Quengelware

Wer mit der Brut im Einkaufswagen endlich den Suessigkeiten-gespickten Kassenbereich hinter sich hat, dem steht die naechste Herausforderung bevor:
Die abgrundhaesslichen Wackelfahrzeige und -tiere, die sich in Bewegung setzen, sobald man eine Mark in das Kaesschen fuer beduerftige Supermarkt-Leiter und notleidende Automatenaufsteller geworfen hat.
Wie verhaltet ihr Euch dabei ? Noch zieht bei unseren die Floskel,‚Ist glaub kaputt, geht heut nicht‘. Aber lange nicht mehr.
Laut Tip von www.hausfrauenseite.de kann man auch Unterlegscheiben in den Schlitz schmeissen, um dem Ding das Garaus zu machen. Wer hat damit Erfahrung ?

Hans
(siehe auch Doppelposting in ->Mechanik bzgl. verwendete U-Scheiben, udn Doppelposting in ->Recht wg. Strafverfolgung)

Warum gönnst du deinem Kind denn nicht das Vergnügen? Man kommt ja normalerweise nicht jeden Tag an so einem Ding vorbei, und wenn wir mal an einem Tag an zwei oder mehreren vorbeikamen, hieß es bei uns immer: einmal am Tag reicht! Das hat mein Sohn auch akzeptiert.

Ciao
Magenta

Hallo, Hans,
Reicht ein schlichtes - und konsequent durchgehaltenes „Nein“ nicht mehr?
Ich hatte damit kein Problem, diese Dinger meinem Sohn madig zu machen. Dafür durfte er aber dann kostenlos im Bus auf meinem Knie „Hoppereiter“ machen. War eh viel lustiger.
Und von wegen Unterlegscheiben - Betrug ist strafbar, auch wenn’s nur um eine Mark geht!
Gruß
Eckard.

Also komm, Hans,

so wie Du daherkommst, da muß ich schon sagen: da fehlt es weit.

Erstens kauft man keine Süßigkeiten zusammen mit den Kinder beim normalen Einkaufen. Süßigkeiten sind gut als gelegentliches Vergnügen, aber nicht regelmäßig und nicht als Belohnung oder Trost.

Zweitens deutet es auf ein Problem hin, wenn einer das Liebste überhaupt als "die Brut im Einkaufswagen " bezeichnet.

Wer mit der Brut im Einkaufswagen endlich den

Drittens sagt man kleinen Kindern, daß man erst an der Kasse Geld holen muß, um da mal einen Ritt zu ermöglichen, der, wenn man mit Bezahlen fertig ist, oft auch in Vergessenheit gerät.

Viertens wirkt Sekundenkleber frappant auf Zylinderschlösser, aber das weiß ja auch ein jeder.

Gruß

Wolfgang Berger

Hallo Hans,

von irgendwelchen Unterlegscheiben, Sekundenklebern oder sonstigen Gerätschaften rate ich dringenst ab - und zwar aus zweierlei Gründen -

  1. Du machst dich strafbar, ganz klar - das nennt man dann mutwillige Zerstörung.
    Und 2. - und das finde ich persönlich viel wichtiger -
    es ist ein Teil der erziehung.
    Du kannst doch nicht jedesmal, wenn deine Kids irgendetwas haben wollen, sämtliche Dinge beschädigen.
    Nein, scheinbar mußt du einfach nur lernen, nein zu sagen, und das konsequent und ohne schlechtes Gefühl.
    Deine Kids wollen doch ihre Grenzen gesteckt bekommen…willst du ihnen einen wichtigen Lernprozeß aus eigener Bequemheit untersagen ?

Sowohl meinen eigenen Kids als auch meinem Wochenensohn habe ich immer wieder erklärt, wieviel eine Mark ist und wie verhältnismäßig kurz der Spaß an diesen Geräten ist.
Manchmal habe ich sie fahren lassen, manchmal mußten sie ein schlichtes Nein eben akzeptieren.

Je nachdem, was sie vorher schon bekommen haben, wieviel Zeit wir hatten, wie wir alle gelaunt waren etc.

