Qualitätsuntersuchung von Sonnenbrillen

Ich hoffe ich nerve nicht wenn ich an euch experten ein paar Fragen zu meiner Facharbeit habe.Wenn doch ignorieren Sie einfach meine Frage(n).
Das Thema meiner Facharbeit ist die Qualitätsuntersuchung von Sonnenbrillen hinsichtlich des Uv-Schutzes. Das Themen das ich meiner Meinung nach schon ausfürlich genug behandelt habe ist: Wellenlängenbereich des Uv-Spektrums zusammen mit der biologischen Wirkung in Abhängigkeit von der Wellenlänge.
Des weiteren werde ich noch über Qualitätsmerkmale wie z.b CE Zeichen und Prüfkriterien, die dafür erüllt werden müssen.
Den prakitschen Teil der Arbeit, den ich in der Schule mache hab ich auch
schon ungefähr geplant würde mich aber dennoch über ihre Ideen, wie man Sonnenbrillen im Schulversuch testen kann freuen. Bis jetzt hab ich vor, durch ein optisches Gitter, Licht einer unter anderem Uv-Strahlen absendenden Lampe (irgendwas mit Kohle, hab den Namen vergessen) in ihr Spektrum aufzuteilen. Anschließend werde ich mit Hilfe eine Fotozelle den Transmissionswert der Sonnenbrille bestimmen. Was ich jedoch noch nicht weiß ist, wo ich die Sonnenbrille in die Versuchsanordnung bringen soll und ob ich außer einem Kohärenzspalt noch was brauch (z.b Eine Linse um das Licht auf das Gitter scharf zu stellen)
Außerdem würde ich gerne erfahren, wie das in der Industrie gelöst wird und wie es erreicht wird,das Kunststoffgläser Uv-Schutz bieten (ebenfalls bin ich daran interessiert, weshalb echte „Glas-gläser“ UV-Undurchlässig sind)
Außerdem bin ich natürlich für jeden Tip, jede Kritik, Anregung oder sonst was sehr sehr Dankbar.
Vielen Dank fürs durchlesen
Christian Ehrlich

Hallo.

Zur Lichtquelle: Du meinst vermutlich eine Bogenlampe. Lichtquellen, die sich ebenfalls in einer Schulsammlung finden lasse sollten und über einen vergleichsweise hohen UV-Anteil verfügen, sind Quecksilberdampflampen und „Schwarzlicht“-Leuchten. (Wahrscheinlich ist aber die Bogenlampe eine bessere Lichtquelle, weil sie ein kontinuierliches Spektrum hat und kein Linienspektrum).

Glas absorbiert in bestimmten Wellenlängenbereichen UV-Licht. Deshalb solltest Du auf alle möglichen vermeidbaren Glasgeräte (Linsen, Prismen, Spiegel, …) verzichten.

Sonst sieht der Versuch gut aus. Viel Erfolg!

Michael

P.S.: Ich habe keine Ahnung, wie es tatsächlich in der Industrie gemacht wird, aber wenn Du mal freundlich bei Zeiss (oder so) nachfragst, bekommst Du sicher eine Antwort. Und diese Recherche wird bestimmt auch von Deinen Lehrern belohnt :wink: (Bin selber einer…)

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Christian,

Des weiteren werde ich noch über Qualitätsmerkmale wie z.b CE
Zeichen und Prüfkriterien, die dafür erüllt werden müssen.

Naja, das CE-Zeichen sagt ja praktisch nichts aus.
Eigentlich darf der Hersteller das CE-Zeichen erst dann draufpappen wenn er sein Produkt nach allen gültigen Regeln konstruiert, geprüft und fabriziert hat. Aber das kontrolliert nur er selber. Erst wenn es zu einem Rechtsstreit kommt, muss er diese Unterlagen, etwa innerhalb einer Woche, beim Richter hinterlegen …

Die UV-Strahlung kommt nicht nur aus richtung Sonne, sondern aus allen Richtungen. Zudem wird sie noch besonders gut von Wasser und Schnee reflektiert.
Biologisch muss also nicht nur derjenige Lichtanteil welcher durch das Glas geht berücksichtigt werden, sondern auch derjenige welche zwischen Kopf und Sonnenbrille auf das Auge fällt.
Was nützt eine Sonnenbrile aus dem optimalten Material, wenn die Gläser nur einen Durchmesser von 10mm haben ??

MfG Peter(TOO)

Hallo,

Ideen, wie man Sonnenbrillen im Schulversuch testen kann
freuen. Bis jetzt hab ich vor, durch ein optisches Gitter,
Licht einer unter anderem Uv-Strahlen absendenden Lampe
(irgendwas mit Kohle, hab den Namen vergessen) in ihr Spektrum
aufzuteilen. Anschließend werde ich mit Hilfe eine Fotozelle
den Transmissionswert der Sonnenbrille bestimmen.

Ja, das wird so gehen.
Abwechselnd bei einer def. Wellenlänge die Strahlung
ohne Brillenglas und dann mit eingeschobenem Glas messen.
Das Verhältnis daraus ist die Transmission bei entspr.
Wellenlänge. Beachte aber, daß Umgebungslicht das Ergebnis
verfälschen kann -> Grundlicht.

Was ich jedoch noch nicht weiß ist, wo ich die Sonnenbrille
in die Versuchsanordnung bringen soll

Na unmittelbar vor die Photozelle.

und ob ich außer einem
Kohärenzspalt noch was brauch (z.b Eine Linse um das Licht :auf das Gitter scharf zu stellen)

Falls Du eine Kondensoroptik benutzen willst/mußt, um genug
Licht auf den spalt zu bekommen, dann besser einen Hohl-
spiegel (Oberflächenspiegel) und keine Glaslinsen
(-> evtl. Quarzglas).

