Hallo,
entsprechend meiner Anfrage von weiter unten (zum poln. Zulassungsverfahren) habe ich einige polnische Studenten und Hochschulen direkt angeschrieben und dankenswerter Weise auch einige Antworten erhalten. Allerdings per e-mail.
Nun ist mein Prof. nicht ganz so formalistisch geprägt (wie in der vorherigen Anfrage), dennoch möchte ich in meiner Hausarbeit wenigstens einigermaßen korrekt die wissenschaftliche Zitierweise anwenden.
Das meiste habe ich aus dem Internet, und einiges, wie gesagt, von direkten Anfragen (Antworten per mail). Sind diese denn zietierfähig? Wie? Wie kann ich die mails nachweisen (sofern ich das überhaupt muss)? In den Anhang?
Und überhaupt - passen „e-mails“ und „wissenschaftliches Arbeiten“ überhaupt zusammen (naja, hab ja keine andere Wahl, aber die Frage bleibt trotzdem)? (Als Fragebogen werde ich meine e-mail-Anfrage wohl kaum verkaufen können.)
Email-Quellenangaben hatte ich bislang noch nicht. Aber ich habe eigene Interviews geführt, die dann aufgezeichnet und transkribiert wurden. Letztlich ist die Sachlage da ja auch ähnlich: Ich habe Informationen bekommen, die man in keinem Buch nachschlagen kann, auf die sich aber trotzdem meine Arbeit stützt.
Ich habe das dann (nach Rücksprache mit den jeweiligen Profs) so geregelt: Interviews transkribieren und komplett als Anhang in die jeweilige Arbeit einfügen, mit Zeilenangaben versehen und im eigentlich Text die entsprechenden Zeilen zitieren.
Meiner Ansicht nach müsste das auch mit Emails gehen.
Das meiste habe ich aus dem Internet, und einiges, wie gesagt,
von direkten Anfragen (Antworten per mail). Sind diese denn
zietierfähig? Wie? Wie kann ich die mails nachweisen (sofern
ich das überhaupt muss)? In den Anhang?
das solltest Du auf jeden Fall mit dem Lehrstuhl absprechen, insbesondere ob das überhaupt toleriert wird und ob ein Ausdruck der Mail in den Anhang muß (wäre ich eher nicht für). Grundsätzlich würde ich als Quellenangabe so etwas verwenden: Ausführungen, Stellungnahme o.ä. von Herrn …, Email v. [Datum].
Letztlich ist eine E-Mail ja ein Brief, der sich in deinem Privatbesitz befindet. Deshalb würde ich sie für eine wissenschaftliche Arbeit wie eine Archivalie behandeln, also wie ein historisches Dokument, das nicht veröffentlicht ist (und ggf. auch nicht öffentlich zugänglich in einem Privatarchiv liegt). Also Wer an Wen, Betreff, Datum und der Zusatz „in Privatbesitz Veronika“ / „liegt dem Verfasser vor“.
Ob du die E-Mail im Anhang deiner Arbeit veröffentlichen willst, liegt bei dir und vor allem auch bei demjenigen, der den Brief geschrieben hat (und sich dagegen verwahren kann, dass seine Briefe veröffentlicht werden).
E-Mails sind also für wissenschaftliche Arbeiten viel einfacher zu handhaben als Internetquellen, über deren Zitierfähigkeit entscheidet im Zweifelsfall der Prof.
Danke euch allen
Hallo,
ich danke euch allen für die hilfreichen Antworten,
ich denke ich habe daraus „meinen Weg finden“ können.
Zum Absprechen mit dem Prof. bleibt leider keine Zeit mehr.
Ich versuch’s einfach.
Danke nochmal und viele Grüße, Veronika