Was verdammt mach ich falsch?
Trotzdem erstmal ein freundl. Hallo an Euch,
meine Kinder machen mich fertig. Ich halte es nicht mehr aus:
Er (21) lässt sich zeitweise völlig gehen, ständig schlecht drauf, schimpfe ich dann, ist sie (11) richtig zufrieden und macht völlig unaufgefordert ihr Sachen (Hausaufgaben und all sowas). Hab ich Grund, sie zu kritisieren, ist er sofort da, sie zusätzlich zu verhöhnen.
Ich liebe meine Kinder, aber dieser ständige Konkurrenzkampf
zerreisst mich.
Welche Möglichkeiten gibt es, dies abzustellen, manchmal denk ich schon, ich müsste weg, dann würden sie sich vielleicht
zusammentun?
na, du machst mir Hoffnung ))
Dieses Hickhack ist bei mir tägliches Einerlei, und ich hoffte schon in 10 Jahren auf Besserung - is´wohl nich´.
Meine Kinder sind „zwei Weibchen“ und 8 und 10 Jahre alt.
Aus schlechten Erfahrungen heraus habe ich mir angewöhnt mich generell aus ihren Zweikämpfen herauszuhalten. Außer es fließt Blut, dann gehe ich dazwischen - naja, ich verhindere Handgreiflichkeiten bevor es eskaliert. Und je strenger, strickter und unerbittlicher ich generell mit meinen Mädchen bin, desto besser lassen sie sich von mir lenken, der Tag verläuft anstrengend aber reibungslos, mit der Kehrseite, dass ich die Böse bin. Bin ich großzügig und nachgiebig, kann ich meine Hand mit dem kleinen Finger nicht so schnell zurückziehen, wie danach gegriffen wird, weil Grenzenlosigkeit ausgenutzt sein will, ohne Rücksicht auf Verluste.
Mit 21Jährigen kenne ich mich gar nicht aus. Aber auch da denke ich, bleibt dir nur das Zähne zeigen indem du auf die Regeleinhaltungen bestehst, die für Euer Zusammensein wichtig sind. Und gleichzeitig würde ich mir von der Tochter jegliche Reaktion oder Kommentar verbitten, mit Androhung von Sanktion (Bücherregal ausräumen, auswischen und Bücher sortieren ist bei uns besonders unbeliebt! )) Das gilt natürlich auch umgekehrt (Du leihst dein Auto nicht her, oder was auch immer).
Es geht darum, dass du dir dein Ansehen und deine Autorität bewahrst. Deine Strenge gegen den einen soll nicht durch das Gefoppe des anderen umbewertet werden „siehst, Mama findet dich auch blöd!“.
Meine Kinder sind im Gegensatz zu den deinen noch klein. Aber dennoch ihnen teile ich ihnen mittlerweile schon einmal mit, wenn ein Tag für mich mit ihnen besonders anstrengend war. Ich habe keine Lust auf die Rolle eines bösen Wolfes reduziert zu werden, eine keifende Xanthippe mit dem Nudelholz in der Hand und tiefen Kerben um den Mund.
Ich laviere mich durch. Mal flutsch es, und manchmal habe ich auch solche Depri-Tage, wo ich in Gedanken Adoptionspapiere ausfülle.
die Osterferien fangen am Montag an, da wird mein Schoki-Konsum wieder ansteigen )))
klar ich tu es ja, mittlerweile seit vielen Jahren. Zwischen die
beiden misch ich mich auch nicht ein, ABER jetzt stellen sie mich dazwischen.
Rein theoretisch weiss ich das alles, aber praktisch machts mich langsam alle.
Dazu kommt noch der doch enorme Altersunterschied. Immer zwischen fast Erwachsen- und Kindsein tendieren. Ich hab sie heute beide rangenommen, hingesetzt und hinterfragt, was eigentlich los ist. Nichts!
