Hallo
vorweg: ich weiß auch nicht, was „ungesünder“ ist: regelmäßig und viel Rauchen oder nur gelegentlich.
Aber ich kann mir vorstellen, dass gelegentliches Rauchen nicht unbedingt weniger schädlich sein muss als starkes Rauchen:
Es kann Sättigungseffekte der Schädigung geben. Eine Zigarette kann reichen, die gesamte Lunge zu vergiften, so dass alle Zellen in den Alarmzustand schalten. Es kann dan in einem Teil der Zellen zur Apoptose führen, in anderen entstehen Mutationen. Es ist vorstellbar, dass die Zellen einige Tage brauchen, um wieder aus diesem Alarmzustand herauszukommen. Mehr Zigaretten ändern daran nichts mehr. Die Folgen sind in beiden Fällen ein ähnlich erhöhtes Risiko für Krebs, Fibrose und v.a. COPD.
Bei starkem Rauchen könnte es auch stärkere Anpassungsreaktionen des Körpers geben, welche den stärker schädigenden Effekt teilweise kompensieren.
Der Schädigungsverlauf könnte bei starken und gelegentlichen Rauchern ein anderer sein. Gelegenheitsraucher könnten viele Zellen immer wieder leicht schädigen, die aber überleben und so ein höheres Krebsrisiko bergen. Starke Raucher teeren sich hingegen Lungenbereiche gleich komplett zu, das Lungenepithel stibt eher ab, bevor es entartet. Das kann das Risiko für COPD erhöhen.
Insgesamt sind die Reaktionen der Lunge auf das Rauchen sehr komplex. Die Zellen der Lunge reagieren aktiv, Blutgefäße und Bronchien werden regelrecht umgebaut. Und gerade weil die Lunge aktiv mitspielt, geht die Gleichung „Viel schadet viel“ bzw. „Wenig schadet auch nur wenig“ nicht unbedingt so einfach auf, wie sie klingt.
Das sind aber alles nur Gedankenspiele von mir, um zu zeigen, dass die Aussage
dass das Risiko eine
typische Raucherkrankheit zu erleiden, so gut wie unabhängig
von der Menge der konsumierten Zigaretten ist.
nicht von vornherein falsch sein muss.
VG
Jochen