'Rabbi Jesus'

Hallo Männer! (denn Ihr seid ja in der Überzahl hier, oder gilt hier der Ausspruch der Bibel: Das Weib schweige in der Gemeinde?)

Ich habe mal an die Herren eine Frage: es ist aus den jüdischen Schriften zu entnehmen, ob es der Talmut oder ein enderes Buch ist, weiß ich nicht, daß es gewisse Voraussetzungen dafür gab, „Rabbi“ zu werden. Eine „conditio sine qua non“ war, daß der „Lehrer“/„Rabbi“ verheiratet sein mußte. Also, mir ist der Gedanke, daß Jesus verheiratet war, viel lieber, als mir einen völlig vergeistigten Asketen vorzustellen, aber wie beträgt sich diese Tatsache mit den Horden von schwarz und braungekleideten Männern und Frauen, die das Zölibat wie ihre Jungfräulichkeit verteidigen?

Jutta

Hallo Jutta!

Hallo Männer! (denn Ihr seid ja in der
Überzahl hier, oder gilt hier der
Ausspruch der Bibel: Das Weib schweige in
der Gemeinde?)

Gilt sicher nicht im www.

Ich habe mal an die Herren eine Frage: es
ist aus den jüdischen Schriften zu
entnehmen, ob es der Talmut oder ein
enderes Buch ist, weiß ich nicht, daß es
gewisse Voraussetzungen dafür gab,
„Rabbi“ zu werden. Eine „conditio sine
qua non“ war, daß der „Lehrer“/„Rabbi“
verheiratet sein mußte. Also, mir ist der
Gedanke, daß Jesus verheiratet war, viel
lieber, als mir einen völlig
vergeistigten Asketen vorzustellen, aber
wie beträgt sich diese Tatsache mit den
Horden von schwarz und braungekleideten
Männern und Frauen, die das Zölibat wie
ihre Jungfräulichkeit verteidigen?

Jutta

Auch wenn es für Dich eine Enttäuschung ist, aber Jesus war definitiv nicht verheiratet. Würde auch im Widerspruch zu seinem Auftrag stehen. Stell Dir vor, er hätte Frau und Kinder zu versorgen gehabt, wird dann gekreuzigt und hinterläßt eine trauernde Witwe mit kleinen Kindern.
Er war ohnedies sorgepflichtig für seine Mutter. Das übertrug er dann in seiner Todesstunde seinem Jünger Johannes.

Aber mit den „Horden von schwarz und braungekleideten Männern und Frauen, die das Zölibat wie ihre Jungfräulichkeit verteidigen“, hat das auch gar nichts zu tun. Das Zölibat ist erst viel später eingeführt worden. Es steht allerdings im Widerspruch zu der Forderung des Apostels Paulus, der sagt: „Ein Bischof soll verheiratet sein und seiner Familie ein guter Vater. Weil wenn er nicht gelernt hat, eine Familie zu versorgen, wie kann er dann einer Gemeinde vorstehen?“

Gruß Harald

Auch wenn es für Dich eine Enttäuschung
ist, aber Jesus war definitiv nicht
verheiratet.

Ach ja? Wie eklärst Du Dir die Diskrepanz, oder stellst Du die jüdischen Gesetze in Frage?
Würde auch im Widerspruch zu

seinem Auftrag stehen. Stell Dir vor, er
hätte Frau und Kinder zu versorgen
gehabt, wird dann gekreuzigt und
hinterläßt eine trauernde Witwe mit
kleinen Kindern.

Na und? Ging es nicht jedem, der hingerichtet wurde, genauso? Oder glaubst Du etwa, die Römer, oder wer immer das war, hätten gesagt, „oh nein, der Mann hat Frau und Kinder“?

Er war ohnedies sorgepflichtig für seine
Mutter. Das übertrug er dann in seiner
Todesstunde seinem Jünger Johannes.

Gruß
Jutta

Hallo Jutta!

Bevor wir uns weiter mißverstehen.
Diskutieren wir jetzt über jüdisches Gesetz oder das Zölibat?

