Raubkopie

gefunden:
11.02.2003 10:54 Uhr
Neue 18-stellige Kodierung auf CDs stellt Herkunft von Raubkopien fest
Die International Federation of the Phonographic Industry (IFPI) gab am gestrigen Montag bekannt, dass ab jetzt neben dem Universal Product Code (UPC) eine neue 18-stellige Kodierung auf CDs gepresst wird.
Dieser alphanumerische Wert wird ‚Global Release Identifier‘ (GRID) genannt und soll die Verbreitung von Raubkopien eindämmen. Desweiteren soll man mit dieser Kodierung die Herkunft von Raubkopien feststellen können.
Die GRID-Kodierung kann 30 Millionen Alben, Singels oder Sets aus Alben markieren und unterscheiden. Kostenträger des neuen Verfahrens sind die Musikindustrie und die Händler, die pro Jahr 245 Dollar für GRID zahlen müssen.
Quelle: http://www.newsbyte.ch

ich halte das für eine Zwecklüge. Wie kann jemand mit einer Kodierung herausbekommen, ob ich in Buxtehude oder München wohne. Von der Sraße schonmal gar nicht gesprochen. Ich sehe nur eine Möglichkeit: dass das Land, aus dem das Kopiergerät stammt erkennbar ist. Denn das hat nun mal ´ne Kennung.

Oder täusche ich mich da?
Grüße
Raimund

Hallo Raimund,

nö, sehe ich anders. Es taucht eine Raubkopie mit einer bestimmten Nummer auf. Dies ist erstmal natürlich nicht spannend und nicht zuzuordnen und interessiert auch niemanden. Jetzt taucht aber die gleiche Nummer noch einige Male auf, und es wird klar, dass da jemand nicht nur für die liebe Freundin, sondern im großen Stil eine bestimmte CD kopiert hat. Und wenn man dann jetzt mal wieder jemand hoch nimmt, der genau in diesem Verdacht steht und bei dem dann das Original und/oder ein Stapel Kopien mit der Nummer gefunden wird, dann macht es für die Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen und für die strafrechtliche Bewertung shcon etwas aus, wenn man konkret bestimmte Fundstücke diesem Täter zuordnen kann. Auch wird man so natürlich eher auf Leute aufmerksam, die so etwas im großen Stil betreiben, weil diese ja oft lokal agieren. D.h. wenn man in einer Ecke mal wieder sammelt und dann immer wieder die gleichen Nummern findet, kann man den Schluss ziehen, dass da mal wieder ein gewerblicher großer Kopierer in der Nähe ist.

Gruß vom Wiz

Gruß vom Wiz

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hallo Wiz,
so wie ich den Artikel verstanden habe, wollen die ja aus der Nummer die genause Adresse ersehen. Das halte ich für schlicht unmöglich. Das dürfte nur gelingen, wenn der Raubkopierer sein Gerät vor Inbetreibnahme anmeldet.
Das macht keiner und ganz besonders schlecht zu finden dürften die gewerbsmäßigen in Asien zu finden sein.
Die bekommen bei der Nachricht einen Lachanfall.
Grüße
Raimund

Damit werden nicht die Inhaber einer Raubkopie gefunden,
sondern die Supplier. Soll heißen, wenn ein Original
kopiert und verbreitet wird, kann man anhand der Nummer
feststellen, von wem das Original kommt. Das aber auch
nur, wenn derjenige sich registriert hat. Ansonsten ist
mit diesen Nummern nichts anzufangen. Vorallem nicht
bei Audio-CDs, die man ja sowieso nicht registriert. Und
spätestens bei der Wandlung nach MP3 ist die Nummer eh
nicht mehr relevant. Und wenn Software nicht als ISO-File
verbreitet wird, gibts die Nummer auch schonmal nicht mehr.

Alex