Ratschläge/Analyse monatl. Geldanlage

Hallo zusammen,
ich kann und möchte monatlich ca 550 Euro sparen.
Z.Zt. tue ich das zu

15% in einen Euro-Rentenfonds
11% in einen internat. Rentenfonds
23% in einen internat. Aktienfonds
25% in europäische Aktienfonds (3 versch.)
7% in einen deutschen Aktienfonds
9& in einen US-Aktienfonds
und 9% in einen „Ökofonds“

Darüberhinaus gehen ca. 100 Euro in eine Kapital-LV mit Berufsunfähigk.

Ich denke, dass meine Altersvorsorge (also superlangfristig–> >30 Jahre) eher sehr gut vertreten ist (arbeite in der Schweiz, wo es ein 3-Säulenmodell gibt; und allein die Pensionskasse meiner Firma verspricht ´ne Menge)

Was will ich sonst noch?

Naja, in 3-5 Jahren vielleicht Wohneigentum erwerben und „solide werden“, sprich Heirat&Kinder.

…Und irgendwann geht mein Auto kaputt… Also der kurz bis mittelfristige Bereich darf auch vertreten sein.

Yo, was haltet ihr davon? Was kann man verbessern?
(welche Fonds, vor allem Rentenfonds empfiehlt ihr?)

Danke für die Diskussion.

Bernd

Hallo Bernd,

hier einfach mal ein paar Fragen:

wieviel Geld hast Du sehr kurzfristig (bis 1 Jahr), kurzfristig (2-3 Jahre), mittelfristig (3-5 Jahre) und langfristig (>5 Jahre) angelegt ?

hast Du unter (sehr) kurzfristig mindestens 2 - 3 Monatsgehälter bzw. einen Betrag, der innerhalb dieser Zeit gebraucht werden könnte ? (z.B. KFZ, Wohnungseinrichtung, Urlaub usw.)

Wie hoch ist die monatliche BU-Rente Deiner KLV ? Welches Geld hast Du im Falle einer BU in Verbindung mit der staatlichen BU (wie sieht das in der Schweiz aus ?) ? Reicht das zum Leben ?

Meine Devise:
Vorrang hat die Absicherung der Berufsunfähigkeit bzw. der Hinterbliebenen im Todesfall.

Geldanlage:
(sehr) kurzfristige Gelder: Tagesgeldkonto bzw. Festgeld
mittelfristige Gelder: Rentenfonds bzw. internat. Value Aktienfonds
langfristig: Aktienfonds

Welche Fonds man nimmt, ist sehr diskussionsfähig (3 Experten = 4 Meinungen). Vielleicht weiss jemand Anderes was dazu ?

Grüsse

Sven

Hoi Sven,

Das ging ja fix…! Danke.

hier einfach mal ein paar Fragen:

wieviel Geld hast Du sehr kurzfristig (bis 1 Jahr),
kurzfristig (2-3 Jahre), mittelfristig (3-5 Jahre) und
langfristig (>5 Jahre) angelegt ?

Z.Zt wenig - arbeite nach langem erst seit einem Jahr…
Daimler und Co. behalten, der Rest weg) & einem Teil in Fonds (VL und bisherige Sparpläne)

hast Du unter (sehr) kurzfristig mindestens 2 - 3
Monatsgehälter bzw. einen Betrag, der innerhalb dieser Zeit
gebraucht werden könnte ? (z.B. KFZ, Wohnungseinrichtung,
Urlaub usw.)

Das dann auf einem Tagesgeldkonto? Wieviel Zinsen sollte das bringen?

Wie hoch ist die monatliche BU-Rente Deiner KLV ? Welches Geld
hast Du im Falle einer BU in Verbindung mit der staatlichen BU
(wie sieht das in der Schweiz aus ?) ? Reicht das zum Leben ?

ich denke, dass das okay sein würde…

Meine Devise:
Vorrang hat die Absicherung der Berufsunfähigkeit bzw. der
Hinterbliebenen im Todesfall.

Also eher RisikoLV?
Aber die KLV aufzugeben oder umzuwandeln wäre wohl Unsinn, oder?