Tja, nun einen Lichtblick hab ich, Ostern ist unser aller Schatz da, ich kann mich entspannen…
Ich danke Dir für Dein herzerfrischendes und tröstliches Posting mit
hallo!
ich fürchte,da mußt du einfach durch.ich habe5,von 8-16.manchmal klappt es gut,manchmal können sie sich garnicht leiden.
aber ich dulde nicht,daß die anderen ihren senf dazugeben wenn ich mal einen anmeckere.
wenn es mal wieder ganz schlimm ist,darf jeder in sein zimmer.
ansonsten laß ich sie ihre streitereien unter sich ausmachen.handgreiflich werden sie -toitoitoi-nicht.
wenn es nicht ausartet,hilft es manchmal einfach nicht zu reagieren.
ansonsten;s.anfang.
ich wünsche dir kraft
gruß
andrea
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Dann sollte ich einfach ruhig sein…
Jetzt schäm ich mich fast, grade gabs wieder ne Diskussion, wer
welchen Schlüssel hat…grrrr, ich hab sozusagen nicht hingehört, aber hören mußte ich es dennoch.
was ist schon falsch oder richtig ?
Es ist nur eine Nuance in der Wortwahl, aber vielleicht entscheidend im Denken. Die Frage sollte sein : Was kann ich tun, wie kann ich etwas verändern ? Oder ?
Das Konkurrenzverhalten der Kinder ist auch Mentalitätssache. Alle drei Persönlichkeiten spielen eine große Rolle und zwar gleichzeitig. Empfindliches Geflecht.
Wie reagieren sie denn, wenn du den jeweils anderen lobst ? Wo sind denn ihre Stärken ? Bei „gesunder“ Konkurrenz geht es doch um’s Bessersein und nicht um’s Wenigerschlechtsein.
was ist schon falsch oder richtig ?
Es ist nur eine Nuance in der Wortwahl, aber vielleicht
entscheidend im Denken. Die Frage sollte sein : Was kann ich
tun, wie kann ich etwas verändern ? Oder ?
stimmt schon.
Das Konkurrenzverhalten der Kinder ist auch Mentalitätssache.
Alle drei Persönlichkeiten spielen eine große Rolle und zwar
gleichzeitig. Empfindliches Geflecht.
oh ja!!!
Wie reagieren sie denn, wenn du den jeweils anderen lobst ?
Wo sind denn ihre Stärken ? Bei „gesunder“ Konkurrenz geht es
doch um’s Bessersein und nicht um’s Wenigerschlechtsein.
Na das ist es ja grad, was mich teilweise wirklich überfordert mitunter. Es muß doch möglich sein, einem/einer zu sagen, das hast Du gut gemacht, ohne daß der/die andere gleich überreagiert?!
im Grunde sind Deine Kinder doch altersmäßig viel zu weit auseinander um wirklich miteinander in Konkurrenz zu stehen.
Daß die kleine pieken muß, um zu sehen, wann der Große unter der Decke klebt, kann ich ja noch einsehen. Das ist für die gesunde Entwicklung jüngerer Geschwister unbedingt erforderlich.:o)
Aber warum muß der Große dieses Kinderspiel noch spielen ? Die beiden spielen doch in völlig anderen Gewichtsklassen. Er müßte doch so überlegen sein, dass sie ihn nicht erreichen kann.
Oder stimmt zwischen den beiden einfach die Chemie nicht ? Dann gibt es Sinn, aber keine Rettung.
im Grunde sind Deine Kinder doch altersmäßig viel zu weit
auseinander um wirklich miteinander in Konkurrenz zu stehen.
…sollte man meinen…
Aber warum muß der Große dieses Kinderspiel noch spielen ? Die
beiden spielen doch in völlig anderen Gewichtsklassen. Er
müßte doch so überlegen sein, dass sie ihn nicht erreichen
kann.
Offenbar eben nicht! Es wird alles aufgewogen: ich hab für Dich Cornflakes gekauft (er), aber ich hab für Mama Blumen gekauft (sie). Das geht solange, bis ich ausraste und dann völlig
unadäquat reagierte. Ich sag dann gar nix dazu, aber stehe innerlich so unter Spannung, daß ich eigentl. explodieren müßte.
Mich macht ja auch nicht unbedingt fertig, daß sie sich so bekriegen, ich versteh nur nicht, WARUM sie das tun?
Oder stimmt zwischen den beiden einfach die Chemie nicht ?
