Rassistische Verhaltensweisen

Hi Eli,

offensichtlich ist mein Posting nicht gut formuliert gewesen, denn ich bezog mich nicht exklusiv auf Rassismus. Ich denke aber, das wurde inzwischen in den vorigen Beiträgen dieses Threads geklärt.

Was also sollte dein Posting?

Vielleicht zum nachdenken anregen?

Ja, das ist sicher gut. Mir ging datafox kommentar aber zu weit vom eigentlichen Thema weg und regte meiner Ansicht nach eher zum „wegdenken“ an als zum „nachdenken“.

Sicherlich ist es heute
Alltagswissen dass Israel und die USA rassistisch sind,

Das ist Quark. Wer heute behauptet, ein Volk sei rassistisch, ist doch selbst nicht besser. Es gibt überall auf der Welt Menschen, die sich durch politisch motivierte Agitation beeinflussen lassen. Ich zähle mich dazu! Darauf wollte ich aufmerksam machen. In Israel gibt es eben im Konflikt mit „den Palästinensern“ auch israelische Menschen, die sich kein objektives Bild über die Situation machen wollen (Achtung: ich lasse es dahin gestellt, ob sie es könnten - und auch, ob ich oder irgend jemand es überhaupt prinzipiell könnte).

wenn es um eine genau Klärung geht, merkt man leider zu
schnell, dass es sich hierbei fast ausschliesslich um
Vorurteile, Unverständnis und Unwissen handelt.

Exakt die Gründe, die immer wieder zu Diskriminierungen führen.

So wird Israel im Umgang mit den besetzten Gebieten immer
Rassismus vorgewurfen und auch in der UNO fand sich dafür
einmal eine Mehrheit.

Es weicht vom Thema ab, aber ich fände es toll, wenn du mir deine Sicht (vielleicht per e-mail) schreiben könntest, denn für mich sieht der Konflikt aus wie ein Völkermord.

Dabei wird aber völlig ausser acht
gelassen, dass in Israel gleichberechtig Palästinenser mit
israelischer Staatsbürgerschaft leben.

Ja, wie gesagt, nie ist alles schlecht. Wenn gegenüber Autobauern behaupte, daß Autos durch Emmission und Platzbedarf die Umwelt über Gebühr belasten, stellen die sich auf die Hinterbeine und argumentieren, daß aber doch die Motoren sparsamer geworden sind und daß ich keine Arbeit hätte ohne Autos und und und. So what? Darum drehte sich die Aussage doch garnicht. Es gibt da doch nur zwei legitime Möglichkeiten: Entweder sie widerlegen mir diese Aussage oder sie sagen „Ok. Können wir nicht ändern. Laß uns das Thema wechseln“ bzw. „Ok. Wie können wir das ändern?“.

Grüße,
Jochen

Hallo Taju,

danke für diesen Artikel! Super auf den Punkt gebracht! Ich würde dir gerne mehrere Sternchen geben, hier sind noch ein paar: ***** !

Verunft braucht Ziele, und diese lassen sich nur ethisch bzw. Weltanschaulich definieren. Rational geht das nicht, also basiert alle Vernunft letzlich auf Willkür.

Trotzdem ist das, glaube ich, nicht ganz so einfach. Beispiel Gentechnik. Pseudo-Darwinisten würden vernünftig behaupten, daß die (pränatale) Selektion fitter Individuen „gut“ ist. Aber die Art der Selektion, die Selektionskriterien sind nicht begründbar! Wer ist denn nicht fit? Ist zB. Stephen Hawking weniger fit als Cindy Crawfort? „Fit“ in Bezug auf das Individuum oder das soziale System? „Fit“ bezogen auf die unmittelbaren oder auf die langfristigen Folgen, innerhalb der Individualen Lebensspanne oder darüber hinaus? Wer versucht, hier „vernünftig“ zu argumentieren, muß eigentlich feststellen, daß es gar nicht geht. In der Konsequenz muß er sagen, was er glaubt zu wollen und wie er glaubt, das erreichen zu können.

Um nochmal ganz an den Anfang des Threads zu kommen:
Ich glaube, daß, je besser die Bildung, desto seltener der Fehler, bei der Argumentationskette zu früh abzubrechen (s. Bsp. oben) oder zu früh abgebrochene Ketten als „gegeben und vollständig und richtig“ zu übernehmen.

aber mir geht es so, daß ich dermaßen Angst
vor einer Absolutsetzung der Vernunft habe, daß ich sie
diskriminiere:wink:

Da bin ich doch dabei! Übrigends: Leben ist nicht möglich, ohne irendwas zu Diskriminieren. Leben ist Diskriminiereung (innen von außen, selbst von nicht-selbst, Freund von Feind, …)

Grüße,
Jochen

Moin Eli,

Dabei wird aber völlig ausser acht

gelassen, dass in Israel gleichberechtig Palästinenser mit
israelischer Staatsbürgerschaft leben. Sie haben hier mehr
Rechte (wie datafox schon schrieb) als in allen anderen
arabsichen Staaten. Wie also kann Israel hier rassistisch
sein?

Du weisst genau, dass das nicht stimmt. Alle negativ über einen Kamm scheren ist dabei genau so daneben, wie die Augen vor allem was falsch läuft zu verschließen.

Nur mal ein Beispiel: Darf der Ehepartner eines muslimischen Israelis palästinensischer Abstammung wenn er (der Ehepartner) aus den besetzten Gebieten stammt (oder einem anderen islamischen Land) und muslimisch ist nach Israel einreisen, dort leben und erhält ebenfalls die israelische Staatsbürgerschaft ? (soweit ich weiss nein).

