Hallo!
Ich habe seit einigen Jahren das Raynaud Syndrom an den Fingern, v.a. bei Kälte, selten bei Aufregung. Der Arzt meint, dass keine Medikamente nötig sind.
Ich bin aber oft mit dem Zug unterwegs, stehe also öfters mal in der Kälte und muss warten. Ich ziehe im Winter teilweise bis zu drei paar Handschuhe an, doch es bringt nichts. Manchmal, wenn es zu Kalt wird, dann schlottert mein ganzer Körper und es kann bis zum Kreislaufzusammenbruch kommen (habe bei Kälte deshalb immer Kreislauftropfen dabei).
Meine Fragen sind jetzt
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Wie lange „darf“ so ein Anfall dauern? Gibt es eine Grenze, ab der es eventuell kritisch werden könnte?
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Habe ich noch weitere Möglichkeiten, die Symptome zu mindern bzw. die Zeit zu verkürzen, bis die Durchblutung wieder normal ist, wenn ich keine Möglichkeit habe, die Finger unter Wasser zu halten? Bis jetzt behelfe ich mir mit warmer Kleidung, wenn möglich Bewegung (Bahnsteig auf und ab laufen) und außerdem trage ich Wärme-Pads bei mir.
Danke vorab für Antworten
Gruß Micky
Hallo Micky!
Es gibt die Möglichkeit, sich eine Glyceroltrinitrat(GTN)-Salbe in der Apotheke anmischen zu lassen.
GTN ist ein Wirkstoff, der als Notfallpräparat bei Angina pectoris eingesetzt wird. Dieser erweitert in Sekundenschnelle die Gefässe und vermindert so den Druck aufs Herz. Beim Raynaud-Syndrom nutzt man ihn, um die Durchblutung in den Fingerspitzen zu fördern und so die Kälte und die Schmerzen zu vermindern. Der Wirkstoff ist verschreibungspflichtig, ist aber nicht besonders teuer. Was die fertige Salbe dann kostet, weiß ich allerdings nicht.
Alles Gute, finnie
Hallo Micky!
Ich habe selber seit fast 20 Jahren das Raynaud Syndrom.
Die Anfälle können von einigen Minuten bis zu mehreren Stunden andauern.
Daß man generell sehr schnell friert hängt hauptsächlich damit zusammen, daß ein Raynaud-Patient fast immer einen sehr niedrigen Blutdruck hat. Das würde auch Deine Zusammenbrüche erklären. Du mußt halt drauf achten, daß Du Dich generell sehr warm anziehst.
Ich benutze zudem auch noch Taschenwärmer.
Für ganz schlimme Fälle gibt es auch beheizbare Handschuhe.
Generell ist das Raynaud Syndrom nicht gefährlich, das Problem ist jedoch das sehr viele Krankheiten damit zusammenhängen (z.B. Rheuma oder wie bei mir Arthrose).
Medikamente gibt es bei schweren Verläufen auch, die aber( soweit ich weiß) starke Nebenwirkungen haben bzw. den Blutdruck senken, so daß die meisten mit R.S. diese gar nicht einnehmen können.
Ich hoffe, ich konnte Dir etwas weiterhelfen.
Liebe Grüße!
Daniela
Hallo,
sprich mal einen guten Heilpraktiker mit Fachgebiet Neuraltherapie darauf an.
Gruß Rosa
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