Hallo,
Trotzdem verstehe ich nicht, dass man 500,- Euro für ein
Fahrrad ausgeben muss/soll.:
Nun ja, ein gutes Fahrrad zusammenzustellen ist eben etwas Aufwand. Wirklich.
Fummelplastik und Schrottschrauben zusammenzunieten geht dagegen natürlich recht billig.
Der Unterschied zwischen 200 € und 2000 € (um mal ein Extrem zu nennen) offenbart sich nicht am deutlichsten, wenn man das Katalogfoto ansieht, sondern wenn man die Räder benutzt hat (vielleicht auch sogar mal im Regen …)
Guckt Euch doch mal die Schulkinder an. Haben die alle
Fahrräder für 500,- Euro?
Keine Ahnung. Ich kann nur von Damals[tm] sprechen. Da hatte ich vermutlich die eher unattraktivsten Räder: erst ein altes Sperrmüllrad von vielleicht 1940 (alt, aber nicht totzubekommen), dann ein gebrauchtes Rad. Alles nix Dolles und keinen Schnickschnack wie Gangschaltung. Nun, ich bin ja auch nicht täglich die 18 km zur Schule gefahren … (dafür sonst aber eher viel).
Meine weiteren Räder waren dann mittelprächtige Dinger, die zwar getan haben, was sie sollten, mit denen ich aber nie richtig warm geworden bin. Mein Lieblingsrad blieb letztlich ein Herrenrad Baujahr 1949, was sich unglaublich gut fuhr, obwohl es ebenfalls keine Gangschaltung hatte.
Aber der Otto-Normal Fahrer muss doch keine 500,- Euro (1000DM !!) für :einen Radesel hinblättern…
Nun, wie oft kann man dafür Volltanken?
Ein Fahrrad muß passen. Was hat Dein letztes Paar Schuhe gekostet?
Klar, es geht biliger. Aber wenn Du ein langlebiges Produkt haben willst, mußt Du eben mehr Geld ausgeben. Hobby-Radfahrer (oder wie Du die Leser hier bezeichnet hast) neigen nicht unbedingt dazu, Dir Schnickschnack aufzuschwatzen („Hey, ein Scheinwerfer mit Scheibenwischer ist ein 'Muß`“), aber da wir oft genug auch von Freunden und Bekannten angesprochen werden (_„kannst Du nicht mal an mein Fahrrad gucken, – Du kennst Dich doch aus – der TurboSpeedShi(f)t klemmt wieder“) liegt durchaus ein gewisses gespür vor, was Preiswert und was billig ist.
Ich werden trotzdem mal nach einem gebrauten Rad Ausschau
halten.
Ich denke, das ist eine gute Idee. Aber sieh’ zu, daß Du Dich auf dem Rad auch wohlfühlst (und nicht „is billig, war mal teuer und glänzt noch schön“ als Kaufkriterium).
Hab gerade gehört, dass hier bei uns in der Gegend die Preise
für gebrauchte Räder (auch nix dolles…) so bei 250,-
losgehen…
Ich habe so meine Theorie, warum man so ein Quelle-Rad niemals gebraucht kaufen (können) wird … 
Gruß,
Sebastian_