Quellenangabe bei Abbildungen?

Hallo liebe Experten!
Ich hoffe Ihr könnt mir weiter helfen!? Ich schreibe an meiner Diplomarbeit und habe jede menge Abbildungen eingefügt. Was mache ich, wenn die Abbildung aus einem Buch (etc.) entnommen wurde? Versehe ich dann die Abbildungsüberschrift mit einer Fußnote und schreibe in die Fußnote die Quellenangabe? Oder kommt die Quellenangabe in das Abbildungsverzeichnis? Meine Dozentin hat auf meine Frage gesagt, ich soll es machen wie ich es für richtig halte. Was ist denn bitteschön richtig? Habe schon gegoogelt aber ich habe noch keine befriedigende Antwort gefunden.

Vielen Dank für Eure Antworten
Tiffy

Hallo Tiffy,

Ich hoffe Ihr könnt mir weiter helfen!? Ich schreibe an meiner
Diplomarbeit und habe jede menge Abbildungen eingefügt. Was
mache ich, wenn die Abbildung aus einem Buch (etc.) entnommen
wurde? Versehe ich dann die Abbildungsüberschrift mit einer
Fußnote und schreibe in die Fußnote die Quellenangabe? Oder
kommt die Quellenangabe in das Abbildungsverzeichnis? Meine
Dozentin hat auf meine Frage gesagt, ich soll es machen wie
ich es für richtig halte. Was ist denn bitteschön richtig?
Habe schon gegoogelt aber ich habe noch keine befriedigende
Antwort gefunden.

eine eindeutige und gültige Antwort wirst Du auch nicht finden, weil es dafür meines Wissens weder Regeln im Duden, noch eine DIN-Norm gibt.
Meiner Erfahrung nach - ich bin Bibliothekarin - macht es jeder so, wie er denkt, dass es richtig ist. Bzw. so, wie es in der eigenen Fachrichtung üblich ist.

Wenn Deine Dozentin Dir freie Hand lässt, kannst Du Dich nur noch an bereits vorliegenden Arbeiten orientieren und deren „Nachweis–Stil“ folgen.
Im Übrigen gilt: Hauptsache, die Quelle wird angegeben.

viele Grüße
Geli

Hallo,

ein richtig oder falsch zu unterscheiden ist hier schwer, wenn du aber in einer Systematik anfängst, mußt du auch bei ihr bleiben.

Da ich nicht weiß, welcher Art deine Abbildungen sind, und ob in deiner Bildbeschriftung viel oder wenig Text steht, kann ich dir nur sagen wie ich es machen würde.

Im Abbildungsverzeichnis hat meines Erachtens die tatsächliche Quellenangabe nichts zu suchen. Im Abb.verzeichnis steht nur, auf welcher Seite welche Abbildung zu finden ist und was diese Abbildung darstellt.

Daher bleibt für die Angabe der Quelle nur noch das Literaturverzeichnis / Quellenverzeichnis (oder wie immer du es nennst).
Ich würde die Abbildung ganz normal beschriften, und dann am Ende der Beschriftung den Bezug zur Quellenangabe setzen. Dann hast du ein in sich stimmiges Konzept, im Text stehen die Verweise und am Ende steht die Quelle im Quellenverzeichnis. Dort kannst du ja zusätzlich noch angeben „Abbildung entnommen aus: …“

Eine andere Methode ist, die Quellen direkt unten auf der Seite als Fußnote einzufügen. Dies halte ich für nicht so gut, da es erstens viel Platz wegnehmen kann, es zweitens schwieriger wird, sich einen schnellen Überblick zu verschaffen, welche Literatur insgesamt verwendet wurde (der Dozent kennt normalerweise auch die „einschlägige Literatur“), und es drittens unübersichtlich werden kann, wenn man zusätzlich tatsächlich Fußnoten hat, die eine Textstelle näher erläutern, weil sie für den Text zu lang wären. Diese Fußnoten sollten dann unten auf der betreffenden Seite stehen

Gerhard

Hallo Tiffy,

von einer wissenschaftliche Arbeit erwarte ich, dass die Quellen genau angegeben werden. Direkt beim Bild würde mir eine knappe Bildunterschrift genügen, jedoch finde ich es wichtig, an anderer Stelle noch mehr über die Herkunft der Abbildung zu sagen. Nicht unbedingt in einer Fussnote, die die Idee mit dem Abbildungsverzeichnis ist gut.
Aber: Bloss das Buch zu nennen, aus dem du die Abbildung abgekufert hast, das ist meiner Meinung nach nicht genug, wenn es beispielsweise um eine kunstwissenschaftliche Arbeit geht. Dann sollte eine präzise Beschreibung des Originals stehen, auch mit Standort, und dann meinetwegen die Quelle, aus der du das Buch hast.

Was für eine Arbeit schreibst du?

Bernhard

Hallo Bernhard!

Was für eine Arbeit schreibst du?

In meiner Diplomarbeit beschäftige ich mich mit einer Kollektionsentwicklung (Bekleidung) im Stil der späten 30er Jahre unter Einbeziehung der Rolle der Frau und der Rolle der Mode während des Nationalsozialismus.

