Hallo Tessa 
Ja, ich habe mir schon die Rezeptseiten kurz angesehen. Ich habe noch nicht die Zeit gefunden, mich zu entscheiden. Das mache ich wahrscheinlich dieses Wochenende, da ich dann mehr Ruhe habe, auch die englischen Texte zu lesen. Danke nochmal für die guten Links
Mirellas kleine Familie bekommt garantiert eine kleine Überraschung *freumichschon*
Zu deiner Frage zum Ramadan:
Da weiß ich vieles, was ich mir selbst angelesen oder in der Familie erklärt bekommen habe. Da meine Eltern aber geschieden sind und die Familie durch Kontinente getrennt, war es ab dieser Zeit eigenes Interesse und immer nur in Buch oder Webseitenform oder Gesprächen mit fremden Moslems.
Allgemein sollte ein Moslem sich nicht nur zum Ramadan an die 5 Säulen (Glaube, Gebet, Zakat/„Spende“, Saum/Fasten, Pilgerreise) des Islam erinnern und an die Richtlinien/Gebote zum Leben, die der Prophet Mohammed weitergegeben hat.
Ramadan ist der Monat, in dem der Koran übermittelt wurde. Es ist ein Monat der Übung/Selbstbeherrschung, der inneren Einkehr, der Buße, der Vergebung und des Erbarmens. Die Menschen suchen ihren Weg zu Gott in der Kombination innerer und äußerer Reinigung (fasten und beten).
"Ein Mensch mag technisch korrekt fasten, dennoch wird dieses Fasten bei Gott nicht belohnt, wenn es nicht um seiner Willen geschieht. Weltliche Gründe für das Fasten sind beispielsweise:
- Fasten, weil alle anderen Muslime in der Umgebung es auch tun
- Fasten, weil man dadurch sein Übergewicht bekämpft
- Fasten, weil dies eine Kur vorschreibt.
Wie gesagt, vor allem die letzten beiden Gründe können natürlich für den Menschen so auch für den Muslim) von Nutzen sein, sind natürlich auch nicht islamisch verwerflich, haben aber keine religiöse Bedeutung."(Zentralrat der Muslime Deutschland)
Fasten sollten gesunde gläubige Moslems ab der Pubertät. Jeder Tag, der nicht gefastet oder mit beten und fasten verbracht wurde oder mit der ehrlichen Absicht, es für Gott zu tun, an dem die Frau ihre Periode hatte usw., kann nachgeholt werden. Kranke Menschen, Reisende oder harte Arbeiter, alte schwache Menschen und Kinder sind vom Fasten freigestellt.
Ich erinnere mich auch aus meiner Familie, daß immer zum allabendlichen Fastenbrechen zuerst ein Schluck Wasser ganz bewußt genommen wurde (alle). Alle Menschen, ob arm und reich, sind gleichgestellt, alle trinken zu diesem Zeitpunkt einen Schluck Wasser. So wurde es mir erklärt, daß alle Menschen vor Gott gleich sind und unsere Körperlichkeit und Sterblichkeit uns jedes Mal daran erinnern.
Zum Fasten selbst:
In islamischen Ländern werden die Muslime von den Muezzins, dem Gebetsrufer, über den Zeitpunkt des Fastenbrechens informiert oder auch wie in Kairo durch Kanonenschüsse von der Zitadelle. Es ist eine große mathematische Aufgabe, jedes Mal alles neu zu errechnen. Hier in Deutschland informiert der Zentralrat der Muslime über dieses schwere Rechenstück. Grob gesagt, sollte von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang nicht gegessen, getrunken, man sexuell enthaltsam sein, keine Rauschmittel (auch Zigaretten) genommen werden (eigentlich jeglicher Genuß/Luxus, der in Körperöffnungen eindringen kann oder den Gedanken von Gott ablenkt).
Vielleicht habe ich noch was vergessen. Man möge es mir verzeihen.
Habe ich dir weiterhelfen können, Tessa?
Lieben Gruß, Faten