Weiß jemand, was man ungefähr pro Qm rechner muss, wenn man bei Neubau den Keller gleich zum Wohnkeller bauen lässt (Schlüsselfertig, ohne Eigenleistung). Z.B. Bekannte haben einen richtig schönen Wohnkeller mit Arbeitszimmer, Gästezimmer, Waschkeller und kleines Badezimmer (insg.58qm). Der komplette Keller ist mit FBH, die zwei Wohnräume mit Parkett und alle Räume haben 1-2 große Kellerfenster mit Lichtgruben (kein Hanggrundstück). Ist es also billiger wenn man einen Teil der Wohnräume „in den Keller“ bauen lässt? Und noch klarer formuliert: Kostet ein qm Wohnfläche Tiefbau weniger als ein Qm Hochbau bei gleiche Ausstattung?
Wir werden wohl demnächst ein ganz normales Ziegelhäuschen bauen, leider ist unser Budget recht knapp (ca. 300 000, jedoch ohne Grundstück, das haben wir bereits). Bräuchten aber doch ein Haus mit 5 Schlafzimmer und würden gerne möglichst viel mit Naturmaterialien (wie Holzböden - und Fenster) machen lassen. Eigenleistung ist leider aus beruflichen Gründen nicht möglich. Und leider wohnen wir in Oberbayern…= teuer.
Und noch etwas, ist es richtig, dass Sichtdachstuhl deutlich teurer kommt als der „normale“ Dachstuhl?
5 Schlafzimmer lese ich,also seit Ihr wohl eine große Familie mit 3 oder 4 Kindern.
Und da wollt Ihr einige Kinder in den Keller und sei er noch so schön ausgebaut „verbannen“ ?
Aufenthaltsräume,die nicht nur zum vorübergehenden Gebrauch sind,müssen „richtige“ Fenster haben von bestimmter Größe(nach der Raumgröße bemessen),sie brauchen eine Mindestraumhöhe(Im Keller oft nicht möglich).
Man kann also diese Schlafzimmer(Kinderzimmer) nicht mit Lichtschächten belichten wie einen Kartoffelkeller !
Dann müßte man ein Hanggrundstück haben um volle Fensterhöhe zu erreichen,man muß rausschauen können,es muß nicht nur Licht reinkommen können!
Zur Frage:
Baut Ihr einen Keller in jedem Fall ?
Dann ist der wohnliche Ausbau für Arbeitszimmer und sonstige Räume,in denen nicht ständig gewohnt wird möglich und nicht so teuer.
Denn der Keller muß sowieso isoliert werden(Sohle und Wände),hier ist ein möglicher Mehraufwand gering.
FBH ist preislich kaum ein Unterschied,ob im EG,OG oder Kellergeschoß.
Sanitäranlagen im Keller können Mehraufwand bedeuten,wenn nicht direkt entwässert werden kann wegen der Höhenlage der Grundleitung auf der Straße. Dann muß man eine Hebeanlage einbauen.
Wenn man keinen Keller plant,entfallen die aufwendigen Erdarbeiten.
Die Einrichtung aller nötigen Zimmer im EG und DG ist m.E. preiswerter als ein Kellerbau.
Die Haustechnik kann man heutzutage auch in einem EG-Raum unterbringen,der auch als Waschküche usw. dienen kann.
„Sichtdachstuhl“,was stelle ich mir darunter vor ?
Das Holz ist im Hausinneren zum Teil sichtbar und muß dazu natürlich gehobelt sein(und nachher lackiert,lasiert o.ä.).
Auch wird der Zimmermann dann auf „echte“ Verbindungen achten müssen,wie Zapfen und Holznägel und die Ansicht nicht mit verzinkten Metallverbindern verunstalten.
Das ist teurer als Bauholz,das nicht sichtbar bleibt.
Oder geht es um den sichtbaren Teil des Daches an Traufüberstand und Giebel. Auch dieser Teil wird dann gehobelt und mit Anstrich geschützt.Das ist aber üblich.
Hallo und herzlichen Dank für die vielen Infos:smile:
Naja, eine große Familie sind wir nicht - „nur“ zwei Kinder. Und auch die möchten wir nicht in den Keller verbannen! Aber wir bräuchten fast ein Büro/Homeoffice für meinen Mann und Gästezimmer mit Bad (meine Eltern kommen doch recht oft…). Aber die Räume müssen nicht im Keller sein, ich wollte ja eben wissen, wie`s uns evtl. günstiger kommt. Und tja, leider ist unser Grundstück doch recht klein (490qm)…deshalb der Gedanke mit dem Keller.
Mit dem Sichtdachstuhl meine ich so eine Holzbalkendecke im DG. Finde ich schön.