Radio selbst bauen

hallo

Welche Teile benötigt man um ein Radio zu bauen.

für das einfachste Radio reicht eine Diode,eine Spule ,ein Drehkondensator,Antenne und Erdung

Gruss Michael

für das einfachste Radio reicht eine Diode,eine Spule ,ein Drehkondensator,Antenne und Erdung

Genau. Als Antenne genügt ein langer Draht und zum Hören braucht man allerdings noch einen Kopfhörer. Man kann es aber auch an einen Verstärker anschließen.

Dieses Radiogerät empfängt Lang- Mittel- oder Kurzwelle, je nach Spule und Kondensator und die Diode demoduliert die Amplitude (–> für AM-Sender geeignet). Die lokalen MW-Sender kann man damit empfangen.

Bernhard

hallo

Hallo Grußloser!

Welche Teile benötigt man um ein Radio zu bauen.

So ganz allgemein?
Widerstände, Kondensatoren, Drehkondensatoren, Spulen, Dioden, Transistoren, Elektronenröhren?, Röhrenfassungen?, Kopfhörer?, Lautsprecher, NF-Übertrager, Blech, Schrauben, Platinen, Netztransformatoren, Elkos, Gleichrichter, mehrpolige Schalter, Schaltdraht, Lötzinn, Lötstützpunkte, usw. usw.

Das ist nur der Teil, der mir gerade einfällt. Es gibt noch viel mehr.

Das Problem ist: wenn Du Anfänger bist, ist es natürlich aussichtslos, gleich zu Anfang einen FM Stereo/SW/MW/LW PLL Synthesized World Band Receiver bauen zu wollen.

Als ich Schüler war (Mitte des vorigen Jahrhunderts) war für technisch interessierte Jungen (Mädchen hatten sich für Handarbeit und Puppen zu interessieren) der Einstieg in die Elektronik – damals noch „Radiobasteln“ genannt – der Bau eines Detektorempfängers.
http://de.wikipedia.org/wiki/Detektorempf%C3%A4nger
Dazu brauchte man:

  • eine 10 bis 20m lange „Langdrahtantenne“, welche so hoch wie möglich über dem Boden, z.B. unter dem Dachfirst, waagerecht aufgespannt wurde,
  • eine Erde, wozu sich am Besten die Wasserleitung eignete. Da man aber seine Radioversuche nicht unbedingt in der Küche (Einspruch der Mutter) oder auf dem Klo (Einspruch der ganzen Familie) durchführen konnte, und da Zentralheizungen im sozialen Wohnungsbau damals eher selten waren (genau so wie Badezimmer), war allgemein auch die Schutzerde der Steckdose als Erde gebräuchlich.
  • einen Parallelschwingkreis, bestehend aus einer Spule und einem Drehkondensator,
  • ein Detektorkristall bzw eine Germaniumdiode sowie
  • einen hochohmigen Kopfhörer.

Die Steigerung war dann schon der Detektor mit einer Elektronenröhre und einer Rückkopplung, der Rückkopplungsempfänger.
http://de.wikipedia.org/wiki/Audion

Wenn man den (erfolgreich) gebaut hatte, trennten sich die Interessengebiete. Wer sich für Hochfrequenztechnik interessierte, schlug die „Laufbahn“ des Funkamateurs ein und war dann irgendwann in der Lage, recht anspruchsvolle „Radios“ zu bauen.

Ich bin in die andere Richtung abgedriftet, z.B. wie kann man mit einem umgedrehten Lautsprechertrafo, einer Taschenlampenbatterie, etwas dünnem Spulendraht und zweier Stecknadeln eine Vorrichtung bauen, mit der man seinem Vater, der auf seinem Schneidertisch saß und arbeitete, einen elektrischen Schlag versetzen konnte. Er ist ganz schön gehüpft – und ich habe den Nachmittag in den Salzufler Wäldern zugebracht, bis sich zu Hause die Lage beruhigt hatte.

Aber irgendwie war das der Beginn meiner späteren Karriere als Steuerungstechniker.

Hilft Dir das jetzt irgendwie weiter?

Gruß
merimies