Quellen für Finanzinformationen

Guten Tag,

nachdem ich durch Bank- und Anlageberater immer wieder enttäuscht wurde, werde ich mich jetzt selbst um meine Anlagen kümmern.
Jetzt stellt sich mir die Frage, welche Quellen ich nutzen sollte, um mich umfassend und effizient zu informieren. Habt Ihr Tipps für mich.?

Danke & Gruß

Hans

nachdem ich durch Bank- und Anlageberater immer wieder
enttäuscht wurde, werde ich mich jetzt selbst um meine Anlagen
kümmern.
Jetzt stellt sich mir die Frage, welche Quellen ich nutzen
sollte, um mich umfassend und effizient zu informieren. Habt
Ihr Tipps für mich.?

Hallo Hans,

tja, wo soll man da anfangen??? Ich versuch’s mal…

www.ftd.de
www.handelsblatt.com
www.boerseimersten.de/
www.anleger-fernsehen.de
www.finanztreff.de
www.fondsweb.de
www.finanzen.net
www.godmode-trader.de

Das wäre mal ein kleiner Anfang. Die Möglichkeiten sind quasi unbegrenzt, wenn man auch noch den englischsprachigen Bereich einbeziehen wollte.

Aber eines sollte Dir von vornherein klar sein: auch die kochen nur mit Wasser und haben keine Glaskugel auf dem Tisch stehen. In dieser schwierigen Zeit überhaupt eine Einschätzung zu geben, mit der man richtig liegt, ist reiner Zufall.

Dass Du so schlechte Erfahrungen gemacht hast, ist natürlich bedauerlich, um es mal vorsichtig auszudrücken. Das liegt aber auch daran, dass die meisten Berater und Vermittler die in Deutschland die Straßen unsicher machen, wenig bis gar nicht qualifiziert sind. Hier mal ein paar Zahlen:

  • Haupt- und Nebenberufliche Finanzdienstleister (inkl. Bankangestellte) ca. 450.000
  • Davon haben eine dem Handwerksmeister vergleichbare Ausbildung ca. 18.000
  • Das Gesellenniveau erreichen geschätzt etwa 65.000
  • Der große Rest bewegt sich auf der Ebene eines Auszubildenden und kann keine nennenswerte Qualifizierung nachweisen

Stellt man dies nun dem Handwerk gegenüber, wo man bekanntlich einen Meistertitel benötigt, um sich selbständig zu machen, ist das schon beunruhigend. Oder anders ausgedrückt: Die Chance einen „Meister“ zu erwischen liegt bei ca. 4%.

Ich will nicht bestreiten, dass es auch „Auszubildende“ gibt, die sich im Laufe der Jahre ein hohes Wissen angeeignet haben, aber einen Beweis in Form einer bundesweit einheitlichen Prüfung gibt es nicht.

Nun stellt sich also die Frage, ob Du viel Zeit investieren willst, um Dich selber schlau zu machen, was ich grundsätzlich als sehr empfehlenswert erachte oder ob Du (zum Teil) die Zeit nutzt, um Dich auf die Suche nach den berühmten „4%“ zu machen.

Angenommen, das würde Dir gelingen und dieser jemand ist nicht nur qualifiziert, sonder arbeitet auch noch sauber, hat das durchaus einige Vorteile:

  • Die Beratung wird lückenlos dokumentiert und Dir in Kopie zur Verfügung gestellt
  • Es werden alle Kosten offengelegt
  • Im besten Fall wird eine umfassende Finanzplanung erstellt, die sofort jede Veränderung Deiner Lebensumstände berücksichtigt (bitte nicht verwechseln mit diesen 0815-Finanzchecks von AWD und Co.)
  • Der Berater ist versichert und im Falle einer Fehlberatung wird Dein Schaden erstattet
  • Möglicherweise ist auch eine Beratung gegen Honorar möglich, die Dir den Erwerb der notwendigen Produkte zum Nettotarif (also ohne Vertriebskosten) verschafft

Du siehst, dass es durchaus Punkte gibt, die vielleicht für den Profi sprechen. Aber den richtigen zu finden ist zugegebenermaßen recht schwierig.

Ungeachtet dessen halte ich es aber für sehr wichtig, sich zumindest ein gutes Stück weit selbst schlau zu lesen.

Wie dem auch sei. Ich hoffe, die o.a. Adressen bringen Dich schon mal auf den richtigen Weg. Viel Erfolg!

Sonnige Grüße aus Südniedersachsen
Stephan Heddinga

Hallo Hans,

Jetzt stellt sich mir die Frage, welche Quellen ich nutzen
sollte, um mich umfassend und effizient zu informieren. Habt
Ihr Tipps für mich.?

Ok. Vielleicht als erstes die Lebensweisheit von Warren Buffett: Kaufe nichts, was du nicht verstehst.