Gegenfall: Darf der Ehepartner eines jüdischen Israelis wenn er aus irgend einem Land der Welt stammt und jüdisch ist nach Israel einreisen, dort leben und erhält ebenfalls die israelische Staatsbürgerschaft ? (soweit ich weiss ja).

Alles was die beiden Personen unterscheidet, ist ihre Religion. Die Konsequenzen sind fatal.

Dinge wie obige sind es, die den Vorwurf nähren, der israelische Staat sei rassistisch. Von der persönlichen Einstellung einiger Israelis zu Moslems allgemein und Palästinensern im Besonderen will ich hier mal gar nicht reden.

Gruss
Marion

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Nur mal ein Beispiel: Darf der Ehepartner eines muslimischen
Israelis palästinensischer Abstammung wenn er (der Ehepartner)
aus den besetzten Gebieten stammt (oder einem anderen
islamischen Land) und muslimisch ist nach Israel einreisen,
dort leben und erhält ebenfalls die israelische
Staatsbürgerschaft ? (soweit ich weiss nein).

der grund dafür ist nicht rassismus, sondern scheinehen von terroristen, die sich ihre freizügigkeit durch ehe erschleichen. einschlägige fälle sind hinlänglich bekannt.

die staatsbürgerschaft würde nicht auf ewig aberkannt, sondern das verfahren des erwerbs erschwert.

Gegenfall: Darf der Ehepartner eines jüdischen Israelis wenn
er aus irgend einem Land der Welt stammt und jüdisch ist nach
Israel einreisen, dort leben und erhält ebenfalls die
israelische Staatsbürgerschaft ? (soweit ich weiss ja).

was für ein dummer vergleich. juden haben das recht auf die israelische staatsbürgerschaft durch geburt erworben so wie ein kind eines deutschen das recht auf die deutsche staatsbürgerschaft durch geburt erworben hat, selbst wenn es in taiwan geboren ist und deutschland nur aus dem fernsehen kennt.

ausländische ehepartner werden frühestens nach fünf jahren in israel eingebürgert.

datafox

Hallo Marion.

Nur mal ein Beispiel: Darf der Ehepartner eines muslimischen
Israelis palästinensischer Abstammung wenn er (der Ehepartner)
aus den besetzten Gebieten stammt (oder einem anderen
islamischen Land) und muslimisch ist nach Israel einreisen,
dort leben und erhält ebenfalls die israelische
Staatsbürgerschaft ? (soweit ich weiss nein).

Ja, er kann (und es gilt allgemein, wenn der Ehepartner, kein Israeli ist und aus den besetzten Gebieten stammt. Die Religion spielt hier also keine Rolle!). Alleine der Erhalt der Staatsbürgerschaft wurde eingeschränkt. Er erhält sich nicht mehr automatisch und sofort. Aber geht es auch umgekehrt? Kann ein Israeli überhaupt hier einreisen? Oder geht es in der BRD? Nein, also was soll das jetzt?

Gegenfall: Darf der Ehepartner eines jüdischen Israelis wenn
er aus irgend einem Land der Welt stammt und jüdisch ist nach
Israel einreisen, dort leben und erhält ebenfalls die
israelische Staatsbürgerschaft ? (soweit ich weiss ja).

Und, willst Du jetzt aufgrund dieses Aspekts von Israel aufzeigen, dass es rassistisch ist? Wie ist das denn in der BRD? Anders? Sonderbar das ich hier aber noch nie den Vorwurft von Rassismus gehört habe.

Alles was die beiden Personen unterscheidet, ist ihre
Religion. Die Konsequenzen sind fatal.

Dieses ist nicht richtig.

Dinge wie obige sind es, die den Vorwurf nähren, der
israelische Staat sei rassistisch.

Nein, es ist alleine die Wertung. Israel war hier sehr tolerant in der Vergangenheit und hat dieses nun aufgrund der Konflikte eingeschränkt. Damit ist es aber immer noch offen als die meisten anderen Ländern. So bekommt hier ein ausländische Ehepartner auch nicht sofort die Staatsangehörigkeit. Aber genau dieses wird nun Israel als rassistisch vorgeworfen.

Von der persönlichen
Einstellung einiger Israelis zu Moslems allgemein und
Palästinensern im Besonderen will ich hier mal gar nicht
reden.

Ja, DIE Israelis… sicherlich gibt es hier auch Rassisten. Daraus aber nun einen allgemeinen Lehrsatz zu machen, enthält selber wieder Rassismus.

Schalom,
Eli

Ja, DIE Israelis… sicherlich gibt es hier auch Rassisten.
Daraus aber nun einen allgemeinen Lehrsatz zu machen, enthält
selber wieder Rassismus.

vor allem wenn man nach eigenen aussagen weder arabische noch israelische bekannte hat. was ist von solchen aussagen also zu halten?

datafox

Re^9: wider den Glauben an die Vernunft:wink:
Moin Eli,

tut mir ja leid, wenn ich deinen Glauben schon wieder erschüttern muss.

Nur mal ein Beispiel: Darf der Ehepartner eines muslimischen
Israelis palästinensischer Abstammung wenn er (der Ehepartner)
aus den besetzten Gebieten stammt (oder einem anderen
islamischen Land) und muslimisch ist nach Israel einreisen,
dort leben und erhält ebenfalls die israelische
Staatsbürgerschaft ? (soweit ich weiss nein).

Ja, er kann

Nein, er kann nicht: http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,259536,…

(und es gilt allgemein, wenn der Ehepartner, kein

Israeli ist und aus den besetzten Gebieten stammt. Die
Religion spielt hier also keine Rolle!).

Doch, allerdings. Für jüdische Israelis gilt das nämlich nicht. Die können heiraten wen sie wollen und mit ihrem Ehepartner in Israel leben.

