was?
Ich weiß nicht, ob dir der Röhrich wirklich hilt, aber mehr ist da nicht:
_ Puste, pusten, Pustekuchen
Puste = Atem gehört zu pusten = blasen, schnauben; redensartlich z.B. in der Drohung: ‚Ich knall dir die Puste aus dem Ranzen!‘ Ähnlich die berlinische Drohung: ‚Ich puste dich pfundweise aus dem Trauring!‘ Ihm geht die Puste aus: er atmet schwer, er gibt auf, er kann nicht weiter, er stirbt.
Da bleibt einem ja die Puste weg! ruft man, wenn man sehr erstaunt oder körperlich erschöpft ist.
Ja Pustekuchen: ist eine starke redensartliche Verneinung, Ausruf der Ablehnung; zusammengezogen aus: ‚Ich puste auf Kuchen‘ (zu: ‚Jemandem etwas pusten‘, eine Sache abschlagen); auch: Ja, Pusteblume!
Hohe Noten pusten: hohe Töne blasen.
[Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten: Puste, pusten, Pustekuchen, S. 1. Digitale Bibliothek Band 42: Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten, S. 4859 (vgl. Röhrich-LdspR Bd. 4, S. 1211) © Verlag Herder]_
Ausgangspunkt scheint die Redewendung: Ich werde dir was pusten! für eine Verweigerung oder die Nichterfüllung eines Wunsches zu sein.
Und an einem gepusteten Kuchen hat man nicht viel zu kauen. 
Gruß Fritz
Hallo !
„Pustekuchen“
Pusten = Mit dem Mund ausblasen.
„Pustekuchen“ bedeutet, etwas nicht zu bekommen, etwas nicht können, etwas schon fast Erhaltenes, schon fast in den Händen habend, ist weg. Wie vom Wind fortgeblasen.
Wie ein schöner, noch weicher Baiser, den man wegbläst.
Oder die Pusteblume, eben noch da, jetzt weg!
mfgConrad
Hi Fritz,
Ja Pustekuchen: ist eine starke redensartliche Verneinung, Ausruf der Ablehnung;
einverstanden, ich kenne es als „von wegen!“;
zusammengezogen aus: ‚Ich puste auf Kuchen‘ (zu: ‚Jemandem etwas pusten‘, eine Sache abschlagen);
abgelehnt. Ich kann dem Röhrich hier gerne etwas husten (bitte ohne jede Erörterung), aber pusten?!?
Mir kommt da übrigens der Windbeutel in den Sinn: Riesengebilde mit nichts drin als Luft…
Gruß Ralf
Hi, Ralf,
abgelehnt. Ich kann dem Röhrich hier gerne etwas husten (bitte
ohne jede Erörterung), aber pusten?!?
Es gibt wohl beides:
_ Pus|te|ku|chen : in der Fügung [ja,] P.! (ugs.; aber nein, gerade das Gegenteil von dem, was man sich vorgestellt od. gewünscht hat, ist eingetreten; vielleicht nach der Wendung »jmdm. etw. pusten«; vgl. husten 2).
© Duden - Deutsches Universalwörterbuch 2001_
Gruß Fritz
Und warum …
… lieber Fritz,
sagt man aus dem gleichen Anlass in unseren Breiten „Pfeifendeckel“? Kann das ein
Hinweis sein, dass beim Pusten und Wörtern mit p von der Pusteblume nichts mehr
übrig bleibt?
Gruß
Bolo
Ja, wenn
man das wüsste, bester Bolo,
es mag sein, dass das „pf“ am Anfang des Wortes diese Assoziation führte.
Röhrich:
„Ja, Pfeifendeckel!“ sagt man im Schwäbischen, um seine große Ablehnung einer Sache gegenüber deutlich zu machen, oder auch bei einer Enttäuschung, ähnlich wie rheinisch: „Pustekuchen“ und „Flötekies“.
Eine Pfeife nennt man wohl auch einen Versager, sogar schon ehe es Schiedsrichter gab.
Das ist mir Pipe/Pfeife! ist eine Variante zu: Das ist mir piepegal!
Man kann da sowohl an die Tanakspfeife denken, deren Inhalt in Rauch aufgeht oder an das Pfeifen mit dem man auf die Meinung anderer Leute pfeift.
Dazu ein Sprichwort:
Wer sitzet im Röhricht
und keine Pfeife sich schneidet ist töricht!
Mehr weiß ich nicht dazu.
Fritz
Wer sitzet im Röhricht?
Das ist der Ruppricht!
Gruß
Bolo 
Wer sitzet im Röhricht?
Das ist gewiss* der Ruppricht!
* Wegen des Versmaßes eingefügt!
Tüdelülülütt! (So klingt meine nicht törichte Röhrichtpfeife.)
Das habe ich schon vermutet, aber war nicht ganz sicher.
Bei der Gelegenheit:
He, Bolo
, bestell schon mal eine weitere Führung im Planetarium für das Jahr 2011. Man muss doch vorausplanen.
Dann wird nämlich die Sonde „Messenger“ beim Merkur angekommen sein.
Letztes Mal haben wir es ja zur Ankunft von Cassini-Huygens beim Saturn geschafft. Diese Sonde brauchte nur vier Jahre.
Gruß nach München
Fritz
Also …
… Herr Deutschbrett-Moderator,
Wer sitzet im Röhricht?
Das ist gewiss* der Ruppricht!
* Wegen des Versmaßes eingefügt!
da muss ich Sie doch etwas korrigieren. Wenn schon Versmaß, dann richtig:
Wer sitzet im Röhricht?
Das ist doch der Ruppricht (hilfsweise: Ist das nicht der Ruppricht?)
Wobei ich da ja eher das Buch meinte 
Bei der Gelegenheit:
He, Bolo
, bestell schon mal eine weitere Führung im
Planetarium für das Jahr 2011. Man muss doch vorausplanen.
Dann wird nämlich die Sonde „Messenger“ beim Merkur angekommen
sein.
Ja! Dann kann auch der Herr Schmidt bis dahin noch ein bisschen griechische
Mythologie pauken!
Gruß gen Westen
Bolo