Ratten

Hallo
Ich wollte mal fragen ob Ratten nette Haustiere abgeben, denen man auch kleine Tricks beibringen kann. Ich wuerde es schade finden wenn sie nur rumsitzen oder panickartig wegrennen wuerden wie Hamster oder Mause. Ich hatte vor 2 Ratten aus dem Tierheim zu holen und sie in 2 Kaefige mit Rohranschluss einzuquartieren. Kann ich eigentlich 2 Weibchen zusammen halten? Ich will ja dann doch keinen Nachwuchs haben und kastrieren geht doch wahrscheinlich schlecht bei so kleinen Tierchen. Und was soll ich den Tierchen denn zu fressen geben, spezialisiertes Rattenfutter fuert der Supermarkt nicht und ich wuerde auch lieber Frischfutter geben. Ihr muesst euch nicht sorgen, ich geh mir noch Buecher ueber Artgerechte Haltung kaufen, ich bin bloss noch nicht dazu gekommen und wollt euch mal so fragen wie ihr das denn so anstellt.
Vielen Dank im Voraus

Hi
Ratten sind ausgesprochen intelligent.
HH

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Hallo

Also ich hatte sowohl Mäuse (Farbmäuse) und auch Hamster. Beide sind übehauptnicht Panikartig geflüchtet sondern hingen am Käfiggitter wenn ich heimkam, mit der deutlichen Forderung „hol mich hier raus“ in den Knopfaugen und sind auch immer gleich auf meine Hand gekommen. Vielleicht mal den Umgang überdenken? Was die Kastration angeht: bei Meerschweinchen gehts - Ratteneier sind glaub ich nicht viel kleiner…

Gruß
Tania

Hallo carole,

Ich wollte mal fragen ob Ratten nette Haustiere abgeben, denen
man auch kleine Tricks beibringen kann.

Na ja, vor ein paar Jahren habe ich es versucht… Vielleicht war ja auch mein pädagogisches Talent einfach zu gering, geklappt hats nicht wirklich:wink:

Ich wuerde es schade
finden wenn sie nur rumsitzen oder panickartig wegrennen
wuerden wie Hamster oder Mause.

Also das machen sie garantiert nicht. Sie sind unglaublich neugierig, knabbern alles(!) an (also stabilen Käfig besorgen), büchsen bei trivialen Käfigverriegelungen schon mal aus, schmusen wie die Weltmeister, sind einfach kindische Kobolde…

Ich hatte vor 2 Ratten aus dem
Tierheim zu holen und sie in 2 Kaefige mit Rohranschluss
einzuquartieren. Kann ich eigentlich 2 Weibchen zusammen
halten?

Ist IMHO dringlich zu empfehlen. Funktioniert auch eigentlich ohne Probleme. Allerdings hatte ich eine, die war etwas biestig, wenn die Hormone wallten (aber das soll ja nicht ungewöhnlich bei weiblichen Säugetieren in solchen Zeiten sein). Die restlichen (3 Stück) waren dagegen ganz liebe…

Ich will ja dann doch keinen Nachwuchs haben und
kastrieren geht doch wahrscheinlich schlecht bei so kleinen
Tierchen. Und was soll ich den Tierchen denn zu fressen geben,
spezialisiertes Rattenfutter fuert der Supermarkt nicht und
ich wuerde auch lieber Frischfutter geben.

Ratten sind Allesfresser. Körner, Grünzeug, Fleisch, Essensreste, die sind nicht sehr wählerisch…

Ihr muesst euch
nicht sorgen, ich geh mir noch Buecher ueber Artgerechte
Haltung kaufen, ich bin bloss noch nicht dazu gekommen und
wollt euch mal so fragen wie ihr das denn so anstellt.

