Hallo,
unsere Terrasse soll einen neuen Belag bekommen. Sie ist ca. 36 m² groß und wird oft und bei jedem Wetter als Hintereingang benutzt. Deshalb dürfen die Platten auch bei Regen nicht rutschig sein.
Ich suche was Pflegeleichtes und möglichst Preiswertes.
Könnt Ihr mir was empfehlen? Welche Oberfläche, welches Material ist sinnvoll, welche Oberfläche? Ist Imprägnierung sinnvoll/nötig?
An die Terrasse schließt ein etwa 20 Meter langer Weg an, für den ich ebenfalls einen unempfindlichen, preiswerten Belag suche. Vielleicht hat jemand eine Idee?
Vielen Dank und viele Grüße
Ulla
Hallo Ulla,
so etwas, wie Du es suchst, das gibt es nicht.
Warum?
Es sind Mehrfachanforderungen in Deinem Wunsch vorhanden, die sich gegenseitig ausschließen.
Terrassen- oder Gehwegplatten, die im Außenbereich unter allen Bedingungen einer bewitterten Freifläche die notwendige Ausgleitsicherheit aufweisen sollen, dazu noch dekorativ beschichtet sind (wegen der Pflegeleichtigkeit), das ist fast aussichtslos. Und dann sollen sie letztendlich noch preiswert sein.
Ich denke, Du erkennst den inneren Widerspruch?
Platten mit rutschsicheren Oberflächen sind aufwändiger herzustellen als Standardware. Deswegen kosten sie auch mehr.
Eine Imprägnierung ist keine filmbildende sondern nur eine porenfüllende Maßnahme, welche keine Dauerhaftigkeit verspricht. Und ein ansprechendes Oberflächenbild wäre hiermit schon gar nicht möglich.
Eine herstellerseitige Beschichtung dagegen schon. Die ist dauerhaft, doch wiederum nicht unter allen Bedingungen ausgleitsicher. Und nicht preiswert.
-.-.-
Nehme preiswerte Waschbetonplatten. Die sind zwar nicht schön, aber ausgleitsicher. UNd für die Pflege musst Du halt das, was an Anschaffungskosten eingespart wurde, an Arbeitskraft einbringen.
So einfach ist das.
Noch einmal:
Dauerhaft, ausgleitsicher, leicht zu reinigen und preiswert - diese vier Kriterien sind -auf ein Produkt fokussiert- nicht miteinander zu vereinbaren!
-.-.-.-
Gruß: Klaus
Schau dir mal die Platten von Korzilius - Korrater an das sind wunder schöne Platten und pflegeleicht.
Bei Betonplatten welche einen Dekorativen Belag haben ist die Gefahr das sich der Schmutz in die Vertiefungen setzt und wenn man mit dem Hochdruckreiniger drangeht wird das verschmutzen schlimmer.
gruß wulfman
rein optisch
Hi!
Rein optisch möchte ich noch raten: Lieber schlicht als aufgeregt (gescheckt oder sowas).
Waschbeton, also so wie ich den kenne ist katastrophal glitschig, wenn feucht.
Vor Baustoffhandeln oder Baumärkten gibt es eigentlich immer Probeflächen. Dort würde ich mal bei feuchtem Wetter mit etwas glatteren Schuhen hingehen und Probelaufen.
Mit Hochdruckreiniger bekommt man eigentlich alle Platten wieder sauber. Diese ganzen komischen Beschichtungen halte ich für Geldschneiderei.
Grüße
kernig
Hallo „Kernig“,
möglicherweise kannst Du die Vorurteile gegenüber beschichteten Terrassenplatten ja durchaus abbauen, wenn auch Du deinen Schritt einmal zu einem Baustoffhändler lenken würdest.
Richtig ist nicht, dass Waschbetonplatten bei nasser Witterung grundsätzlich nicht ausgleitsicher sein sollen.
Bei überstehendem Zuschlag ja, bei überwiegend rauer Oberfläche NEIN.
Auch ist nur halb richtig, dass eine Reinigung durch Hochdruckreiniger Erfolg verspricht.
Die ganze Wahrheit ist aber die, dass ein Teil des Schmutzes in die offenen Poren gedrückt wird, hierdurch auch für die Zukunft unerreichbar ist.
