Quattro-LNB einstellen, welcher Kanal?

Hi Folks,

habe eine 85er Schüssel mit Quattro-LNB, eingestellt auf ASTRA 19,2°. Ich habe das Signal jetzt mal mit einem sog. „Sat-Finder“ eingestellt, ist soweit auch OK, jedenfalls hatte ich beim letzten Unwetter keinen Ausfall.

Jetzt würde mich trotzdem mal interessieren, an welchem Sender man sich am besten orientiert, um sozusagen auf allen Kanälen den „bestmöglichen“ Empfang zu haben. Immerhin sind die Satelliten ja doch ein paar Meter voneinander entfernt.

Bei ASTRA habe ich vor ca. 3 Wochen schon mal angefragt, die hüllen sich aber bisher in Schweigen.
Bin für jeden Tipp dankbar !

Tschö, Zivi

Hi,

SES - ASTRA wird mit Anfragen technischer Natur überhäuft, weil Anlagen vermehrt von Laien aufgebaut werden und das nicht immer so problemlos abläuft wie man sich das vorher vorstellt. Die Antwort kann sich also noch ein Stückele hinziehen.

Dein Sat - Finder wird mit einer Festfrequenz arbeiten, nehme ich mal an, also direkt an der Antenne sind dir keine kanalselektiven Möglichkeiten gegeben. Die einzelnen Transponder senden mit unterschiedlicher Leistung, veränderst du die Antennenposition, fallen oder steigen die Pegel aller Transponder zueinander proportional. Übrigens bewegen sich die Satelliten der ASTRA - Gruppe auf 19,2 °E in einem Würfel mit 70 km Kantenlänge und werden mit Steuerdüsen am Ausdriften aus diesem Bereich gehindert, also sie pendeln ständig in alle Richtungen umeinander. Du kannst dir mal ausrechnen, um wieviel Grad du die Antenne auf der Erde drehen musst, um eine Strecke von 70 km in 36.000 km Distanz abzufahren - also …

Um die Antenne ohne Messtechnik richtig einzustellen, gibt es einen kleinen Trick - nimm einen Lappen, mach ihn nass und deck ihn über das Feedhorn („Auge“) des LNB. Jetzt stellst du deinen Analogreceiver auf ein beliebiges Programm ( viell. sind höhere Frequenzen interessanter - nimm n-tv ) und du wirst ein Bild mit Fischchen haben. Mit dem Drehen der Anlage kannst du die Anzahl derer minimieren.

Gruß

HM

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Hi,

SES - ASTRA wird mit Anfragen technischer Natur überhäuft,
weil Anlagen vermehrt von Laien aufgebaut werden und das nicht
immer so problemlos abläuft wie man sich das vorher vorstellt.
Die Antwort kann sich also noch ein Stückele hinziehen.

Dann sollte man den Herren vielleicht mal eine FAQ-Liste ans Herz legen :wink:

Dein Sat - Finder wird mit einer Festfrequenz arbeiten, nehme
ich mal an, also direkt an der Antenne sind dir keine
kanalselektiven Möglichkeiten gegeben.

Nein, das Gerät wird zwischen LNB und Receiver geschaltet und verändert mit dem Kanal am Receiver auch den Pegel, je nachdem eben, wie gut er eingestellt ist.

Die einzelnen
Transponder senden mit unterschiedlicher Leistung, veränderst
du die Antennenposition, fallen oder steigen die Pegel aller
Transponder zueinander proportional. Übrigens bewegen sich die
Satelliten der ASTRA - Gruppe auf 19,2 °E in einem Würfel mit
70 km Kantenlänge und werden mit Steuerdüsen am Ausdriften aus
diesem Bereich gehindert, also sie pendeln ständig in alle
Richtungen umeinander. Du kannst dir mal ausrechnen, um
wieviel Grad du die Antenne auf der Erde drehen musst, um eine
Strecke von 70 km in 36.000 km Distanz abzufahren - also …

Das ist mir bekannt, jedoch sollte es wohl irgendwo die „goldene Mitte“ geben, oder?