Auch wenn es für Dich eine Enttäuschung
ist, aber Jesus war definitiv nicht
verheiratet.

Ach ja? Wie eklärst Du Dir die
Diskrepanz, oder stellst Du die jüdischen
Gesetze in Frage?

Jesus war auch nicht zum Rabbi ausgebildet und ordiniert worden. Er wurde vom Volk nur so bezeichnet (h.c. sozusagen).

Würde auch im Widerspruch zu
seinem Auftrag stehen. Stell Dir vor, er
hätte Frau und Kinder zu versorgen
gehabt, wird dann gekreuzigt und
hinterläßt eine trauernde Witwe mit
kleinen Kindern.

Na und? Ging es nicht jedem, der
hingerichtet wurde, genauso? Oder glaubst
Du etwa, die Römer, oder wer immer das
war, hätten gesagt, „oh nein, der Mann
hat Frau und Kinder“?

Er war ohnedies sorgepflichtig für seine
Mutter. Das übertrug er dann in seiner
Todesstunde seinem Jünger Johannes.

Gruß
Jutta

Ich würde da aber schon einen Unterschied sehen.
Die anderen Hingerichteten hatten die Hoffnung, mit dem Leben davonzukommen.
Jesus wußte von Anfang an, dass er sterben
musste.

Gruß Harald

Hallo Jutta!

Bevor wir uns weiter mißverstehen.
Diskutieren wir jetzt über jüdisches
Gesetz oder das Zölibat?

Wir diskutieren über die Frage, ob Jesus verheiratet war…

Auch wenn es für Dich eine Enttäuschung
ist, aber Jesus war definitiv nicht
verheiratet.

Ach ja? Wie eklärst Du Dir die
Diskrepanz, oder stellst Du die jüdischen
Gesetze in Frage?

Jesus war auch??? nicht zum Rabbi
ausgebildet und ordiniert worden. Er
wurde vom Volk nur so bezeichnet (h.c.
sozusagen).

Wer sagt das?

Würde auch im Widerspruch zu
seinem Auftrag stehen. Stell Dir vor, er
hätte Frau und Kinder zu versorgen
gehabt, wird dann gekreuzigt und
hinterläßt eine trauernde Witwe mit
kleinen Kindern.

Na und? Ging es nicht jedem, der
hingerichtet wurde, genauso? Oder glaubst
Du etwa, die Römer, oder wer immer das
war, hätten gesagt, „oh nein, der Mann
hat Frau und Kinder“?

Ich würde da aber schon einen Unterschied
sehen.
Die anderen Hingerichteten hatten die
Hoffnung, mit dem Leben davonzukommen.
Jesus wußte von Anfang an, dass er
sterben:musste.

So? Das neue Testament erlaubt ihm schon gewisse Zweifel (letztes Abendmahl etc…), aber es gibt so viele Ungereimtheiten in der Bibel, ich glaube, wer sich durch den Gedanken, die Aufzeichnungen könnten sein Weltbild in Unordnung bringen, abschrecken läßt, sollte weiter schön das glauben, was ihm „vorgedacht“ wird. ich persönlich bemesse „Glauben“ nicht mit „Glauben an das, was da geschrieben steht“. Das ist aber nur meine unmaßgebliche Meinung. Wenn ich Dich aufgeschreckt haben sollte, entschuldige bitte. Ich will nicht Dein Seelenheil auf dem Gewissen haben :wink:

Gruß
Jutta

Hallo Jutta!

Bevor wir uns weiter mißverstehen.
Diskutieren wir jetzt über jüdisches
Gesetz oder das Zölibat?

Wir diskutieren über die Frage, ob Jesus verheiratet war…

Auch wenn es für Dich eine Enttäuschung
ist, aber Jesus war definitiv nicht
verheiratet.

Ach ja? Wie eklärst Du Dir die
Diskrepanz, oder stellst Du die jüdischen
Gesetze in Frage?

Jesus war auch??? nicht zum Rabbi
ausgebildet und ordiniert worden. Er
wurde vom Volk nur so bezeichnet (h.c.
sozusagen).