Einer meiner Söhne hat dieses Nein so gut wie nie akzeptiert - er hat überhaupt nur selten ein Nein kommentarlos hingenommen. Das war eine verdammt anstrengende Phase - für mich, aber vor allem auch für ihn.
Nur wußte ich, dass wir ein Problem bekommen, würde ich ihm alles durchgehen lassen, was ich persönlich so unnötig wie nur irgendwas finde.

Und gerade diese Automaten hatten es Deniz angetan.
Er hat diese Dinger schon auf Kilometer Entfernung erspäht und dann war nichts mehr zu machen.
Ich habe ihn dann irgendwann einfach stehengelassen - Ausreden wie kaputt oder kein Kleingeld, finde ich persönlich nicht so prall.
Die Kids sind ja nicht blöde und wundern sich dann, das es bei dem anderen Kind dann doch funktioniert oder sehen, wie du die Mark aus dem Einkaufswagen holst.

Deniz hat dann da gestanden und ein tierisches Theater gemacht - und ich bin weitergegangen, langsam und ihn immer im Auge, aber ich habe mich entfernt, und das konnte er nicht gut ab.
Er hat sich dann auch auf den Boden geworfen und ich hätte beinah zuviel gekriegt ob der Vorstellung, in was sich mein Sohn da gerade suhlt.

Erst, wenn er mich nicht mehr sehen konnte, stand er auf und suchte mich.
Ich hatte ihn natürlich die ganze Zeit im Auge und kam dann auf ihn zu.
Irgendwann war mir dieses Theater zu blöde und ich sagte ihm „Weißt du, wenn du dich so benimmst, dann habe ich absolut keine Lust mehr, noch irgendetwas für dich zu tun geschweige denn etwas zu kaufen - komm, wir fahren wieder nach Hause!“

Das erschreckte ihn dann doch etwas und er überlegte kurz.

Seitdem bekam er diese Anfälle nur noch äußerst selten und brachte sogar seinem kleinen Bruder bei „Wenn du so schreist, macht Mami gar nichts mehr für dich und wir fahren nach Hause!“

Ich mußte immer schmunzeln, wenn er seinem kleinen Bruder ganz ernsthaft erklärte, was dieser besser nicht tun sollte…so hatte ich meine Wirkung offenbar nicht verfehlt.

Ich finde es grundsätzlich besser, den Kids ein Nein zu erklären als ihnen einen vom Pferd zu erzählen.
Klar kann man das nicht immer und das muß man auch gar nicht.
Wenn wir den Kleinen etwas sehr deutlich klar machen, das aber in aller Ruhe, sollte es eigentlich für eine gewisse Zeit vorhalten.

Aber ich halte es für sich wichtig, den Kids diesen Lernprozess nicht zu verbauen.
Im Moment erscheint das sehr anstrengend und Nervenaufreibend - aber für die Zukunft macht man es sich und den Kids einfach leichter.

In diesem Sinne,
liebe Grüße,
Vanessa

Hi Hans!
Bei uns hat da konsequentes Verhalten bei der Mutter gewirkt. Wenn meine Söhne (inzwischen 4 und 10) mit mir alleine unterwegs sind/waren, so blieb Mama stur: ist zu teuer, gibt es nicht. Drauf setzen okay, anmachen keine Chance. Gleiches betreibe ich übrigens auf dem Rummelplatz. Ich kaufe einen (!) Chip und danach ist Ende. Beide Jungen haben ein paar Mal den Aufstand geprobt - und nichts damit erreicht. Danach hatte ich Ruhe. Beide haben übrigens meiner Einschätzung nach ebenso viel Spaß daran, mit dem Ding zu spielen, ohne das es wackelt.

Ausnahme 1 ist übrigens bei uns Wal Mart. Da stehen zwei solcher Fahrzeuge, die ohne Geldeinwurf immer funktionieren (Kundenservice steht dick drauf). Da zieht mein Argument natürlich nicht.

Ausnahme 2 ist, wenn sonst jemand mitgeht. Weil deren Nerven (z.B. die von Papa) nicht stark genug sind? Aber dann stecke nicht ich das Geld rein, sondern der Betreffende, so dass die Kinder immer noch wissen, bei Mama - no chance. Mein Mann ist übrigens inzwischen kuriert - seitdem versuchen sie es bei ihm auch nicht mehr.

MfG
Susanne Mensah

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