Aber geht es auch

umgekehrt? Kann ein Israeli überhaupt hier einreisen? Oder
geht es in der BRD? Nein, also was soll das jetzt?

Ein Israeli, der eine(n) Deutsche(n) heiratet, unterliegt den gleichen Bestimmungen des Aufenthaltsrecht wie andere Menschen außerhalb der EU auch. Er wird wegen seiner Religion (und Staats-/ oder Volkszugehörigkeit) hier weder bevorzugt noch benachteiligt.

Gegenfall: Darf der Ehepartner eines jüdischen Israelis wenn
er aus irgend einem Land der Welt stammt und jüdisch ist nach
Israel einreisen, dort leben und erhält ebenfalls die
israelische Staatsbürgerschaft ? (soweit ich weiss ja).

Und, willst Du jetzt aufgrund dieses Aspekts von Israel
aufzeigen, dass es rassistisch ist?

Ja, sofern Diskriminierung aufgrund der Religion und Volkszugehörigkeit als Rassismus definiert. (Manche fassen diese Begriff ja etwas enger).

Wie ist das denn in der

BRD? Anders? Sonderbar das ich hier aber noch nie den Vorwurft
von Rassismus gehört habe.

Ja, hier ist es anders. Wenn ein Deutscher seinen Eheparnter aus dem Ausland nachholen lassen will, dann ist weder die Religionszugehörigkeit des Deutschen, noch die des Ehepartners von irgend einer Bedeutung.

Alles was die beiden Personen unterscheidet, ist ihre
Religion. Die Konsequenzen sind fatal.

Dieses ist nicht richtig.

Doch, das ist es.

Dinge wie obige sind es, die den Vorwurf nähren, der
israelische Staat sei rassistisch.

Nein, es ist alleine die Wertung. Israel war hier sehr
tolerant in der Vergangenheit und hat dieses nun aufgrund der
Konflikte eingeschränkt.

Das ich nicht lache. Entweder man ist israelischer Staatsbürger oder nicht. Wenn allerdings nicht für alle israelischen Staatsbürger die gleiche Rechte gelten (z.B. bezüglich Ehepartnerwahl), sondern für jüdische andere als für muslimische, dann ist das offener Rassismus. (Du darfst das auch gerne irgendwie anders nennen, aber das ändert an der Sache überhaupt nichts).

Damit ist es aber immer noch offen

als die meisten anderen Ländern. So bekommt hier ein
ausländische Ehepartner auch nicht sofort die
Staatsangehörigkeit. Aber genau dieses wird nun Israel als
rassistisch vorgeworfen.

Nein, darum geht es überhaupt nicht. Du hast je mein Posting gelesen. Da steht genau drin worum es hier geht (das Zuzugsrecht für Ehepartner).

Von der persönlichen
Einstellung einiger Israelis zu Moslems allgemein und
Palästinensern im Besonderen will ich hier mal gar nicht
reden.

Ja, DIE Israelis… sicherlich gibt es hier auch Rassisten.
Daraus aber nun einen allgemeinen Lehrsatz zu machen, enthält
selber wieder Rassismus.

Du solltest deinen Monitor mal wieder putzen Eli. Ich schrieb einige Israelis. Der Rassismus Israels macht sich aber selbst nicht daran fest (Idioten gibt es überall) sondern dieser Rassismus spiegelt sich in den staatlichen Gesetzen bezüglich Zuzug von Ehepartnern wieder.

Inwiefern eine Gesellschaft trotz gesetzlicher Gleichbehandlung rassistisch ist (z.B. USA oder auch D) ist wieder ein anderes Thema. Diesbezüglich fehlt mir hinsichtlich der israelischen Bevölkerung das Wissen. Gibt es in Israel eigentlich Umfragen nach dem Motto: Wie fänden sie es, wenn eine palästinensische Familie in die Wohnung unter ihnen einzieht ?

Gruss
Marion

Re^10: wider den Glauben an die Vernunft:wink:
Hallo Marion.

Nein, er kann nicht:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,259536,…

Aufgrund der Berichte damals, habe ich mir die Gesetzesvorlange angesehen und danach kann er sehr wohl nach Israel einreisen, dass machen auch tausende von Palästinensern ohne dazu einen Israeli zu heiraten. Er kann sehr wohl dort leben und er kann auch die israelische Staatsbürgerschaft erhalten. Nur erhält er diese nicht mehr automatisch, sondern muss sie genehmigen lassen.

Doch, allerdings. Für jüdische Israelis gilt das nämlich
nicht. Die können heiraten wen sie wollen und mit ihrem
Ehepartner in Israel leben.

Falsch. Obiges gilt sobald der Ehepartner kein Israeli ist und seinen Wohnsitz bislang in den besetzten Gebieten hat. Wenn also ein jüdischer Israel eine Muslima oder eine jüdische Israeli einen Christen von dort heiratet, haben diese die gleichen Probleme. Umgekehrt aber auch.

Ein Israeli, der eine(n) Deutsche(n) heiratet, unterliegt den
gleichen Bestimmungen des Aufenthaltsrecht wie andere Menschen
außerhalb der EU auch. Er wird wegen seiner Religion (und
Staats-/ oder Volkszugehörigkeit) hier weder bevorzugt noch
benachteiligt.

Aber er erhält auch einmal erst keine Staatsbürgerschaft und auch nur eine sehr eingeschränkte Aufenthaltsgenehmigung.

Ja, sofern Diskriminierung aufgrund der Religion und
Volkszugehörigkeit als Rassismus definiert. (Manche fassen
diese Begriff ja etwas enger).