Außerdem würde ich gerne erfahren, wie das in der Industrie
gelöst wird

Da nimmt man entsprechende optische Meßgeräte um das
Licht zu erzeugen und die Wellenlänge zu bestimmen.
-> optisches Spektometer (Damit kann man die Wellenlänge
fei einstellen.
In den Meßspalt zwischen Lichtaustritt und Detektor
kommt dann das zu prüfende optische Teil.

und wie es erreicht wird,das Kunststoffgläser
Uv-Schutz bieten (ebenfalls bin ich daran interessiert,

Durch Bedampfung mit Metallen -> Sputtern , Vakuumbedampfen

weshalb echte „Glas-gläser“ UV-Undurchlässig sind)

Ist halt eine Materialeigenschaft.

Alle Stoffe haben eine gewisse Transparenz, die auch
von der Wellenlänge abhängt (z.B. dünne Metallschichten
lassen Licht noch durch -> Teilerspiegel, Halbdurchlässige
Spiegel, Elektroden auf LCD-Displays usw.)

Es gibt auch Stoffe, die im sichtbaren Bereich relativ
wenig transmission haben, aber im IR-Bereich durchsichtig
wie Glas sind (Plastik).

Außerdem bin ich natürlich für jeden Tip, jede Kritik,
Anregung oder sonst was sehr sehr Dankbar.

Beachte, daß Du bei Versuchen mit UV-Licht deine Augen
hinreichend schützt.

Bei der Bewertung der Qualität auch auf die Festigkeit
der UV-Beschichtung berücksichtigen. Bei billigen Brillen
läßt die sich bei putzen zu leicht abrubbeln -> Kratzer.

Gruß Uwi

vielen vielen Dank für die vielen Tipps - die haben echt enormen Wert für mich!!
Das mit dem Grundlicht sollte sich in Grenzen halten weil unser Versuchsraum ein fensterloser Bunker ist d.h. Licht sollte blos durch die
Türspalten kommen und das hat hoffe ich bei der Messgenauigkeit mit der ich das durchführe nicht allzu viel einfluss oder?
Danke auch für die neuen Aspekte die ihr mir gebracht habt wie z.B das mit der größe des Glases. Aber wie könnte ich das denn objektiv mit einbringen. Ich meine z.B eine Sonnenbrille hat geringfügig besseren Uv-Schutz dafür deckt die andere ein paar Prozent mehr ab - was ist da denn besser?
Wie auch immer ich muss mich jetzt erst mal wieder runter kommen - ich hätte nie gedacht, dass ich so viel Hilfe bekomm. Bin natürlich immer noch für jede neue Info dankbar!

Hallo!

Anregung oder sonst was sehr sehr Dankbar.

Ein fähiger Optiker vor Ort zeigt dir sicher auch, wie er die Qualität prüft - gibt mindestens eine Einleitung oder einen Ausblick.

Cu Rene

Optiker
Hallo!

Anregung oder sonst was sehr sehr Dankbar.

Ein fähiger Optiker vor Ort zeigt dir sicher auch, wie er die
Qualität prüft -

Als Optiker werden versch. Kategorien von Fachleuten bezeichnet:

  1. Brillenverkäufer -> „Augenoptiker“"
  2. Entwickler optischer Geräte -> „Indutrieoptiker“,Optiking.

Nur der Optiker in der 2. Kategorie, hat evtl. Meßgeräte
um damit spektrale Eigenschaften zu untersuchen.

Der Augenoptiker hat nur Geräte, um die optischen Parameter
des Auges zu bestimmen um damit die Linsen für die Brille
zu ermitteln.Spektrale Untersuchungen spielen dabei keine
Rolle (außer vielleicht in der med. Forschung).

gibt mindestens eine Einleitung oder einen Ausblick.

Das sollte der „Augenoptiker“ auch können.
Gruß Uwi

Hallo,

Das Thema meiner Facharbeit ist die Qualitätsuntersuchung von
Sonnenbrillen hinsichtlich des Uv-Schutzes. Das Themen das
ich meiner Meinung nach schon ausfürlich genug behandelt habe
ist: Wellenlängenbereich des Uv-Spektrums zusammen mit der
biologischen Wirkung in Abhängigkeit von der Wellenlänge.

Also ich habe in meiner Studienzeit
einmal ein paar Sonnenbrillen in den
Strahlengang eines UV-Photometers,
mit dem man die Extinktion durch
Küvetten misst, geschoben.

Bei solchen Geräten lann man idr.
auch ein Programm zum Durchlaufen
der Frequenzen angeben und erhält
eine ausgedruckte „Extinktion“
gegen das Spektrum sofort am
Ende des Versuches.

Wo man eine Küvette reinstellen kann, kann
man auch eine Sonnenbrille reinschieben.

Übrigens: die „Extinktion“ der getesteten
Sonnenbrillen war in der Tat im UV-Breich
sehr hoch (90-99%).

Grüße

CMБ

Hallo!

Der Augenoptiker hat nur Geräte, um die optischen Parameter
des Auges zu bestimmen um damit die Linsen für die Brille
zu ermitteln.Spektrale Untersuchungen spielen dabei keine
Rolle (außer vielleicht in der med. Forschung).

Vielleicht ist meiner da einfach über dem Standard, der hat jedenfalls auch ein Gerät zum testen von Sonnenbrillen rumstehen und weiß es auch zu bedienen. Aber eigentlich erwarte ich das von ihm auch.

Cu Rene