Um die Antenne ohne Messtechnik richtig einzustellen, gibt es
einen kleinen Trick - nimm einen Lappen, mach ihn nass und
deck ihn über das Feedhorn („Auge“) des LNB. Jetzt stellst du
deinen Analogreceiver auf ein beliebiges Programm ( viell.
sind höhere Frequenzen interessanter - nimm n-tv ) und du
wirst ein Bild mit Fischchen haben. Mit dem Drehen der Anlage
kannst du die Anzahl derer minimieren.

Die „Fischchen-Technik“ habe ich früher auch immer angewendet, funktioniert auch recht gut, aber eben nicht sehr genau. Deshalb wollte ich ja eben mal wissen, wie man dem „Optimum“ am nächsten kommt. Im übrigen hat die d-box ja auch so eine Art „Signalmesser“ eingebaut, deren Ergebnis variiert jedoch auch von Kanal zu Kanal bzw. Transponder zu Transponder.

Trotzdem besten Dank,
Zivi

Gruß

HM

Nein, das Gerät wird zwischen LNB und Receiver geschaltet und
verändert mit dem Kanal am Receiver auch den Pegel, je nachdem
eben, wie gut er eingestellt ist.

Achso, das wusste ich nicht. Hab mich noch nie wirklich mit solchem Spielzeug abgegeben :wink:

Die einzelnen
Transponder senden mit unterschiedlicher Leistung, veränderst
du die Antennenposition, fallen oder steigen die Pegel aller
Transponder zueinander proportional. Übrigens bewegen sich die
Satelliten der ASTRA - Gruppe auf 19,2 °E in einem Würfel mit
70 km Kantenlänge und werden mit Steuerdüsen am Ausdriften aus
diesem Bereich gehindert, also sie pendeln ständig in alle
Richtungen umeinander. Du kannst dir mal ausrechnen, um
wieviel Grad du die Antenne auf der Erde drehen musst, um eine
Strecke von 70 km in 36.000 km Distanz abzufahren - also …

Das ist mir bekannt, jedoch sollte es wohl irgendwo die
„goldene Mitte“ geben, oder?

Um die Antenne ohne Messtechnik richtig einzustellen, gibt es
einen kleinen Trick - nimm einen Lappen, mach ihn nass und
deck ihn über das Feedhorn („Auge“) des LNB. Jetzt stellst du
deinen Analogreceiver auf ein beliebiges Programm ( viell.
sind höhere Frequenzen interessanter - nimm n-tv ) und du
wirst ein Bild mit Fischchen haben. Mit dem Drehen der Anlage
kannst du die Anzahl derer minimieren.

Die „Fischchen-Technik“ habe ich früher auch immer angewendet,
funktioniert auch recht gut, aber eben nicht sehr genau.
Deshalb wollte ich ja eben mal wissen, wie man dem „Optimum“
am nächsten kommt. Im übrigen hat die d-box ja auch so eine
Art „Signalmesser“ eingebaut, deren Ergebnis variiert jedoch
auch von Kanal zu Kanal bzw. Transponder zu Transponder.

Ja dann bleibt dir nur eine Einmessung mit professionellem Messgerät, nur dann wirds 100%-ig. Das Waschlappenverfahren funktioniert aber wirklich gut, wenn du das so optimierst, dass eine wirklich eindeutig feststellbare Änderung der Fischchenzahl sichtbar ist ! Außerdem versuchte ich zu verdeutlichen, dass bei einer Distanz Erde-Satellit von 36.000 km diese 70 km überhaupt nicht erfassbar sind; es wäre ein gleichschenkliges Dreieck mit einem Seitenverhältnis von 514:1.
Das ist ein Winkel von 0.1115 Grad, innerhalb dem das Optimum zu suchen wäre - Ferner müsstest du die Antenne innerhalb dieses Winkels immer dem Satelliten folgen lassen, dessen Programme du gerade empfangen willst. Der Öffnungswinkel des Feedhorns ist ja schon weit größer als diese 0,1 ° ! Diesbezügliche Überlegungen sind für die Praxis also überhaupt nicht relevant.

Kauf dir eine große, gute Antenne mit guten Empfangseigenschaften und mit guter Empfangselektronik ( Kathrein, Technisat ) in einem Fachbetrieb und lass das ganze dann von demselben ordentlich einmessen - dann klappts auch.

Gruß
HM

Trotzdem besten Dank,
Zivi

Gruß

HM