Moin, Moin,
wir haben seit zwei Tagen einen Kater aus dem Tierheim (wurde dort gerade abgegeben). Er ist aus Wohnungshaltung, Gesellschaft von sechs anderen Katzen gewöhnt und musste fort, weil sein Frauchen sehr schwer erkrankt ist. (Die anderen müssen auch noch gehen, seufz!) Der Kater ist 1,5 Jahre alt, ungeimpft und unkastriert, sieht gesund und gepflegt aus.
Zur Zeit wohnt er bei uns im großen Wintergarten. Da die Übergabe recht traumatisch für ihn verlaufen ist, hat er einen rechten Schock bekommen. Er versteckt sich logischerweise, ist sehr scheu und das macht uns Sorgen: er trinkt nicht und er hat heute nach erst einen Löffel Tunfisch gefressen. Das andere angebotene Futter, an verschiedenen Stellen des Raumes aufgestellt, den Jogurt und die darauf geträufelten Bachblüten, die ihm das Eingewöhnen erleichtern sollten, hat er damit nicht aufgenommen.
Wir lassen ihn weitgehend in Ruhe, lesen ab und an im Raum Zeitung, sprechen mit ihm. Wir denken, er wird schon kommen, denn inzwischen wirkt er bereits ein wenig lebendiger und nicht mehr so versteinert.
Aber war machen wir weiter: Katerchen muss unbedingt kastriert und geimpft werden. Noch wollen wir ihn nicht einfangen, wir wollen ihn problemlos berühren können. Wann können wir es wagen, zur Tierärztin zur gehen? Denn er ist schon ein echter Stinker…
Über Rat und Hilfestellung würde ich mich sehr freuen
Herzliche Grüße
haflinger
Hallo haflinger,
der Kleine braucht mal was zum Zurückziehen - ein
Karton mit Schlupföffnung und ein altes Handtuch
hinein wär schon gut.
Gedünsteten Seefisch könntest Du servieren.
Jogurt und die darauf geträufelten Bachblüten - ich
weiß nicht, hat er frisches Wasser? Katzen mögen
oft lieber abgestandenes Wasser.
Katzenklo in Ordnung? Du weißt schon: keine Haube
oben drauf, billigste Streu genügt,
„Rückstände“ sofort entfernen. Die richtige
Schaufel gibts in der Tierhandlung.
Wie Du richtig sagst, abwarten, bis er zu Euch
kömmt. Alles andere beim Tierarzt.
Ah ja, und das Futter: probier einmal alles, was
nicht im Fernsehen beworben wird…
Meine Katze mochte (fast) alles, wenn darüber
Bierhefeflocken aus dem Reformhaus gestreut waren.
Gruß
J.
Hallo Haflinger,
habe vor 2 Jahren einen Kater aus schlechter Haltung nach vorübergehender Asylgewährung „adoptiert“. Der Kleine hatte in seinen ersten zwei Lebensjahren mehr Schläge als Futter bekommen und war aufgrund der Unfähigkeit seines „Herrschen“ ein sogenannter Selbstversorger, der bei günstiger Gelegenheit die Küche inspiziert und sich das Notwendige beschafft hat. Als reiner Wohnungskater gehalten, war er in den ersten 8 Wochen im neuen Zuhause unsichtbar. Nur am Futternapf hat man gesehen, dass er existiert. Also habe ich mich zum kompletten Trottel gemacht und jeden Abend ca. 1 Stunde auf dem Bauch zugebracht, mit dem Kater gesprochen wie mit einem kranken Pferd. Irgend wann hat er dann schrittweise das Haus erkundet, hat sich von meiner großen Tochter wiederstandslos zum Tierarzt zur Kastration bringen lassen. Nach zwei Jahren ist aus dem verängstigten scheuen Stubenkater ein lebenslustiger, draufgängerischer Haus- und Hofkater geworden, der den Freigang genießt und sich als „Pascha“ aufführt. Man kann ihn jetzt streicheln, aber auf den Arm nehmen läßt er sich bei allem Vertrauen, das er mittlerweile entwickelt hat, nur ungern. Lasst dem Tier Zeit. Liebevolle Ansprache, ein kuschliges Plätzchen, kleine Leckerli aus der Haus (Knusperflocken), frisches Wasser und zur Vertrauensbildung der Versuch, mit ihm zu spielen, wird dem Tier die Eingewöhnung erleichtern. Unser Kater weisst mittlerweile, wenn es in die gelbe Transportbox geht, dann kommt der Tierarzt. Und bei diesem springt er trotz offener Box nicht raus, nach der Behandlung aber sehr wohl zurück in diese. Ich wünsche Euch mit Eurem Adoptivtier alles Gute und das wird schon. M.P.