Keine Panik, die Tierchen sind stabil. Allerdings werden sie nicht allzu alt (meine alle 2 Jahre).
Ansonsten: viel zur Unterhaltung bieten, großer Käfig oder Freilauf…

Viel Spass mit den Nagern
Jürgen

Hallo,
natürlich können Ratten kastriert werden. In der Regel werden die männlichen Tiere kastriert, geht da einfacher. Frag doch mal im Tierheim nach, viele Tierheime haben kastrierte männliche Tiere mit weiblichen zusammen. Es ist am einfachsten, komplett ein Pärchen oder eine Gruppe zu übernehmen, die sich schon kennen und verstehen.
Ratten sind ja unheimlich sozial, einen sehr großen Käfig, am besten über mehrere „Stockwerke“ im Käfig, denn sie klettern unheimlich gerne.
Anfangs auch aus der Hand füttern, viele Ratten werden bei viel Zuwendung und Beschäftigung auch noch anhänglicher. Aber in den Tierheimen sind auch viele handzahme.
Viel Spass, Renate

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Ratteneier??
Hallo Tanja,

ich hab ja ned viel Ahnung von den Ratten. Aber was um alles in der Welt sind denn Ratteneier??

Ich dachte des geht so wie hier beschrieben…
http://www.rattenmania.de/Allgemeines/fortpflanzung.htm

Viele Grüsse Pit

Grad das geht eben nicht ohne ‚Ratteneier‘ :smile:

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Danke Hexerl - hast natürlich Recht - sorry für die etwas volkstümliche Ausdrucksweise :wink:)) - dachte im Zusammenhang mit Kastration wäre das schon klar…

Gruß
Tania

Hallo Carole!

Ratten geben SEHR nette Haustiere ab - ich habe 13 Stück :o))

Vom Charakter her sind alle sehr unterschiedlich. Ich habe scheue Exemplare, für die ich einfach nur Käfigreiniger und Futterknecht bin, andere aber sind sehr zutraulich und „springen“ mich an, sobald ich die Käfigtür öffne.
Wenn du jemanden zum Dressieren suchst, solltest du es aber vielleicht doch lieber mit einem Hund versuchen :wink:

Entgegen der allgemeinen Meinung sind Ratten aber keine einfachen Haustiere.
Sie leben höchstens 2- 2,5 Jahre und können auch zwischendurch ziemlich krank werden. Relativ hohe Tierarztrechnungen können also immer drin sein!
Die meisten Rattenhalter füttern ihre Fellnasen mit „Rattima“, einer Mischung, die von einem Rattenverein speziell zusammengestellt wurde.
Ein passender Käfig sollte eine Mindesthöhe von 80cm haben - und eine Grundfläche von ca. 60x50.

Dass man sie nicht alleine halten soll, weiß du ja wohl schon. :smile:
Wie auch schon erwähnt, würde ich gleichgeschlechtliche Tiere aus dem gleichen Wurf nehmen. Eine Kastration ist ein ziemlich hohes Risiko, das etliche Rattenböcke schon nicht überlebt haben. Man sollte es ihnen also nicht antun, wenn nicht unbedingt nötig.

Empfehlen würde ich dir zur Info diese Seite hier http://www.rattenforum.de
Da gibt es auch eine Rubrik mit „Aktuellen Notfällen“, wo viele kleine Rättchen dringend ein schönes Zuhause suchen.
Außerdem gibt’s da jede Menge netter Leute, die dich optimal beraten können.

Viel Spaß beim Lesen!
Silke

Frage zu Ratten
Hi,
ich wuerde mir auch gerne Ratten holen wenn die nur nicht so schnell sterben wuerden!
Es liegt doch an der Zuechtung, oder? Wie alt werden wilde Ratten wenn man sie gefangen haelt? Bestimmt aelter als 2 Jahre.
Kann man irgendwo auch wilde Ratten bzw Ratten mit wilder Herkunft bekommen? Sind sie auch so umgaenglich wie die Zuechtungen?
vg jima

Hallo Jima,

nein es liegt nicht an der Züchtung, das ist ein Märchen.

Wilde Ratten in Gefangenschaft gehalten bleiben im allgemeinen Wildtiere, auch wenn sie mit der Hand aufgezogen werden. Und haben keineswegs eine höhere Lebenserwartung u. sind für diesselben Krankheiten anfällig wie zahme Ratten.

Ratten sind nun mal Beutetiere in der Natur, die sich stark vermehren und bei denen es eben nicht „sinnvoll“ wäre, wenn sie uralt werden.