Wer sagt das?

Joh.7,15 : „Die Juden, die ihm zuhörten, waren überrascht. Wie kann jemand soviel aus der Heiligen Schrift wissen, obwohl er sie nicht studiert hat?“

Matt.13,54 : „Alle staunten über ihn und fragten: Woher hat er diese Weisheit und die Kraft, Wunder zu tun? Er ist doch der Sohn eines Zimmermanns, …“

Diese Stellen der Bibel belegen, dass Jesus keine Ausbildung als Rabbiner genossen hat. Das wäre nämlich bekannt gewesen, weil sich Rabbiner auch auf ihre Lehrer bezogen.

Das Auftreten Jesu widersprach in Vielem den herrschenden religiösen Formen. Deshalb gab es auch immer wieder Auseinandersetzungen mit den Schriftgelehrten (Theologen) und Pharisäern (klerikaler Adel).

Paulus hingegen war gelernter Rabbi. Er saß zu den Füßen Gamaliels. (Apg.22,3)

Würde auch im Widerspruch zu
seinem Auftrag stehen. Stell Dir vor, er
hätte Frau und Kinder zu versorgen
gehabt, wird dann gekreuzigt und
hinterläßt eine trauernde Witwe mit
kleinen Kindern.

Na und? Ging es nicht jedem, der
hingerichtet wurde, genauso? Oder glaubst
Du etwa, die Römer, oder wer immer das
war, hätten gesagt, „oh nein, der Mann
hat Frau und Kinder“?

Ich würde da aber schon einen Unterschied
sehen.
Die anderen Hingerichteten hatten die
Hoffnung, mit dem Leben davonzukommen.
Jesus wußte von Anfang an, dass er
sterben:musste.

So? Das neue Testament erlaubt ihm schon gewisse Zweifel (letztes Abendmahl etc…), aber es gibt so viele Ungereimtheiten in der Bibel, ich glaube, wer sich durch den Gedanken, die Aufzeichnungen könnten sein Weltbild in Unordnung bringen, abschrecken läßt, sollte weiter schön das glauben, was ihm „vorgedacht“ wird. ich persönlich bemesse „Glauben“ nicht mit „Glauben an das, was da geschrieben steht“. Das ist aber nur meine unmaßgebliche Meinung. Wenn ich Dich aufgeschreckt haben sollte, entschuldige bitte. Ich will nicht Dein Seelenheil auf dem Gewissen haben :wink:

Gruß
Jutta

Keine Angst, so schnell bringst Du mein Weltbild nicht in Unordnung. Ich halte es auch für legitim, die Aussagen der Bibel zu überprüfen. Aber Mutmaßungen müßten erst einmal bewiesen werden, um als neue Erkenntnisse zu gelten.

Wenn Du also Hinweise auf eine Ehe Jesu hast, lass es mich wissen.

Gruß Harald.

PS.: Frage am Rande: Hast Du den Film ‚Die letzte Versuchung Christi‘ gesehen?

Keine Angst, so schnell bringst Du mein
Weltbild nicht in Unordnung. Ich halte es
auch für legitim, die Aussagen der Bibel
zu überprüfen. Aber Mutmaßungen müßten
erst einmal bewiesen werden, um als neue
Erkenntnisse zu gelten.

Wenn Du also Hinweise auf eine Ehe Jesu
hast, lass es mich wissen.

Gruß Harald.

PS.: Frage am Rande: Hast Du den Film
‚Die letzte Versuchung Christi‘ gesehen?