Welche Diskriminierung? Das Juden die israelische Staatsbürgerschaft erhalten können? Es tut mir leid, aber du machst dich lächerlich, wenn du das als Rassismus wertest.

Ja, hier ist es anders. Wenn ein Deutscher seinen Eheparnter
aus dem Ausland nachholen lassen will, dann ist weder die
Religionszugehörigkeit des Deutschen, noch die des Ehepartners
von irgend einer Bedeutung.

Du hast mich nicht verstanden. Wenn ein Deutscher im Auslang geboren wird, hat er dann kein Anrecht auf die deutsche Staatsbürgerschaft? Soweit ich weiss, hat er dieses und somit verhält es sich hier nicht anders wie in Israel, wo genau dieses für dich aber Rassismus ist.

Dieses ist nicht richtig.

Doch, das ist es.

Woher willst Du das wissen? Aufgrund des kurzen Berichts aus dem SPIEGEL, welcher sich ja auch nur auf andere Nachrichten bzw. Meinungen beruft?

Nein, es ist alleine die Wertung. Israel war hier sehr
tolerant in der Vergangenheit und hat dieses nun aufgrund der
Konflikte eingeschränkt.

Das ich nicht lache. Entweder man ist israelischer
Staatsbürger oder nicht.

So ein Unsinn, auch in Israel kann man die Staatsbürgerschaft erlangen und zwar immer noch leichter als in der BRD.

sondern für jüdische andere als für
muslimische, dann ist das offener Rassismus.

Wenn es so wäre, dann ja.

Du solltest deinen Monitor mal wieder putzen Eli. Ich schrieb
einige Israelis.

Warum war es dann wichtig dieses zu schreiben? Warum ist es wichtig, zu betonen, dass es in Israel Rassisten gibt?

Gibt es in Israel
eigentlich Umfragen nach dem Motto: Wie fänden sie es, wenn
eine palästinensische Familie in die Wohnung unter ihnen
einzieht ?

LOL. Erst einmal etwas behaupten und dann nach Beweisen suchen.

Schalom,
Eli

Re^11: wider den Glauben an die Vernunft:wink:
Moin Eli,

Nein, er kann nicht:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,259536,…

Aufgrund der Berichte damals, habe ich mir die
Gesetzesvorlange angesehen und danach kann er sehr wohl nach
Israel einreisen, dass machen auch tausende von Palästinensern
ohne dazu einen Israeli zu heiraten. Er kann sehr wohl dort
leben und er kann auch die israelische Staatsbürgerschaft
erhalten. Nur erhält er diese nicht mehr automatisch, sondern
muss sie genehmigen lassen.

Dann weißt du es offensichtlich besser als z.B. Knesset-Abgeordnete. Aber das muss ja nicht so bleiben, dass nur du im Besitz dieses oben von dir behaupteten Wissens bist, also ein link, der deine Behauptung untermauern würde, wäre schon hilfreich. (Und vergiss nicht, die Knesset-Abgeordneten der Opposition und die diversen Menschenrechtsorganisationen zu informieren, dass sie das wohl alle irgendwie falsch verstanden haben).

Doch, allerdings. Für jüdische Israelis gilt das nämlich
nicht. Die können heiraten wen sie wollen und mit ihrem
Ehepartner in Israel leben.

Falsch. Obiges gilt sobald der Ehepartner kein Israeli ist und
seinen Wohnsitz bislang in den besetzten Gebieten hat. Wenn
also ein jüdischer Israel eine Muslima oder eine jüdische
Israeli einen Christen von dort heiratet, haben diese die
gleichen Probleme. Umgekehrt aber auch.

Es geht darum, dass das Gesetz gegen Palästinenser diskriminiert. DAS willst du doch wohl nicht ernsthaft bezweifeln?

Wenn ein Deutscher im Auslang
geboren wird, hat er dann kein Anrecht auf die deutsche
Staatsbürgerschaft? Soweit ich weiss, hat er dieses und somit
verhält es sich hier nicht anders wie in Israel, wo genau
dieses für dich aber Rassismus ist.

Ist jüdisch sein für dich neuerdings gleichbedeutend mit einer Staatsbürgerschaft? Das dürften nicht mal die Israelis selbst so definieren, oder werden neuerdings alle Juden weltweit in Israel zum Militärdienst eingezogen ?

Woher willst Du das wissen? Aufgrund des kurzen Berichts aus
dem SPIEGEL, welcher sich ja auch nur auf andere Nachrichten
bzw. Meinungen beruft?

Ein ähnlich lautender Artikel stand seinerzeit in Haaretz. Leider lässt sich das Archiv dort nicht mehr verlinken. Falls du aber Wert darauf legst, such ich gerne weitere Artikel, die den Spiegel-Artikel unternmauern.

Das ich nicht lache. Entweder man ist israelischer
Staatsbürger oder nicht.

So ein Unsinn, auch in Israel kann man die Staatsbürgerschaft
erlangen und zwar immer noch leichter als in der BRD.

Und was hat das mit dem Thema (Zuzugsrecht für palästinensische Ehepartner) zutun ?

sondern für jüdische andere als für
muslimische, dann ist das offener Rassismus.

Wenn es so wäre, dann ja.

Du würdest aber nie zugeben, dass es so ist. Ich hab es noch nie erlebt, dass du hier irgendetwas zugegeben hättest, was ein schlechtes Licht auf irgendeine israelische Regierung geworfen hätte. Im Grunde ist mir das auch wurscht, ob du Israel für eine Art Paradies hältst, wo alle (ohne Ansicht von Religionszugehörigkeit) nur lächend rumrennen und sich ganz furchtbar lieb haben. Nur werde ich dennoch weiterhin Behauptungen von dir richtig stellen.

