Liebe/-r Experte/-in,
vor 3 Jahren haben mein Lebensgefährte und ich (1 gemeinsames Kind) zusammen ein Haus gekauft. Wir stehen beide im Grundbuch und beide im Kreditvertrag bei der Sparkasse. Wir haben beide ganz gute bezahlte Jobs, sind also Angestellte, ich würd sagen, unser Lebensstandard ist durchschnittlich gut.
Nun hat mir mein Lebensgefährte eröffnet, dass er vorhat, seine gut bezahlte Anstellung zu kündigen und sich selbsständig zu machen. Er will ein großes Grundstück mit darauf befindlicher Kfz-Reperatur-Halle pachten und vom jetzigen Besitzer auch einige technische Geräte per Mietkauf erwerben.
Ich persönlich bin absolut gegen dieses Vorhaben. Es ist nun mal nicht jeder zum Chef geboren, einige sind halt nur sehr gute Angestellte mit guten Gehalt. Ich kenne genug verkrachte Existenzen durch Firmenpleiten.
Das was an Pacht pro Monat gezahlt werden musst, ist ungefähr das, was mein LG z. Z. in seiner Anstellung verdient. Er müsste mit seiner Firma also mindestens doppelt soviel Umsatz im Monat machen, wie die Höhe der Pacht ist, um auch weiterhin seinen Anteil am Hauskredit zu zahlen bzw. um einfach seinen Lebensstandard wie jetzt weiter aufrecht zu erhalten.
Ich habe die Befürchtung, dass das von ihm geplante Vorhaben, eine eigene Kfz-Werkstatt zu führen, früher oder später scheitern wird. Wir wohnen am Rande von Berlin und es gibt hier genug Konkurrenz (z. B. ATU oder viele Private, die auf dem eigenen Grundstück Autos reparieren) und die viel günstigere Preise anbieten können.
Meine große Angst ist jetzt, dass es mit der Werkstatt nicht gut laufen wird, mein LG sich hoffnungslos verschuldet und es soweit kommt, dass wir das gemeinsame Haus verkaufen müssen. Da wir dieses jedoch erst 3 Jahre abzahlen, zahlen wir ja zZ noch hauptsächlich Zinsen ab. D. h. bei einem Verkauf wäre immer noch eine große Summen von uns an die Bank zurück zu zahlen.
Hätte ich vor 3 Jahren gewusst, dass mein LG vor hat, irgendwann mal seine gut bezahlte und feste Anstellung aufzugeben und sich solchen Phantasterein mit eigener Firma etc. hinzugeben, hätte ich nie und nimmer mit ihm einen Kredit für ein Haus unterschrieben.
Ich würde gern aus dem Kreditvertrag fürs Haus raus (allerdings NICHT aus dem Grundbuch) und mit meinem LG einen Mitvertrag machen in der Höhe, die eben genau der Geldsumme entspricht, mit der ich mich monatlich an der Kreditzrückzahlung beteilige.
Ich habe einfach Angst davor, in diese ganz finanzielle Misere mit rein gezogen zu werden, nur weil das Unternehmen eigene KfZ-Werkstatt, wo ich wirklich absolut dagegen bin, scheitert.
Aufgrund meines kleinen Kindes arbeite ich nur Teilzeit, verdiene auch nicht soviel und will einfach nicht, dass mein Sohn und ich aufgrund der hochfliegenden Pläne meines LG auch noch in den Schulden stecken.
Ich kann schon nicht mehr schlafen, weil ich gerade Tag und Nacht grüble, was mit unsere Familie passiert, wenn mein LG wirklich seinen Job kündigt und sein Ding mit der Firma durchzieht, er würde gern ab September 2010 loslegen. Ich habe wirklich zur Zeit Horrorvorstellungen, ich denen ich mich mit meinem Kind unter ner Brücke wohnen sehe bzw. in einer 1-Raum-Sozialwohnung im Plattenbau.
Wir haben uns hier echt was aufgebaut mit dem gemeinsamen Hause und nun wil mein LG alles aufs Spiel setzen, weil er denkt,er muss sich mit Anfagn 30 nun selbständig machen. Und das, wo Deutschland gerade die größte Finanz- und Wirtschaftskrise überhaupt hat, schlimmer gehts doch echt nicht mehr…
Ich würde mich freuen, wenn ich hier einige Tipps bekommen könnte, wie ich mich am besten verhalten soll, bevor ich einen Termin bei unsere Kreditsachbearbeiterin mache.
MfG
Blaupunkt