Re^4: Trafo - Transformator

Lieber Rudi.

leider kann ich deine Kommentare nicht lesen. Es wäre aber sehr toll, wenn du sie vielleicht nocheinmal schreiben könntest.

Liebe Grüße Tanja

Hallo Tanja, Ich habe vorgestern (24.04.) versucht zu antworten. Leider ist während des Schreibens die Verbindung zum Internet ausgefallen. Ich schreibe meine Antwort deshalb nochmals aus dem Gedächtnis:
Eine elektrisch leitende Verbindung zur Netz- (Primär)-wicklung ist nicht erforderlich - in den meisten Fällen wäre dies sogar wegen der Sicherheit sogar schädlich.
Das durch die Primärspule im Eisenkern entstehende Magnetfeld überträgt sich auf die Sekundärwicklung und erzeugt dort eine Wechselspannung (gleicher Frequenz).
Die Höhe dieser Spannung hängt - direkt proportional - vom Verhältnis der Windungszahlen der Spulen ab.
Vielleicht erinnerst du dich an das Kapitel über magnetische Induktion im Physikunterricht: Man nehme eine Spule aus dünnem, isolierten Kupferdraht, schließe daran ein Galvanometer an und schiebe einen Magnetstab in die Spule. Bewegt man nun den Stab in eine beliebige Richtung, so schlägt das Galvanometer in eine beliebige Richtung aus. Kehrt man die Bewegungsrichtung um, so schlägt das Galvanometer in die andere Richtung aus. Dabei fallen zwei Phänomene auf: Erstens, das Galvanometer schlägt nur aus, solange die Bewegung andauert; zweitens, die Höhe des Aussclags ist direkt proportional der Bewegungsgeschwindigkeit des Magnetstabes zur Spule.
Vergewissere dich am besten bei Mitschülern, ob diese das Prinzip begriffen haben. Vielleicht kann der eine oder andere es dir nochmals erklären. Ein Bastler unter ihnen kann den Versuch vielleicht mit Teilen aus seiner Bastelkiste vorführen. Eine Spule wird sich wohl auftreiben lassen; mit einem Galvanometer könnte es etwas schwieriger werden. Aber ein Glimmlämpchen tut´s zur Not auch, vorausgesetzt die Spule hat einige tausend Windungen, damit eine Spannung von 60 bis 100 Volt erreicht wird, wenn man den Magnetstab schnell genug in der Spule bewegt. Dann entsteht an der jeweils negativen Elektrode ein glühendes Gaswölkchen.
Bei einem Transformator sorgt die am Netz angeschlossene Primärspule für ein sich ständig wechselndes Magnetfeld im Eisenkern und durch dieses wird eine Wechselspannung in der Sekundärspule induziert.
Beim Fahraddynamo hast du ja auch keine Verbindung zum Netz. Das Lämpchen leuchtet stärker, wenn du schneller fährst und wenn das Rad still steht, leuchtet es nicht mehr.
Dies ist im Prinzip das Gleiche wie im beschriebenen Versuch.
MfG, Rudi