sowohl quoten als auch staatlich gelenktes radio gehören weg!
die zuhörer wissen wohl selbst am besten was sie hören wollen
und was nicht! wenn deutschsprachige musik kein publikum hat,
dann wird eine quote auch nix daran ändern. (warum das so ist
darüber läßt sich lustig spekulieren. das ist nämlich in
anderen ländern ganz anders.)
Zumindest bei den öffentlich-rechtlichen Sender, denen das wegen der Gebühren ja völlig egal sein kann, könnte man dies zu ihrem öffentlich-rechtlichen Auftrag rechnen.
Zumindest bei den öffentlich-rechtlichen Sender, denen das
wegen der Gebühren ja völlig egal sein kann, könnte man dies
zu ihrem öffentlich-rechtlichen Auftrag rechnen.
offensichtlich ist es eine verschwindende minderheit, diese besondere art von musik hören will (ansonsten wären quoten ja nicht notwendig). warum soll die allgemeinheit dafür zahlen, damit auch die anderen dazu genötigt werden? sinn???
datafox
Hi!
warum soll die allgemeinheit dafür zahlen,
damit auch die anderen dazu genötigt werden? sinn???
Weil genau das der eigentliche Hintergrund von GEZ-Gebühren ist?
LG
Guido
die zuhörer wissen wohl selbst am besten was sie hören wollen
Die Hörer wissen es schon, nur leider die Programmgestalter der Sender oftmals nicht!
wenn deutschsprachige musik kein publikum hat,
Sind ca. 6-7 Millionen Menschen, die bei den entsprechenden Fernsehsendungen einschalten niemand?
Die Hörer wissen es schon, nur leider die Programmgestalter
der Sender oftmals nicht!
dann haben die ihren job verfehlt. warum existiert so ein sender überhaupt?
Sind ca. 6-7 Millionen Menschen, die bei den entsprechenden
Fernsehsendungen einschalten niemand?
kommt drauf an ob sich das für den sender rentiert. ab wieviel hörern hat ein minderheitengeschmack ein „recht“ auf radio? weißt du, ich zb. stehe auf griechische rembetikomusik. würdest *du* dafür zahlen wollen, damit *ich* es im radio hören darf?
ich denke nicht. du würdest mir den vogel zeigen und meinen, ich soll mir ne cd zulegen.
gruß
datafox
Weil genau das der eigentliche Hintergrund von
GEZ-Gebühren ist?
ich bin dagegen. habe nur meine meinung geäußert 
gruß
datafox
Was ist bei Musik ohne Gesang?
Hallo,
ich hab mal ne kleine Randfrage:
Es geht ja immer um deutschsprachige Musik, doch was ist mit Musikstücken, in denen nicht gesungen wird?
Wenn jetzt zum Beispiel der Klassiksender nach jeder Stunde Instrumentalmusik ne halbe Stunde deutsche Oper spielen??
Und was macht der Techno-Sender?
Oder muss der Musiker deutsch sein? Aber was ist dann mit Österreichern?
Oder was ist mit mehrsprachiger Musik? Reicht eine strophe deutsch? Vielleicht reicht ja auch ein Wort, das könnten wir dann überall einbauen.
Und gilt das dann auch für Musiksender?
Ganz ehrlich, das wird doch alles ziemlich absurder Bürokratenmüll. Und habt ihr mal überlegt, was die Überwachung kostet!!! Radiosender speilen 24/7, also braucht man pro Sender 4 bis 5 Vollzeitkräfte, oder?
Naja, jedenfalls die Arbeitslosigkeit würde sinken 
Überhaupt verstehe ich die Diskussion nicht, es wird doch sehr viel deutschsprachige Musik gespielt. Jedes Bundesland hat mindestens einen Volksmusiksender und andere Sender spielen ja auch ab und zu deutsche Musik (wenn sie halt ankommt).
Ich wäre dafür alle Absurditäten, die so eine Regelung mit sich bringt zu sammeln. Würde bestimmt lustig werden…
mit großem Kopfschüteln und vielen Grüßen,
Hannes
Klar, der Aufwand steht in keinem Verhältnis zum Ergebnis, aber ganz so kompliziert, wie Du es beschreibst, ist es nun auch nicht:
Radiosender speilen 24/7, also braucht man pro
Sender 4 bis 5 Vollzeitkräfte, oder?
