hallo,
warum heißen eigentlich einige Rambausteine Dual Channel andere nicht?
danke
Friedrich
PS:welche Raumbausteinen sind wirklich Premiumware und warum?
hallo,
warum heißen eigentlich einige Rambausteine Dual Channel
andere nicht?
Dual Channel ist ein Betriebsmodus des Speichercontrollers einiger Mainboard und Prozessoren, der es gestattet, zwei Speicherbänke parallel anzusteuern und somit die Datenübertragungsrate zu erhöhen. Das hat nix mit dem Speicher an sich zu tun, im Single- und Dual-Channel-Modus können dieselben Speichermodule verwendet werden.
PS:welche Raumbausteinen sind wirklich Premiumware und warum?
(Die folgenden Angaben gelten NUR für DDR-RAM)
Das lässt sich nicht pauschal sagen, da eine wahnsinnige Vielfalt verschiedener Hersteller mit einer wahnsinnigen Anzahl verschiedener Speicherarten und -qualitäten auf dem Markt vertreten ist. Dass geht sogar soweit, dass viele Hersteller auf Speichermodulen desselben Typs (z.B. Corsair CMX512-3200C2) je nach Verfügbarkeit verschiedene Chips verbauen, die mehr oder weniger gut sein können.
Gute Speichermodule unterscheiden sich von minderwertigen Modulen vor allem in der erreichbaren Taktrate und den erreichbaren Timings/ Latenzzeiten (CL, tRCD, tRP, tRAS, DRAM Command Rate). Diese hängen von der Qualität der Platine und besonders der verbauten Speicherchips ab. Je niedriger die Latenzzeiten (= Wartezeiten, die versteichen müssen bis nach Ausfühen eines Befehls im Speicher jeweils der folgende Befehl ausgefürt werden kann) sind und je höher die Taktrate ist, desto mehr Daten können pro Zeit übertragen werden.
Ein weiteres Kriterium (das man so ohne weiteres nicht überprüfen kann) ist die Programmierung des SPD-Chips auf dem Speicherriegel. Eine schlechte Programmierung kann zu Lasten der Performance und der Kompatibilität führen.
Als gute Speicherhersteller sind z.B. OCZ, Geil, Kingston, Corsair und Mushkin bekannt. Allerdings gibt es auch bei Speichermodulen dieser Firmen logischerweise Unterschiede, da jede Firma verschiedene Speicherserien für verschiedene Einsatzzwecke im Angebot hat. So wird günstigerer Speicher mit schlechteren Timings oft als „Value Select“ oder „Value Edition“ bezeichnet, besonders schneller und hoch zu taktender Speicher derselben Firma trägt oft Zusatz-Bezeichnungen, wie „XMS“ (eXtreme Memory Speed), „Gold-“ oder „Platinum-Edition“ und Speicher mit extrem niedrigen Latenzzeiten wird von Corsair z.B. mit dem Zusatz „LL“ für Low Latency geschmückt.
Um es komplett verwirrend zu machen, soll nicht unerwähnt bleiben, dass oftmal „Value“-Riegel und „High-End“-Riegel desselben Herstellers technisch sogar völlig identisch sind. Oftmals werden auf beiden dieselben Chips verbaut, man muss es nur wissen, sehen (Stichwort Winbond BH-5) oder zur richtigen Zeit den richtigen Testbericht lesen. 
Welche Speichermodule letztlich für dich in Frage kommen, musst du anhand deiner Bedürfnisse entscheiden. Z.B. schauen Leute, die moderne Pentium 4 - Systeme übertakten wollen, eher auf die erreichbare Taktrate, als auf die Timings, da der P4 nur über den FSB-Takt zu übertakten geht und die beste Leistung erreicht wird, wenn der Speichertakt synchron mit angehoben wird. Gute Timings sind in diesem Fall weniger kritisch, da der Dual-Channel-Modus schlechtere Timings teilweise kompensiert. Für Leute, welche nicht übertakten, aber aus ihrem System bei Standardeinstellungen die maximale Leistung schöpfen wollen, ist die maximal erreichbare Taktrate eher uninteressant, sie benötigen bei der zulässigen Taktrate (266, 333 oder 400 MHz) die bestmöglichen Timings (Der Leistungsunterschied zwischen DDR400 - Speicher mit sehr guten und schlechten Timings ist rechnerisch etwa genauso groß, wie der Unterschied durch eine Takterhöhung um 66 MHz!)
Hoffe, das war hilfreicher als verwirrend.
LG, Jesse