Ich habe verschiedene Varianten ausprobiert und mir gefällt es am besten, wenn ich eine Bildüberschrift und unter dem Bild dann die Quellenangabe (in Kurzform) angebe. Die Ausführliche Quellenangabe steht dann wie gewohnt im Literaturverzeichnis. (Hoffe dass es richtig ist!?) Von den Fußnoten bin ich abgekommen, da es wirklich zu unübersichtlich ist.
Bei den Bildern handelt es sich um Abbildungen aus der Zeit des Nationalsozialismus (Werbeplakate der NSDAP etc.), um Modezeitschriften und selbst erstellte Schaubilder. Bei den Modeheften habe ich den Namen des Heftes, Erscheinungsnummer, Jahr und Titel sowie die Seitenzahl angegeben (Neue Moden, Nr.7 Juli 1936, Titelseite). Als Quellenangabe habe ich es genauso gemacht, nur eben ohne die Seitenzahl. Muß hier evtl. noch der Verlag genannt werden, oder erst im Literaturverzeichnis? Bei Büchern ist es ja nicht üblich. Wie wende ich die Quellenangabe bei den selbsterstellten Schaubilden an? Schreibe ich dann in der Qellenangabe „die Verfasserin“, oder muss ich da dann keine Angaben machen??

Grüße Tiffy
P.S.: Und vielen Dank!

Hallo Tiffy,

Ich habe verschiedene Varianten ausprobiert und mir gefällt es
am besten, wenn ich eine Bildüberschrift und unter dem Bild
dann die Quellenangabe (in Kurzform) angebe. Die Ausführliche
Quellenangabe steht dann wie gewohnt im Literaturverzeichnis.

Scheint mir sinnvoll zu sein.

(Hoffe dass es richtig ist!?) Von den Fußnoten bin ich
abgekommen, da es wirklich zu unübersichtlich ist.

Ja! Gerade weil der Sinn so einer Arbeit ja nicht nur darin besteht zu zeigen, dass du den Stoff beherrschst. Vielmehr soll auch gezeigt werden, wie gut du den Stoff vermitteln kannst. Und ungünstig wäre es, den Text etwa durc zu viele Fußnoten unleserlich zu machen.

Bei den Bildern handelt es sich um Abbildungen aus der Zeit
des Nationalsozialismus (Werbeplakate der NSDAP etc.), um
Modezeitschriften und selbst erstellte Schaubilder.

Je nach Art der Quelle würde ich unterschiedlich damit umgehen:

Bei den
Modeheften habe ich den Namen des Heftes, Erscheinungsnummer,
Jahr und Titel sowie die Seitenzahl angegeben (Neue Moden,
Nr.7 Juli 1936, Titelseite).

Ja. Wenn sich gerade bei Titelseiten oder anderen Textillustrationen noch Hinweise auf die Grafiker, die Modemacher oder Fotografen ergeben, wäre das nicht verkehrt, die noch mit aufzunehmen.

Als Quellenangabe habe ich es
genauso gemacht, nur eben ohne die Seitenzahl.

Verstehe ich nicht: Wo steht diese Quellenangabe?

Muß hier evtl.
noch der Verlag genannt werden, oder erst im
Literaturverzeichnis?

Bei Zeitungen nenne ich normlerweise nicht den Verlag. Ähnlich würde ich es auch bei Modeheften halten. llerdings kann es ja sein, dass deine Arbeit bei Publizistikkreisen auf Interesse stösst, dann wären solche Angaben vielleicht doch interessant. Hauptsache einheitlich!

Bei Plakaten würde ich schon das Archiv nennen, aus dem sie stammen, soweit nachvollziehbar. Macher und Jhr werden ja oft schwer auszumachen sein, oder?

Wie
wende ich die Quellenangabe bei den selbsterstellten
Schaubilden an? Schreibe ich dann in der Qellenangabe „die
Verfasserin“, oder muss ich da dann keine Angaben machen??

Da würde ich kene Quelle angeben, sondern im Text auf das Schaubild hinweisen; dadurch wird hoffentlich alles klar.

Viele Grüße, Bernhard

Hallo Bernhard,

Bei den Modeheften habe ich den Namen des Heftes, Erscheinungsnummer,
Jahr und Titel sowie die Seitenzahl angegeben (Neue Moden,
Nr.7 Juli 1936, Titelseite).

Als Quellenangabe habe ich es
genauso gemacht, nur eben ohne die Seitenzahl.

Verstehe ich nicht: Wo steht diese Quellenangabe?

Die Quellenangabe steht unter dem Bild. Bsp.:

Abbildung 1: Neue Moden,Nr.7 Juli 1936, Titelseite

-BILD-

Quelle: Neue Moden,Nr.7 Juli 1936 (OHNE :Titelseite)-> das habe ich gemeint mit: ohne Seitenzahl!

Bei Plakaten würde ich schon das Archiv nennen, aus dem sie
stammen, soweit nachvollziehbar.

Ich habe bei den Plakaten, Bildern die aus Büchern stammen nicht das Bildarchiv genannt, da ich mich nur indirekt darauf beziehe. Direkt beziehe ich mich ja nur auf das Buch und wer darin nachschlägt erhält automatisch das Bildarchiv. Ich denke es entsteht sonst ein falscher Eindruck wenn ich das Bildarchiv nenne, dann denkt jeder ich bin dort gewesen um die Bilder einzulesen etc. das ist doch Vortäuschung von falschen Tatsachen, oder?

Macher und Jhr werden ja oft schwer auszumachen sein, oder?

Da müsste ich beim Bildarchiv nachfragen und das ist außerdem für meine Arbeit nicht wirklich wichtig. Ich möchte lediglich einen kurzen Einblick in die Geschichte ermöglichen, auf dem dann die Kollektionsentwicklung basiert.

Vielen lieben Dank!
Tiffy

Hallo Geli, Gerhard und Bernhard!

Ich möchte mich recht herzlich bei Euch bedanken! Eure Tipps waren überaus hilfreich und haben sofort Anwendung gefunden.

Liebe Grüße Tiffy

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