Bei den Radiosendern, die ich kenne, lässt sich via PC-Recherche sehr einfach ermitteln, wie viele Titel welcher Sprache im Repertoire sind sowie wann/wie oft diese gespielt wurden. Man bräuchte also nur einen zentralen Rechner, der die Daten aller Sender abgreift, die Prozentzahl ermittelt und irgendwo ein rotes Lichtchen bei Unterschreitung der Quote leuchten lässt. In Frankreich funktioniert das so:
Wenn ein schrilles Piepsignal auf seinem Handy erklingt, weiß Marc Pallin, der Vizechef des französischen Radiosenders NRJ: Es ist Quotenalarm. Abgeschickt wird die Nachricht von der Kontrollfirma Yacast. Die überprüft - im Auftrag des Pariser Kulturministeriums -, ob die Radiosender mindestens 40 Prozent französischsprachige Musik spielen. Sender, die diese Quote nicht einhalten, erhalten Geldbußen; schlimmstenfalls wird ihnen die Sendelizenz entzogen. „Das System funktioniert seit Jahren ohne größere Streitereien“, sagt Pallin.
(Quelle: DER SPIEGEL vom 20.09.04)
Überhaupt verstehe ich die Diskussion nicht, es wird doch sehr
viel deutschsprachige Musik gespielt.
Dabei handelt es sich aber nicht um sehr imageträchtige deutschsprachige Musik, mit der sich die Musikindustrie brüsten könnte, auch wenn sie damit einen Haufen Geld verdient. Gemeint ist offenbar, dass uns eine deutsche Britney Spears und ein deutscher Robbie Williams fehlen, die im Radio wie blöde gefeatured werden. Dass diese Forderung, mehr musikalisches Nationalbewusstsein zu zeigen, hinter dem Wörtchen „deutschsprachig“ verbrämt wird, macht sie nicht besser.
Gruß
Christopher
Hi!
ich bin dagegen. habe nur meine meinung geäußert 
Gegen Deine Meinung ist ja auch nichts auszusetzen! Aber mir fällt es viel schwerer, für ein Programm zu zahlen, was sich auch sehr gut ohne Gebühren umsetzen ließe (unsere Lokalsender sind qualitativ auch nicht schlechter und machen trotzdem nicht mehr Werbung), oder noch besser: Für Kanäle zu zahlen, die einen solchen Müll senden, dass es eigentlich nur zum Übergeben reicht 
LG
Guido
kommt drauf an ob sich das für den sender rentiert. ab wieviel
hörern hat ein minderheitengeschmack ein „recht“ auf radio?
weißt du, ich zb. stehe auf griechische rembetikomusik.
würdest *du* dafür zahlen wollen, damit *ich* es im radio
hören darf?
ich denke nicht. du würdest mir den vogel
zeigen und meinen, ich soll mir ne cd zulegen.
Maßgebend ist in diesem Fall nicht der Hörergeschmack (sonst würde man keine Quote brauchen), sondern der nationale Anspruch. Da dieser in deinem Beispiel nicht gegeben ist, ist dies nicht vergleichbar.
der nationale Anspruch
welche bedeutung soll dieses wort haben? ich meine jetzt jenseits von staatsformen wie die der ddr oder des taliban-afghanistans?
ich meine, entweder eine bevölkerung findet ihre sprache schön und mag lieder in ihrer muttersprache oder eben net… manche dinge sind so einfach!
gruß
datafox
der nationale Anspruch
welche bedeutung soll dieses wort haben? ich meine jetzt
jenseits von staatsformen wie die der ddr oder des
taliban-afghanistans?
ich meine, entweder eine bevölkerung
findet ihre sprache schön und mag lieder in ihrer
muttersprache oder eben net… manche dinge sind so einfach!
So einfach ist es auch wieder nicht. Die Bevölkerung ist durch 60 Jahre angloamerikanischen Einflusses und durch die allgemeine amerikanische Kulturhegemonie verblödet. Dieser Vorgang wurde durch die Medien, insbesondere Radio und Fernsehen, kräftig unterstützt. Deshalb ist es nur richtig, eben diesen Medien die Bekämpfung der durch sie mitgetragenen Fehlentwicklung aufzuerlegen.
in medias res? aber bitte nicht böse sein wegen dem was ich jetzt gleich sage.
