Hallo Sue,
danke für deine freundlichen Worte.
die Mitarbeiter in der onkologischen Praxis brauchen gar kein
Geschrei machen.
Offensichtlich haben sie euch die Vorgehensweise beim Spritzen
nicht richtig erklärt - dazu gehört nämlich auch, dass man
darüber spricht was alles nicht klappen kann und wie man sich
dann verhält.
Ja, man kommt sich schon etwas merkwürdig vor. Und: Ja, ich denke, die Aufklärung in der onkologischen Praxis war alles andere als ausreichend. So habe ich denn selbst - glaube ich zumindest erst mal- herausgefunden, dass es schlicht und ergreifend überhaupt nicht möglich ist, die „Nadel zu wechseln“ von einer Ratiograstim- Spritze. Ich habe zumindest - nach Gebrauch natürlich- selbst mit einer Kombizange und Aufbieten von ziemlich viel Kraft es nicht fertiggebracht, die Nadel aus der Spritze (immerhin ja auch als Einwegspritze deklariert) zu entfernen. Die scheint mir fest mit dem umgebenden Glas verbunden zu sein.
Vielleicht muss man das Ding mit einer speziellen Gerätschaft herausdrehen? Das will und kann ich nicht beurteilen.
Nur: Wenn das Ding auf den Boden fällt, will ich’s nicht mehr der Bekannten in den Bauch rammen. So viel sagt mir wohl doch richtigerweise mein medizinisches Laienverständnis. Na ja, egal, die Praxis, nachdem sie genug Schuldzuweisungen betrieben hat, hat uns dann - zu gnädig- eine neue Spritze angeboten. Es war zwar nicht ganz die gleiche Dosis (30 Mio statt 48 Mio), aber was soll’s. Für den Kassenpatienten immer nur das Beste
.
Eine Idee wäre es vielleicht auch noch sich mal ganz
grundsätzlich an eine Selbsthilfegruppe zu wenden.
http://www.frauenselbsthilfe.de
http://www.mamazone.de
Gute Idee, danke für die Links.
Hier bekommt man viele Informationen die bei Arztgesprächen
einfach untergehen oder Klinik und Praxis schlichtweg auch
nicht bekannt sind.
Ich hatte auch schon dran gedacht, mit einem MP3- Stick diese „Arztgespräche“ aufzuzeichnen, nicht primär, um den Arzt an die Karre fahren zu können, sondern vor allem deswegen, damit man es sich nochmal in Ruhe zu Hause anhören kann und- na ja, auch dies- evt. dann mit Sicherheit auch sagen kann: Nein, darüber ist kein Wort gefallen. Fraglich ist dann natürlich, ob der Arzt sich gefallen lassen muss, dass man dererlei Aufnahmen macht. Ich fürchte, dass man das zwar machen kann, aber nur dann, wenn man die Schnauze drüber hält. Der beste Arzt ist doch noch immer der, den man nicht braucht.
Es grüßt
Wilfried