Radio-Schwingkreis

Hallo!

Ich bin grade dabei ein MW-Radio als Projekt im Physikkurs zu bauen.
Jetzt stehe ich jedoch vor einem Problem: ich habe mir Teile für einen Schaltplan besorgt, in dem ein 250pF Trimmerkondensator für den Schwingkreis vorgesehen ist.
Alles was ich bei Conrad gefunden habe waren aber grade mal 90.
Jetzt könnte ich natürlich eine Parallelschaltung machen… ist
mir aber zu unschön :smile:.
Lieber würde ich die Schwingkreisfrequenz durch eine höhere Induktivität der Spule angleichen.
Funktioniert das genausogut? Oder hat das Auswirkungen auf die Restschaltung?
Oder weiß jemand vielleicht wo es einen solchen Kondensator sonst zu kaufen gibt?

gruß
Philipp
ps: meine Physiklehrerin haut abundzu mal so dolle „statements“ raus…
so letzte stunde: „UND ACHTET DARAUF DASS DIE ANTENNE GENAU n*Wellenlänge LANG IST“.
Ist da was wahres dran oder mal wieder voll daneben :smile:? Ich habe nämlich im Netz nix vergleichbares gefunden.

Hallo!

Ich bin grade dabei ein MW-Radio als Projekt im Physikkurs zu
bauen.

Toll, wird leider viel zu selten noch gemacht,

Jetzt stehe ich jedoch vor einem Problem: ich habe mir Teile
für einen Schaltplan besorgt, in dem ein 250pF
Trimmerkondensator für den Schwingkreis vorgesehen ist.
Alles was ich bei Conrad gefunden habe waren aber grade mal
90.

Eben, Trimmerkondensatoren sollen ja nicht die eigentliche Kapazität darstellen sondern nur zur Korrektur dienen, also zum Trimmen.

Oder weiß jemand vielleicht wo es einen solchen Kondensator
sonst zu kaufen gibt?

Altes Radio ausschlachten wäre die billigste Methode, aber es wird in jedem Elektronitladen Drehkos mit 500 pF geben, frag nach und erzähl was du vorhast.
Als Spule: 70 Windungen auf eine Klopapierrolle!

ps: meine Physiklehrerin haut abundzu mal so dolle
„statements“ raus…
so letzte stunde: „UND ACHTET DARAUF DASS DIE ANTENNE GENAU
n*Wellenlänge LANG IST“.
Ist da was wahres dran oder mal wieder voll daneben :smile:? Ich
habe nämlich im Netz nix vergleichbares gefunden.

Ein deutliches Jein.

„Eine gute Antenne ist der beste Verstärker“ war immer ein Spruch der Radioamteure.

Du wirst aber kaum eine angepasste Antenne verwirklichen können, in diesem Wellenbereich.

Es gibt Schaltungen, die diese Anpassungen ermöglichen, das wird aber kaum das Thema deines Kurses sein.

Wie eilig ist es, ich habe selbst zurzeit viel zu tun.

Aber dieses Thema ist eines meiner liebsten, also bei weiteren Fragen nachhaken!

Ich wünsche Dir viel Erfolg und guten Empfang.

Vielleicht solltest Du Deine Frage nochmal (abgewandelt, damit´s kein Doppelposting wird) im Brett Amateurfung stellen, das passt noch besser.

Ein schönes WE.

Gruss Volker

Hallo Philipp,

so letzte stunde: „UND ACHTET DARAUF DASS DIE ANTENNE GENAU
n*Wellenlänge LANG IST“.
Ist da was wahres dran oder mal wieder voll daneben :smile:? Ich
habe nämlich im Netz nix vergleichbares gefunden.

Theoretisch ist dem schon so, aber in der Praxis gibt es da zwei Probleme:

1. die Wellenlänge:
Langwellen: 1km - 10km
Mittelwelle: 100m - 1km
Kurzwelle: 10m - 100m
UKW (Radio): um 3m
Was den Radio-Empfang anbelangt, kommst du nur bei UKW in einen handlichen Bereich.

2. Du möchtest ja nicht nur eine Radiostation empfangen. Um die Vorgabe zu erfüllen, müsstest du neben dem Empfänger auch immer die Antenne mit abstimmen. Du kommst als in der Praxis nicht darum herum einen Kompromiss zu wählen.

In der Praxis wird die Antennelänge nur bei Sendern (wegen der Leistung gibt es da noch ein paar andere Probleme) und bei Empfängern für fixe Fequenzen fest auf die Frequenz abgestimmt.

MfG Peter(TOO)

Hallo HuddiHutzn,

Jetzt stehe ich jedoch vor einem Problem: ich habe mir Teile
für einen Schaltplan besorgt, in dem ein 250pF
Trimmerkondensator für den Schwingkreis vorgesehen ist.
Alles was ich bei Conrad gefunden habe waren aber grade mal
90.