Die Bevölkerung ist durch
60 Jahre angloamerikanischen Einflusses und durch die
allgemeine amerikanische Kulturhegemonie verblödet.
die „allgemeine amerikanische kulturhegemonie“ ist zumindest eines: allgemein. d.h. sie herrscht in sämtlichen staaten, die man so als „westlich“ bezeichnet (also alles außer kommunistischen und islamischen ländern). deshalb finden sich in den hitparaden dieser staaten auch dieselben musiktitel. wenn es so wäre wie du meinst, daß müßte es aber in allen staaten so sein, daß es dort nur mehr englische titel im radio gäbe. ist es aber nicht. als direkten vergleich stehen mir zwei solche staaten zur verfügung, deren radio ich nämlich terrestrisch empfange: israel und zypern. beide haben sowohl „volksmusik-“ als auch „popmusik“-sender. aber siehe da: die zyprischen und israelischen popmusiksender mischen nationales und internationales zu ca. 50-50. ein engl. lied, ein hebr. bzw. griech. lied, ein engl. lied usw. es gibt aber keine „quoten“ - das sind PRIVATE sender!! das publikum wünscht diese popmusik. woran es liegt? ganz einfach: griechen und israelis sind stolz auf ihre sprache. es gibt auch kaum einheimische popgruppen, die ausschließlich auf englisch singen. vorsicht: das ist keine antiamerikansche einstellung! - wäre ja eine seltsame vorstellung! griechenland als natoland und israel? naja *grins*
es ist ein friedliches nebeneinander von internationalem und nationalem pop. gleichwertig im radio zu hören! ohne jegliche animositäten dem jeweils anderen gegenüber.
Dieser
Vorgang wurde durch die Medien, insbesondere Radio und
Fernsehen, kräftig unterstützt. Deshalb ist es nur richtig,
eben diesen Medien die Bekämpfung der durch sie mitgetragenen
Fehlentwicklung aufzuerlegen.
an dieser „fehlentwicklung“ sind nicht die medien schuld, sondern wenn überhaupt jemand bestimmter, dann derjenige herr, der deutschsprechern so nachhaltig ihren stolz auf ihre sprache genommen hat, daß sie einerseits lieber auf englisch singen und sich gleichzeitig über die amerikanische hegemonie beschweren. 
gruß
datafox
die „allgemeine amerikanische kulturhegemonie“ ist zumindest
eines: allgemein. d.h. sie herrscht in sämtlichen staaten, die
man so als „westlich“ bezeichnet (also alles außer
kommunistischen und islamischen ländern). deshalb finden sich
in den hitparaden dieser staaten auch dieselben musiktitel.
wenn es so wäre wie du meinst, daß müßte es aber in allen
staaten so sein, daß es dort nur mehr englische titel im radio
gäbe.
Müßte es nicht, denn in Deutschland kommt, wie ich auch geschrieben habe, die seit 1945 bestehende angloamerikanische Besatzung hinzu, welche dem gewaltigen Vorschub leistete.
ist es aber nicht. als direkten vergleich stehen mir
zwei solche staaten zur verfügung, deren radio ich nämlich
terrestrisch empfange: israel und zypern. beide haben sowohl
„volksmusik-“ als auch „popmusik“-sender. aber siehe da: die
zyprischen und israelischen popmusiksender mischen nationales
und internationales zu ca. 50-50. ein engl. lied, ein hebr.
bzw. griech. lied, ein engl. lied usw. es gibt aber keine
„quoten“ - das sind PRIVATE sender!! das publikum wünscht
diese popmusik. woran es liegt? ganz einfach: griechen und
israelis sind stolz auf ihre sprache. es gibt auch kaum
einheimische popgruppen, die ausschließlich auf englisch
singen.
Richtig, und dies ist wie gesagt hier aufgrund der vor allen Dingen durch den US-amerikanischen Einfluß bedingte Verblödung nicht der Fall.
ok macht nichts! we agree to disagree.
datafox
Ganz ehrlich, das wird doch alles ziemlich absurder
Bürokratenmüll. Und habt ihr mal überlegt, was die Überwachung
kostet!!!
danke daß du das so schön aufgedröselt hast. das ist absolute realsatire!
gruß
datafox
kommt drauf an ob sich das für den sender rentiert. ab wieviel
hörern hat ein minderheitengeschmack ein „recht“ auf radio?
weißt du, ich zb. stehe auf griechische rembetikomusik.
würdest *du* dafür zahlen wollen, damit *ich* es im radio
hören darf?
ich denke nicht. du würdest mir den vogel
zeigen und meinen, ich soll mir ne cd zulegen.
