Hallo,
bin als Elektro-Ing.(FH) in der Industrie tätig.
Durch meine Tätigkeit als Nachhilfelehrer bin ich auf den Gedanken gekommen dieses Hobby zu meinem Beruf zu machen.
Seit einigen Jahren gibt es in einigen Bundesländern Initiativen dem Lehrerdefizit entgegen zu steuern .
gibt es hier im Forum Leute die diesen Weg schon gegangen sind oder kennen welche aus ihrem Kreise.
Kann man in Niedersachsen mit einem FH-Abschluss Realschullehrer werden?
Nur mal so als Frage, hast du schon mal über die Berufsschule nachgedacht? Wenn du schon fertiger Elektro-Ing bist, kommst du zwar auch in die Quereinsteigerprogramme für die Realschule rein (die suchen quasi nach dir, zumindest soweit ich das aus meinem Studium beurteilen kann), allerdings ist die Abbrecherquote doch seeehr hoch, was wie in dem anderen Artikel mehrfach gesagt wurde, besonders daran liegen wird, dass viele der Quereinsteiger mit den Schülern überfordert sind. Der Stoff ist zwar von deiner Position aus ein Witz, du musst ihn aber ca. 30 Pubertierenden vermitteln, und in der Realschule hast du nur mit ihnen zu tun (anders als in Grundschule, Gym. und Berufsschule). Das ist eine Herausforderung, die man nicht mit Nachhilfe in Kleinstgruppen vergleichen kann.
Die Berufsschullehrerlaufbahn habe ich zwar auch nur über Mitstudenten und deren Praktika- und Ref.erfahrungen kennengelernt, alledings glaube ich schon, dass man sagen kann, dass diese für einen fertigen Ing. leichter sein könnte. Du hast es da mit „erwachseneren“ Schülern zu tun die in den meisten Fällen ein Ziel vor Augen haben, was man von Hauptschülern beispielsweise nicht generell sagen kann.
Versteh mich bitte nicht falsch, ich möchte hier nicht behaupten, dass Berufsschullehrer ein einfacher Job wäre, allerdings unterschätzen viele die Herausforderungen besonders des Realschullehrerberufs. Es kann natürlich auch sein, dass dir grade diese Arbeit besonders liegt, so kenne ich auch erfolgreiche Quereinsteiger die nun bereits seit einigen Jahren eine gute Arbeit machen. Häufig ist das jedoch nicht. Viele überlegen es sich noch während des Refs. anders.
Von Mitstudenten habe ich gehört, dass sie vor ihrem Studienbeginn ein freiwilliges Praktikum in einer Schule gemacht haben, um einfach mal den Tag eines Lehrers und die damit verbundenen Herausforderungen kennenzulernen. Die Idee finde ich eigentlich recht gut, so weiß man wenigstens was auf einen zukommt. Wenn du das machen solltest, dann such dir aber nicht die nette Gesamtschule auf dem Land in der man dir die knuffigen Fünftklässler zeigen soll, sondern schau dir mal an wie Unterricht dort gemacht wird, wo es etwas „schwieriger“ ist. Dort wirst du zwar nicht unbedingt Chaos vorfinden, allerdings funktionieren diese Schulen meist nur, wenn die Lehrer einen guten Job jenseits des Fachbuchs erledigen und dies ist die eigentliche (meist unterschätzte) Herausforderung. Sowas müsste eigentlich auch an Berufsschulen möglich sein. Ausprobiert habe ich es jedoch noch nicht.
Viel Erfolg, wie deine Entscheidung auch ausfallen mag
Andi
Warum funktioniert der Link nicht?
das war im Brett „Unterricht & Erziehung“ vor ein paar Tagen das selbe.
Geh auf diese Seite, und klicke da "Niedersachsen an: http://www.bildungsserver.de/zeigen.html?seite=1573