bugs- vs. rangieren
Hai!
jau, genau das tut man mit einem Auto - oder fährt Deines von
ganz alleine in die Parklücke? ;o)
Schön wär’s
(Ich versuche immer, Lücken zu finden, die selbst für mich Grobmotoriker groß genug sind.) Aber da wirke ich ja nicht von außen ein, schiebe also, sondern sitze drin und lenke. Das war der Unterschied, den ich meinte.
Ich bleibe dabei: Beim Rangieren geht es um die Bewegung, beim
Bugsieren um die Enge und Kniffeligkeit der ganzen Sache.
Habe bei der Duden-Sprachberatung und der GfDS nachgefragt: Beide meinten, auch sie würden spontan das „Bugsieren“ als äußere Einwirkung verstehen, so wäre schon vom Ursprung* her die gebräuchlichere Verwendung. Aus der aktuellen Tagespresse, Polizeiberichten u.ä. könne man aber entnehmen, dass „Bugsieren“ mit „Rangieren“ zunehmend gleich verwendet wird. (Obwohl, was ich oft in meiner Tageszeitung lese, deren Redakteure auch immer hoch und heilig beteuern, die Artikel würden redigiert und gegenredigiert … Da sträuben sich einem die Haare, selbst man man nicht sonderlich penibel ist.)Es fände evtl. eine umgangssprachliche Bedeutungsangleichung statt. Können wir also beide gut schlafen 
Was die Kniffeligkeit angeht: Auch das Rangieren von Zügen bzw. Waggons in Bahnhöfen ist eine kniffelige Angelegenheit, da wird viel hin- und her - na was wohl - rangiert, bis die richtige Reihenfolge hergestellt ist. Insofern drückt das Rangieren mit dem Auto ebenfalls aus, dass es nicht zack, zack geht.
Grüße,
Eva
*Der Schlepper bugsiert ein Schiff in den Hafen: Dieses Schiff tut selber nichts, es wird dirigiert. Der KNAUR sagt: „in’s Schlepptau nehmen“ oder „jmdn. ins Bett bugsieren“, was heißt, man schiebt, zieht, drückt ihn mehr oder weniger. Kommt auch urspr. von lat. „pulsare“: stoßen, treiben, vertreiben.