Du solltest deinen Monitor mal wieder putzen Eli. Ich schrieb
einige Israelis.

Warum war es dann wichtig dieses zu schreiben? Warum ist es
wichtig, zu betonen, dass es in Israel Rassisten gibt?

So, nun nochmal ganz langsam zum Mitdenken: Ich schrieb, dass sich der Rassismusvorwurf gegen Israel nicht daran festmacht, dass es dort Rassisten gibt (wie überall anders auch), sondern daran dass es rassistische Gesetze gibt.

Gibt es in Israel
eigentlich Umfragen nach dem Motto: Wie fänden sie es, wenn
eine palästinensische Familie in die Wohnung unter ihnen
einzieht ?

LOL. Erst einmal etwas behaupten und dann nach Beweisen
suchen.

Ach ja, ich vergass…wie konnte ich annehmen, dass es in Israel Rassisten gibt, wie über all sonst auch auf der Welt, ohne einen entsprechenden Beweis in der Tasche zu haben. Ich gehe wohl immer noch davon aus, dass Israelis im Allgemeinen ganz normale Menschen sind, ich Dummerchen ich.

Aber diesbezüglich bist du tatsächlich der Experte Eli, das weisst du sicher besser. So ein bisschen Heiligkeitswahn passt ja ganz gut in dieses Brett.

Gruss
Marion

Re^11: wider den Glauben an die Vernunft:wink:
moin,

Nein, er kann nicht:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,259536,…

Aufgrund der Berichte damals, habe ich mir die
Gesetzesvorlange angesehen und danach kann er sehr wohl nach
Israel einreisen, dass machen auch tausende von Palästinensern
ohne dazu einen Israeli zu heiraten. Er kann sehr wohl dort
leben und er kann auch die israelische Staatsbürgerschaft
erhalten. Nur erhält er diese nicht mehr automatisch, sondern
muss sie genehmigen lassen.

Noch ein paar andere Informationsquellen, die den Inhalt des Spiegel-Artikels bestätigen:

http://www.tachles.ch/artikel.php?id_art=824
(Artikel unten rechts im blauen Kästchen „Gesetz löst Sorge aus“

http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OI…
http://news.bbc.co.uk/2/hi/middle_east/3152651.stm

Ich vermute, alles Produkte der Weltverschwörung gegen Israel.

Gruss
Marion

Hallo Marion.

Dann weißt du es offensichtlich besser als z.B.
Knesset-Abgeordnete.

Was soll ich besser wissen?

Aber das muss ja nicht so bleiben, dass
nur du im Besitz dieses oben von dir behaupteten Wissens bist,
also ein link, der deine Behauptung untermauern würde, wäre
schon hilfreich.

Auf Iwrith?

(Und vergiss nicht, die Knesset-Abgeordneten
der Opposition und die diversen Menschenrechtsorganisationen
zu informieren, dass sie das wohl alle irgendwie falsch
verstanden haben).

Warum sollte ich, ich kenne doch den Diskussionstil in Israel und kann es dort einordnen. Problematisch wird es halt, wenn man dieses dann einfach überträgt.

Es geht darum, dass das Gesetz gegen Palästinenser
diskriminiert. DAS willst du doch wohl nicht ernsthaft
bezweifeln?

Es diskriminiert alleine Menschen, welche ihren Wohnsitz in den besetzten Gebieten haben. Das will ich nicht bestreiten, aber das ist für mich kein Rassismus und ob ich das gut finde, dazu habe ich gar nichts geschrieben.

Wenn ein Deutscher im Auslang
geboren wird, hat er dann kein Anrecht auf die deutsche
Staatsbürgerschaft? Soweit ich weiss, hat er dieses und somit
verhält es sich hier nicht anders wie in Israel, wo genau
dieses für dich aber Rassismus ist.

Ist jüdisch sein für dich neuerdings gleichbedeutend mit einer
Staatsbürgerschaft?

Nein, aber genauso wie oben bei den Deutschen ist es auch eine Volkszugehörigkeit und nur aus der leitet sich obiges ab.

Ein ähnlich lautender Artikel stand seinerzeit in Haaretz.
Leider lässt sich das Archiv dort nicht mehr verlinken. Falls
du aber Wert darauf legst, such ich gerne weitere Artikel, die
den Spiegel-Artikel unternmauern.

Es geht doch gerade um die Details und anhand dieses Artikels lässt sich das halt nicht klären oder?

Du würdest aber nie zugeben, dass es so ist. Ich hab es noch
nie erlebt, dass du hier irgendetwas zugegeben hättest,
was ein schlechtes Licht auf irgendeine israelische Regierung
geworfen hätte.

Ach je, wird die Sache etwas besser, weil sie nicht rassistisch ist? Habe ich mich hier jemals positiv über die derzeitige israelische Politik geäussert? Muss man Israel gleich verdammen, als rassistisch bezeichnen usw., nur weil man mit der Politik nicht einverstanden ist?

So, nun nochmal ganz langsam zum Mitdenken: Ich schrieb, dass
sich der Rassismusvorwurf gegen Israel nicht daran
festmacht, dass es dort Rassisten gibt (wie überall anders
auch), sondern daran dass es rassistische Gesetze gibt.

Sicher hast Du das geschrieben, dennoch hast Du mittendrin beton, dass es dort Rassisten gibt.

Ach ja, ich vergass…wie konnte ich annehmen, dass es in
Israel Rassisten gibt, wie über all sonst auch auf der Welt,
ohne einen entsprechenden Beweis in der Tasche zu haben. Ich
gehe wohl immer noch davon aus, dass Israelis im Allgemeinen
ganz normale Menschen sind, ich Dummerchen ich.

