Quellenangaben und Fußnoten (Nummerierung)

Hi,

ich schreibe gerade meine Diplomarbeit und bin von den verschiedenen Formen der Schreibweise von Fußnoten total verwirrt.

  1. Werden Fußnoten seitenweise, kapitelweise oder durch die ganze Arbeit durchgängig nummeriert? Im Buch zu wissenschaftlichen Arbeiten von Theisen, steht seitenweise. In manchen Internetquellen steht kapitelweise. In manchen Diplomarbeiten von Freunden sind vom Anfang bis Ende die Fußnoten durchnummeriert.

  2. Reicht es aus in der Fußnote zu schreiben: Vgl.: Mustermann, M., 2004, S.14.

  3. Bei direktem Zitat. Fußnote: Mustermann, M., 2004, S.14.

  4. Bei Internetquelle. Fußnote: Vgl.: http://www.google.de/, (11.06.2007)

  5. Bei Zeitschriften. Fußnote: Vgl.: Mustermann, M., Der Artikel in: Die Zeitschrift, Nr.04/04, 2004

  6. Theisen gibt jeder Fußnote (bei Vergleich oder Zitat) ein eigenen Stichwort, das er später im Literaturverzeichnis wieder verwendet. Allerdings finde ich das schlecht, wenn man aus einer Quellen oft zitiert.

FRAGEN: Was ist in Fall 1 richtig? Sind Fall 2-5 richtig? Ist Fall 6 zu empfehlen?

Hallo!
Da wünsche ich dir erstmal viel Glück bei deiner Diplomarbeit…kann dir paar Fragen beantworten, wie es MEIN Prof haben möchte.

  1. Werden Fußnoten seitenweise, kapitelweise oder durch die
    ganze Arbeit durchgängig nummeriert? Im Buch zu
    wissenschaftlichen Arbeiten von Theisen, steht seitenweise. In
    manchen Internetquellen steht kapitelweise. In manchen
    Diplomarbeiten von Freunden sind vom Anfang bis Ende die
    Fußnoten durchnummeriert.

Die Fußnotennummerierung sollte über die ganze Arbeit durchgezogen werden, des weiteren sollten die Fußnoten direkt am Ende der Seite stehen und nicht erst am Ende der Arbeit (die Variante gab es früher mal)

  1. Reicht es aus in der Fußnote zu schreiben: Vgl.:
    Mustermann, M., 2004, S.14.

Hier fehlt der Name des Buches. Der Autor kann ja mehrere Bücher haben welche du verwendest und der Prof hat keine Lust in jedes einzelne Buch zu schauen bis er den von dir gemeinten Abschnitt gefunden hat.

  1. Bei direktem Zitat. Fußnote: Mustermann, M., 2004, S.14.

Ebenfalls Titelangabe

  1. Bei Internetquelle. Fußnote: Vgl.: http://www.google.de/,
    (11.06.2007)

Bei uns wollten sie es so, dass wir die komplette Adresse (www.xyz.de/asdf.asf.html) und den Termin an welchem diese abgerufen wurde in die Fußnoten setzen, damit sie diesen Link direkt aufrufen können und nicht erst hinten im Literaturverzeichnis suchen müssen.

  1. Bei Zeitschriften. Fußnote: Vgl.: Mustermann, M., Der
    Artikel in: Die Zeitschrift, Nr.04/04, 2004

So habe ich das auch gemacht

  1. Theisen gibt jeder Fußnote (bei Vergleich oder Zitat) ein
    eigenen Stichwort, das er später im Literaturverzeichnis
    wieder verwendet. Allerdings finde ich das schlecht, wenn man
    aus einer Quellen oft zitiert.

Finde ich ehrlich gesagt zu umständlich. Vor allem wenn man eine Begrenzung der Seitenanzahl hat, da dies doch sehr viel Platz wegnehmen würde.

Empfohlen wird in der Diplomarbeit auch, dass die verschiedenen Quellen (Literatur, Zeitschriften, Internet) voneinander getrennt ins Literaturverzeichnis alphabetisiert werden (ist bei uns zumindest erwünscht)

Das Problem ist ja eigentlich, dass jeder Prof es anders haben möchte. Am besten gehst du zu ihm (oder schreibst ne email) und fragst direkt nach, wie er es denn gerne hätte. Gerade das mit den Internetquellen ist sehr unterschiedlich.

Kennst du vielleicht jemand der bei diesem Prof schon geschrieben hat? Kannst ja wenn es dem Prof gefallen hat einfach diese Vorgehensweise übernehmen, wenn nicht, dann weißt du was du nicht machen darfst.

Viel Spaß beim Schreiben
Manuela

  1. Reicht es aus in der Fußnote zu schreiben: Vgl.:
    Mustermann, M., 2004, S.14.

Hier fehlt der Name des Buches. Der Autor kann ja mehrere
Bücher haben welche du verwendest und der Prof hat keine Lust
in jedes einzelne Buch zu schauen bis er den von dir gemeinten
Abschnitt gefunden hat.

Das ist die Frage, muss ich in der Fußnote jedesmal den gesamten Titel des Buches aufführen?

a) Fußnote: Vgl.: Mustermann, M.: Buchtitel, 2004, S.14.
b) Fußnote: Vgl.: Mustermann, M.: Buchtitel, 2004, Ort: Verlag, S.14.
b) Fußnote: Vgl.: Mustermann, M.(2004): Buch, S.14.

Was ist richtig?

Theisen macht das so (finde ich aber auch umständlich):

Fußnote: Vgl.: Mustermann, M.[Stichwort]: Buchtitel, 2004, S.14.
Literaturverzeichnis: Mustermann, M.[Stichwort(e)]: Buchtitel, Ort: Verlag, 2004

Das ist die Frage, muss ich in der Fußnote jedesmal den
gesamten Titel des Buches aufführen?

