R statt C?

Hallo Leute,

mein alter DVD-Player (Cyberhome) hat sich kürzlich verabschiedet. Jetzt habe ich ihn mal aufgeschraubt um zu schauen, ob es ein offensichtliches Problem gibt, welches ein Elektroniklaie lösen könnte.

Dabei ist mir eins aufgefallen: An der Netzteil Platine ist ein braun verfärbter Fleck an einer Stelle. Hitze? Verwirrend daran: die Platinenaufdruck für dieses Bauteil lautet „C22“ - für mich sieht das Ding aber wie ein Widerstand aus. Oder gibt es auch Kondensatoren mit 4 farbigen Ringen als Codierung?

Die Verfärbung ist um den mit „+“ gekennzeichneten Anschluß von „C22“.

Fragen: Wenn das ein Widerstand ist (dann wäre es ein 15 Ohm ±5%)…

a) was macht der da?!?
b) wie schätzt ihr die Chancen ein, wenn ich das Ding einfach mal ersetze?

Ja, ich weiss: Eure Kristallkugeln sind alle in der Werkstatt, aber mehr habe ich einfach nicht. Noch nicht mal ein gescheites Multimeter habe ich da, womit ich die Ausgangsspannungen des Netzteils durchmessen könnte. Nur eine gute Lötstation und Laune zu rumpusseln… :wink:

Die Netzteilplatine stammt übrigens von der Firma ACBEL und hat die Typnummer API-9842. Leider kann man aber auf der Homepage von Acbel keinen Schaltplan bekommen.

Gruß
Stefan

P.S.: Bevor jetzt die mahnenden Zeigefinger kommen: ja, ich weiss dass Netzteile gefährlich sein können. Meine Werkbank hat einen FI, mein Werkzeug ist VDE-isoliert bis 1000V und ich bin imstande zu erkennen, welchen Teilen eines Netzteils man besser nicht zu nahe kommt.

Hallo Leute,

mein alter DVD-Player (Cyberhome) hat sich kürzlich
verabschiedet. Jetzt habe ich ihn mal aufgeschraubt um zu
schauen, ob es ein offensichtliches Problem gibt, welches ein
Elektroniklaie lösen könnte.

Dabei ist mir eins aufgefallen: An der Netzteil Platine ist
ein braun verfärbter Fleck an einer Stelle. Hitze?

Ein Mäuschen wird reingekackt haben.
Manche Teile werden heiß, verfärbte Platinen dort sind erstmal noch kein Grund zur Besorgnis …

Verwirrend

daran: die Platinenaufdruck für dieses Bauteil lautet „C22“ -
für mich sieht das Ding aber wie ein Widerstand aus. Oder gibt
es auch Kondensatoren mit 4 farbigen Ringen als Codierung?

Ja, gibbet. Es könnte aber auch sein, dass eine Konstruktionsänderung vorgenommen wurde, ohne Layout und Bedruckung der Platine zu ändern.

Die Verfärbung ist um den mit „+“ gekennzeichneten Anschluß
von „C22“.

Fragen: Wenn das ein Widerstand ist (dann wäre es ein 15 Ohm
±5%)…

a) was macht der da?!?

WO genau ?

b) wie schätzt ihr die Chancen ein, wenn ich das Ding einfach
mal ersetze?

Solang du nicht weißt, was es ist, lass die Finger davon. Sonst rauchts gemäß Murphys Gesetz richtig.

Ja, ich weiss: Eure Kristallkugeln sind alle in der Werkstatt,
aber mehr habe ich einfach nicht. Noch nicht mal ein
gescheites Multimeter habe ich da, womit ich die
Ausgangsspannungen des Netzteils durchmessen könnte. Nur eine
gute Lötstation und Laune zu rumpusseln… :wink:

Die Netzteilplatine stammt übrigens von der Firma ACBEL und
hat die Typnummer API-9842. Leider kann man aber auf der
Homepage von Acbel keinen Schaltplan bekommen.

Wir Werkstätten bekommen auch nicht einfach so Schaltunterlagen. Wir müssen sie bedarfsfalls genauso teuer kaufen, zum Beispiel bei Schaltungsdienst.de usw.
Wenn du Laune zum Rumpussel hast, versuch dochmal, den Schaltplan des Netzteils aufzunehmen und irgendwo auf ner HP zu hinterlegen, dann lässt sich vielleicht mehr sagen.

Gruß
Stefan

P.S.: Bevor jetzt die mahnenden Zeigefinger kommen: ja, ich
weiss dass Netzteile gefährlich sein können. Meine Werkbank
hat einen FI, mein Werkzeug ist VDE-isoliert bis 1000V und ich
bin imstande zu erkennen, welchen Teilen eines Netzteils man
besser nicht zu nahe kommt.

