QQQuerweis 'Anregungen', zumindest dass das dass

Dassisses:
Zum Abschied noch diesen Kommentar, dass ich sage:
Hallo, Huttata, Gabi, Fritz, das war doch kürzlich auch erst, oder?
Irgendwo las ich (Kluge? Pfeifer? Wasserzieher? aber siehe unten!), daß
das `daß´ folgendermaßen entstanden ist:
Aus zB: „ich sagt das: es ist viel zu schön draussen“.
Daraus „schliff“ sich dann die einzigartige deutsche Erscheinung ein
(wohl über die Aussprache: ich sagte dassessis viel…), die nur von der
einzigartigen frz „relativpronominale“ Erscheinung: je dis que tu…,
pas en sens de „j´écoute que tu dis!“ parail à: „je trouve que tu
jettes!“ übertroffen wird. (letzteres soll nicht heißen: „Ich finde daß
du jettest!“)
Pfeifer schreibt: aus „Ich höre das: er kommt“ wurde: „ich höre, daß er
kommt“.
Kluge schreibt: „ich weiß das: er kommt“ wird zu „ich weiß, daß er
kommt“.
Ich schätze, diese „historische“ Information kann helfen. Je mehr man
darüber weiß, desto mehr rührt sich auch im Kopf, normalerweise.
Herzliche Krüsse, Manni
P.S.: wichtiger scheint mir persönlich aber die Frage nach dem Gebrauch des Konjunktiefs!

Hi Manfredo,

spannend!
Eine ähnliche Beobachtung: Letztens habe ich eine Faksimile-Ausgabe von Lessings „Beyträgen zum Theater“ gelesen, da war über dem a, o, u immer ein Miniatur-e gedruckt, als Zeichen für den Umlaut. Da fiel mir ein, dass ältere Leute in ihrer Handschrift oft einen Schnörkel statt der zwei Umlaut-Punkte machen. Find’ ich bemerkenswert, wie sich sowas entwickelt.

Grüße, Katharina

P.S. Auch wenn manche der Meinung sind, dass solche Schreib-Feinheiten unwichtig sind: Ich habe schon miterlebt (nicht selbst :wink:, dass jemand wegen eines ähnlich banalen Rechtschreibfehlers in einer Bewerbung einen Job nicht bekommen hat - weil man „so jemanden“ einem Mandanten nicht zumuten könne…