Sind wir mittlerweile als von der These weg, dass Israel rassistisch ist und jetzt nur noch dabei festzustellen, dass es in Israel Rassisten gibt und das dieses leider ganz normal ist? Nun gut, frage mich dann nur, warum die Diskussion ganz anders begonnen wurde.

Schalom,
Eli

Ich vermute, alles Produkte der Weltverschwörung gegen Israel.

Habe ich je bestritten das es dieses Gesetz gibt oder das ich es befürworte? Nein, ich habe nur gegen die Argumentation angeschrieben, dass dieses Gesetz zeigt, dass Israel ein rassistischer Staat sein.

Wie du aufgrund dessen nur gleich auf Weltverschwörungen kommst, wird wohl dein Geheimnis bleiben. Für angemessen halte ich diesen Zusammenhang nicht.

Schalom,
Eli

Re^13: wider den Glauben an die Vernunft:wink:

Ich vermute, alles Produkte der Weltverschwörung gegen Israel.

Habe ich je bestritten das es dieses Gesetz gibt

Ich erlaube mir, dich zu zitieren:

Ich: „Nur mal ein Beispiel: Darf der Ehepartner eines muslimischen
Israelis palästinensischer Abstammung wenn er (der Ehepartner)
aus den besetzten Gebieten stammt (oder einem anderen
islamischen Land) und muslimisch ist nach Israel einreisen,
dort leben und erhält ebenfalls die israelische
Staatsbürgerschaft ? (soweit ich weiss nein).“

Du: „Ja, er kann…“ und weiter in deinem nächsten Posting:
Du: „Aufgrund der Berichte damals, habe ich mir die Gesetzesvorlange angesehen und danach kann er sehr wohl nach Israel einreisen, dass machen auch tausende von Palästinensern ohne dazu einen Israeli zu heiraten. Er kann sehr wohl dort leben und er kann auch die israelische Staatsbürgerschaft erhalten.“

Damit war für mich klar, dass du es bestreitest, dass es ein Gesetz gibt, das Ehepartnern von Israelis aus den besetzten Gebieten das Leben in Israel untersagt.

oder das ich
es befürworte?

Nein, darum gings ja auch nicht, oder ?

Nein, ich habe nur gegen die Argumentation
angeschrieben, dass dieses Gesetz zeigt, dass Israel ein
rassistischer Staat sein.

Wie würdest du es nennen, wenn Deutschland es Deutschen kurdischer Abstammung untersagt, Ehepartner aus dem kurdischen Teil der Türkei nach Deutschland ziehen zu lassen ? (Und zwar nur diesen Menschen)

Wie würdest du es nennen, wenn Deutschland es deutschen Juden untersagt, ihre Ehepartner aus Israel nach Deutschland ziehen zu lassen ? (Und zwar nur diesen)

Wie du aufgrund dessen nur gleich auf Weltverschwörungen
kommst, wird wohl dein Geheimnis bleiben.

Muss es aber nicht. Mir scheint, du hast eine gewisse Meinung vom SPIEGEL: http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…
Also bemühe ich mich immer brav, möglichst Artikel aus der internationalen, am besten noch israelischen oder jüdischen Presse zu finden. Bei allen anderen Artikeln durfte ich bislang erleben, dass immer wer „schlaues“ daher kam und meinte, das wäre doch eh Anti-Israelische oder anti-semitische Hetze.

Für angemessen halte
ich diesen Zusammenhang nicht.

Ich auch nicht. Zumal ich bislang noch nicht erlebt habe, dass der SPIEGEL bezüglich Israel irgend eine Falschmeldung gebracht hätte.

Gruss
Marion

Moin nochmal,

Dann weißt du es offensichtlich besser als z.B.
Knesset-Abgeordnete.

Was soll ich besser wissen?

Welche Auswirkungen dieses Gesetz hat (alles weiter siehe Posting oben)

Aber das muss ja nicht so bleiben, dass
nur du im Besitz dieses oben von dir behaupteten Wissens bist,
also ein link, der deine Behauptung untermauern würde, wäre
schon hilfreich.

Auf Iwrith?

Wie meinen ?

(Und vergiss nicht, die Knesset-Abgeordneten
der Opposition und die diversen Menschenrechtsorganisationen
zu informieren, dass sie das wohl alle irgendwie falsch
verstanden haben).

Warum sollte ich, ich kenne doch den Diskussionstil in Israel
und kann es dort einordnen. Problematisch wird es halt, wenn
man dieses dann einfach überträgt.

Hier ging es aber nicht um irgend einen Diskussionsstil sondern um den Inhalt eines Gesetzes, über den sich anscheinend alle einig sind (nur dass die einen das für notwendig halten und die anderen für rassistisch). Du bist bislang der erste, der behauptet hat, das Gesetz hätte nicht die in dem SPIEGEL-Artikel dargestellten Auswirkungen.

Es geht darum, dass das Gesetz gegen Palästinenser
diskriminiert. DAS willst du doch wohl nicht ernsthaft
bezweifeln?

Es diskriminiert alleine Menschen, welche ihren Wohnsitz in
den besetzten Gebieten haben. Das will ich nicht bestreiten,

Ok, dann sind wir uns ja schonmal einig. Allerdings gehe ich mal davon aus, dass das Gestz nicht für Juden oder jüdische Israelis gilt, die ihren Wohnsitz in den besetzten Gebieten haben (z.B. in den jüdischen Siedlungen).

aber das ist für mich kein Rassismus

Die Frage, als was du das bezeichnen würdest, können wir ja ebenfalls in meinem Posting weiter oben klären.

und ob ich das gut finde,
dazu habe ich gar nichts geschrieben.

