Quarkladung

Die starke Wechselwirkung hält in Hadronen zwei oder drei Quarks zusammen. Quarks haben eine starke Ladung, sie ist jedoch dreizahlig, nicht zweizahlig wie die elektrische Ladung. Wie hat man das zu verstehen? Die Farben, so die Litaratur, dienen nur der anschaulichen Verständlichkeit. Ich habe von einem Kalmbach-Model gehört wo die Farbladungen von deren Geschwindigkeit im Spinverhältnis 1:2:4 bestimmt werden. Kennt jemand dieses Model? Meine Frage ist: Wie stellt man sich die dreizahlige Wechselwirkung mit Hilfe von Quantenzahlen, ohne Farben einzuführen, vor? Wer kann weiterhelfen?

Wolfgang

Quarks haben eine starke Ladung, sie ist
jedoch dreizahlig, nicht zweizahlig wie die elektrische
Ladung. Wie hat man das zu verstehen? Die Farben, so die
Litaratur, dienen nur der anschaulichen Verständlichkeit. Ich
habe von einem Kalmbach-Model gehört wo die Farbladungen von
deren Geschwindigkeit im Spinverhältnis 1:2:4 bestimmt werden.
Kennt jemand dieses Model? Meine Frage ist: Wie stellt man
sich die dreizahlige Wechselwirkung mit Hilfe von
Quantenzahlen, ohne Farben einzuführen, vor?

Hi.

Vom Kalmbach-Modell habe ich noch nix gehört. Aber was stört dich an den Farben? Du sagst bei der EM-Wechselwirkung doch auch Plus und Minus, ohne dir was dabei zu denken. Könnte ebensogut Schwarz und Weiß heißen, dann sind es auch Farben. Ändert das was am Erklärungswert?

Die Quark-Farben ®,(g),(b) sind keine Veranschaulichung, sondern Namen für die drei Ladungstypen, die sich aus der Analogie mit den drei Grundfarben rot,grün,blau ergeben. Man hätte sie sicher auch a,b,c nennen können, die Analogie ist mehr ne nützliche Merkhilfe, weil sich diese Ladungen ähnlich wie Farben bei der Mischung verhalten, z.B. rot+grün+blau=weiß entspricht ®+(g)+(b)=neutral bei den Farbladungen. rot+türkis=weiß entspricht ®+Anti®=neutral.
Entsprechend: Elektronenladung+Protonenladung=neutral passt eben gut zum mathematischen -1+1=0, also ist Plus und Minus ne gute Merkhilfe für elektrische Ladungen. Mehr sehe ich in den Farbladungen der Quarks auch nicht.

So long
Eckard

Hi.

Vom Kalmbach-Modell habe ich noch nix gehört. Aber was stört
dich an den Farben? Du sagst bei der EM-Wechselwirkung doch
auch Plus und Minus, ohne dir was dabei zu denken. Könnte
ebensogut Schwarz und Weiß heißen, dann sind es auch Farben.
Ändert das was am Erklärungswert?

Die Quark-Farben ®,(g),(b) sind keine Veranschaulichung,
sondern Namen für die drei Ladungstypen, die sich aus der
Analogie mit den drei Grundfarben rot,grün,blau ergeben. Man
hätte sie sicher auch a,b,c nennen können, die Analogie ist
mehr ne nützliche Merkhilfe, weil sich diese Ladungen ähnlich
wie Farben bei der Mischung verhalten, z.B. rot+grün+blau=weiß
entspricht ®+(g)+(b)=neutral bei den Farbladungen.
rot+türkis=weiß entspricht ®+Anti®=neutral.
Entsprechend: Elektronenladung+Protonenladung=neutral passt
eben gut zum mathematischen -1+1=0, also ist Plus und Minus ne
gute Merkhilfe für elektrische Ladungen. Mehr sehe ich in den
Farbladungen der Quarks auch nicht.

So long
Eckard

Hi Eckard,

Ganz so einfach sehe ich das eben nicht.
Die Quantenzahl der elektrischen Ladung ist nicht nur + bzw - sondern +1 bzw -1 bei den Quarks 1/3 2/3, Du weist schon.
Die Quantenzahlen dienen nicht nur dem Verständnis, sondern man kann mit Ihnen was ausrechnen oder sie zu anderen Quantenzahlen zum Beispiel Hyperladung, Isospin in Beziehung setzen.
Bei den Mesonen wo nur 2 Farbladungen vorhanden sind geht vieleicht Farbe+1 Antifarbe-1. Bei den Baryonen mit 3 Ladungen nicht mehr. In der Realität sind die Quarks sicherlich nicht farbig, aber sie haben eine Ladung! Die muß sich irgendwie mathematisch, vieleicht durch imaginäre Quantenzahlen, beschreiben lassen.
Das Ergebis dieser Beschreibung kennen wir, nicht die dazu „passenden“ Zahlen.
Die 3 Quantenzahlen müssen unterschiedlich sein.
Die Addition dieser drei muß 1(weiß) ergeben. Die Addition der drei Antis muß -1(antiweiß) ergeben. Die Addition einer und deren Anti muß 0(neutral) ergeben genau wie die Addition von weiß und antiweiß.
Die Schwierigkeit kommt bei den auszuschließenden Möglichkeiten. Jede denkbar andere Addition zum Beispiel grün+grün+blau darf nicht möglich sein oder anders darf nicht 1 oder -1 oder 0 ergeben. Erst wenn wir die Zahlen die diese Bedingungen erfüllen kennen, können wir die „Farbladung“ zu anderen Quantenzahlen in Beziehung setzen. Mit grün blau rot kann man eben nichts ausrechnen, das stört mich an den Farben.

mfg.

Wolfgang