Rauchen in der Schwangerschaft

Hallo,

vorweg @mods:

Ich poste den Artikel bewusst in diesem Brett, da ich mir denke, hier mehr schwanger gewesene Frauen anzutreffen als in „Medizin“ und ich würd gerne deren Erfahrung hören.

Zu meiner Frage:

Eine Bekannte von mir hat vor 10 Wochen erfahren, dass sie schwanger ist. Daraufhin hat sie von einem Tag auf den anderen aufgehört zu rauchen. Sie war eine recht starke Raucherin.

Heute hab ich sie gesehen, wie sie wieder eine geraucht hat. Auf meine verwunderte Frage meinte sie, dass ihr Frauenarzt es ihr geraten hat. Seiner Meinung nach wäre es für das Kind schädlich, wenn sie einfach abrubt aufhört und sie soll weiterhin rauchen, allerdings weniger = 4 am Tag.

Jetz frag ich mich: WAS soll DAS denn?? Angeblich hätte das was mit Co-Abhängigkeit zu tun… Kann ja sein.
Bloß ich verstehe nicht, wieso es jetzt schädlich sein soll… Wenn sie die ganze Schwangerschaft weiter raucht und das Kind dann bekommt… ist es doch nach der Geburt auch „auf Entzug“. Wieso dann nicht gleich aufhören?

Kann mir das jemand näher erklären?

LG
Kathrina

Hallo Kathrina,

ich kann Dir das nicht ‚näher‘ erklären, gebe aber trotzdem meinen Senf dazu:

Eine Bekannte von mir hat vor 10 Wochen erfahren, dass sie
schwanger ist. Daraufhin hat sie von einem Tag auf den anderen
aufgehört zu rauchen. Sie war eine recht starke Raucherin.

Hm, dann müßte man wissen in der wievielten Woche Sie war, als Sie aufhörte zu rauchen. Bzw. wie lange der Fötus/Embryo schon mitgeraucht hat.

Seiner Meinung nach wäre es für das Kind
schädlich, wenn sie einfach abrubt aufhört und sie soll
weiterhin rauchen, allerdings weniger = 4 am Tag.

Wahrscheinlich war dann schon eine Art Abhängigkeit beim „Kind“ da.
Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, daß Sie jetzt den Rest der Schwangerschaft 4 Zigaretten pro Tag weiterrauchen soll. Vielleicht nur zum Vollständigen abgewöhnen? Bzw. „ausschleichen“?

Wenn Sie die ganzw Schwangerschaft weiter raucht und das Kind
dann bekommt… ist es doch nach der Geburt auch „auf Entzug“.

Da kann ich nur erzählen: Im KH auf meinem Zimmer war eine Mutter die die ganze Schwangerschaft wohl recht stark geraucht hat. Der Säugling schrie fast ununterbrochen => Entzug. Gestillt hat Sie nicht, wurde Ihr angeraten, das Kind hat dann aber wohl Medikamente gegen den „Entzug“ bekommen.

Trauriger Start :frowning:

Wieso dann nicht gleich aufhören?

Das Frag ich mich hiermit auch. Vielleicht doch „ausschleichen“?

LG Momi

Hallo,
das sofortige Aufhören schadet dem Kind nicht und wenn die werdende Mutter in der Lage war mit dem Rauchen aufzuhören gibt es keinen Grund ihr zu raten weiter zu rauchen.
Ich vermute dass sie Schwierigkeiten hatte das Rauchen aufzugeben und dies mit dem Arzt besprochen hat und er ihr riet den Konsum zu reduzieren. Das wäre ok, wenn sie es schafft im Laufe der Schwangerschaft ganz aufzuhören.

4 Zigaretten erreichen kaum das Kind, da die Plazenta viel „abfängt“ - allerdings wird sie geschädigt und altert wesentlich schneller als bei Nichtraucherinnen, so dass es zum Ende der Schwangerschaft zu Kompilationen kommen kann (Frühgeburt).

Viele Grüße

Guten Abend.

Seiner Meinung nach wäre es für das Kind
schädlich, wenn sie einfach abrubt aufhört und sie soll
weiterhin rauchen, allerdings weniger = 4 am Tag.

Ich könnte mir noch eine Erklärung aus dem hohlen Bauch leiern, nämlich die, dass der Körper der werdenden Mutter, wenn sie stark geraucht hat, durch den plötzlichen Entzug Stresshormone ausschüttet. Wenn die Dame allerdings schon mehrere Wochen komplett clean war, wäre diese Erklärung hinfällig.

