Moin nochmal,
Dann weißt du es offensichtlich besser als z.B.
Knesset-Abgeordnete.
Was soll ich besser wissen?
Welche Auswirkungen dieses Gesetz hat (alles weiter siehe Posting oben)
Aber das muss ja nicht so bleiben, dass
nur du im Besitz dieses oben von dir behaupteten Wissens bist,
also ein link, der deine Behauptung untermauern würde, wäre
schon hilfreich.
Auf Iwrith?
Wie meinen ?
(Und vergiss nicht, die Knesset-Abgeordneten
der Opposition und die diversen Menschenrechtsorganisationen
zu informieren, dass sie das wohl alle irgendwie falsch
verstanden haben).
Warum sollte ich, ich kenne doch den Diskussionstil in Israel
und kann es dort einordnen. Problematisch wird es halt, wenn
man dieses dann einfach überträgt.
Hier ging es aber nicht um irgend einen Diskussionsstil sondern um den Inhalt eines Gesetzes, über den sich anscheinend alle einig sind (nur dass die einen das für notwendig halten und die anderen für rassistisch). Du bist bislang der erste, der behauptet hat, das Gesetz hätte nicht die in dem SPIEGEL-Artikel dargestellten Auswirkungen.
Es geht darum, dass das Gesetz gegen Palästinenser
diskriminiert. DAS willst du doch wohl nicht ernsthaft
bezweifeln?
Es diskriminiert alleine Menschen, welche ihren Wohnsitz in
den besetzten Gebieten haben. Das will ich nicht bestreiten,
Ok, dann sind wir uns ja schonmal einig. Allerdings gehe ich mal davon aus, dass das Gestz nicht für Juden oder jüdische Israelis gilt, die ihren Wohnsitz in den besetzten Gebieten haben (z.B. in den jüdischen Siedlungen).
aber das ist für mich kein Rassismus
Die Frage, als was du das bezeichnen würdest, können wir ja ebenfalls in meinem Posting weiter oben klären.
und ob ich das gut finde,
dazu habe ich gar nichts geschrieben.
Ich auch nicht 
Wenn ein Deutscher im Auslang
geboren wird, hat er dann kein Anrecht auf die deutsche
Staatsbürgerschaft? Soweit ich weiss, hat er dieses und somit
verhält es sich hier nicht anders wie in Israel, wo genau
dieses für dich aber Rassismus ist.
Ist jüdisch sein für dich neuerdings gleichbedeutend mit einer
Staatsbürgerschaft?
Nein, aber genauso wie oben bei den Deutschen ist es auch eine
Volkszugehörigkeit und nur aus der leitet sich obiges ab.
Ok, ja, jetzt versteh ich. Ich finde diese „Abstammungsgeschichte“ bei Deutschen genau so ätzend. Mir haftet da zu sehr der Gedanke von den „guten“ und den „schlechten“ Genen an.
Ein ähnlich lautender Artikel stand seinerzeit in Haaretz.
Leider lässt sich das Archiv dort nicht mehr verlinken. Falls
du aber Wert darauf legst, such ich gerne weitere Artikel, die
den Spiegel-Artikel unternmauern.
Es geht doch gerade um die Details und anhand dieses Artikels
lässt sich das halt nicht klären oder?
Kommt drauf an. Welche Details meinst du?
Für mich war es nur wichtig, dass es in Israel ein Gesetz gibt, dass sich ausschließlich gegen ein ganz bestimmte Volksgruppe richtet (und sonst gegen niemanden). Ich würde es genau so rassistisch finden, wenn Palästinenser in Israel nur in bestimmten Wohngebieten wohnen, nur zu bestimmten Schulen gehen oder nur bestimmte Busse benutzen dürften.
Länder, die Gesetze gegen auschließlich eine bestimmte Volksgruppe (und nur diese erlassen) müssen sich nunmal den Vorwurf gefallen lassen, rassistisch zu sein (siehe auch das ehemalige Apartheitssystem in Südafrika).
Du würdest aber nie zugeben, dass es so ist. Ich hab es noch
nie erlebt, dass du hier irgendetwas zugegeben hättest,
was ein schlechtes Licht auf irgendeine israelische Regierung
geworfen hätte.
Ach je, wird die Sache etwas besser, weil sie nicht
rassistisch ist?
?? Welche Sache ?
Habe ich mich hier jemals positiv über die
derzeitige israelische Politik geäussert?
Nein, das hab ich hier auch noch nie erlebt 
Muss man Israel
gleich verdammen, als rassistisch bezeichnen usw., nur weil
man mit der Politik nicht einverstanden ist?
Nun,ich bin da nicht so zimperlich. Ich hab auch das Südafrika der Apartheid als Rassistischen Staat bezeichnet, obwohl man als Weißer dort auch zu der Zeit sicher gut leben konnte es auch die jeweiligen südafrikanischen Regierungen sicher nicht nur Mist gemacht haben (vieleicht sogar ansonsten weniger Mist, als die südafrikanische Regierung heute).
So, nun nochmal ganz langsam zum Mitdenken: Ich schrieb, dass
sich der Rassismusvorwurf gegen Israel nicht daran
festmacht, dass es dort Rassisten gibt (wie überall anders
auch), sondern daran dass es rassistische Gesetze gibt.
Sicher hast Du das geschrieben, dennoch hast Du mittendrin
beton, dass es dort Rassisten gibt.
Ja und? Das war ja schließlich das Thema dieses Threads, das du übrigens auch so aufgenommen hast. Warum bezüglich Israel so empfindsam?
Ach ja, ich vergass…wie konnte ich annehmen, dass es in
Israel Rassisten gibt, wie über all sonst auch auf der Welt,
ohne einen entsprechenden Beweis in der Tasche zu haben. Ich
gehe wohl immer noch davon aus, dass Israelis im Allgemeinen
ganz normale Menschen sind, ich Dummerchen ich.
Sind wir mittlerweile als von der These weg, dass Israel
rassistisch ist und jetzt nur noch dabei festzustellen, dass
es in Israel Rassisten gibt und das dieses leider ganz normal
ist?
Nein, mein Beispiel mit dem Zuzugsgesetz sollte ein Beleg dafür sein, dass es in Israel rassistische Gesetzgebung gibt. Dass ich nicht beurteilen kann, wie rassistisch die Israelische Gesellschaft (also die Menschen, die dort leben) ist, sagte ich ja bereits.
Nun gut, frage mich dann nur, warum die Diskussion ganz
anders begonnen wurde.
Ich finde diese Diskussion im Zusammenhang mit der Ausgangsfrage von Püla immer noch sehr interessant, da es einige Mechanismen aufzeigt, wie Diskriminierung und Rassismus funktionieren und vor allem, wie er gegenüber den eigenen Leuten (also denen, die davon nicht selbst betroffen sind) glaubhaft legitimiert wird (siehe auch Antwort von datafox). Das Argument, rassistische Gesetze dienen zum SChutz der eigenen Bevölkerung (vor „unreinem Blut“, vor kapitalistischer Ausbeutung, vor „Überfremdung“, vor „Terror“ etc.) ist so alt wie der Rassismus an sich.
Gruss
Marion