Dann gibt es Sinn, aber keine Rettung.
Oh je, das war früher (als sie beide jünger waren) noch nicht so, aber wenn es so ist, würde mich das sehr traurig machen.
Ich denk immer noch, irgendwie mach ich was nicht richtig.
Lieben Dank für Deinen Beitrag und ein schönes WE
d.
Aber vielleicht hilft es Dir, zu wissen, daß Deine Kinder nicht die einzigen mit diesem „Problem“ sind: mein Bruder ist auch 10 Jahre älter als ich - und gerade die Zeit war heftig für uns…
Als ich 11 war, stand ich am Beginn der Pubertät, ich wollte „groß“ sein und als Große behandelt werden und hatte ständig jemand vor der Nase, der schon „groß“ war und „alles“ durfte… Wenn er mal geschimpft wurde, war das für mich wie Honig auf meine arme geschundene Seele.
Andersherum ging es meinem Bruder: er musste schon groß sein und vernünftig und brav - und hatte ständig jemanden vor der Nase, der „alles verziehen“ wurde, die noch Kind sein durfte… Wenn ich mal geschimpft wurde, war das wie Honig auf seine arme geschundene Seele.
War jemand in der Nähe, um dessen Zuwendung wir konkurrierten, war’s besonders schlimm. Sobald wir aber einen „gemeinsamen Feind“ hatten, arbeiteten wir perfekt zusammen und nutzten dafür den Altersunterschied auch aus.
Eventuell kannst Du das Konkurrenz-Verhalten ein wenig bremsen, indem Du sie nur einzeln tadelst; also wenn einer geschimpft gehört, wird der- oder diejenige in ein anderes Zimmer gebeten, die Tür geschlossen und dann angezetert - sobald die Tür wieder geöffnet wird, wird über das Thema nicht mehr gesprochen. Oder, wenn der jeweils andere doch dabei ist und sich einmischt (egal ob bei Lob oder Tadel), werden beide des Zimmers verwiesen - Du hast ein Recht darauf, Dich nicht zum Spielball zwischen beiden machen zu lassen.
Für Deine Nerven wäre es sicher gut, wenn Du Dich gelegentlich mal abseilst, also ein Wochenende, oder auch mal ein bis zwei Wochen, alleine irgenwo hinfährst - Dein Haushalt wird zwar, wenn Du zurückkommst, nicht so aussehen, wie Du es gewohnt bist und sie werden sich bei Dir bitter über all die Sachen beklagen, die der/die andere gemacht oder nicht gemacht hat, aber nach so 'ner kurzen Pause kannst Du leichter auf Durchzug stellen und freundlich lächelnd „Ja, ja“ sagen…
Gruß
Sibylle
(die ein super Verhältnis zu ihrem Bruder hat - inzwischen )
Aber vielleicht hilft es Dir, zu wissen, daß Deine Kinder
nicht die einzigen mit diesem „Problem“ sind: mein Bruder ist
auch 10 Jahre älter als ich - und gerade die Zeit war heftig
für uns…
Das ist wirklich tröstlich. Ich danke Dir für diese lieben
aufklärenden Worte.
Es wird schon werden, nur manchmal bist Du am Rand der
Erschöpfung und das Dumme ist halt, ich hab ja keine
Eltern oder Oma/Opa, die ich fragen könnte und selbst
wenn, war bei uns eben alles ein bissl „anders“.
Ich wünsch Dir ein schönes WE
d.
Als ich 11 war, stand ich am Beginn der Pubertät, ich wollte
„groß“ sein und als Große behandelt werden und hatte ständig
jemand vor der Nase, der schon „groß“ war und „alles“
durfte… Wenn er mal geschimpft wurde, war das für mich wie
Honig auf meine arme geschundene Seele.
Andersherum ging es meinem Bruder: er musste schon groß sein
und vernünftig und brav - und hatte ständig jemanden vor der
Nase, der „alles verziehen“ wurde, die noch Kind sein
durfte… Wenn ich mal geschimpft wurde, war das wie Honig auf
seine arme geschundene Seele.
