RASCI/RASIC als Diplomarbeit

Hallo zusammen,
mich interessiert eure Meinung zu folgendem Thema:
Ich bin BWL Studentin und stehe kurz vor meiner Diplomarbeit. Diese werde ich voraussichtlich in dem Unternehmen schreiben in dem ich auch z.Zt. mein Praxissemester absolviere…Seitens der Fima hat man mir vorgeschlagen, dass ich meine Dipl. arbeit zu o.g. Thema schreibe, da bei einigen von unseren Projekten die Verantwortlichkeiten nicht eindeutig geregelt sind. Diese Prozesse müssen dringend überarbeitet werden.
Mir ist nur leider über RASIC noch kaum etwas bekannt und auch die Suche im Internet hat mich nicht so weitergebracht. Z.B. in Bezug auf Literatur oder Praxisbeispiele.
Kann es sein, dass RASIC noch kaum verbreitet ist ? Meint ihr es macht Sinn darüber eine Diplomarbeit (Umfang ca. 60 Seiten) zu schreiben ? Habe Angst, dass ich mittendrin feststelle, dass es völlig ungeeignet ist…
Schonmal Danke für eure Antworten !

Moin,
ein „wenig“ mehr Informationen wären sinnvoll.
Um was geht es denn Thematisch? Wirtschaftsetik, Marketing usw.
Wie lang schreibst du? Schwerpunkte des Profs? Englische Abkürzung? usw usw usw
Grüße
Michael

Allgemeingut!

Mir ist nur leider über RASIC noch kaum etwas bekannt und auch
die Suche im Internet hat mich nicht so weitergebracht. Z.B.
in Bezug auf Literatur oder Praxisbeispiele.

RASCI wird eigentlich in fast allen Unternehmen > 1000 MA eingesetzt, unter vielen verschiedenen Namen:
RASIC, RACI, CAIRO, CARIO-VS … prinzipiell ist es immer das Gleiche.
Einige Unternehmen, die mir persönlich näher bekannt sind, die RASCI einsetzen sind u.A. Deutsche Telekom, Siemens, Bosch usw.

In der Führungstheorie kann man sehen, dass ein schlecht implementiertes RASCI allerdings schnell zur Wurzel großen Übels werden kann:
Ich selbst durfte Zeuge werden, wie der Einsatz von RASCI zu Fingerzeigen, Schuldzuweisungen und Apathie geführt hat:
„Ich darf das nicht entscheiden“, „Das hat derundder verbrochen“, „Mich hat ja keiner gefragt“, „Ihr habt nicht auf mich gehört“ usw. usf.

Warum trennt man Entscheidungskompetenz („A“) und Durchführungsverantwortung („R“), wenn man einigermaßen Vertrauen in die Kompetenz seiner Mitarbeiter hat?
Warum gibt es Leute, die konsultiert werden ohne daß sie Verantwortung haben („C“) und Leute, die informiert werden, aber kein Feedback geben dürfen („I“ - sind ja nicht „C“). Warum werden Leute vor „vollendete Tatsachen“ gestellt ohne daß man sie fragt, was sie davon halten („S“ statt „C“)?
Fragen, die beantwortet werden wollen - bevor man RASCI implementiert.
Den Fehler, diese Fragen nicht zu beantworten und RASCI zu nehmen hat schon einige Unternehmen viele ihrer besten Mitarbeiter gekostet!

Hallo,
es geht thematisch um eine Art „Dreiecksbeziehung“ zwischen meinem UN, unserem Lieferanten und unserem Kunden. Mithilfe von RASIC soll da eine Lösung gefunden werden in Bezug auf verschiedene Themen u.a. Gewährleistung etc.

Öhmöh…

es geht thematisch um eine Art „Dreiecksbeziehung“ zwischen
meinem UN, unserem Lieferanten und unserem Kunden. Mithilfe
von RASIC soll da eine Lösung gefunden werden in Bezug auf
verschiedene Themen u.a. Gewährleistung etc.

Also wenn das Problem so weit geht, daß man noch nichtmal weiß, ob der Kunde oder der Lieferant für die Durchführung einer Gewährleistung zuständig ist - dann wird RASCI auch nichts mehr helfen sondern nur eine großflächige GPO :stuck_out_tongue:

Als sinnvollere Variante bei Themen wie Gewährleistung könnte man über „RAVI“ nachdenken - Responsible (Lieferant), Accountible (Unternehmen), Verify (QS), Informed (Kunde)

Wer darüber jetzt allerdings eine Diplomarbeit schreibt - k.a. da muß noch mehr hinter stecken denn sowas wird normal an einem Vormittag in Workshops definiert und dann als Basis für eine künftige Optimierung herangezogen.

Hilft „VA-RISC“ weiter? :wink:

Gruß,
Michael

Danke schonmal für deine Antwort !!
Also bis jetzt ist lt. meinem Chef nur von RASIC die Rede…befinde mich auch noch ganz am Anfang der genauen Themendefinition. Die haben sich bisher nur so erste Gedanken darum gemacht. Inwiefern die anderen RASIC Formen bekannt sind weiß ich noch nicht… Aber wahrscheinlich werden diese Sachen während der nächsten 3 Monate noch aufkommen.
Welche Frage sich mir noch stellt: Ich habe bisher keine vernünftige Literatur dazu gefunden wo son bisschen über den theoretischen Ansatz geschrieben ist (ein wenig Theorie muss auch in die Arbeit mit rein)
Wenn ich nach „Google“ gehe gibt es keine Bücher darüber…du hast nicht zufällig noch nen Tipp ?