Halli hallo,
meine Katze habe ich damals fast drei Wochen nicht zu sehen bekommen. Gefressen hat sie auch so gut wie nichts und erst anch den ersten drei Wochen kam sie ab und an mal unterm Bett hervor…meistens hat sie sich nachts zu uns ins Bett gekuschelt und am Morgen war sie wieder in ihrer Ecke verschwunden. Nach weiteren 8 Wochen konnte man das Tier zum ersten Mal halbwegs anfassen.
Mit dem Tierarzt mach mal keine Panik. Die erste Katze die ich hatte war ne reine Wohnungskatze und hat in ihrem ganzen Leben keine Impfung gesehen. Wenn ihr die Katze nicht raus lasst und auch nicht unbedingt mit verdreckten Straßenschuhen in der Wohnung rum lauft, dürfte das auch kein Problem sein, noch ein paar Wochen zu warten, bis das Kerlchen sich eingewöhnt hat. Die ersten 3-4 Monate sollen neue Katzen eh nicht raus, da sie wohl erst ab dem Zeitpunkt eine Bindung zur neuen Familie aufgebaut haben.
Ich würde die Katze erst dann transportieren, wenn sie verstanden hat, das sie zu euch gehört. Bei meiner ist der Transport in den Anfängen immer in riesen Streß ausgeartet, da sie wohl Angst hatte wieder im Tierhem zu landen- nach ein paar Jahren waren Umzüge etc. kein Problem mehr.
Wünsche dir noch viel Spaß mit dem neuen Familienmitglied ;o)
Pappkarton mit Einschlupföffnung aufgestellt und bezogen, das Körbchen war ihm wohl zu offen, Vielen Dank schon mal, ihr habt wohl Recht, Geduld ist gefragt! Bei unseren alten Damen, die wir vor 10 Jahren aus dem TH geholt haben, da ging es ganz schnell, denen gehörte nach zwei Tagen das Haus, das Bett und wir sowieso.
Über die Gewöhnung an unsere Minka denke ich noch gar nicht nach, erst mal darf Katerchen in seinem Pallast bleiben. So lange es so kalt ist, geht unsere alte Dame kaum nach draußen und hat daher auch kaum Kontakt zu anderen Katzen, die Katerchen anstecken könnten.
Was mir nur Sorge macht, das ist der Geruch, den die Katerpi… hat, der ist sehr schwer auszuhalten! Deswegen dachte ich aus reinem Eigennutz an eine baldige Kastration…
Herzliche Grüße
haflinger
Hallo,
bitte fangt das Tierchen schnell ein und lasst es kastrieren. Der Gestank geht sonst nur sehr schwer wieder aus seinem Palast *g* wieder raus. Und je schneller ihr das macht (es ist für Katerchen nur ein winziger und unbedeutender Eingriff), desto besser. Katerchen hat sich vielleicht mal eingewöhnt, dann nehmt ihr ihn wieder und lasst an ihm rumschnippeln, wieder ein böses Erlebnis, böse Menschen… Jetzt hat er sich noch nicht ganz eingelebt, hat eh Streß, da stört die Kastration gar nicht. Und danach wird er eh ruhiger und hat es leichter sich in seiner neuen Heimat zurechtzufinden.
Gruß
André
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