Hallo,
zunächst folgende:

  1. Ohne irgend welche Meßtechnik wird jegliche Fehleranalyse
    zum Kaffeesatzlesen. Ein billiges Multimeter zu 10…20€
    sollte jeder bastler mind. haben.
  2. Falls wirklich Fehler in einem Schaltnetzteil auftreten,
    ist fast immer mit foleschäden zu rechen. Auswechseln einzelner
    BE brint also kaum Erfolg.
  3. Wenn Du Dir wegen dem spezielen BE unsicher bist, dann
    mach doch mal ein Foto (Macroaufnahme) und schicke es
    jemanden, der sich mit sowas auskennt (z.B. Hr Meyer und auch
    mir) oder tu es auf eine Homepage und sage uns den Link.
  4. Ansonsten ist eine ausgiebige Sichtkontrolle immer gut.
    Mehr als die Hälfte aller Fehler kann man sehen.
    Gruß Uwi

Dabei ist mir eins aufgefallen: An der Netzteil Platine ist
ein braun verfärbter Fleck an einer Stelle. Hitze? Verwirrend
daran: die Platinenaufdruck für dieses Bauteil lautet „C22“ -
für mich sieht das Ding aber wie ein Widerstand aus. Oder gibt
es auch Kondensatoren mit 4 farbigen Ringen als Codierung?

Die Verfärbung ist um den mit „+“ gekennzeichneten Anschluß
von „C22“.

Fragen: Wenn das ein Widerstand ist (dann wäre es ein 15 Ohm
±5%)…

a) was macht der da?!?
b) wie schätzt ihr die Chancen ein, wenn ich das Ding einfach
mal ersetze?

Ja, ich weiss: Eure Kristallkugeln sind alle in der Werkstatt,
aber mehr habe ich einfach nicht. Noch nicht mal ein
gescheites Multimeter habe ich da, womit ich die
Ausgangsspannungen des Netzteils durchmessen könnte. Nur eine
gute Lötstation und Laune zu rumpusseln… :wink:

Die Netzteilplatine stammt übrigens von der Firma ACBEL und
hat die Typnummer API-9842. Leider kann man aber auf der
Homepage von Acbel keinen Schaltplan bekommen.

Gruß
Stefan

P.S.: Bevor jetzt die mahnenden Zeigefinger kommen: ja, ich
weiss dass Netzteile gefährlich sein können. Meine Werkbank
hat einen FI, mein Werkzeug ist VDE-isoliert bis 1000V und ich
bin imstande zu erkennen, welchen Teilen eines Netzteils man
besser nicht zu nahe kommt.

Hi,

  1. Ohne irgend welche Meßtechnik wird jegliche Fehleranalyse
    zum Kaffeesatzlesen. Ein billiges Multimeter zu 10…20€
    sollte jeder bastler mind. haben.

Nö, meins hat damals >200 DM gekostet - und wenn ich’s nicht verliehen hätte, dann… aber wer konnte es denn ahnen… nachdem ich’s ewig nicht gebraucht habe… :frowning:

  1. Falls wirklich Fehler in einem Schaltnetzteil auftreten,
    ist fast immer mit foleschäden zu rechen. Auswechseln
    einzelner
    BE brint also kaum Erfolg.

Naja, der Player hat so einen richtig schönen Murphy-Fehler: Manchmal tut er einwandfrei, dann plötzlich ist Ende. Dann hilft auch ein flippen des Netzschalters nichts mehr. Wenn man aber so 10-50mal(!) aus- und einschaltet, kommt er irgendwann „zu sich“. Erst jodelt nur das Laufwerk, der Rest ist tot, dann kommt die Anzeige,… und irgendwann läuft er wieder - eine Weile.

Ist übrigens auch nicht hitzabhängig.

  1. Wenn Du Dir wegen dem spezielen BE unsicher bist, dann
    mach doch mal ein Foto (Macroaufnahme) und schicke es
    jemanden, der sich mit sowas auskennt (z.B. Hr Meyer und auch
    mir) oder tu es auf eine Homepage und sage uns den Link.

Na, dass hab’ ich doch gleich gemacht!
http://www.a-s-hofem.de/cyberhome.htm

  1. Ansonsten ist eine ausgiebige Sichtkontrolle immer gut.
    Mehr als die Hälfte aller Fehler kann man sehen.

Das habe ich ja auch gehofft und Stunden mit der Nase im Gerät verbracht. Dazu sollte ich sagen, dass ich früher mal als PC-Techniker ausgebildet wurde - allerdings sind mir Geräte der Unterhaltungselektronik halt fremd. Aber einen losen Stecker oder einen geplatzten Elko würde ich erkennen. :wink:

Schon mal schönen Dank für Deine Hilfe!

Gruß
Stefan

Hi,

Ein Mäuschen wird reingekackt haben.

So ein freches Ding! Das mach’ ich nieder, wenn ich’s find! :wink:

Ja, gibbet. Es könnte aber auch sein, dass eine
Konstruktionsänderung vorgenommen wurde, ohne Layout und
Bedruckung der Platine zu ändern.

Autsch! Ja! Das könnte natürlich sein. Scheint mir sowieso zum Teil mit der heissen Nadel gestrickt zu sein: an einer Stelle ein Widerstand und eine Diode in Reihe, bei denen jeweils nur ein Beinchen angelötet und das jeweils freie in der Luft zusammengezwirbelt wurde…!