Ich auch nicht :smile:

Wenn ein Deutscher im Auslang
geboren wird, hat er dann kein Anrecht auf die deutsche
Staatsbürgerschaft? Soweit ich weiss, hat er dieses und somit
verhält es sich hier nicht anders wie in Israel, wo genau
dieses für dich aber Rassismus ist.

Ist jüdisch sein für dich neuerdings gleichbedeutend mit einer
Staatsbürgerschaft?

Nein, aber genauso wie oben bei den Deutschen ist es auch eine
Volkszugehörigkeit und nur aus der leitet sich obiges ab.

Ok, ja, jetzt versteh ich. Ich finde diese „Abstammungsgeschichte“ bei Deutschen genau so ätzend. Mir haftet da zu sehr der Gedanke von den „guten“ und den „schlechten“ Genen an.

Ein ähnlich lautender Artikel stand seinerzeit in Haaretz.
Leider lässt sich das Archiv dort nicht mehr verlinken. Falls
du aber Wert darauf legst, such ich gerne weitere Artikel, die
den Spiegel-Artikel unternmauern.

Es geht doch gerade um die Details und anhand dieses Artikels
lässt sich das halt nicht klären oder?

Kommt drauf an. Welche Details meinst du?
Für mich war es nur wichtig, dass es in Israel ein Gesetz gibt, dass sich ausschließlich gegen ein ganz bestimmte Volksgruppe richtet (und sonst gegen niemanden). Ich würde es genau so rassistisch finden, wenn Palästinenser in Israel nur in bestimmten Wohngebieten wohnen, nur zu bestimmten Schulen gehen oder nur bestimmte Busse benutzen dürften.

Länder, die Gesetze gegen auschließlich eine bestimmte Volksgruppe (und nur diese erlassen) müssen sich nunmal den Vorwurf gefallen lassen, rassistisch zu sein (siehe auch das ehemalige Apartheitssystem in Südafrika).

Du würdest aber nie zugeben, dass es so ist. Ich hab es noch
nie erlebt, dass du hier irgendetwas zugegeben hättest,
was ein schlechtes Licht auf irgendeine israelische Regierung
geworfen hätte.

Ach je, wird die Sache etwas besser, weil sie nicht
rassistisch ist?

?? Welche Sache ?

Habe ich mich hier jemals positiv über die
derzeitige israelische Politik geäussert?

Nein, das hab ich hier auch noch nie erlebt :smile:

Muss man Israel
gleich verdammen, als rassistisch bezeichnen usw., nur weil
man mit der Politik nicht einverstanden ist?

Nun,ich bin da nicht so zimperlich. Ich hab auch das Südafrika der Apartheid als Rassistischen Staat bezeichnet, obwohl man als Weißer dort auch zu der Zeit sicher gut leben konnte es auch die jeweiligen südafrikanischen Regierungen sicher nicht nur Mist gemacht haben (vieleicht sogar ansonsten weniger Mist, als die südafrikanische Regierung heute).

So, nun nochmal ganz langsam zum Mitdenken: Ich schrieb, dass
sich der Rassismusvorwurf gegen Israel nicht daran
festmacht, dass es dort Rassisten gibt (wie überall anders
auch), sondern daran dass es rassistische Gesetze gibt.

Sicher hast Du das geschrieben, dennoch hast Du mittendrin
beton, dass es dort Rassisten gibt.

Ja und? Das war ja schließlich das Thema dieses Threads, das du übrigens auch so aufgenommen hast. Warum bezüglich Israel so empfindsam?

Ach ja, ich vergass…wie konnte ich annehmen, dass es in
Israel Rassisten gibt, wie über all sonst auch auf der Welt,
ohne einen entsprechenden Beweis in der Tasche zu haben. Ich
gehe wohl immer noch davon aus, dass Israelis im Allgemeinen
ganz normale Menschen sind, ich Dummerchen ich.

Sind wir mittlerweile als von der These weg, dass Israel
rassistisch ist und jetzt nur noch dabei festzustellen, dass
es in Israel Rassisten gibt und das dieses leider ganz normal
ist?

Nein, mein Beispiel mit dem Zuzugsgesetz sollte ein Beleg dafür sein, dass es in Israel rassistische Gesetzgebung gibt. Dass ich nicht beurteilen kann, wie rassistisch die Israelische Gesellschaft (also die Menschen, die dort leben) ist, sagte ich ja bereits.

Nun gut, frage mich dann nur, warum die Diskussion ganz
anders begonnen wurde.

Ich finde diese Diskussion im Zusammenhang mit der Ausgangsfrage von Püla immer noch sehr interessant, da es einige Mechanismen aufzeigt, wie Diskriminierung und Rassismus funktionieren und vor allem, wie er gegenüber den eigenen Leuten (also denen, die davon nicht selbst betroffen sind) glaubhaft legitimiert wird (siehe auch Antwort von datafox). Das Argument, rassistische Gesetze dienen zum SChutz der eigenen Bevölkerung (vor „unreinem Blut“, vor kapitalistischer Ausbeutung, vor „Überfremdung“, vor „Terror“ etc.) ist so alt wie der Rassismus an sich.

Gruss
Marion

Wie würdest du es nennen, wenn Deutschland es Deutschen
kurdischer Abstammung untersagt, Ehepartner aus dem kurdischen
Teil der Türkei nach Deutschland ziehen zu lassen ? (Und zwar
nur diesen Menschen)

kurden heiraten keine deutschen kurdischer abstammung, um die staatsbürgerschaft zu erschleichen, um dann dort freizügig terroraktivitäten gegen deutsche nachzugehen und sich dann in berlin in einem kaffeehaus in die luft zu sprengen.

datafox

moin,

Auf Iwrith?