Hi!

Also bei meinen Profs ist es so üblich (wir bekommen extra Boschüren für solche Arbeiten), dass der Buchtitel beim ersten Mal ganz angegeben wird (Autor, Titel, Untertitel, Band, Verlag, Auflage, Ort, Veröffentlichungsdatum, ggf. Kapitel und die Seitenzahl).
Beim nächsten mal wird es dann nur ein: Autor, Titel, Datum, Seitenzahl oder auch Autor, Titel, a.a.O. (am angegebenen Ort).
Wird zweimal hintereinander aus der gleichen Quelle zitiert (auf der selben Seite) wird „s.o.“ (siehe oben) benutzt.

lg
Kate

Vielen Dank! So werde ichs nun auch machen.

Und wenn ich dann zweimal aus der gleichen Seite einer Quelle zitieren, dann benutze ich „ebd.“

Beim nächsten mal wird es dann nur ein: Autor, Titel, Datum,
Seitenzahl oder auch Autor, Titel, a.a.O. (am angegebenen
Ort).

Muss ich da den Titel überhaupt noch aufführen oder reicht: Vgl. Grimm, S. a.a.O., S.15

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Muss ich da den Titel überhaupt noch aufführen oder reicht:
Vgl. Grimm, S. a.a.O., S.15

Der Titel muss schon noch mit, sonst ist wieder das Problem, das der Prof nicht weiß aus WELCHEM Buch dieses Verfassers, außerdem kann man ja auch aus mehreren Büchern eines Autoren zitieren…
Du kannst Titel aber kürzen.
Ich hatte in einer Arbeit z.B. „Durant, Will und Ariel (Hrsg.), Der Aufstieg Roms und das Imperium (Kulturgeschichte der Menschheit, Band 4), C.A. Koch Verlag, Berlin 1977“
abgekürzt war es dann „Durant, Will und Ariel (Hrsg.), Der Aufstieg Roms, a.a.O. S.453“ und ähnliches.

lg
Kate

Hi,
zu den Fußnoten ist ja reichlich gesagt worden, aber kurz noch was zu Intenetquellen: speicher dir die Seite ab, die du verwendet hat. Einige Prof´s verlangen die sogar als Anlage zur Arbeit (Ausdruck oder Datenspeicher) da das Internet immer schnell lebiger wird und einige Seiten schon nach kurzer Zeit weg oder verändert sind (z.B. Seiten von aktuellen Tageszeitungen). Mit dem speichern bist du auf der sicheren Seite.
LG Backs

Hallo!

Und wenn ich dann zweimal aus der gleichen Seite einer Quelle
zitieren, dann benutze ich „ebd.“

Ebda oder ebd. kenne und nutze ich auch.

Beim nächsten mal wird es dann nur ein: Autor, Titel, Datum,
Seitenzahl oder auch Autor, Titel, a.a.O. (am angegebenen
Ort).

Muss ich da den Titel überhaupt noch aufführen oder reicht:
Vgl. Grimm, S. a.a.O., S.15

Ich kopiere mal zur Veranschaulichung ein Beispiel aus einer Arbeit von mir hier hinein:

  1. Hammel-Kiesow, Rolf: Die Hanse. München ²2002, S. 44.
  2. Vgl. Weczerka, Hugo: Verkehrsnetz und Handelsgüter der Hanse; in: Hanse in Europa. Brücke zwischen den Märkten. 12.-17. Jahrhundert, Köln 1973, S. 42.
  3. Vgl. Hammel-Kiesow 2002, S. 38.
  4. Vgl. Weczerka 1973, S. 43.
  5. Vgl. ebd.

Beim ersten Mal wird also der Titel vollständig in die Fußnote übernommen. Bei der Wiederholung kürze ich es dann ab auf: (Vgl.) Autor Jahr, Seite. Das geht aber nur, weil ich die Autoren mit jeweils nur einem Werk (aus einem Jahr) zitiere.

Gäbe es zum Beispiel
Hammel-Kiesow, Rolf: Die Hanse. München ²2002. und
Hammel-Kiesow, Rolf: Lübeck im Spätmittelalter. Hamburg 2002.,

würde dies im Lit.-verz. werden zu
Hammel-Kiesow, Rolf: Die Hanse. München ²2002[a]. und
Hammel-Kiesow, Rolf: Lübeck im Spätmittelalter. Hamburg 2002[b].

und entsprechend in den Fußnoten zu
Hammel-Kiesow 2002[a], S. x und Hammel-Kiesow 2002[b], S. y.

Oder aber Du nennst statt des Jahres den Kurztitel (wie von Kate vorgeschlagen), das sähe in den Fußnoten dann allg. wie folgt aus:
Autor, Kurztitel (d.i. i.d.R. erstes Substantiv des Titel, evtl. mit vorstehendem Adjektiv), Seite.

und im Beispiel: (Vgl.) Hammel-Kiesow, Hanse, S. 43.

Meine Dozenten pflegten allerdings in der Regel zu sagen: „Egal, wie Sie es [die Fußnoten] machen, machen Sie es konsequent.“

In diesem Sinne …
sannah

1 „Gefällt mir“

Das ist die Frage, muss ich in der Fußnote jedesmal den
gesamten Titel des Buches aufführen?

Hallo,

vielleicht als Ergänzung…ich habe einen Wisch, in dem es heißt, wenn es mit Autor und Jahreszahl eindeutig ist, welches Buch des Autors du verwendest, dann reicht das auch ohne Titel.
Klingt, finde ich, plausibel…

Grüße
Sonja