Schlimmer als der frühe Tod ist die Tatsache, daß Ratten sehr oft schon sehr früh an Atemwegserkrankungen oder Tumoren leiden.

Trotz allem wenn man erstmal sein Herz an diese Tiere verloren hat ist es schwer auf sie zu verzichten…

Rattiger Gruß
Wilma (seit einigen Wochen nach langen Jahren ohne Piratten)

Hi Carole

Es wurde ja schon fast alles gesagt. Ratten sind so individuell wie die meisten anderen Lebewesen auch, deswegen gibt es eben auch charakterlich Unterschiede. Wenn sie was lernen sollen, musst du dich mit ihnen beschäftigen, gerade wenn du mehrere Ratten hast, was sinnvoll ist. Weibchen vertragen sich besser, als Männchen, aber wenn sie nicht aus dem selben Wurf und schon älter sind, kann das auch Probleme geben.

Die Lebenserwartung liegt zwischen 1,5 und 3 Jahren (meine beiden sind 3 Jahre alt geworden, das ist allerdings schon eher selten), leider erkranken sie meistens an Krebs (meine eine hatte einen Riesentumor, den ich dann habe wegoperieren lassen; danach war sie wieder fit). Und das ist tatsächlich züchtungsbedingt, denn Ratten wurden ja als Versuchstiere u.a. für die Krebsforschung und deswegen auch auf besondere Krebsanfälligkeit hin gezüchtet. Von diesen Laborratten stammen unsere heutigen „Spielgenossen“ ab. Man versucht aufgrund der wachsenden Beliebtheit von Ratten als Haustieren, durch Einkreuzung wilder Ratten wieder ein paar frische Gene einzubringen und die Krebsanfälligkeit zu mindern …

Die Lebenserwartung bei Wildratten liegt bei bis zu 7 Jahren (das habe ich aus Fachliteratur…), die werden aber aufgrund ihrer Beute- und Schädlingsrolle nicht so alt. Und Wildratten bleiben wild, eine Zähmung ist hier kaum möglich (da bin ich allerdings kein Spezialist).

Bezüglich der Nahrung wurde hier ja schon gesagt, Ratten sind Allesfresser. Rattenfutter gibts auch in der Tierhandlung, meine mochten aber z.B. keine Pellets. Hamster- oder Kaninchenfutter ist okay, Obst und Gemüse, mal eine gekochte Kartoffel oder etwas Reis (möglichst ohne Salz), ein Happen Joghurt, getrocknetes Brot (nicht auf der Heizung trocknen!), etwas Bierhefe und - bei meinen war das der absolute Knüller - Fischfutter!! Da sind die voll drauf abfgefahren. Ratten sind aber Schleckermäuler und nehmen schnell zu, deswegen nicht übertreiben.

Ein großer Käfig mit vielen Kletter- und Versteckmöglichkeiten ist ein Muss, trotzdem sollte der Auslauf in der Wohnung nicht fehlen. In der Regel sind die Kleinen stubenrein. Aber sie nagen ALLES an und man sollte nach einem Freigang in versteckten Ecken gucken, ob nicht dort auf einmal Radiergummis, Klebstoff o.ä. für schlechte Zeiten gehortet ist :wink:

LG, Kitty

Das ist ein Ammenmärchen …
Hallo,

eher selten), leider erkranken sie meistens an Krebs (meine
eine hatte einen Riesentumor, den ich dann habe wegoperieren
lassen; danach war sie wieder fit). Und das ist tatsächlich
züchtungsbedingt, denn Ratten wurden ja als Versuchstiere u.a.
für die Krebsforschung und deswegen auch auf besondere
Krebsanfälligkeit hin gezüchtet. Von diesen Laborratten
stammen unsere heutigen „Spielgenossen“ ab.

Es ist genau umgekehrt: die Krebsforschung suchte sich Ratten als Versuchstiere, da bei dieser Tierart die Neigung zu Tumoren besteht.

Zitat von http://www.rattenzauber.de/tumor.htm:

"Die Krebsanfälligkeit gehört zur Genetik der Ratten-Wildform wie zu der des Menschen. Durch die Zucht und Haltung in der Obhut des Menschen hat die Lebenserwartung der Ratten zugenommen, so daß Krebskrankheiten auftreten können. Genau wie beim Menschen.

