Hallo,
folgender theoretischer Fall:
Ein Mieter wohnt in einem Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses. Ein angrenzendes, eingeschössiges Flachdachgebäude, beinhaltet ein Restaurant, welches einen Lehmofen betreibt. Der Schornstein des Lehmofens befindet sich etwa 15 Meter schräg unter den Fenstern, des Schlaf-Wohnbereiches des Mieters. Da der Mieter öfters mal lüften muss, öffnet er das Fenster und es schlägt ihm sofort ein Geruch entgegen, welcher stark an verkohlten Grill erinnert. Es steigt auch kräftiger heller Rauch aus dem Schornstein. Wenn er das Fenster ein paar Minuten auf lassen würde, würde sich der Gestank stundenlang im Raum halten.
Gehen wir nun davon aus, der Mieter hätte sich schon beim Restaurantbesitzer erkundigt und dieser hätte ihm gesagt, daß er den Schornstein schon letztes Jahr durch einen langen Metallaufsatz modifiziert hat. Allerdings geht der Mieter nicht davon aus, daß dort ein Filter zur Geruchsmilderung installiert wurde und weiss auch nicht ob es soetwas überhaupt gibt.
Auch wenn „nur“ mit ein oder zwei Stunden täglich damit zu rechnen ist, daß der Geruch so penetrant ist, daß der Mieter seine Fenster nicht öffnen kann, fühlt sich der Mieter in seiner Wohnqualität beschnitten, da er mal eben morgens vor der Arbeit sein Schlafzimmer nicht lüften kann.
Was könnte ein Mieter in so einem theoretischen Fall tun, wenn wir davon ausgehen, daß er schon den Vermieter gefragt hat und auch dieser nur mit den Schultern zuckte?
Grüße,
gilou