Ja, hat mich aber nicht besonders interessiert. Ich befasse mich mit der „nicht-theologischen“ Untersuchung biblischer Texte, ihre Integration in einen geschichtlichen Kontext, die Aussagen in und um die Texte von Qumran und Nag Hammadi, allerdings bevorzuge ich Übersetzungen, die nicht den „Consensus“ der Ecole Biblique unterliegen. Wer sich für dieses Thema interessiert, dem schwillt unweigerlich der Kamm, denn hier wird vertuscht, verzögert, erpresst! und auch sonst in einem Stil vorgegangen, der die Vermutung zuläßt, daß die mit der Übersetzung beauftragten nicht wirklich daran interessiert sind, die Inhalte öffnetlich zugängig zu machen. Wenn jetzt jemand sagt, „wir“ als einfaches Christenvolk wären gar nicht in der Lage, diese Texte zu interpretieren und müßten uns schon auf das verlassen, was die weisen und heiligen Männer da ausbrüten, der ist bei mir genau richtig. *schüttel*
Gruß
Jutta

einfaches Christenvolk!
Hallo Jutta!

Ich befasse mich mit der
„nicht-theologischen“ Untersuchung
biblischer Texte, ihre Integration in
einen geschichtlichen Kontext, die
Aussagen in und um die Texte von Qumran
und Nag Hammadi, allerdings bevorzuge ich
Übersetzungen, die nicht den „Consensus“
der Ecole Biblique unterliegen.

Na ja, da stehen wir zwar nicht auf derselben Seite, aber das könnte doch auch einen interessanten Dialog ergeben.

Ich befasse mich mehr mit der „theologischen“ Seite, insbesondere mit allfällig auftretenden, angeblichen Widersprüchen in der Bibel.

Wer sich
für dieses Thema interessiert, dem
schwillt unweigerlich der Kamm, denn hier
wird vertuscht, verzögert, erpresst! und
auch sonst in einem Stil vorgegangen, der
die Vermutung zuläßt, daß die mit der
Übersetzung beauftragten nicht wirklich
daran interessiert sind, die Inhalte
öffnetlich zugängig zu machen.

Das halte ich durchaus für möglich. In den großen Weltkirchen wird auch tunlichst verschwiegen, dass das Christentum ursprünglich eine jüdische Sekte war.

Wenn jetzt
jemand sagt, „wir“ als einfaches
Christenvolk wären gar nicht in der Lage,
diese Texte zu interpretieren und müßten
uns schon auf das verlassen, was die
weisen und heiligen Männer da ausbrüten,
der ist bei mir genau richtig. *schüttel*
Gruß
Jutta

Deinen „heiligen Zorn“ kann ich gut verstehen. Dem „einfachen Christenvolk“ war ja bis vor Kurzem auch das lesen der Bibel untersagt. Und was „die weisen und heiligen Männer da ausbrüten“, muss ja noch lange nicht richtig sein.

Würde mich freuen, mehr von Dir zu hören. Du kannst mir ja auch ein mail schicken.

Gruß Harald

Hallo Jutta,
in der Tat lehrt der Qur’an (die heilige Schrift welche um 620 n. Chr. Muhammed geoffenbart wurde), daß Jesus der Christus (ein Prophet im Islam und der Offenbarer des Evangeliums) verheiratet war und sogar Kinder gehabt hatte. Die qur’anische Darstellung bzgl. religiös berufener geht dahingehend, daß hierbei keine Ausnahmen gemachten werden sollten, da auch Prediger/innen u.s.w. respektive Imame etc. , Menschen mit natürlichen Bedürfnissen seien etc. etc.

Mir persönlich gefällt diese „Richtigstellung“ der „verfälschten“ Lehren eines mehrfach redaktionell bereinigten Christentums sehr gut…ohne jetzt die christlichen, allem voran wohl eher die katholischen Anhänger allgemein hierfür zu „verurteilen“…aber persönliche sehe ich daß nun mal so…

Ein kurzes Beispiel

"…und wir ließen Jesus, den Sohn der Maria, (ihnen) folgen, und Wir gaben ihm das Evangelium. Und in die Herzen derer, die ihm folgten, legten Wir Güte und Barmherzigkeit. Das Mönchstum jedoch, das sie sich erfanden - das schrieben Wir ihnen nicht vor - um das Trachten nach Allahs Wohlgefallen; doch sie befolgten es nicht auf richtige Art. Dennoch gaben Wir denen unter ihnen, die gläubig waren, ihren Lohn, aber viele unter ihnen waren ruchlos…
Qur*'an 57:27