Wie meinen ?

damit hast du dich jetzt als kompetenter israel-diskutant mehr als disqualifiziert.

Ok, dann sind wir uns ja schonmal einig. Allerdings gehe ich
mal davon aus, dass das Gestz nicht für Juden oder
jüdische Israelis gilt, die ihren Wohnsitz in den besetzten
Gebieten haben (z.B. in den jüdischen Siedlungen).

juden aus den besetzten gebieten heiraten keine israelis, um die staatsbürgerschaft zu erschleichen, um dann unbehelligt terroraktivitäten gegen israelis nachzugehen.

Ok, ja, jetzt versteh ich. Ich finde diese
„Abstammungsgeschichte“ bei Deutschen genau so ätzend. Mir
haftet da zu sehr der Gedanke von den „guten“ und den
„schlechten“ Genen an.

also ist deutschland rassistisch, weil es rassistische gesetze hat? dann fange doch mit deiner kritik besser bei dir zuhause an.

übrigens: das abstammungsrecht gilt in fast allen staaten der welt. eine bekannte ausnahme sind die USA.

Kommt drauf an. Welche Details meinst du?
Für mich war es nur wichtig, dass es in Israel ein Gesetz
gibt, dass sich ausschließlich gegen ein ganz bestimmte
Volksgruppe richtet (und sonst gegen niemanden).

auschließlich gegen eine volksgruppe, die dafür bekannt ist, israelis zu heiraten, um die staatsbürgerschaft zu erschleichen, um dann unbehelligt terroraktivitäten nachzugehen. ich wiederhols gern nochmal.

Ich würde es
genau so rassistisch finden, wenn Palästinenser in Israel nur
in bestimmten Wohngebieten wohnen, nur zu bestimmten Schulen
gehen oder nur bestimmte Busse benutzen dürften.

man sieht du hast null ahnung von lebensrealität in israel. sonst würdest du das nicht schreiben.

Länder, die Gesetze gegen auschließlich eine bestimmte
Volksgruppe (und nur diese erlassen) müssen sich nunmal den
Vorwurf gefallen lassen, rassistisch zu sein

nein. es wäre der fall wenn dieses grundlos geschieht.
anderes beispiel: du heißt fatma ibn mustafa und willst in ein flugzeug steigen. neben dir steht fritz müller. wer von beiden wird höchstwahrscheinlich eines body checks unterzogen und dessen gepäck durchsucht?

rassismus?

weiteres beispiel: du bist rucksacktouristin mit fetten haaren, glasigen augen und zerlumpten jeans. neben dir steht ein smarter businessman mit anzug. wer von beiden wird eher auf drogen untersucht werden? willkommen in der wirklichkeit.

datafox). Das Argument, rassistische Gesetze dienen zum SChutz
der eigenen Bevölkerung (vor „unreinem Blut“, vor
kapitalistischer Ausbeutung, vor „Überfremdung“, vor „Terror“
etc.) ist so alt wie der Rassismus an sich.

ich verweise auf das beispiel mit dem flugzeug weiter oben. unglaublich was du für weltfremde ideen hast.

datafox

moin,

danke für deine anschaulichen Beispiele dafür, wie Rassismus in der Praxis funktioniert (bezieht sich auch auf dein Posting weiter unten).

In D „legitimiert“ man Rassismus z.B. damit, dass Neger ja Drogen verkaufen und damit „unsere“ Kinder ins Unglück stürzen, und ja, es gibt Schwarzafrikaner in D, die Drogen verkaufen.

Gäbe es nicht wenigstens das ein oder andere tatsächliche Beispiel für eine Bedrohung (und sei sie angesichts der tatäschlichen Opfer noch so klein) würde Rassismus nicht funktionieren.

Gruss
Marion

hi,

danke für deine anschaulichen Beispiele dafür, wie Rassismus
in der Praxis funktioniert (bezieht sich auch auf dein Posting
weiter unten).

ich finds auch alles andere als toll, daß zb araber im flughafen prinzipiell einen strip hinlegen müssen. das ist furchtbar. nur leider ist die bedrohung durch terror keine einbildung um rassismus zu rechtfertigen, sondern trauriger alltag. auch wenn du das nicht einsiehst.

auch als rucksacktouristin mußte ich mich ständig ausziehen. die gehören auch zur risikogruppe. wieso ist das nicht „rassistisch“?

Gäbe es nicht wenigstens das ein oder andere tatsächliche
Beispiel für eine Bedrohung (und sei sie angesichts der
tatäschlichen Opfer noch so klein) würde Rassismus nicht
funktionieren.

terrorattentate und flugzeugentführungen werden von jungen, männlichen arabern durchgeführt und nicht von ältlichen schwedinnen. die sicherheitskapazitäten reichen eben nicht aus, um ALLE passagiere zu kontrollieren. also dreimal darfst du raten WER kontrolliert wird und wer nicht. natürlich ist „ethnic profiling“ offiziell „verboten“, aber die realität sieht wie immer ganz anders aus. toll ist das sicher nicht, aber was willst du dagegen tun?

datafox

israel ist das einzige land im vorderen orient, in dem
arabische musliminnen wählen und studieren dürfen.

Tja … auch in der Rep. Türkei gibt es arabische "Türk"en.
In der Türkei dürfen alle „Türken“ (def. Staatsbürger der Rep. Türkei) wählen und „sogar“ studieren!
Manche dürfen sogar Ministerpräsidentinnen werden! (Leider grad die falsche!)
Solltest du die „arabischen Staaten“ meinen, ist das was anderes.
Aber die Türkei gehört nach manch einer geogr. Def. auch zum vord. Orient.

traurig.

… nein eher eine „Anzeige“, in welchem „Stadium“ sich diese Staaten befinden!