GEK

Hallo Kathrina,

als ich vor 21 Jahren schwanger war, war ich auch tägl. Raucherin. Allerdings mehr Genußraucherin denn Suchtraucherin, was mir dann klar wurde…

Ab dem Zeitpunkt, wo mir mein Frauenarzt sagte, ich bekomme ein Baby, habe ich aufhören können zu rauchen.

Und habe es dann auch (fast) nie wieder angefangen…schon aus anderen gesundheitl. Gründen, aber das ist ein anderes Thema…

Von einigen Bekannten und Freundinnen, die (Sucht)Raucherinnen sind, weiß ich allerdings, das sie auch während ihrer Schwangerschaft weiter geraucht haben, reduziert zwar, aber eben geraucht haben, und dies wurde teilw. auch von deren Frauenarzt ‚abgesegnet‘, wohlweisslich mit dem Hintergrund, das es einem ungeborenem Kind eher schaden könne, sich dem plötzlichen Anti-Rauchverhalten der Mutter auszusezten, die ja dann ständig ‚Entzugserscheinungen‘ hat und somit sich selbst und dementsprechend auch dem Ungeboren ständigem Streß aussetzt, als aufzuhören mit rauchen.

Das sind so meine persönl. Erfahrungen zu diesem brisanten Thema…

Gruß
Kieckie

Hallo,

Heute hab ich sie gesehen, wie sie wieder eine geraucht hat.
Auf meine verwunderte Frage meinte sie, dass ihr Frauenarzt es
ihr geraten hat. Seiner Meinung nach wäre es für das Kind
schädlich, wenn sie einfach abrubt aufhört und sie soll
weiterhin rauchen, allerdings weniger = 4 am Tag.

Ich stell das jetzt mal ganz provokativ als Lüge hin.
Ich kann mir einfach nicht denken, dass ein Arzt einer Schwangeren dazu rät zu rauchen!
Ich nehme eher an, dass diese Aussage deiner Freundin nichts weiter als eine Schutzbehauptung ist um ihren Rückfall (vor ihr selber und vor anderen) zu rechtfertigen.

Grüße von
Tinchen
Ex-Raucherin

Hallo

Ich stell das jetzt mal ganz provokativ als Lüge hin.
Ich kann mir einfach nicht denken, dass ein Arzt einer
Schwangeren dazu rät zu rauchen!

Das hat meiner mir auch geraten!
Nach dem Motto: 3 sind ungefährlicher als 20!
Das war aber auch shon vor 8 Jahren, nun sind die meisten FÄ auch schon schlauer geworden und sagen das nicht mehr!

Ich nehme eher an, dass diese Aussage deiner Freundin nichts
weiter als eine Schutzbehauptung ist um ihren Rückfall (vor
ihr selber und vor anderen) zu rechtfertigen.

Klar, als Raucher nimmt man alles an, gerade wenn man dann doch noch rauchen darf!
Ich hab mich damals auch davon beeindrucken lassen, das arme Kind im Mutterleib schon auf Entzug. So mussten also 3 Zigaretten am Tag her!
Meine Ausrede war aber, das ich mich damals von meinem Partner getrennt habe und tierischen Stress hatte!

Übrigens mein Kind kam gesund auf die Welt, hatte eine große Größe und meine Plazenta wurde für die Studenten als Vorführungszweck mitgenommen, weil die einfach top war!!! -zum Glück sag ich heute!!!

Am Tag der Geburt war ich durch mit dem Thema Rauchen…

Ok, ich rauche wieder…nach 3 Jahren Pause.

LG

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hi

Ich stell das jetzt mal ganz provokativ als Lüge hin.
Ich kann mir einfach nicht denken, dass ein Arzt einer
Schwangeren dazu rät zu rauchen!

Naja, ein Arzt rät einer Schwangeren sicher nicht, daß sie rauchen soll. Aber es ist tatsächlich so, daß Fachärzte dazu raten, nicht von jetzt auf gleich auf kompletten Entzug zu gehen, wenn frau schwanger ist.

Gruß
Edith

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So ein unglaublicher Blödsinn!

Entweder, deine Freundin lügt oder man sollte den Arzt wegen Körperverletzung anzeigen.

Meine Frau hat mit Beginn der Schwangerschaft sofort aufgehört zu rauchen. Mittlerweile habe wir drei gesunde Kinder.

