Pv-Anlage: Leistung fällt plötzlich ab, steigt dann wieder

Hallo!

Eine PV-Anlage mit 6,8kWp liefert an den sonnigen Tagen der letzten Zeit durchaus bis zu 5,7kW. Der Strom wird ausschließlich ins Netz eingespeist. Das Modell ist bisher unbekannt.

Allerdings fällt die Leistung dann häufig plötzlich auf ca. 2kW, und steigt dann innerhalb einer Minute oder so wieder an. (Nein, das sind keine Wolken)

Bei geringerer Sonneneinstrahlung läuft die Anlage aber anscheinend konstant durch.

Kann das normales Verhalten sein? Oder eher ein Defekt?

Moin,

So aus dem Bauch:

Der Wechselrichter wäre mein erster Verdächtiger, wenn du sonstige Abschattungen ausschließen kannst.
Denkbar wären auch Verschleiß in Kontakten, die dann Unterbrechungen ergäben. Aber diese wären der Natur nach eher dauerhaft und nicht auf eine vergleichsweise kurze Zeit begrenzt.

Ein anderer Ansatz könnte das Schattenmanagement der Anlage sein, siehe https://www.photovoltaikforum.com/thread/141439-kurzzeitiger-leistungseinbruch-wiederkehrend/

-Luno

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Schattenmanagement… Das könnte sein, mich wundert nur die Häufigkeit und Dauer. Schatten sieht die Anlage nur nachts, daher macht das sowieso nur wenig Sinn.

Ich werde das mal genauer beobachten.

Danke!

Moin,

Aus konstruktiver Sicht kann das Schattenmanagement ja nur die Leistung der Strings überwachen. Fällt sie ab, muss auch der Wechselrichter reagieren.
Bleibt die Frage, warum ein String nachlässt und welcher Wert für diesen Grenzwert eingestellt wurde. Wenn der kritisch eingestellt wurde, dann könnte schon der Schatten einer Taube ausreichen.Ja, überspitzt. Schattenwurf von größeren Objekten wäre allerdings denkbar.
Im Ernst, die Sensorik dazu könnte natürlich auch defekt sein. Eine Spannungsüberwachung ist in der Elektronik einfach, eine für Strom nicht mehr ganz so einfach.

Auch Wackelkontakte in Steckverbindern kämen noch in Frage, wenn sie „auf halb Acht“ stehen und äußere Erschütterungen mal eine Unterbrechung hervorrufen und mal nicht. Ja, sehr schräge gedacht, aber durchaus denkbar. LKW oder Trecker, die nah am Haus vorbei fahren, führen durchaus zu fühlbaren Vibrationen.

Kannst du die Leistungszahlen mit einer bestimmten Gruppe vom Modulen in Verbindung bringen? Als Idee, die fehlenden 3,7 kW können nur von Gruppe A stammen. Oder so ähnlich. Dann lässt sich der Fehler evtl. eingrenzen.

-Luno

Hi!

So genau habe ich mir das nicht angeschaut, und kann es aktuell auch nicht. Das Haus hat noch andere Baustellen.

Ich muss mal schauen, welcherlei Diagnosedaten das Teil so hat, bisher hab ich noch keine Schnittstelle gefunden, bis auf das einfache Display mit der Leistung.

Besteht die Möglichkeit, dass die Drosselung vom Netz ausgeht? Windkraftwerke werden ja auch gebremst, wenn der Strom nicht abgenommen werden kann.

Eine ehemalige PV-Anlage speiste Akkus, da wurde der Widerstand des Überladeschutz-Reglers erhöht, wenn die Akkus voll waren (spannungsgesteuert). Somit ging die Stromstärke und Leistung der Solarplatten bis auf eine Erhaltungsladung zurück.

Beim Einschalten eines Verbrauchers wurde die Leistung dann wieder voll benötigt.

Kannst du vergessen. Bei der Leistung würde sich das mit handfesten Rauchzeichen bemerkbar machen. Wir haben es hier mit Leistungselektronik zu tun.

@PeterSilie:

Nein, da gibt es keine externe Regelung. Während das Haus zum Verbrauch nen digitalen Zähler hat, wird der PV-Strom sogar noch über nen Ferraris-Zähler eingespeist… Sonst ist da nix außer dicken Stromkabeln.

Ich hab über die 70%-Regel nachgedacht, demnach dürfte die Anlage maximal 4,7kW einspeisen. Dafür läuft sie aber gerne mal mit 5,7kW… Ich hätte gedacht, dass sie dann eben bei 4,7kW einfach abregelt, dass sie derart um die Leistung herum tanzt, fände ich merkwürdig.

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