Wenn du Laune zum Rumpussel hast, versuch dochmal, den
Schaltplan des Netzteils aufzunehmen und irgendwo auf ner HP
zu hinterlegen, dann lässt sich vielleicht mehr sagen.

Jau, habe grade Uwi geantwortet mit einem entsprechenden Link. http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Schönen Dank für Deine Hilfe!

Gruß
Stefan

C22 ist ein Widerstand
Hallo Stefan,

Aus deinen Photos sieht man, dass es sich um einen Leistungswiderstand handelt.

Da die Anschlüsse, verschieden lang sind, ist es auch klar, dass über den kürzeren (±Seite) mehr Wärme an die Platine übertragen wird. Die Verfärbung ist aber im üblichen Rahmen für Pertinax.

MfG Peter(TOO)

Hi Steffooon :smile:)

Wie siehts mit Ausgangsspannungen sekundär aus ? Sind da welche da ? Stehen die Werte da nicht an der Platine dran ?
Wenn keine da, ist auf einer der Schienenspannungen ein Kurzschluss ? Wenn nein, arbeiet das NT primärseitig ? 300 V am Ladealko ( der dicke große C 10 ). Diese auch am Schalttransistor ( dieser am Kühlblech ) ? Wird der an der Basis angesteuert ? Es wird dir nichts walter ulbricht bleiben, als Widerstände und Halbleiter mal durchzumessen.
Trotzdem ist mir relativ schleierhaft, wieso man einen Elko durch ein 15R ersetzt und mit diesem eine Spannung gen Masse schließt. Naja.

Gruß Heinz äääh HM

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi,

Wie siehts mit Ausgangsspannungen sekundär aus ? Sind da
welche da ? Stehen die Werte da nicht an der Platine dran ?

Teilweise stehen Spannungen drauf, teilweise nur aufschlußreiches wie „standby“ und „pc5“. Selbst wenn ich mein Schätzeisen schon wieder hätte, ohne Schalt-/Prüfplan wäre ich dann wohl chancenlos… :frowning:

Schade, ich habe halt gehofft, diese Schmurgelstelle bei C22 könnte auf einen offensichtlichen Fehler hinweisen. Jetzt werde ich das Teil wohl doch „für Bastler“ bei ebay verkloppen. :-/

Trotzdem ist mir relativ schleierhaft, wieso man einen Elko
durch ein 15R ersetzt und mit diesem eine Spannung gen Masse
schließt. Naja.

Dem taiwanesischen Inschenör ist nix zu schwör…!

Gruß und Danke
Stefan

Hallo,

Nö, meins hat damals >200 DM gekostet - und wenn ich’s
nicht verliehen hätte, dann… aber wer konnte es denn
ahnen… nachdem ich’s ewig nicht gebraucht habe… :frowning:

Tja, eines für 20€ machts dann auch. Besser wäre noch ein Oszi.

Naja, der Player hat so einen richtig schönen Murphy-Fehler:
Manchmal tut er einwandfrei, dann plötzlich ist Ende. Dann
hilft auch ein flippen des Netzschalters nichts mehr. Wenn man
aber so 10-50mal(!) aus- und einschaltet, kommt er irgendwann
„zu sich“. Erst jodelt nur das Laufwerk, der Rest ist tot,
dann kommt die Anzeige,… und irgendwann läuft er wieder -
eine Weile.

Also solange das Ding überhaupt noch ab und zu läuft, schnell
mit Meßgerät die Spannungen in der Schaltung und an den
Steckverbindern messen und schön aufschreiben.

Wenn der Fehler auftritt, kannst Du wenigstens den Unterschied
zu funktionierenden Gerät finden. Das ist doch schonmal was,
meist hat man schlechtere Anfangskarten.

Ist übrigens auch nicht hitzabhängig.

  1. Wenn Du Dir wegen dem spezielen BE unsicher bist, dann
    mach doch mal ein Foto (Macroaufnahme) und schicke es
    jemanden, der sich mit sowas auskennt (z.B. Hr Meyer und auch
    mir) oder tu es auf eine Homepage und sage uns den Link.

Na, dass hab’ ich doch gleich gemacht!
http://www.a-s-hofem.de/cyberhome.htm

Jo, wie schon jemand festgestellt hat, ist das eindeutig ein
Drahtwiderstand für 1-2 Watt. Der ist dort nicht umsonst
in solcher Ausführung drin. Daß da die LP bischen Braun wird,
ist schon normal.

Hinweis: Ich habe schon des öfteren erlebt, daß so ein blödes
Schaltnetzteil nicht anschwingt. Da hilft manchal ein kleiner
Anschupser an geeigneter Stelle sprich: Berührung mit dem
Schraubendreher oder kurz in der Ansteurschaltung irgendwelche
Pins mit einem kleinen Stromstoß oder kurzschluß initialisieren.
Evtl. reicht es schon, mit der Prüfspitze an der richtigen
Stelle ranzugehen.

Aber Vorsicht: Auf der Primärseite liegt volle Spannung
an (über 300V hinter Gleichrichter)!
Gruß Uwi