Meine Schwester hat seinerzeit auch dem angeblichen „Rat“ gehorcht: Plazenta total verkalkt, hat ein vom Entzug zitterndes Mädchen („Nein, das hat mit dem Rauchen nichts zu tun gehabt“)zur Welt gebracht, das umgehend zur Neugeborenen- Intesivstation gebracht wurde.
Der Gynäkologe meiner Frau hat ähnliche Dinge berichtet bis hin zu zwei Fällen, bei denen er sich sicher war (es aber natürlich nicht beweisen konnte), dass die Kinder tot geraucht wurden.

Hallo Edith,

Aber es ist tatsächlich so, daß Fachärzte dazu
raten, nicht von jetzt auf gleich auf kompletten Entzug zu
gehen, wenn frau schwanger ist.

Anders, als auf „kompletten Entzug“ zu gehen funktioniert das Aufhören mit dem Rauchen nicht!

Grüße von
Tinchen

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Meine Schwägerin hat die ganze Schwangerschaft über geraucht. Angeblich „nur“ 10 Kippen. Gestern hat sie das Kind entbunden. 47 cm „groß“, 2350g leicht und liegt auf der Intensiv, weil er nicht richtig geatmet hat.
Aber gut, waren ja nur 10 Zigaretten am Tag!!
Ich hab auch geraucht und hab in der 5. Woche erfahren, dass ich schwanger bin. Hab SOFORT aufgehört und habe heute nicht das Gefühl, dass es meinem Buben geschadet hatte. Der war bei der Geburt 3750g und 52 cm groß. Aber klar muss jede selber wissen ob sie das Kind auf der Intensiv besuchen will, oder lieber aufs Rauchen verzichtet.

Gruß

Hi,

dass es immer noch Ärzte gibt, die sowas empfehlen, ist haarsträubend. Wenn mir so einer unterkäme, würd ich mich bei der Ärztekammer beschweren. In meinen Augen grenzt das schon an Körperverletzung.

Jede Zigarette in der Schwangerschaft ist eine Zigarette zuviel, weil sie wahnsinnig viel anrichten kann. Allein durch eine Zigarette ist das Kind kurzzeitig mit Sauerstoff unterversorgt, was gerade in den ersten zwölf Wochen verheerende Auswirkungen haben kann, da hier die Organe und das Nervensystem inkl. Gehirn angelegt werden.

Wenn ein Arzt das ignoriert, sollte er nicht mehr praktizieren dürfen.

Gruß
Cess

Hi,

schließe mich der Antwort von Cess voll und ganz an. Hinzu kommt noch, dass das Risiko einer Fehlgeburt immenz ansteigt.

Ich finde es eh UNVERANTWORTLICH und EGOISTISCH wenn eine Frau, die vor hat Kinder zu bekommen munter weiter qualmt. Nicht umsonst raten Ärzte Frauen die mit der Familienplanung anfangen wollen im Vorfeld mit dem Rauchen aufzuhören.

Gruß

Samira

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und ich kann mir diesen Ratschlag vom Arzt sehr gut vorstellen.
Rauchen ist nicht nur eine körperliche Sucht sondern meiner Meinung nach vor allem eine psychische und da von heute auf morgen aufzuhören ist ebenso belastend für die Schwangere.

Ich habe meinen Zigarettenkonsum auf 2x eine halbe pro Tag reduziert und diese habe ich genossen!
Die „Rosenkranzplazenta“ und das geringe Geburtsgewicht von 2560g sind vermutlich auf das rauchen zurückzuführen, aber nicht auf die 2 halben am Tag sondern auf die Jahre zuvor.

Kind ist übrigens bumberlgsund und hatte bereits nach 8 Wochen „Normalgewicht“ alle anderen mit normalem Geburtsgewicht eingeholt.

Grüße Bröselchen

Hallo Katharina,

Ich poste den Artikel bewusst in diesem Brett, da ich mir
denke, hier mehr schwanger gewesene Frauen anzutreffen als in
„Medizin“ und ich würd gerne deren Erfahrung hören.

Ehrlich gesagt bezweifle ich sehr stark, daß du hier in diesem Forum viele Frauen treffen wirst, die aus eigene Erfahrung reden. Zumindest Frauen die in (West-) Europa leben.

Meine Antwort bezieht sich auf Deinen Wortwahl " starke" Raucherin.

