Quantenmeschanik im Röhrenfernsehr

Hi ihr Zusammen,

mal 'ne blöde Frage. Wiso kan auf dem Fernsehr überhaubt ein Bild entstehen? Die Quantenmeschnanik sagt doch das ein Elektron, welches hinten aus der Bildröhre kommt, im flug in eine Superposition (wen das so heist) übergeht und als Raum-Zeit-Warscheinlichkeiswelle zufällig irgentwo auf den Bildschirm auftreffen sollte, oder wirt es „gemessen“?

dummigummi

Moin,

in der Braunschen Röhre befinden sich zwei Ablenkplatten, den der Elektronenstrahl bzw. das Elektron erstmal durchfliegt und mithilfe dessen das Elektron in alle beliebigen Richtungen nach Wunsch abgelenkt werden kann.

http://www.laurentianum.de/physikmuseum/braunroehre.htm

So haben wirs es zumindest damals im Physik-LK gelernt.

LG, Flo

Hi ihr Zusammen,

Hallo,

mal 'ne blöde Frage.

fängt das schon wieder an…

Wiso kan auf dem Fernsehr überhaubt ein
Bild entstehen? Die Quantenmeschnanik sagt doch das ein
Elektron, welches hinten aus der Bildröhre kommt, im flug in
eine Superposition (wen das so heist) übergeht und als
Raum-Zeit-Warscheinlichkeiswelle zufällig irgentwo auf den
Bildschirm auftreffen sollte, oder wirt es „gemessen“?

Hi,
im Grunde ist das nichts anderes, als wenn Du hinter jedem Spalt deines altbekannten Doppelspaltes eine Lichtschranke anbringst, die detektieren, durch welchen Spalt die Elektronen gekommen ist.
Die quantenmechanische Wahrscheinlichkeitsbetrachtung geht kaputt, es wird keine Interferenz mehr sichtbar sein; du hast eine ganz gewöhnliche Wahrscheinlichkeitsverteilung; eine beeinflusste Messung.

Außerdem erliegst Du dem alten Irrglauben, ein Elektron ginge in Superposition über, wie Du dich ausdrücktest. Keine Sorge, das Elektron bleibt ein Elektron, ein Teilchen, es verwandelt sich im Flug keineswegs in eine Welle oder dergleichen.
Wenn ich ein Elektron auf einen Schirm schicke, so erhalte ich dort keine Wahrscheinlichkeitsmuster, Interferenzen oder sonst irgendwas. Ich erhalte einen Punkt. Genau dort, so das Elektron auftraf.
Schiebe ich einen Doppelspalt zwischen Elektronenquelle und Schirm und nehme ich an, dass mein einzelnes Elektron durch einen der Spalte kommt, so erhalte ich wieder nur einen Punkt, nicht mehr.
Mache ich obiges Experiment mit einen Anzahl von Elektronen, die gegen unendlich geht, so erhalte ich ein Muster aus Punkten, welches dem Interferenzmuster etwa einer Wasserwelle entspricht.
Dennoch bleibt das einzelne Elektron ein Teilchen und wir im Flug keine Welle.

Viele Grüße und schönen Sonntag,
David

Hallo,

und als Raum-Zeit-Warscheinlichkeiswelle zufällig irgendwo
auf den Bildschirm auftreffen sollte

für den Aufenthalt des Elektrons gibt es eine Wahrscheinlichkeitsverteilung um einen bestimmten Bereich herum. Es trifft also nicht zufällig irgendwo auf den Bildschirm. Außerdem wird diese Verteilung auch durch die Ablenkung beeinflußt, wie schon geschrieben.

oder wird es „gemessen“?

Überleg mal als Hausaufgabe, wie ein Fernsehbild aussieht, wenn keiner hinguckt. Gibt es dann überhaupt eins?
Das könnte man vielleicht auch im Philosophiebrett fragen. :smile:

Gruß
Torsten

Hallo,

mal 'ne blöde Frage. Wiso kan auf dem Fernsehr überhaubt ein
Bild entstehen? Die Quantenmeschnanik sagt doch das ein
Elektron, welches hinten aus der Bildröhre kommt, im flug in
eine Superposition (wen das so heist) übergeht und als
Raum-Zeit-Warscheinlichkeiswelle zufällig irgentwo auf den
Bildschirm auftreffen sollte

Nur sind die Elektronen vermutlich langsam genug, dass die Impuls-Orts-Unschärferelation eine nur sehr kleine Ortsunschärfe ergibt.

