RAW Format?

Salü

Ich habe auch schon öfters von dem Dateiformat RAW gehört, ich könnte es in meinem Digitalen Fotoapparat auch einstellen.

Aber was bringt es mir?
Ausser das es sehr viel Platz braucht!

Was kann ich damit mehr machen? Oder gibt es bessere Fotos, habe zwar keinen optischen unterschied zu JPG gesehen?

Reicht CorelDraw Photopaint 11 aus, um dies zu bearbeiten, falls nötig?

Danke
Stefan

Aber was bringt es mir?
Ausser das es sehr viel Platz braucht!

Was kann ich damit mehr machen? Oder gibt es bessere Fotos,
habe zwar keinen optischen unterschied zu JPG gesehen?

Ein Bild im RAW-Format wird so gespeichert, wie es der Chip der Kamera „sieht“.

Dies hat den Vorteil, dass intern in der Kamera keinerlei Bearbeitung stattfindet.
Dies kann man dann selbst mit einem RAW-Konverter machen und hat dadurch die volle Kontrolle (Digi-Kameras bearbeiten i.d.R. intern die Bilder etwas nach, wenn man nicht in RAW fotografiert).

Weitere Infos unter http://de.wikipedia.org/wiki/Rohdatenformat_%28Fotog…

Achja:
Jede Kamera hat ihr eingenes RAW-Format. Es gibt nicht DAS RAW :wink:

Grüße

Wenn Du absolut keinen Unterschied siehst, dann benötigst Du auch kein RAW.

Es gibt Anwendungen, wo man es aber sieht, z.B. ist Wiesengrün mit JPEG eher verschmiert oder verlaufendes Himmelsblau ist leicht stufig, besonders wenn man den Kontrast oder die Sättigung noch ein wenig erhöht. Und es ist von der Ausgabegröße abhängig - bei 13x18cm wird noch nichts zu bemerken sein, bei 30x45cm aber schon.

Ich habe auf allen Kameras (Canon 5D, 30D, G6) die RAW-Einstellung. Ich benutze sie aber fast nie. Wenn ich vorher weiß, dass ich ein Motiv sehr groß wiedergeben werde bzw. wenn ich ahne, dass an Kontrast und Sättigung gedreht werden muss, mache ich ein RAW zusammen mit dem JPEG.

Ein RAW ist sozusagen ein digitales Negativ, aus dem man im RAW-Konverter oder im Photoshop-Plugin noch alles machen kann. Die RAW-Aufnahme ist ungeschärft, macht keine Komprimierung wie JPEG, die Farbtemperatur kann nachher gewählt/abgestimmt werden … Es ist eine Roh-Datei.

JPEG komprimiert die Daten, d.h. es rechnet je nach Einstellung mehr oder weniger ähnliche Farben auf eine zusammen und schafft damit aus Einzelpixeln größere Flächen, die sehr viel datensparender sind. Aber das verursacht halt Löcher in der ansonsten lückenlosen Tonwertreihe.

Interessanterweise ist ein RAW aber deutlich kleiner als ein TIFF, das auch verlustfrei speichert - hat es früher in manchen Kameras gegeben, war aber wirklich groß (8 Mio. Pixel mal die drei Farben Rot, Grün und Blau heißt 24 MB Speicherplatz auf der Karte. Ein RAW hat so um die 8 MB, ein JPEG in bester Qualität zwischen 2 und 4 MB. Wenn mit JPEG z.B. ein Wald mit unruhigen, vielen kleinen Mustern, Zweigen, Blättern, Ästen usw. fotografiert wird, ist die Datei eher größer, d.h. es kann nicht so viel zusammengefasst werden. Bei großen, glatten Flächen wie Himmel usw. gelingt eine bessere Komprimierung - die Datei ist deutlich kleiner. Deshalb sind JPEG-Dateien unterschiedlich groß …

Profis fotografieren überwiegend im RAW-Modus, besonders wenn es auf großen, exakten Tonwertreichtum ankommt. Presse- oder Sportfotografen machen auch einiges in JPEG, weil die Serienaufnahmen in JPEG schneller gehen. Amateure kommen meist mit JPEG zurecht …

Gruß, Artefakt

Salü

Auch Salü,

Ich habe auch schon öfters von dem Dateiformat RAW gehört, ich
könnte es in meinem Digitalen Fotoapparat auch einstellen.

Ja, mach doch mal :smile:.

Aber was bringt es mir?
Ausser das es sehr viel Platz braucht!

Du hast auch ein „Negativ“ und nicht nur den „Abzug“.
RAW legt Dein Foto in 12 bit Farbtiefe ab, jpg „nur“ in 8 bit. D. h., Dir stehen bei Raw 4096 Tonwerte zur Verfügung, in jpg „nur“ 256.

Was kann ich damit mehr machen?

Mit entsprechender Erfahrung und Übung wirst Du schon mehr aus Deinen Bildern machen können. Ein Beispiel:
Du machst eine Nachtaufnahme (normalerweise macht man eine Belichtungsrreihe). Zu Hause stellst Du fest, dass das Foto etws zu dunkel geworden ist. Nun kannst Du mit dem RAW-Konverter Dein RAW-Foto in ein bis zwei Stufen „Nachbelichten“ „entwickeln“. Dabei werden Dir die Lichter vermutlich ausfressen, aber die dunklen Bereiche dafür aufgehellt. Diese entwickelten Bilder fügst Du dann per EBV so zusammen, dass die richtig belichteten Lichter mit den nun helleren vorher dunklen Bereichen harmonieren.

Oder gibt es bessere Fotos,

Nein :wink:, besser werden die Fotos nicht, nur im Ausdruck/Abzug qualitativ hochwertiger.

habe zwar keinen optischen unterschied zu JPG gesehen?

Wirst Du am Bildschirm auch nicht sehen.
Aber stell Dir mal vor, Dir gelingt das Foto des Jahres :smile: und dieses soll auf einer Doppelseite einer Hochglanzzeitschrift ausgedruckt werden. Mit einer entsprechenden EBV (ich würde dies in so einem Fall einen Profi machen lassen) kann dann nur aus einem RAW die volle Bandbreite aller Farben und Tonwerte dargestellt werden.

Reicht CorelDraw Photopaint 11 aus, um dies zu bearbeiten,
falls nötig?

Das kann ich Dir leider nicht beantworten, kenne das Programm nicht.

Danke
Stefan

Gruß Jürgen

ein Besuch bei Wikipedia hilft immer :wink:

http://de.wikipedia.org/wiki/Rohdatenformat_%28Fotog…