ich habe die, zugegebenerweise etwas verrückte, Idee mit dem Fahrrad von der Mongolei, entlang der Seidenstraße bis Kashgar, durch Tibet nach Kathmandu zu fahren.
Kennt jemand die Strecke, kann mir jemand sagen ob das für eine ungeübte Radlerin möglich ist, zudem noch alleine? Ich bin sonst immer mit dem Rucksack unterwegs und kann somit die Belastung nicht richtig einschätzen. Wie sieht es mit Wasser, Verpflegung, Wüstenabschnitte, Steigungen, Kälte, Hitze…aus.
Wäre toll wenn mir jemand ein paar Tipps geben könnte.
Danke, Gruß Heike
vorweg - die Gegend kenne ich überhaupt nicht, aber vielleicht trotzdem einiges zum überlegen anzubieten.
Ich hab während meines Studiums 2 größere Touren gemacht.
Einmal Dresden-Poprad (Slowakei), etwa 700km.
Da waren wir zum Anfang 7, 3 Mädchen, zum Schluss sind 3 mit dem Zug hinterhergekommen. Eines der Mädchen hats aber gut überstanden. Gefahren sind wir eine Woche, jeden Tag etwa 100 km.
Im Jar drauf sind wir zu dritt (3 Jungs) von Dresden nach Athen gefahren. Das sind 3000km, dafür brauchten wir knapp 4 Wochen.
Wir habens zwar geschafft, aber frag nicht wie…
Für die letzten 40 km haben wir 2 Tage gebraucht, es ging einfach nichts mehr. Dabei sind wir eigentlich gut trainiert gefahren, ich hab zu der Zeit z.B. häufiger mal die Tour Dresden-Berlin (200km) an einem Tag gemacht.
Wenn ich nun höre, das Du eine solche Tour, auch wenn sie möglicherweise kürzer ist,
in der Gegend,
allein,
untrainiert
machen willst - da bin ich doch sehr skeptisch.
Wenn Du so eine Tour vorhast, würde ich eher empfehlen:
Training, ohne Gepäck sollten 150km/Tag keine Hürde mehr sein; aber auch mal mit Gepäck fahren.
nicht allein, sondern in einer 3-5 Leute starken Gruppe fahren.
auf jeden Fall jemanden dabei haben, der ein Fahrrad auch reparieren kann
Ersatzteile mitnehmen (wir hatten inkl. Werkzeug etwa 15kg dabei - die haben wir auch dringend benötigt. Wenn Du bedenkst, dass mehr als 20 kg pro Fahrrad ungünstig sind, weisst Du, warum sowas allein schwierig ist…)
bessere Idee
Martin, du fährst mit. Dann seit ihr schon Zwei.
Ansonsten hat natürlich Micha recht. So eine Reise kann man nicht
aus dem ,Stand’’ machen.
Aber du weist. Wenn Frauen sich was in den Kopf setzen…
Jo
soviel ich weiß gibt es im Internet eine Tourenbeschreibung mit dem Motorad durch die Mongolei. Und ich glaube es gibt 2 Firmen, die in der Mongolei Motorradtouren anbiete. Dort könntest Du Dir sicherlich mehr Infos holen. Schick mir doch mal ne Mail!
Und da müßten natürlich auch Fahrradbeschreibungen über China und jede Menge über Nepal im Netz sein. (Zitat aus dem China Bericht: 9.00 Uhr: wir fahren mit dem Bus los. 9.05: Rums! - ein Fahrad weniger in China!)
Grabsch Dir doch mal ne Suchmaschine und häng dich mal einige Stunden an den Rechner.
Von der Mongolei weiß ich nur, daß die zur Zeit ein Problem mit den Ärzten haben (dort gibt es viel zu wenige) und das die „Straßen“ im Land sehr, sehr schlecht sind.
Ich bin die Strecke zwar nicht gefahren und war in der Gegend mit dem Fahrrad noch nicht unterwegs, sondern mit öffentl. Verkehrsmitteln (nicht in Tibet und der Mongolei, aber in Xinjang). Die Strecke (Kashgar - Lhasa), die du fahren möchtest, gilt von der Trinkwasserversorgung als relativ gefährlich (Wassermangel) - auch die Hitze ist nicht zu unterschätzen. Weiters lassen einem die chinesischen Behörden diese Route idR nicht fahren.
Die Wüstenstrecke durch die Taklamakan Wüste ist lang. Außerdem ist es in dieser Gegend zumindest im Sommer sehr heiß (also jetzt Ende Juni 2001 war es sehr heiß)
Jedenfalls ist dieses Route nur für Trainierte.
Die Gegend ist sehr schön und sicherlich eine Reise wert. Ich bin von Pakistan gestartet über den KKH nach Xinjang, Kashgar, gefahren und von dort weiter nach Kirgisistan.
Gruß
Tom
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Hallo Heike, ich habe bei Deiner Idee (so interessant sie auch klingen mag), arge Bauchschmerzen. Wie weit ist das eigentlich, von der Mongolei bis nach Kathmandu? 3000 oder 4000km? Ganz abgesehen vom unberechenbaren Wetter und der fehlenden Infrastruktur koennen es auch die chinesische Behoerden sein, die einem mit irgendwelchen selbstausgedachten Schikanen so eine Reise vergaellen koennen. China ist halt nicht Westeuropa.
Ich selbst hab z.B. mal von einer Islanddurchquerung per Rad getraeumt, seit ich aber mal dort war (ohne Fahrrad, mit dem Bus und zu Fuss), weiss ich, dass ich so eine Tour so bald nicht machen werde. Zu Hause, aus dem warmen Wohnzimmer heraus, planen sich solche Reisen immer gut, aber wenn’s dann Realitaet werden soll… Man muss damit rechnen, stundenlang mit Gegenwind, vielleicht sogar bei Regen, zu fahren, kein Haus in der Naehe, wo man mal auf einen Kaffee einkehren koennte, besch… Strassenverhaeltnisse, dann vielleicht noch einen Platten bei Dauerregen, und das alles noch alleine…?
Lieber nicht,
sagt Jan
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