Jetz frag ich mich: WAS soll DAS denn?? Angeblich hätte das
was mit Co-Abhängigkeit zu tun… Kann ja sein.

Ihr Körper hat sich im Laufe der Jahren auf das Nikotin gewöhnt. Nun stellt sich die Frage, ob einen plötzlichen und absoluten Verzicht nicht viele Nebenwirkungen haben könnte.

In Fachbücher habe ich von „Konsumreduktion“ gelesen.

Bloß ich verstehe nicht, wieso es jetzt schädlich sein soll…

Schädlich ist es ganz sicher nicht. Nur die Nebenwirkungen sollte man abwägen.

Wenn sie die ganze Schwangerschaft weiter raucht

Wie es aussieht, auf die Menge kommt es an.

und das Kind dann bekommt…

Das Kind bekommt Nikotin auf jeden Fall mit.

ist es doch nach der Geburt auch „auf Entzug“.

Nicht zwangsläufig. Wie gesagt, es kommt auf die Menge an, die die Schwangere raucht.

Schöne Grüße,
Helena *Die BIER auf ein Rezept mit eigenen Augen gesehen hat*

PS. Diese Aussage basiert nicht auf Erfahrung, sondern auf das Fachbuch für Geburtshilfe und Frauenheilkunde, die im der Medizin und Krankenpflege im deutschen Sprachraum als standard-Lehrbuch verwendet wird.

Hi,

Rauchen ist nicht nur eine körperliche Sucht sondern meiner
Meinung nach vor allem eine psychische und da von heute auf
morgen aufzuhören ist ebenso belastend für die Schwangere.

Rauchen ist in den meisten Fällen überhaupt keine körperliche Sucht - Nikotin macht selten tatsächlich körperlich abhängig.

Die „Rosenkranzplazenta“ und das geringe Geburtsgewicht von
2560g sind vermutlich auf das rauchen zurückzuführen, aber
nicht auf die 2 halben am Tag sondern auf die Jahre zuvor.

Das ist eine Fehleinschätzung.

Gruß
Cess

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Genauso hätte mein Text auch gelautet, außer, daß es ein Mädchen geworden ist.

Gruß von Suse

Psychologischer Trick
Hi Kathrina!

Wenn ein Arzt tatsächlich sagt, die werdende Mutter könne ruhig weiterrauchen, dann ist das mehr ein psychologischer Trick: Diejenigen Frauen, die das sofortige Rauchen nicht schaffen würden und es unter diesem Druck gar nicht erst versuchen würden, können so wenigsten eine Reduktion ihres Zigarettenkonsums erreichen.

Dass der Entzugsstress für das Baby schlimmer sein soll als die giftigen Wirkungen des Nikotins, das kann mir keiner Erzählen!

just my 2 cents

LiebeGrüßeChrisTine

Hallo manou,

fast hätte ich geschrieben: bei mir war es auch so.

Aber die Unterschiede sind:

Das hat meiner mir auch geraten!

Meine Ärztin hat vor 30 Jahren gar nicht nach dem Rauchen gefragt, ich übrigens auch nicht.

Klar, als Raucher nimmt man alles an, gerade wenn man dann
doch noch rauchen darf!

Und wenn man „kaputter Ofen“ ist wie ich, dann raucht man auch einfach weiter, vor allem wenn der Vater des Kindes dauernd tierischen Stress macht.

Übrigens mein Kind kam gesund auf die Welt, hatte eine große
Größe

aber ich selber habe zwei Nahtrevisionen gebraucht, weil in die erste Naht zuviel Blut eingesickert war. Das vermute ich als Raucherfolge.

Am Tag der Geburt war ich durch mit dem Thema Rauchen…

Da ich mit der besch… Naht nicht gemütlich sitzen konnte, 6 Wochen in der Klinik war, wo ich auch im Liegen nicht rauchen durfte, beschloss ich: Solange ich stille, rauche ich nicht mehr.

Ok, ich rauche wieder…nach 3 Jahren Pause.

und tu es auch heute nach fast 30 Jahren noch nicht wieder.

Gruß, Karin

Du meinst es lag nicht daran, dass ich jahrelang vor der Schwangerschaft geraucht habe?
Oder meinst du es lag an den 2 halben Zigaretten während der Schwangerschaft?

Die Ärzte meinten 1 und ist auch nachvollziehbar wenn man bedenkt wie lange es dauert bis der Körper wieder dem eines Nichtrauchers entspricht.

Grüße
Bröselchen

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