Huhu.
Ich habe mal wieder ein paar - sehr populärwiss. - Artikel über Quantenphänomene usw. gelesen. Interessant fand ich einen, der eine Art „Quantenradierer“ beschrieb. Es ist ja bekannt, daß man das Interferenzmuster eines Doppelspaltexperiments vernichten kann, indem man die Photonen unterscheidbar macht. Manche Physiker sagten zunächst, daß die Messung an sich den Zustand der Photonen ändert, so daß sie daher nicht mehr interferieren. Jetzt kann man aber dafür sorgen, daß man nach der „Unterscheidbarmachung“ der Photonen, z.B. durch eine Polarisierung, diese vor der Detektion wieder Rückgängig macht (z.B. durch eine Rück-Polarisation). Dann hat man ein Photon sogar zweimal „gestört“, dennoch hat man wieder ein Interferenzmuster. Wie ich das verstanden habe, funktioniert das selbst dann, wenn man die Photonen zuvor aufspaltet in zwei (wie nennt man das: gepaarten?) Photonen halber Energie und sich nur die Partner der Photonen ansieht, die NICHT durch den Doppelspalt geleitet werden.
Entscheidend ist hier wohl, daß das Verhalten des Systems nur von der theoretisch (nicht mal praktisch!) ableitbaren Information abhängt. Es ist nicht die Frage, wie unser Geist die Welt wahrnimmt und damit evtl. den Ausgang von Quantenexperimenten beeinflußt. Die Kausalität ist wohl auch nicht ein „Grundprinzip“ der Natur, sie hängt ja von der Existenz von Zeit ab, und Zeit selbst ist wohl eine (SEHR HILFREICHE) theoretische Konstruktion ohne eine unmittelbare, direkte physikalische („wahre“) Entsprechung. Alles schein nur auf Information zu gründen. Information, die man - aufgrund unserer Modellvorstellung von der Welt - messen möchte, die vielleicht aber nicht da sind, bewirken, daß sich uns die Welt so eigenartig präsentiert.
Meine Frage: Liege ich mit diesen sicher sehr laienhaften Vorstellungen total falsch oder gibt es da einen wahren Kern ? Wenn dem so ist: Kann mir jemand allgemeinverständliche Literatur empfehlen, die genau diese Aspekte aufgreift ?
Danke schonmal,
Jochen

