Hallo,
eine kugel, eine scheibe und ein reifen haben alle den
durchmesser von 5 cm. man lasse sie gleichzeitig eine schiefe
ebene runterrollen. welches der drei objekte kommt unten
schneller an?
zusatz: man kann davon ausgehen, dass das ganze im vakuum
passiert und dass sowohl ebene also auch die drei objekte
perfekt glatt sind.
Wenn alles perfekt glatt ist, sehe ich keinen Grund, warum sich überhaupt irgend etwas drehen sollte.
Wenn sich doch etwas dreht…
angebliche antort: die kugel kommt schneller an, da die masse
eher im zentrum ist und die kugel daher weniger trägheit hat.
Stimmt.
ist das tatsächlich so? könnte mir ja vorstellen, dass gemeint
ist, dass sich die kugel leichter in drehbewegung versetzen
lässt, nur kommt mir die erklärung etwas dürftig vor.
Die Erklärung ist die Folgende: Wenn ein Massenstück weit vom Drehzentrum entfernt ist, hat es, bei gleicher Winkelgeschwindigkeit, mehr Energie.
Das ist auch recht einsichtig, weil die kinetische Energie ja Ekin = 1/2 m v² ist, und v (also die Geschwindigkeit), größer ist, je größer der Radius ist (v = r * omega, omega ist die Winkelgeschwindigkeit).
Schauen wir uns die Objekte an:
- der Reifen (oder Hohlzylinder) hat die ganze Masse ganz weit weg von der Drehachse
- die Scheibe (Vollzylinder) hat die Masse gleichmäßig verteilt
- die Kugel kann man sich so vorstellen, dass man aus einem Vollzylinder die äußeren Kanten abschneidet.
Wenn man das ganze mit Formeln rechnen will, verwendet man das sogenannte Trägheitsmoment.
Dabei gilt
- I = m r²
- I = 1/2 m r²
- I = 2/5 m r²
Jetzt kann man sich noch überlegen, dass Objekte mit hohem Trägheitsmoment viel Energie brauchen, um in Rotation versetzt zu werden, also wird ihre Fortbewegungsgeschwindigkeit nicht so groß sein.
HTH,
Moritz