War jemand in der Nähe, um dessen Zuwendung wir konkurrierten,
war’s besonders schlimm. Sobald wir aber einen „gemeinsamen
Feind“ hatten, arbeiteten wir perfekt zusammen und nutzten
dafür den Altersunterschied auch aus.
Eventuell kannst Du das Konkurrenz-Verhalten ein wenig
bremsen, indem Du sie nur einzeln tadelst; also wenn einer
geschimpft gehört, wird der- oder diejenige in ein anderes
Zimmer gebeten, die Tür geschlossen und dann angezetert -
sobald die Tür wieder geöffnet wird, wird über das Thema nicht
mehr gesprochen. Oder, wenn der jeweils andere doch dabei ist
und sich einmischt (egal ob bei Lob oder Tadel), werden beide des Zimmers verwiesen - Du hast ein Recht darauf,
Dich nicht zum Spielball zwischen beiden machen zu lassen.
Für Deine Nerven wäre es sicher gut, wenn Du Dich gelegentlich
mal abseilst, also ein Wochenende, oder auch mal ein bis zwei
Wochen, alleine irgenwo hinfährst - Dein Haushalt wird zwar,
wenn Du zurückkommst, nicht so aussehen, wie Du es gewohnt
bist und sie werden sich bei Dir bitter über all die Sachen
beklagen, die der/die andere gemacht oder nicht gemacht hat,
aber nach so 'ner kurzen Pause kannst Du leichter auf Durchzug
stellen und freundlich lächelnd „Ja, ja“ sagen…
Gruß
Sibylle
(die ein super Verhältnis zu ihrem Bruder hat - inzwischen
)
nee,bloß nicht schweigen:smile:ganz ehrlich:ich bin froh,daß ich nicht die einzige bin die sich von ihren kids auch genervt fühlt.es gibt tage…da könnte ich sie eiskalt lächelnd verschenken-stundenlang und mit wachsender begeisterung!!
aber mal eine frage.hast du ihnen schon mal recht deutlich gesagt,daß sie auf deinem nervenkostüm rumtrampeln wie eine mammutherde?und daß du jetzt keine lust mehr hast ihren zwergenaufstand weiterhin mitzumachen?als meine "bande"noch kleiner war ist mir einmal nach einer durchwachten nacht nach einigen streitereien sooo richtig der kragen geplatzt.es gab ein sehr lautstarkes und deftiges donnerwetter.seither wissen sie,daß ich auch nur ein mensch bin und nicht unendlich belastbar.klar,es gibt immer noch sch…tage,aber so ein ausraster war seither nicht mehr nötig.vielleicht wäre das ja auch bei dir mal notwendig.laß deinen zorn über ihr verhalten mal so richtig deftig raus.vielleicht können sie ja nicht richtig einschätzen,was sie DIR mit ihrem verhalten eigentlich antun.ich bin kein psychologe und kinder in grund und bodeb brüllen ist sicher nicht der tipp schlechthin-aber du hast auch nur ein nervenkostüm.
ich drück dir dir daumen.
andrea
p.s.:die antwort kommt spät…aber erst hat sich mein pc nen virus gefangen und dann waren wir im urlaub.
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
nee,bloß nicht schweigen:smile:ganz ehrlich:ich bin froh,daß ich
nicht die einzige bin die sich von ihren kids auch genervt
fühlt.
Ach, die meisten geben es nur nicht zu!
aber mal eine frage.hast du ihnen schon mal recht deutlich
gesagt,daß sie auf deinem nervenkostüm rumtrampeln wie eine
mammutherde?und daß du jetzt keine lust mehr hast ihren
zwergenaufstand weiterhin mitzumachen?
Oh ja! Das Problem dabei ist, das die Kleine eh psychisch gestört ist und der Bruder ja nun schon 21 (aber im Haushalt lebend) ist. Dennoch, Du hast recht: jedesmal wenn ich mal austicke sozusagen, klappt es eine Zeit lang recht gut. Man darf es nur nicht über-
strapazieren, sonst wird es zur Gewohnheit und fruchtet nimmer.
Aber was uns nicht umhaut…
Ich danke Dir für Deine wertvolle Antwort, ist immer gut zu wissen,
es gibt diese Art Probleme auch anderswo.