in der heutigen Quantenphysik vertreten lt. Spiegel Online ( http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,dru… ) die meisten Wissenschaftler die Auffassung, der „Fall der Münze“ (als Musterbeispiel) werde bei der Überprüfung entschieden. Solange niemand nachgucke befinde sich der Fall in einem unentschiedenen Schwebezustand. Andere Wissenschaftler, wie der in dem gelinkten Artikel von SpOn interviewte, vertreten Theorien von multiplen Universen, die alle zeitgleich existierten.
Was spricht eigentlich gegen die dem menschlichen Verständnis am einfachsten zugänglichsten Annahme, daß es nur die eine Realität (also das eine Universum gibt), die uns zugänglich ist (alles andere wird m. E. immer unbeweisbar, also pure Spekulation bleiben) und daß sich der Fall der Münze bei ihrem Fall entscheidet und nicht erst wenn wir nachgucken?
Was spricht eigentlich gegen die dem menschlichen Verständnis
am einfachsten zugänglichsten Annahme, daß es nur die eine
Realität (also das eine Universum gibt), die uns zugänglich
ist (alles andere wird m. E. immer unbeweisbar, also pure
Spekulation bleiben)
Nichts. Ockhams Rasiermesser verbietet es sogar, etwas anderes anzunehmen.
und daß sich der Fall der Münze bei ihrem
Fall entscheidet und nicht erst wenn wir nachgucken?
Beispielsweise die Verletzung der Belleschen Ungleichung.
Was spricht eigentlich gegen die dem menschlichen Verständnis
am einfachsten zugänglichsten Annahme, daß es nur die eine
Realität (also das eine Universum gibt), die uns zugänglich
ist (alles andere wird m. E. immer unbeweisbar, also pure
Spekulation bleiben) und daß sich der Fall der Münze bei ihrem
Fall entscheidet und nicht erst wenn wir nachgucken?
Z.B. das Doppelspaltexperiment mit einzelnen Photon. Man bekommt ein Interferenzmuster von einem einzigen Photon, d.h. es kann nicht durch den einen oder den anderen geflogen sein, sondern muss durch beide geflogen sein.
Z.B. das Doppelspaltexperiment mit einzelnen Photon. Man
bekommt ein Interferenzmuster von einem einzigen
Photon, d.h. es kann nicht durch den einen oder den anderen
geflogen sein, sondern muss durch beide geflogen sein.
Grüße,
Moritz
Das Muster entsteht aus der Detektion mehrerer Photonen,
die allerdings einzeln (zeitlich versetzt) die Spaltanordnung passiert haben.
Eine andere richtige Formulierung wäre: ein einzelnes Photon kann auch an Stellen detektiert werden, wo man es klassisch, d.h. wenn es nur durch einen Spalt ginge, nicht sein könnte.
Grüße,
Moritz
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Was spricht eigentlich gegen die dem menschlichen Verständnis
am einfachsten zugänglichsten Annahme, daß es nur die eine
Realität (also das eine Universum gibt), die uns zugänglich
ist (alles andere wird m. E. immer unbeweisbar, also pure
Spekulation bleiben) und daß sich der Fall der Münze bei ihrem
Fall entscheidet und nicht erst wenn wir nachgucken?
Man braucht ein „Multiversum“ beispielsweise um das Großvaterparadoxon (http://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fvaterparadoxon) zu erklären.
Von der Quantenmechanik her ist ein „Multiversum“ durchaus denkbar und erklärt Vieles (http://de.wikipedia.org/wiki/Viele-Welten-Interpreta…). Da die Quantentheorie (- das Vorhersagen bestimmter Ereignisse) experimentell bestätigt wurde, ist der/sind die mathematische[n] Formalismus/Formalismen glaubwürdig und ein „Multiversum“ ist somit höchstwahrscheinlich Realität.
Logik ist Menschenwerk und es gibt keine Garantie, dass sich die Dinge, die Du als ausserhalb von Dir wahrnimmst auch so verhalten. Es ist natürlich, dass sie dies tun in dem Sinne, als das besagte Logik makroskopisch stimmt, sonst wäre Mensch ja nicht auf die Idee mit besagter Logik gekommen.
Die von Dir postulierte Annahme ist gut um im Alltag zurechtzukommen. D.h. es spricht nichts dagegen, dass Du bei Deiner Ansicht über die ‚einfachsten zugänglichsten Annahme‘ bleibst. Wenn es ‚Dein‘ Dilemma löst…
Zum ‚Fall der Münze‘ guck Dir mal die Dinge um die Bell’sche Ungleichung an…
Ansonsten hat es sich gezeigt, dass es dem Fortschritt der Wissenschaften durchaus dienlich ist wenn man auf Annahmen verzichtet die ein Hirn als ‚vernünftig‘ ansieht, das zum Jagen, Fressen, Vermehren - kurz Überleben - über die Weltgeschichte daher evolutioniert ist.