Meinst Du einen Drehkondensator? - So ein Ding ist vielleicht wirklich schwer zu bekommen, da kaum noch Geräte mit solchen Bauteilen gebaut werden. Am ehesten bietet sich an, auf einen Flohmarkt zu gehen, und dort ein kaputtes altes Radio aus den 50 - 60iger Jahren aufzutreiben, und aus diesem den Drehkondensator auszubauen (ein intaktes Radio wäre wohl zu schade dafür).

Lieber würde ich die Schwingkreisfrequenz durch eine höhere
Induktivität der Spule angleichen.
Funktioniert das genausogut? Oder hat das Auswirkungen auf die
Restschaltung?

Das müßte auch gehen. Allerdings müßtest Du dann der Spule nicht im selben Verhältnis mehr Windungen geben, wie der Kondensator nun kleiner ist. Die Induktivität nimmt grob gesagt mit dem Quadrat der Windungszahl zu.

ps: meine Physiklehrerin haut abundzu mal so dolle
„statements“ raus…
so letzte stunde: „UND ACHTET DARAUF DASS DIE ANTENNE GENAU
n*Wellenlänge LANG IST“.
Ist da was wahres dran oder mal wieder voll daneben :smile:? Ich
habe nämlich im Netz nix vergleichbares gefunden.

Es ist nicht wirklich falsch und für praktische Zwecke trotzdem Blödsinn. Denn für einen Mittelwellenempfänger müßte die Antenne dann Hunderte Meter lang sein, und diese Länge noch beim Durchstimmen mit verändert werden.

Bei UKW, Handy, Schnurlos-Telefonen, Bluetooth und W-Lan sind die Wellenlängen viel kürzer und die Antennen z. T. nur ein paar Zentimeter lang; man verkürzt sie noch gerne dadurch, in dem man gewissermaßen einen Teil davon auf eine Spule aufwickelt.

Die von der Konstruktion her einfachste Antenne ist ein Lambda/4-Stab (die Hälfte eines Dipols). Für UKW ist das mit etwa 75 cm eine handliche Größe. Aber auch diese Länge bleibt über den ganzen Frequenzbereich (87.5 - 108 MHz) gleich.

Für Mittelwelle übliche Antennen:

  • Langdrahtantenne (in der Anfangszeit): ein etliche Meter langer Draht, der in einiger Höhe zwischen zwei Bäumen oder dgl. angebracht wurde.

  • Rahmenantenne (auch in der früheren Zeit des Rundfunks): die Spule des Eingangsschwingkreises ist auf einen Holzrahmen (20 cm und mehr Durchmesser) gewickelt.

  • Ferritantenne (später durchwegs üblich, Transistorradios usw.):
    das ist eine Weiterentwicklung der Rahmenantenne, die einen Ferritkern hat, ein Stab mit etwa 10-20 cm Länge und ca. 1 cm Durchmesser. Auf diesen Ferritstab ist die Spule gewickelt.

Diese Technik (Mittelwellenrundfunk) ist so ziemlich verlassen worden, ich glaube, in Österreich gibt es überhaupt keine MW-Sender mehr. Informationen gibt es wohl nur noch in alten Büchern über das „Radiobasteln“ aus den 60-70iger Jahren und davor.

Gibts bei Euch überhaupt noch Sender zum sinnvollen Ausprobieren?

Grüße,

I.

Sendertabelle
Hallo,

vielleicht diese: http://www.driveandtravel.de/reisen/rei_13.htm

Im Übrigen ist Basteln mit Kurzwelle eine echte Alternative. Wenn man dann mal beim Reflexempfänger angekommen ist, macht das Suchen neuer Sender richtig Spaß.

Gruß
André

Alternative
Hallo!

Wie weit ist das Projekt?

ich hatte die letzten Tage nicht viel Zeit.

Die einfachste Alternative habe ich schlicht nicht gesehen.

Muss der Kondensator abstimmbar sein???

Du kannst auch, ohne die Schaltung zu ändern, das Ganze so aufbauen, dass du einen Festkondesator benutzt, z.B. 300 bis 500 pF und die Spule nicht als Luftspule sondern auf einem Ferritstab wickelst und durch Verschieben des Stabes die Induktivität ändern.

Ich leider auf die Schnelle keine Daten griffberert.

Es passiert das Gleiche, die Frequenz ändert sich.

Die Qualität des Schwingkreises ändert sich, wird glaube ich schlechter, aber dürfte bei MW noch nicht so dramatisch sein.

Wenn´s noch aktuell ist, melde Dich mal, ich suche dann nach meinem Tabellenbuch.

Guten Empfang

Gruß Volker