Hallo liebe Autofreunde!
Wer kennt sich aus?
Ich muß bei meinem Suzuki Swift die Achsmanschetten auswechseln.Defekt.
Oder genauer gesagt, das sind Faltenbälge um die Kardanwelle des Achsantriebes jeweils außen.
Bekannten gefragt, der sagt, Querlenker lösen.
Ich fand eine Stange mit Kugelkopf am Ende. Mutter mit Sicherungssplint gelöst, und das wars dann.
Der Kugelkopf scheint eine sehr enge Passung am Bolzen zu haben. Der Bolzen des Kugelkopfes läßt sich nicht aus der Radbefestigung lösen.
Ist dieser Bolzen etwa ein Gewinde? Benutzt die Suzuki Werkstatt ein Spezialwerkzeug?
Ich habe jetzt erstmal alles wieder zusammengebaut, um erst einmal Infos zu bekommen.
Eine Art Werkstatthandbuch finde ich im Internet leider nicht.
Vielen Dank für Hilfe im Vorraus.
Matthias
Hallo!
Da hast Du Dir ja nicht gerade die einfachste Arbeit ausgesucht.
Die von Dir beschriebenen Gelenke habe einen konischen Sitz,
und sitzen oft gewaltig fest.
Dafür brauchst Du einen Abzieher, Profi-Werkzeuge gehen da so bei 80 € los.
Und selbst die fliegen mal auseinander…
Man könnte da zwar auch im Notfall die russische Feldschmiedemethode mit Hammer und Brechstange anwenden,
aber das wird nicht Dein einziges Problem sein. man braucht da auch noch einiges anderes an Spezialwerkzeug.
Ich hab es beim Suzuki lange nicht gemacht,
aber das ist manchmal wirklich sehr kniffelig. Bei einem KIA habe ich da schon mal die halbe Vorderachse ausgebaut, weil die Gelenkwellen sich nicht zerlegen lassen, und unlösbar fest in der Radnabe eingeklebt sind.
Überlege doch nochmal, ob eine Werkstatt nicht vielleicht doch die bessere Wahl ist.
Wenn Du es trotzdem unbedingt selbst machen willst,
werde ich versuchen, Dich zu unterstützen.
Grüße, Steffen!
Moin,
wie Steffen schon geschrieben hat brauchst Du für diese Arbeiten einen „Frosch“. Ich habe sowas, aber der passt auch nicht bei jedem Fahrzeug.
Wie Steffen auch schon beschrieben hat sitzen die konischen Bolzen teilweise auch wie festgeschweisst. Das kann zumindest ohne das richtige Werkzeug (manchmal sogar mit dem richtigen Werkzeug)und know-how in echte Arbeit ausarten.
Ohne dieses Werkzeug kann man einiges kaputtmachen. Es reicht schon wenn Du den kleinen Gummibalg Unterhalb des Achsschenkels dabei zerstörst. Dann darfst Du über kurz oder lang auch den Gelenkbolzen austauschen.
Eine Antriebswellenmanschette Radseitig zu tauschen dürfte für eine Fachwerkstatt kein Problem sein.
Hast Du schon einen Preis für die Reparatur eingeholt?
Gruss Jakob
hallo,
erstmal danke euch beiden.
Ich habe schon mal die beiden Achsmanschetten von der Werkstatt erneuern lassen. Ich hab nur in Erinnerung, das mir die Reparatur sehr teuer erschien, und die Ersatzteile nur einen geringen Anteil ausmachten.
Mein erster Versuch war so:
Schraube lösen und umgekehrt und überstehend wieder aufschrauben, so das man mit Hammerschlägen nichts am Gewinde beschädigt.
Zuerst mit Holz dazwischen, aber das war eher lächerlich, denn selbst einzelne heftige direkte Schläge mit dem Hammer bewirkten nachher nichts.
Das mit dem Abzieher hört sich irgendwie brauchbar an, ich müßte nur erst mal sehen, wo ich den ansetzen kann und müßte mir den irgendwie besorgen. Könnte mir auch selbst was machen.
Das Gummi geht leicht kapputt.
mfG
Matthias
Hallo
Ich habe ein Werkstatthandbuch bekommen, jetzt müßte es gehen. Der Querlenker wird nicht gelöst.
Stattdessen kann man einen „Stabilisator“ lösen (geht unter her) und dann ohne viel Kraft die ganze Achse lösen.
Getriebeöl muß aufgefangen werden und anscheinend kann man dann relativ einfach beide Manschetten auswechseln.
MfG
Hallo!
Ja, das ist auf diese Weise auch denkbar.
Als erstes die grosse Mutter in der Radnabe lösen!
Und dann den Querlenker vom Fahrzeug abschrauben.
Du musst halt irgendwie das ganze Federbein dazu bringen, dass Du es so 15 cm nach aussen ziehen kannst,
um die Antriebswelle herauszubekommen.
Grüße, Steffen!
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Hallo
Ja, nur 15 cm brauchen es nicht zu sein.
Ca 100 mm reichen.
Die linke Achse ist schon fertig, muß ich nur noch einbauen.
Hatte leichten Ärger mit Nadeln verlieren und wieder einsammeln.
Um jeweils den großen Klemmring zu spannen, nahm ich eine normale Schlauchschelle und einen Schraubenzieher als Distanzhilfe dazu.
Nachdem ich feststellte, das nicht nur der äußere Faltenbalg aufgerissen war, sondern beide porös, entschloß ich mich, beide Faltenbälge auszutauschen.
Morgen früh bau ich wieder ein, fülle Getriebeöl nach und eventuell noch die andere Seite, aber da stand was von hydraulicher Presse.
MfG
Matthias