Klar, auch der beste Musikredakteur kann es nicht jedem Recht machen, und manchmal wünsche ich mir schon, jeder könnte selbst entscheiden, wer (egal ob öffentlich-rechtlich oder privat) seinen Anteil an der Rundfunkgebühr erhält. Dann würden die Sender, die am besten auf die Wünsche ihrer Hörer eingehen, dafür auch entsprechend belohnt werden.
Beispielweise höre ich selbst am liebsten volkstümliche Musik, lebe aber im Sendegebiet des Bayerischen Rundfunks, wo diese selten bis gar nicht läuft.
(
Frage nicht, wie ich mich freute, als ich Ende Juli erfuhr, dass Radio Melodie nach langer Wartezeit endlich seine UKW-Frequenz für Augsburg erhält, auch wenn die Werbung und die Gewinnspiele ziemlich nerven können - man ist ja bescheiden geworden. Aber als Privatsender erhält Radio Melodie halt leider nichts von den Rundfunkgebühren, auch wenn ich es ihm gönnen würde.
Dann
würden die Sender, die am besten auf die Wünsche ihrer Hörer
eingehen, dafür auch entsprechend belohnt werden.
werden sie normalerweise auch: durch werbeeinnahmen.
Frage nicht, wie ich mich freute, als ich Ende Juli erfuhr,
dass Radio Melodie nach langer Wartezeit endlich seine
UKW-Frequenz für Augsburg erhält …
es erinnert mich an das jahr - hmm wann war das… ich war 12 - als eine französische austauschklasse bei uns in österreich wohnte. auch ich hatte eine gästin zuhause. eines tages spielte sie mit dem radio und fragte mich, ob das kaputt sei, da beim drehen am tuner nur BSCHSCH SCHHHH SCHHH zu hören sei. ich zeigte ihr daraufhin unsere 3 (!!) radiosender. sie konnte das nicht glauben und meinte nur: „bei uns macht es puff puff puff puff, wenn man am rad dreht.“ dazu eine geste mit der hand, daß alle 0.5 mghz ein neuer sender aufpoppt…
das rundfunkwesen befindet sich in manchen ländern noch in der steinzeit! erst laaaangsam denkt man drüber nach, daß das radiofrequenzband sooooo breit ist, daß dort sooo viele arten von musik platz haben könnten. und daß es möglich ist, durch werbung ein ganz komplett gratis radio zu machen!
gruß
datafox
wenn deutschsprachige musik qualitativ besser wäre bräuchte man die gesetzliche regelung nicht.
cu Freak
Fände ich gut!
Hallo,
Nachdem jetzt so viele dagegen waren, möchte ich mich als Fürsprecher outen. Wobei die Quote nicht besonders gross zu sein bräuchte und wegen mir muss es auch keine Quote für deutschsprachige Musik sein - mir würde eine Quote für nicht-englischsprachig schon reichen.
Viele von Euch schreiben, dass sich gute Musik von selbst durchsetzt und deutschsprachige Musik offenbar dem Publikum nicht so gefällt, aber das halte ich für naiv. Die meiste nicht-englischsprachige Musik kenne ich überhaupt nicht, eben weil sie nicht gespielt wird. Die meisten Sender spielen ein total begrenztes Repertoire englischer Titel den ganzen Tag rauf und runter (nicht falsch verstehen - viele davon gefallen mir durchaus), von den deutschen Künstlern hört man allenfalls noch hin und wieder Grönemayer oder Reinhard Mey.
Ich möchte nicht, dass jetzt Musik, die bei niemandem ankommt zwangsweise gespielt werden muss - aber doch, dass auch die nichtenglischen Künstler ihre Chance bekommen, vom Publikum wahrgenommen zu werden. Da liegt doch der Hase im Pfeffer! Soweit ich weiss hat Frankreich nicht nur eine Quote für französische Songs, sondern mindestens x Prozent davon dürfen nicht älter sein als ein halbes Jahr. Das finde ich gut! Die Künstler aus nichtenglischen Ländern haben nun mal nicht den Riesen-USA-Markt, der sie puscht, sondern müssen hier ihre Chance bekommen, gehört zu werden.
Wenn sie im ersten halben Jahr durch die Quote dann hin und wieder „zwangsweise“ gespielt werden, dann kann das Publikum erst beurteilen, ob es gute Musik ist oder nicht. Was nach einem halben Jahr dann wieder verschwindet war wohl nichts. Aber dann kennt man’s wenigstens.
Mit vielen Grüßen, Peter