Geldanlage:
(sehr) kurzfristige Gelder: Tagesgeldkonto bzw. Festgeld
mittelfristige Gelder: Rentenfonds bzw. internat. Value
Aktienfonds
langfristig: Aktienfonds

Was meint ihr zu einem Bausparvertrag? Ist das bei jedem Einkommen sinnvoll?
Danke noch- und schonmal!

B.

Hallo Bosmig,

Das dann auf einem Tagesgeldkonto? Wieviel Zinsen sollte das
bringen?

siehe http://www.tagesgeld-vergleich.de. z.Zt. sind 3,5 - 4% drin.

Also eher RisikoLV?
Aber die KLV aufzugeben oder umzuwandeln wäre wohl Unsinn,
oder?

Kündigung, Stilllegung usw. einer KLV ist immer mit Verlusten behaftet und sollte daher erst nach eingehender Prüfung erfolgen.

Aber für eine weitere Anhebung der LV-Summe würde ich dann eine RisikoLV nehmen. Die benötigte Summe kann schnell um die 200.000 Euro liegen, da müsste man bei einer KLV schon geschätzte 300 Euro im Monat hinlegen, ein ausreichender Schutz ist über eine KLV meiner Meinung nach kaum möglich.

Was meint ihr zu einem Bausparvertrag? Ist das bei jedem
Einkommen sinnvoll?

BSV sind meiner Meinung nach nur in 2 Fällen überhaupt evtl. sinnvoll: 1. dauerhaftes (mind. die nächsten 7 Jahre) Einkommen

15% in einen Euro-Rentenfonds
11% in einen internat. Rentenfonds
23% in einen internat. Aktienfonds
25% in europäische Aktienfonds (3 versch.)
7% in einen deutschen Aktienfonds
9& in einen US-Aktienfonds
und 9% in einen „Ökofonds“
Darüberhinaus gehen ca. 100 Euro in eine Kapital-LV mit
Berufsunfähigk.

Hallo Bernd,

bei dieser Art der Geldanlage wartest Du ab, was andere Leute (die auch nur abwarten) „erwirtschaften“. Du bist nicht an den Stellen dabei, wo es unmittelbar um Gewinn und Verlust geht. Du bist ganz auf der sicheren Seite. Der spektakuläre Gewinn geht in der Nivellierung unter, Verlust brauchst Du andererseits auch kaum zu fürchten.

Was soll dabei noch die Kapital-LV? Die Versicherungsgesellschaft ist eine weitere Nivellierungsstation, die einen Teil des Gewinns abschöpft. Die Versicherung legt ihr Geld vorwiegend in Fonds an. Wenn Du schon in einer so breiten Fond-Mixtur anlegst, ist eine Versicherung zur Kapitalanlage Geldvernichtung. Wenn Du Dein Leben versichern willst, schließe eine Risikolebensversicherung ab.

Ob die Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll ist oder ob Du Dich besser gegen die Folgen der Erwerbsunfähigkeit versichern solltest, hängt von Deinen Lebensumständen, letztlich von Deinem Beruf ab und ist wie so vieles in der Geldanlage und Versicherung eine Mentalitätsfrage.

Gruß
Wolfgang

Hallo Wolfgang,

bei dieser Art der Geldanlage wartest Du ab, was andere Leute
(die auch nur abwarten) „erwirtschaften“. Du bist nicht an den
Stellen dabei, wo es unmittelbar um Gewinn und Verlust geht.
Du bist ganz auf der sicheren Seite. Der spektakuläre Gewinn
geht in der Nivellierung unter, Verlust brauchst Du
andererseits auch kaum zu fürchten.

Sehe ich auch so.

Was soll dabei noch die Kapital-LV? Die
Versicherungsgesellschaft ist eine weitere
Nivellierungsstation, die einen Teil des Gewinns abschöpft.

Kann ich auch nur zustimmen, wobei ich vor voreiligem Handeln warnen möchte. Die Versicherung ist schnell gekündigt, der Verlust dann allerdings gross.