Nicht gesagt (aber dennoch wichtig) ist, dass durch den Druck, welchen die Hochdruckreiniger auswirken, der Zementstein abrasiv geschädigt werden kann. Man trägt also die Oberfläche langsam ab.
Das alles ist bei beschichteten Platten -außer die tatsächlich in ausreichendem Maße fehlende Ausgleitsicherheit bei Nässe- zu verwerfen.
Diese dekorative Plattenform, zu deren Herstellung es eines erheblichen Zusatzaufwandes bedarf, als „Geldschneiderei“ zu bezeichnen, dieser Gedanke ist verfehlt, er entbehrt jeglicher objektiv nachvollziehbarer Grundlage.
-.-.-.-
Lieber die Gedanken vor der schriftlichen Niederschrift länger zusammen halten und dann ein paar Zeilen mehr zu Papier bringen, als in Kurzform nur widerrlegbare Halbwahrheiten auszudrücken, welche letztlich einer Korrektur bedürfen, da sie sich als irreführend und als nicht haltbar erweisen.
-.-.-.-.-
Gruß: Klaus
Ich danke euch für die Ideen, Hinweise und Anregungen. Und ich sehe, dass es DIE Terrassenplatte nicht gibt.
Viele Grüße
Ulla
Hallo Klaus,
sicher können nicht alle Anfordrungen in maximaler Ausprägung mit einem Produkt erfüllt werden. Mir ist klar, dass ich da relativieren muss.
Terrassen- oder Gehwegplatten, die im Außenbereich unter allen
Bedingungen einer bewitterten Freifläche die notwendige
Ausgleitsicherheit aufweisen sollen …
Nein, nur bei Regen.
dazu noch dekorativ beschichtet sind (wegen der Pflegeleichtigkeit)
Dekorativ muss nicht sein, ich hab’s gern schlicht. Pflegeleicht bedeutet für die einen 1 mal jährlich kärchern, für die anderen gilt vielleicht auch ein größerer Aufwand noch als pflegeleicht. Meine Terrasse muss nicht aussehen wie im Wohnzimmer. Mir geht es darum, möglichst ohne Chemie auszukommen und gern auch ohne Hochdruckgerät. DAfür nehem ich gern ein paar Algen in Kauf.
Und dann sollen sie letztendlich noch preiswert sein.
Das allerdings ist eine Priorität, denn mein Budget ist zur Zeit nunmal begrenzt. Da aber die alten Terrassenplatten hochgenommen werden müssen, 50 Jahre alt sind und aus mindestens drei verschiedenen Sorten bestehen, sollen es neue sein. Oder eben die Pflastersteine vom Weg fortführen als Terrasse.
Welche Argumente könnte man gegen Pflastersteine anbringen?
Nehme preiswerte Waschbetonplatten. Die sind zwar nicht schön,
aber ausgleitsicher.
Das ist eine Option. Oder die einfachen, grauen Gehwegplatten. Die liegen im Eingangsbereich der Reihenhäuser, sind relativ feinkörnig in der Oberfläche und dennoch nicht rutschig.
Grüße
Ulla
Hallo Ulla,
um Deine letzte Frage „Welche Argumente könnte man gegen Pflastersteine anbringen?“ zu beantworten:
Pflastersteine müssen in ein ausreichend dickes Splittbett eingerüttelt und die Zwischenräume mit Sand verfüllt werden.
Bedingt eine frostsichere Auskofferung (sonst werfen sich alle Pflastersteine nach Frostwirkung hoch) und eine Abführung des Regenwassers im Planum muss auch sicher gestellt sein.
Für eine erdberührte Terrasse wäre das durchaus möglich, falls sich darunter ein Raum befindet: hier muss man den Statiker bemühen, ob die große Last abgefangen wird.
-.-
Gegen preiswerte Waschbetonplatten mit feinrauer Oberfläche ist nichts einzuwenden, wenn diese auf vorhandenem Gefälle (vom Haus weg) verlegt werden. Bei (späteren) Arbeiten mit einem Hochdruckreiniger niemals zu nahe mit der Düse an der Plattenoberfläche arbeiten!! Das mögen die nicht …
-.-.-
Gruß: Klaus