Sobald die Infektionskrankheiten besiegt waren und die Menschen generell älter als 60 Jahre wurden, ist Krebs plötzlich vermehrt aufgetreten. Das heißt, Ratten wurden nie speziell auf Krebsanfälligkeit gezüchtet. Diese Anfälligkeit war immer da und hat sich bei den verschiedenen Stämmen nur unterschiedlich entwickelt. Eine Wanderratte hat naturbedingt eine Lebenserwartung von maximal zwei Wintern. Bis dahin hat der Krebs gar keine Zeit, sich zu manifestieren. Erst in Menschenobhut bei guter Fütterung, ohne Feinddruck und frei von den meisten Infektionskrankheiten werden die Tiere alt genug, um Tumore zu entwickeln.

Viele Rattenstämme sind sehr gut beschrieben und auch die Krebsanfälligkeit ist in der Regel gut bekannt. Diese Tiere werden natürlich in der Krebsforschung entsprechend eingesetzt."

Gruß,

Myriam

Hi Myriam

Prinzipiell kann jeder nur das wissen, was er gelesen oder gehört hat, meine Info war die andere (auch das mit der hohen Lebenserwartung der Wanderratten …).

Vielleicht sollte man den Verlag - ich muss nochmal schauen, woher ich das Buch hatte - mal darauf hinweisen, diese Infos bei einer eventuellen Neuauflage zu überarbeiten. Ansonsten wird sich so eine Fehlinformation ja immer weiterverbreiten, denn natürlich bin ich von der Richtigkeit dieser Angaben ausgegangen.

Aber danke für den Hinweis =)
(Trotzdem konnte ich mich bisher nicht zu dem Kauf neuer Ratten überwinden, der Jammer am Ende war doch zu großß … =(

LG, Kitty

Hi Wilma!

Ich habe inzwischen seit 5 Jahren Ratten und könnte nicht mehr auf sie verzichten. Was ihre geringe Lebenserwartung betrifft, muss man sich schon etwas abhärten, das ist immer wieder schwierig. Vor allem, wenn sie gegen Ende sehr krank werden.
Mein letzter Todesfall ist erst eine Woche her und der kleine Mann war noch nicht mal ein Jahr alt :frowning:
Aber ich freue mich über jede kleine Pelznase, der ich ein schönes Zuhause für ihren Lebensweg bieten kann. Es wäre kein Grund für mich, mit der Rattenhaltung aufzuhören.

Was das Alter und den Krebs betrifft, stimme ich dir absolut zu. Leider gibt es immer noch einige Bücher auf dem Markt, die da Fehlinformationen verbreiten!

Liebe Grüße
Silke

Hallo

Also ich hatte sowohl Mäuse (Farbmäuse) und auch Hamster.
Beide sind übehauptnicht Panikartig geflüchtet sondern hingen
am Käfiggitter wenn ich heimkam, mit der deutlichen Forderung
„hol mich hier raus“ in den Knopfaugen und sind auch immer
gleich auf meine Hand gekommen. Vielleicht mal den Umgang
überdenken?

Ich hatte selbst noch keine Mauese, sondern hab das nur bei Freundinnen gesehen. Ich geh sehr lieb mit meinen Katzen um, und mein Kaninchen mochte mich auch ganz gut leiden.

Danke schoen an euch alle, ich denke ich werde mir dann 2 oder 3 Weibchen aus dem Tierheim holen sobald ich meine und ihre Wohnung eingerichtet habe (ich bin umgezogen). Ich nehm mir dann regelmaessig Termine beim Tierarzt, dass sie auch schoen putzmunter bleiben, und dann ist ihre relativ niedrige Lebenserwartung auch nicht so schlimm, ist ja normal so. Ich freu mich schon richtig auf meine neuen pelzigen Mitbewohnerinnen.

Na dann - ist doch alles in Ordnung, dann wird Dich Deine Ratte sicher auch mögen. :smile:
(Aber was werden die Katzen zu einer Ratte im Haus sagen - die dann auch noch Wohnrecht genießt ?? :wink:)

Gruß
Tania

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