Hallo!
Im Jahr 2004 verabschiedete die Kultusministerkonferenz erstmals Bildungsstandards für ausgewählte Fächer an Schnittstellen des Bildungssystems.
Meine Fragen:
- Warum wurde das gemacht? Ist damit auch das Ziel verbunden, dass die einzelnen Länder sich aneinander anpassen?
- Welche Kompetenzen werden in den Bildungsstandards formuliert? Sind ja glaube ich keine thematischen Lernziele formuliert, wie in den Rahmenrichtlinien der einzelnen Ländern.
- Wie sollen diese Bildungsstandards in der Schule vermittelt werden?
- Wie wird überprüft, ob diese Bildungsstandards eingehalten werden?
Danke für Anworten!
Beste Grüße, Ally
Hallo,
- Wie wird überprüft, ob diese Bildungsstandards eingehalten
werden?
Durch Audits und Evaluation, die Modererscheinung schlechthin.
Alles ABM.
Hallo!
- Warum wurde das gemacht? Ist damit auch das Ziel verbunden,
dass die einzelnen Länder sich aneinander anpassen?
- Welche Kompetenzen werden in den Bildungsstandards
formuliert? Sind ja glaube ich keine thematischen Lernziele
formuliert, wie in den Rahmenrichtlinien der einzelnen
Ländern.
Du möchtest sehr viel lesen: http://www.kmk.org/schul/home1.htm
- Wie sollen diese Bildungsstandards in der Schule vermittelt
werden?
Durch Unterricht, in dem das alles was die KMK so fabriziert hat auch umgesetzt wird. Davor ist natürlich ein Curriculum entwickelt worden, dem sogar die Eltern in den entsprechenden Gremien zugestimmt haben.
- Wie wird überprüft, ob diese Bildungsstandards eingehalten
werden?
Dafür wurden Institute umgewandelt oder ins Leben gerufen, näheres z.B. unter http://www.quasi-bw.de oder http://www.evaluation-bw.de
Das geht vielleicht viel weiter als deine Frage gedacht war, aber unsere Schüler dürfen alle 2 Jahre einige DVA’s schreiben, das sind Diagnose- und Vergleichsarbeiten.
Gruß
MK
Danke für den Link. Allerdings habe ich schon einiges zu dem Thema gelesen und diese Fragen sind noch offen. Vielleicht könnte mir jemand kurz in eigenen Worten eine Antwort geben oder mir einen Link zu einer Seite schicken, auf der meine Fragen beantwortet werden, ohne dass ich 10 oder noch mehr Seiten lesen muss.
Beste Grüße, Ally
…leider diletantisch aufgezogen.
Für mich ist dies schulisch gesehen zumindest so. An sich ist dies für mich auch keine Modeerscheinung, viel mehr ein Versuch das, was man mal irgendwo von der wirtschaftlichen Arbeitsweise gehört hat, auf Schule zu übertragen. Evaluation? Toller Begriff! Und damit wir nicht so aussehen, als würden wir hinter dem Mond leben, schmeißen wir den Begriff auch mal in die Runde: Schulen evaluieren jetzt!
Die einen suchen sich Agenturen, die anderen pädagogische Berater, andere Schulen finden einen selbstgestalteten Fragebogen ganz gut usw.
Dass wirtschaftlich gesehen aber Experten dahinter stehen, die entweder über einen reichen Erfahrungsschatz und jahrelanges Training oder aber über Studiengänge (deren Basis empirische Sozialforschung, Marketing und Projektmanagement ist) meistens auf ein fundiertes Wissen zurückgreifen können, ist dem KM wohl völlig entgangen.
Als mir eine Freundin (Lehrerin) neulich erzählte, was sie an ihrer Schule betreiben, kam mir nur in den Sinn: wie diletantisch das aufgezogen wird und habe gleich einmal im Internet nachgesehen, ob sich die Lehramtsstudiengänge diesem Drang des Kultusministeriums in irgendeiner Form stellen. Aber anscheind meint das KM, dass unsere Lehrer sich da schon einarbeiten können, wofür andere 3 Jahre brauchen. Wenn das so weitergeht, werde ich in 10 Jahren in meiner Agentur nur noch Lehrer einstellen - wahre Multitalente, die keine 75 Stunden-Woche scheuen.
Dass sich aber immer noch über 30 Schüler in einer Klasse befinden, für schulische Bildung noch immer nur ein geringer finanzieller Pool bereit gestellt wird usw. (also genau das, wo sich andere Läner, deren Bildungssystem besser abschenidet, unterschieden) daran wird nicht gerührt. Für mich totaler Schwachs…!!!
Viele Grüße von Kim