Die Versicherung legt ihr Geld vorwiegend in Fonds an.

Soweit ich weiss, dürfen deutsche KLV, im Gegensatz zur britischen KLV, nur 30% des Vermögens in Aktien und Fonds investieren, hat sich da etwa was geändert ?

Wenn Du

schon in einer so breiten Fond-Mixtur anlegst, ist eine
Versicherung zur Kapitalanlage Geldvernichtung. Wenn Du Dein
Leben versichern willst, schließe eine
Risikolebensversicherung ab.

Kann ich ebenfalls nur zustimmen.

Ob die Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll ist oder ob Du
Dich besser gegen die Folgen der Erwerbsunfähigkeit versichern
solltest, hängt von Deinen Lebensumständen, letztlich von
Deinem Beruf ab und ist wie so vieles in der Geldanlage und
Versicherung eine Mentalitätsfrage.

Nachdem ich einige Freunde / Bekannte / Arbeitskollegen habe, die durch Unfälle / Krankheiten usw. (z.T. mit Folgen bis ans Lebensende) beruflich „ausser Gefecht“ gesetzt wurden, kann ich vor einem zu laschen Umgang mit dem Thema nur warnen, insbesondere dann, wenn man aufgrund des späten Jahrgangs nicht mehr in den Genuss der staatlichen Berufsunfähigkeitsrente kommt.

Grüsse

Sven

Nachdem ich einige Freunde / Bekannte / Arbeitskollegen habe,
die durch Unfälle / Krankheiten usw. (z.T. mit Folgen bis ans
Lebensende) beruflich „ausser Gefecht“ gesetzt wurden, kann
ich vor einem zu laschen Umgang mit dem Thema nur warnen,
insbesondere dann, wenn man aufgrund des späten Jahrgangs
nicht mehr in den Genuss der staatlichen
Berufsunfähigkeitsrente kommt.

Hallo Sven,

um den laschen Umgang mit der Wahl der auf die Lebensumstände angepaßten Versicherung geht es. Einer Versicherungsgesellschaft allmonatlich unnötig Geld in den Rachen zu werfen, halte ich auch für laschen Umgang mit dem Thema persönliche Absicherung.

Was für den Gerüstbauer oder Berufstänzer richtig ist, muß für den Ingenieur oder Philosophen nicht unbedingt passen. Ein Unfall, der zum Verlust eines Beines führt, macht den Freileitungsmonteur berufsunfähig, schränkt aber einen Kopfarbeiter bei der Berufsausübung überhaupt nicht ein. Natürlich sind auch für die letztgenannte Gruppe Fälle der Berufsunfähigkeit denkbar. Aber sie sind seltener und sehr von der Persönlichkeit des Betroffenen abhängig. Mancher Geistesarbeiter ist erst berufsunfähig, wenn er nicht mehr bei Sinnen sabbernd im Bett liegt und für einen anderweitig Beschäftigten reichen schon hartnäckige Rückenbeschwerden für das berufliche Aus.

Ohne Kenntnis des Berufs- und Lebensumfelds des Fragestellers und ohne Kenntnis, wie weit seine Bereitschaft reicht, einen Rest an Lebensrisiko zu tragen, ist kein Rat möglich.

Mit der weit verbreiteten Mentalität, zu rauchen, zu trinken, wie ein Geisteskranker Auto zu fahren und ebenso gestört Alpenhänge herunter zu brettern, sich gegen Glasbruch, Verlust der Brille und Defekt am Fernseher zu versichern, muß sich jemand natürlich auch mit Handwerksausbildung und diversen akademischen Abschlüssen unbedingt gegen Berufsunfähigkeit versichern.

Gruß
Wolfgang

Hallo Wolfgang,

Deiner VIKA entnehme ich, dass Du ebenfalls Ingenieur bist.
Hier kurz 2 Fälle:

  1. junger Ingenieur (30 J. mit Kind) kommt von heute auf morgen ins Krankenhaus. Diagnose: Hirnhautentzündung. Er kann heute wieder gehen, seine Leidensgenossen, mit denen er im Krankenhaus lag, liegen dort noch heute.