Man bezieht diese Aussage oft auf irgendwelche undurchsichtigen Zertifikatkontruktionen, aber du kannst es auch auf alle anderen Wertpapiere anwenden. Wenn du nicht verstehst, was eine Firma eigentlich genau macht, um ihr Geld zu verdienen, dann lass die Finger davon. … Ich persönlich verstehe z.B. nicht wirklich, wie man etwa mit Google Geld verdienen kann, weil man doch dort umsonst suchen kann. Also lasse ich die Finger von der Google-Aktie.

Man muss auch nicht alles mit Gewalt verstehen wollen. Ich meine, klar könnte ich mich jetzt, um bei dem Beispiel zu bleiben, darüber informieren, woher Google seine Einnahmen bezieht. Ich könnte es aber auch einfach sein lassen und eine andere Aktie kaufen. Es gibt genug Auswahl.

Dann noch meine beiden Lieblings-Börsenmagazine: Börse Online und Der Aktionär.

Die geben auch jede Woche Kaufempfehlungen für irgendwelche Wertpapiere. Manche Wochen sind aber vielleicht gar kein guter Zeitpunkt zum Kaufen, aber die empfehlen trotzdem etwas, weil das eben in der Zeitschrift so vorgesehen ist. Das sollte man nicht vergessen.

Bei Börse Online stört mich, dass oft die potentielle Rendite in keinem Verhältnis zum Risiko steht. Die empfehlen da z.B. irgendwelche Papiere mit 10% Rendite und dem Risiko eines Totalverlusts. Auch sind sie mit ihren Empfehlungen oft sehr spät dran.

Und ein paar Buchempfehlungen:
Kiyosaki: Rich Dad, Poor Dad
Murphy: Technische Analyse der Finanzmärkte
Town: Rule #1

Ja, die gibt’s auch übersetzt. :wink:

Ein letzter Tipp noch: Kauf erst dann ein Wertpapier, wenn du weißt, was du tust. Es ist besser, das Geld nun ein halbes Jahr auf einem Tagesgeldkonto liegen zu lassen, als irgendeine Aktie zu kaufen, nur damit was gekauft ist.

Ach ja, noch ein Tipp mehr: Besuche doch auch mal eine Anlegerveranstaltung. Hier findest du ein paar Termine:
http://www.boerse-online.de/termine/seminare/480116…
Es gibt auch kostenlose Veranstaltungen, du musst halt mal schauen. Sehr zu empfehlen ist auch die IAM (Internationale Anlegermesse) in Düsseldorf, wenn es für dich nicht zu weit ist. Ähnliche Veranstaltungen gibt es auch in anderen Städten.

Ok, jetzt bist du aber erst mal beschäftigt :smile:

Schöne Grüße

Petra

Quellen Finanzinformationen: Finanzinfo-service.de
Hallo Hans,

Dein Ansinnen ist lobenswert, aber nicht leicht umzusetzen.
Gerade als Privatanleger wird das schnell zum Zeitproblem. Am Anfang würde ich mich erstmal auf die großen Blätter wie Handelsblatt.com und ftd.de konzentrieren. Wenn du hier weißt, wo Du die für Dich interessanten Daten suchen musst kannst du ja weiter ausweiten. Die Liste von Stefan Hedinga ist da sicher ein guter Ausgangspunkt.

Vielleicht eine Idee:
Mir ist kürzlich bei einer Internetrecherche ein offensichtlich neuer Service begegnet, der Dir vielleicht helfen könnte:
www.finanzinfo-service.de
Die bieten an für Dich Zeitung zu lesen und das gelesene zusammen zu fassen. Ich weiß noch nicht, ob´s was taugt, aber die Idee find´ ich gut. Und derzeit ists auch noch kostenlos zum testen.

Gruß vom Money-Schorsch

Hallo,
hier hast du was womit du erstmal Grundlagenforschung betreiben kannst.

http://www.boerse-frankfurt.de/DE/index.aspx?pageID=…
http://www.boerse-frankfurt.de/DE/index.aspx?pageID=…

Viel Spass damit
Uwe

Hallo,
fuer mich ist die Frage nicht zu bentworten, da zu umfassend oder zu unwissend gestellt.
Je nachdem was Du brauchst, solltest Du woanders suchen.
An den folgenden Beispielfragen erkennst Du, dass eine allgemeingueltige Antwort nicht gegeben werden kann.
Infos, wie eine Finanzplanung aussehen kann um in 5 oder in 30 Jahren eine gute Rente gehabt zu haben.
Aktuelle Aktienangebote
Zukunft der Automobilkonjunktur
Fonds fuer Kurzlauefer-Renten
ETF
Infos zu Anlegerverhalten in Konjunkturzyklen
Gruss Helmut