Hallo Wolfgang,
Deiner VIKA entnehme ich, dass Du ebenfalls Ingenieur bist.
Hier kurz 2 Fälle:
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junger Ingenieur (30 J. mit Kind) kommt von heute auf morgen ins Krankenhaus. Diagnose: Hirnhautentzündung. Er kann heute wieder gehen, seine Leidensgenossen, mit denen er im Krankenhaus lag, liegen dort noch heute.
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junger Ingenieur (25 J.) stürzt mit dem Gleitschirm ca. 5m über Boden ab und liegt 1/2 Jahr im Krankenhaus. Der Oberschenkelknochen wächst nicht richtig zusammen. Gesamtausfallzeit 2 Jahre. Heute nur noch 50% berufsfähig (ca. 1/2 Arbeitstag)
Beide hatten natürlich keine BU (…mir passiert eh nichts) und sehen heute „alt“ aus.
um den laschen Umgang mit der Wahl der auf die Lebensumstände
angepaßten Versicherung geht es. Einer
Versicherungsgesellschaft allmonatlich unnötig Geld in den
Rachen zu werfen, halte ich auch für laschen Umgang mit dem
Thema persönliche Absicherung.
Im Falle KLV und ähnlichem gebe ich Dir recht. Bei Privat-Haftplficht, BU und RisikoLV sehe ich die Sache ernster. Was nicht heissen soll, dass man sich unbedingt bei der teuersten Gesellschaft einkaufen muß. Habe gerade mal nachgeschaut unter
http://www.meine-vorsorge.de
dort kann man sich den Rentenanspruch ausrechnen. In meinem Fall wäre 50% Erwerbsunfähigkeit = 470 Euro, die volle Erwerbsunfähigkeit ca. 970 Euro. Wem das reicht, o.k., ich habe da allerdings meine Bedenken und erwerbsunfähig kann man schnell sein. Übrigens gibt’s da ja schöne Statitiken, dass nur jede 5. Berufsunfähigkeit aufgrund Unfall, der Rest aufgrund Krankheiten kommt und die kann auch Kopfarbeiter treffen (meine Mutter ist übrigens auch im Vorruhestand, aufgrund der Krankheit Parkinson).
:Was für den Gerüstbauer oder Berufstänzer richtig ist, muß für
den Ingenieur oder Philosophen nicht unbedingt passen. Ein
Unfall, der zum Verlust eines Beines führt, macht den
Freileitungsmonteur berufsunfähig, schränkt aber einen
Kopfarbeiter bei der Berufsausübung überhaupt nicht ein.
Natürlich sind auch für die letztgenannte Gruppe Fälle der
Berufsunfähigkeit denkbar. Aber sie sind seltener und sehr von
der Persönlichkeit des Betroffenen abhängig.
siehe oben.
Mancher
Geistesarbeiter ist erst berufsunfähig, wenn er nicht mehr bei
Sinnen sabbernd im Bett liegt und für einen anderweitig
Beschäftigten reichen schon hartnäckige Rückenbeschwerden für
das berufliche Aus.
Wenn man nicht mehr den ganzen Tag auf einem Stuhl vor einem PC sitzen kann, dann reicht das auch beim Ingenieur vollkommen aus.
Ohne Kenntnis des Berufs- und Lebensumfelds des Fragestellers
und ohne Kenntnis, wie weit seine Bereitschaft reicht, einen
Rest an Lebensrisiko zu tragen, ist kein Rat möglich.
Richtig, man kann sich die BU z.B. sparen, wenn man schon Millionär ist…
Spaß beiseite, es kommt natürlich auf die persönlichen Umstände an, aber viel zu viele Leute haben keine BU, dafür aber eine Vollkasko für ein 5.000 Euro-Auto.
Mit der weit verbreiteten Mentalität, zu rauchen, zu trinken,
wie ein Geisteskranker Auto zu fahren und ebenso gestört
Alpenhänge herunter zu brettern, sich gegen Glasbruch, Verlust
der Brille und Defekt am Fernseher zu versichern, muß sich
jemand natürlich auch mit Handwerksausbildung und diversen
akademischen Abschlüssen unbedingt gegen Berufsunfähigkeit
versichern.
siehe oben: Beschränkung auf’s wesentliche: Privat-Haftpflicht (sollen gem. Finanztest nur 65% aller Haushalte haben), BU und RisikoLV (wenn Angehörige abgesichert werden müssen). Mehr braucht kein Mensch.
Grüsse
Sven