  2. junger Ingenieur (25 J.) stürzt mit dem Gleitschirm ca. 5m über Boden ab und liegt 1/2 Jahr im Krankenhaus. Der Oberschenkelknochen wächst nicht richtig zusammen. Gesamtausfallzeit 2 Jahre. Heute nur noch 50% berufsfähig (ca. 1/2 Arbeitstag)

Beide hatten natürlich keine BU (…mir passiert eh nichts) und sehen heute „alt“ aus.

um den laschen Umgang mit der Wahl der auf die Lebensumstände
angepaßten Versicherung geht es. Einer
Versicherungsgesellschaft allmonatlich unnötig Geld in den
Rachen zu werfen, halte ich auch für laschen Umgang mit dem
Thema persönliche Absicherung.

Im Falle KLV und ähnlichem gebe ich Dir recht. Bei Privat-Haftplficht, BU und RisikoLV sehe ich die Sache ernster. Was nicht heissen soll, dass man sich unbedingt bei der teuersten Gesellschaft einkaufen muß. Habe gerade mal nachgeschaut unter
http://www.meine-vorsorge.de
dort kann man sich den Rentenanspruch ausrechnen. In meinem Fall wäre 50% Erwerbsunfähigkeit = 470 Euro, die volle Erwerbsunfähigkeit ca. 970 Euro. Wem das reicht, o.k., ich habe da allerdings meine Bedenken und erwerbsunfähig kann man schnell sein. Übrigens gibt’s da ja schöne Statitiken, dass nur jede 5. Berufsunfähigkeit aufgrund Unfall, der Rest aufgrund Krankheiten kommt und die kann auch Kopfarbeiter treffen (meine Mutter ist übrigens auch im Vorruhestand, aufgrund der Krankheit Parkinson).

:Was für den Gerüstbauer oder Berufstänzer richtig ist, muß für

den Ingenieur oder Philosophen nicht unbedingt passen. Ein
Unfall, der zum Verlust eines Beines führt, macht den
Freileitungsmonteur berufsunfähig, schränkt aber einen
Kopfarbeiter bei der Berufsausübung überhaupt nicht ein.
Natürlich sind auch für die letztgenannte Gruppe Fälle der
Berufsunfähigkeit denkbar. Aber sie sind seltener und sehr von
der Persönlichkeit des Betroffenen abhängig.

siehe oben.

Mancher

Geistesarbeiter ist erst berufsunfähig, wenn er nicht mehr bei
Sinnen sabbernd im Bett liegt und für einen anderweitig
Beschäftigten reichen schon hartnäckige Rückenbeschwerden für
das berufliche Aus.

Wenn man nicht mehr den ganzen Tag auf einem Stuhl vor einem PC sitzen kann, dann reicht das auch beim Ingenieur vollkommen aus.

Ohne Kenntnis des Berufs- und Lebensumfelds des Fragestellers
und ohne Kenntnis, wie weit seine Bereitschaft reicht, einen
Rest an Lebensrisiko zu tragen, ist kein Rat möglich.

Richtig, man kann sich die BU z.B. sparen, wenn man schon Millionär ist…
Spaß beiseite, es kommt natürlich auf die persönlichen Umstände an, aber viel zu viele Leute haben keine BU, dafür aber eine Vollkasko für ein 5.000 Euro-Auto.

Mit der weit verbreiteten Mentalität, zu rauchen, zu trinken,
wie ein Geisteskranker Auto zu fahren und ebenso gestört
Alpenhänge herunter zu brettern, sich gegen Glasbruch, Verlust
der Brille und Defekt am Fernseher zu versichern, muß sich
jemand natürlich auch mit Handwerksausbildung und diversen
akademischen Abschlüssen unbedingt gegen Berufsunfähigkeit
versichern.

siehe oben: Beschränkung auf’s wesentliche: Privat-Haftpflicht (sollen gem. Finanztest nur 65% aller Haushalte haben), BU und RisikoLV (wenn Angehörige abgesichert werden müssen). Mehr braucht kein Mensch.

Grüsse

Sven