Rapport bei Tapeten richtig zuschneiden?

Hallo,

ich habe folgendes Problem:
ich ziehe um und möchte in der neuen Wohnung gerne ein Stück Wand tapezieren, und zwar mit einer gemusterten Tapete.
Bisher habe ich jedoch nur Einfarbige verwendet, bei welchen es ja egal ist, wie ich die Bahnen zuschneide.

Nun habe ich das halbe Internet nach einer Anleitung zum Schneiden von Tapetenbahnen mit Mustern gesucht, aber keine brauchbare gefunden.
Mir ist bewusst, dass ich darauf achten muss, dass die Bahnen zusammenpassen, aber wie genau gehe ich dabei vor?

Schneide ich erst eine Bahn und rolle den Rest daneben aus, um zu suchen, wo die passende Kante ist, die das Muster weiterführt?
Und was mache ich dann mit den Stücken dazwischen? Ist das nicht zu viel Verschnitt?

Wäre super, wenn mir jemand weiterhelfen könnte!
Schon einmal vielen Dank!

Schneide ich erst eine Bahn und rolle den Rest daneben aus, um
zu suchen, wo die passende Kante ist, die das Muster
weiterführt?
Und was mache ich dann mit den Stücken dazwischen? Ist das
nicht zu viel Verschnitt?

Hi, genau so wäre es richtig. Mit dem Verschnitt, der dabei anfällt muss man leben.
MfG ramses90

Schneide ich erst eine Bahn und rolle den Rest daneben aus, um
zu suchen, wo die passende Kante ist, die das Muster
weiterführt?
Und was mache ich dann mit den Stücken dazwischen? Ist das
nicht zu viel Verschnitt?

Hallo Fyo,

http://www.henkelhaus.de/wissen/lexikon/mustertapete…

Auf der Rolle ist der Vesatzabstand aufgedruckt.
Ich mache es zwar anders aber ich würde dir empfehlen, da die Bahnen 1,3,5,7 für sich identisch sind, Bahnen 2,4,6,8 für sich auch, arbeite mit zwei Rollen.

Mess die Wandhöhe an der längsten Stelle aus. Plus 20 cm (10 cm für oben und für unten).
Dann roll die erste Bahn aus. Überprüfe ob dir die Oberkante der späteren Tapete zusagt, also nicht daß sie unschön durch z.B. eine Kaffekanne (Küchentapete) geht, ggfs. „oben“ noch x cm abschnippseln.

Dann die Bahn ablängen. Nun von der gleichen Rolle identische Kopien der ersten Bahn zuschneiden.

Mit der zweiten Rolle verfährst du genauso, nur der Anfang der ersten Bahn von ihr ist um den Versaz versetzt plus ggfs. de x cm von vorher.

Tisch freiäumen, eine bahn der ersten Rolle drauflegen, dann eine Bahn der zweiten Rolle, dies halt abwechselnd weiter…

Rechne mal mit 3 Bahnen pro Rolle bei normal hohen Wänden. Die vierte Bahn einer Rolle, falls sie zu kurz sein sollte, über Türen, unter Fenster einsetzen.

Gruß
Reinhard

Hallo!
In der Verpackung der Tapetenrolle bzw.auf der Banderole findest Du meistens einen Hinweis (Zeichen) um was es sich für einen Ansatz handelt.
Auf dem Verschnitt hat man je nach Muster keinen großen Einfluss, man kann das Muster noch etwas ausgleichen wie es auf der Wand kommt, heißt wo schneide ich es an der Decke bzw.Boden ab (sieht mitunter nicht aus wenn es eine großes Blumenmuster ist und ich schneide die an der Decke in der Mitte durch) lässt sich aber nicht immer vermeiden.
Hier http://www.tapeten-bocksberger.de/Tapetenkunde_lang… findest Du diese Zeichen.
Wenn die erste Bahn richtig in der Länge ausgemessen ist (mit Zugabe)kann man die nächste Bahn auf Muster darauf legen, so das es oben und unten reicht, normalerweise ist die dritte Bahn dann wieder wie die erste.
Wird nur eine Wand Tapeziert vermittelt man auch je nachdem das Muster, so das es an den beiden Seiten der Wand gleich ist, man kann aber auch aus der Mitte der Wand Tapezieren obwohl man normalerweise immer mit dem Lichteinfall Kleben soll.
Gruß Sepp.

Danke für die schnelle Antwort!
Jetzt kann ich mir das schon eher vorstellen~
Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, passt immer Bahn 1 zu Bahn 3 und Bahn 2 zu Bahn 4.
Dann werde ich mal ein paar Rollen mehr kaufen, damit ich auf der sicheren Seite bin und mir die Tapete nicht ausgeht ^-^

Hi!

Ich habe das gerade hinter mir. Im Grunde hängt es vor allem davon ab, wie hoch die Wände sind und ob das Maß zum Rapport passt.

Bei mir war es so, dass ich durch die Fußleiste prinzipiell aus einer Rolle Tapete 4 Bahnen herstellen konnte, wenn das Muster nicht wäre. Wenn ich aber abwechselnd mit zwei Rollen gearbeitet habe, kam das mit den Mustern oft viel besser hin.

Wenn du eine Vliestapete verwendest, musst du gar nicht unbedingt vorher die Bahnen abschneiden. Man kann auch von der Rolle weg kleben und anschließend unten abschneiden. Dadurch spart man immer ein paar Zentimeter.

Als ich dann mit der Diele fertig war, hatte ich noch soviel Tapete übrig, dass es noch für ein kleines Zimmerchen reichte. Dafür habe ich mir vorher schon die Bahnen im leeren Wohnzimmer zurechtgelegt und regelrecht zusammengepuzzelt. Wenn man genau Maß nimmt und pingelig puzzelt, tapeziert man am sparsamsten.

Ideal wäre es, wenn die Länge der Bahnen genau zum x-fachen Rapport des Musters passen würde und man dann abwechselnd mit zwei Rollen arbeiten würde. Aber das ist Theorie, in der Praxis wird das nicht perfekt klappen.

Es gibt aber auch sehr hübsche gemusterte Tapeten, die ansatzfrei zu kleben sind. Ein anderes Zimmer habe ich damit tapeziert und das war schön stressarm und sparsam.

Und noch etwas: Diese Tapeten-Mengenrechner im Internet rechnen ziemlich großzügig. Als ich mich darauf verlassen hatte, hatte ich viel zu viel Tapete übrig. Viel besser hat es geklappt, als ich mir im vorletzten Zimmer die Wand (es sollte nur eine werden) genau angesehen und genau überlegt habe, wo welche Bahn hinsoll. Dadurch hatte ich später nur wenig übrig (ca. 2 halbe Bahnen) und das sogar mit Muster, Rapport und versetztem Ansatz.

Kurz gesagt: Je besser du planst und rechnest, desto weniger überflüssige Tapetenreste verstopfen (oder verzieren :wink:) später deinen Keller.

Viel Erfolg und viele Grüße

Anne