Hallo
Kann mir jemand einen Tip geben, wieviel vom Staatshaushalt der Ägypter für den Bau der Pyramiden ausgegeben wurde?
Wurde der Bau „einfach so weggesteckt“ oder musste das Volk dafür hungern?
Gruss
Ratz
Hallo
Kann mir jemand einen Tip geben, wieviel vom Staatshaushalt der Ägypter für den Bau der Pyramiden ausgegeben wurde?
Wurde der Bau „einfach so weggesteckt“ oder musste das Volk dafür hungern?
Gruss
Ratz
Hallo Ratz,
dafür gibt es unterschiedliche Erklärungsansätze. Hier nur zwei davon (aus wissenschaftsjournalistischer Sicht):
…„Andere Theorien sprechen von der Geltungssucht der gottgleichen Pharaonen. Das Volk glaubte demnach, dass die Pharaonen nur dann auch nach ihrem Tod weiter über ihr Volk wachen können, wenn sie mittels Reichtümer für das Totenreich und einer geeigneten „Treppe“ den Aufstieg in den Himmel schaffen. Weniger metaphysisch veranlagte Forscher glauben schlicht, dass der Bau der Pyramiden eine Beschäftigungstherapie für das Volk war, das in Überschwemmungszeiten des Nils arbeitslos war. Ging man früher davon aus, dass Sklaven für die Pyramiden unter schrecklichen Bedingungen schuften mussten, so fand man später Hinweise darauf, dass die Arbeiter durchaus gut bezahlt wurden…“
Zitiert aus (etwa in der Mitte):
http://www.planet-wissen.de/pw/Artikel,BBF6A57…
Eine insgesamt allgemeinverständliche lesenswerte Seite!
Freundliche Grüße
rotmarder
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Ich unterbreite dir eine Offerte: 3,5 Mia EUR
Hallo, Ratz
Für die Cheopspyramide wurde einmal eine Grössenordnung von 8
Milliarden Euro genannt.
Ich unterbreite dir eine günstigere Offerte, sofern du mir den
Auftrag für den Bau von mindestens 3 Pyramiden gibst:
Pro Pyramide müsstest du mit 3,5 Milliarden EUR (inkl. MWSt.)
rechnen. Das macht dann ohne Mehrwertsteuer 3,0 Milliarden
EUR, weil ich ein ‚vorsteuerabzugsberechtigter‘ Unternehmer
bin. Die Bauzeit pro Pyramide fixieren wir auf 8,5 Jahren pro
Pyramide. Pro Monat Verzögerung beträgt die
Konventionalstrafe, die ich dir zu entrichten habe, 1 Mio EUR.
Schwarzarbeit kommt bei mir nicht in Frage.
Gruss
Adam
Hallo,
alles nicht so ganz einfach. Experten haben Berechnungen angestellt, wie viele Milliarden so eine Pyramide heute kosten würde. Das gibt allerdings so gut wie keine Anhaltspunkte darüber, welche Belastung sie für die damalige Volkswirtschaft darstellte.
Es gibt Theorien (und gute Indizien fpr diese), die besagen, es handelte sich nicht um Sklaven (oder nur zu einem verschwindend geringen Teil) die diese Pyramiden errichtet haben. In der Mehrheit waren es Fellachen (Bauern), die in der Überschwemmmungszeit ihre Felder nicht bewirtschaften konnten und daher an den Pyramiden gegen Naturalien arbeiteten (Bezahlung erfolgte damals, 3.-6. Dynastie, in Naturalien, es gab ja keine geprägte Währung in unserem Sinne).
Wenn diese Theorie zutrifft, dann handelte es sich um weit mehr als eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme. Da der Pharaoh als lebender Gott verehrt wurde (daher der Horus-Name), war es religiöser Verdienst, dort zu arbeiten. Außerdem brachte es natürlich die Familie über die Runden. Rechnet man jetzt die Nebenkosten hinzu (Materialien, Transport und Transportmittel), dann handelte es sich bei der Errichtung der Pyramide betrachtet auf die gesamte Volkswirtschaft, wahrscheinlich sogar um ein Gewinngeschäft. Im Grunde verhält es sich ähnlich wie heutzutage z.B. mit teuren Waffensystemen. Keiner kann irgendetwas mit ihnen produzieren, aber bis die Dinger in Dienst genommen werden, sind sie erst einmal volkswirtschaftlich ein Gewinnfaktor.
Kritisch wurde die Sache im Unterhalt. Denn es ging ja nicht nur um die Pyramide selbst sondern auch um den Totenkult. Da mussten Gebete gesprichen werden und Opfer gebracht werden. So überschrieb ein Pharaoh gleich mal die Einnahmen aus zwanzig bis dreißig Dörfern der Priesterschaft, die genau dafür zu sorgen hatte. Das wäre vielleicht auch noch aufgegangen, hätten die Priester diese Werte wirklich wieder in Umlauf gebracht. Aber spätestens nach zwei Generationen blieben die Opfer aus (die Lieferanten verdienten also nichts mehr), die Dörfer blieben jedoch in Händen der Priesterschaft. Es war also nicht der Bau der Pyramide, der die Wirtschaft ausblutete, sondern die Neigung der Priesterschaft, Reichtümer zu horten.
Peter
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