Grüße,
Moritz

Hallo!

Nur sind die Elektronen vermutlich langsam genug, dass die
Impuls-Orts-Unschärferelation eine nur sehr kleine
Ortsunschärfe ergibt.

Erklärst Du uns bitte, was die Ortsunschärfe in y-Richtung mit der Geschwindigkeit in x-Richtung zu tun hat?

Michael

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Nur sind die Elektronen vermutlich langsam genug, dass die
Impuls-Orts-Unschärferelation eine nur sehr kleine
Ortsunschärfe ergibt.

Erklärst Du uns bitte, was die Ortsunschärfe in y-Richtung mit
der Geschwindigkeit in x-Richtung zu tun hat?

Nichts, ich hab mich in meiner Argumentation verrannt.

Grüße,
Moritz

Huhu!

eine Superposition (wen das so heist) übergeht und als
Raum-Zeit-Warscheinlichkeiswelle zufällig irgentwo auf den
Bildschirm auftreffen sollte, oder wirt es „gemessen“?

Naja, „gemessen“ wird es in dem Moment, in dem es auf dem Schirm aufprallt - immerhin entsteht da Licht, das man direkt wahrnehmen kann.

Wenn man einen altmodischen Fernsehschirm mit einer zeitlichen Auflösung betrachtet, die hoch genug ist, kann man ziemlich genau sehen, wo der Elektronenstrahl zuletzt aufgeprallt ist. Da wo halt das letzte Pixel hell wurde.

M.E. gilt das als „Messung“.

Viele Grüße!
Ph.

Außerdem erliegst Du dem alten Irrglauben, ein Elektron
ginge in Superposition über, wie Du dich ausdrücktest. Keine
Sorge, das Elektron bleibt ein Elektron, ein Teilchen, es
verwandelt sich im Flug keineswegs in eine Welle oder
dergleichen.

Hallo,

das ist grottenfalsch: es ist längst geklärt, dass im Doppelspalt-Versuch auch ein einzelnes Elektron mit sich selbst interferieren kann, je nach Messaufbau. Deshalb macht man den Versuch ja.

Weitere Diskussion sinnlos, es gibt mehr als genug darüber in Internet, Fachbüchern usw.

Man kann nicht einfach die Quantenmechanik deshalb als unlogisch abtun, weil man sie nicht versteht.

Gruss Reinhard

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Hallo,

würdest Du mir bitte erklären, wo genau ich die Quantenmechanik als unlogisch abgetan habe?

Gruß,
David

Antwort ohne Nachzulesen
Hi Gummi,

Quanteneffekte machen sich nur bemerkar, wenn die Strukturen im Bereich der Wellenlänge der Teilchen liegen. Und wenn du mal unter Elektronenmikroskop guckst: die von Elektronen eher klein, deutlich kleiner als die von sichtbarem Licht jedenfalls.

Die Elektronenkanone, die ablenkenden Magnete und das Gitter zur Trennung der Farben vor dem Leuchtschirm sind jedenfalls RIESIG für die Elektronen, oder Elektronenwellen.

Superposition gibt es nur für Wellen/Teilchen, die verschiedene Wege gleichzeitig gehen können, im Rahmen ihrer Möglichkeiten. z.B. Wellenllänge.

Zoelomat

Überleg mal als Hausaufgabe, wie ein Fernsehbild aussieht,
wenn keiner hinguckt. Gibt es dann überhaupt eins?
Das könnte man vielleicht auch im Philosophiebrett fragen. :smile:

Das bild ist (wahrscheinlich) immer noch da weil das Licht des Fehrnsebildes ja immer noch mit etwas wechselwirkt (was seine Existenz beweisen könnte): z.B. Der Wand gegenüber des Fehrnehersden Pflanzen im Raum, und so weiter

dummigummi

gelenkt nicht.
… wenn es durch das Magnetfeld einer Spule gelenkt wird, nicht.